Die Umwälzpumpe fördert das Heizwasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und zählt damit zu den wichtigsten Bauteilen Ihres Heizsystems. Erfahren Sie im folgenden Text, wie sie funktioniert und woran Sie erkennen, dass sie nicht richtig arbeitet.
Das Wichtigste in Kürze
- Alte ungeregelte oder mehrstufige Pumpen sind Stromfresser; eine Hocheffizienzpumpe spart im Jahr mehrere Hundert kWh — der Austausch lohnt meist schnell.
- Moderne geregelte Pumpen passen ihre Drehzahl im Betrieb selbst an; die Grund- beziehungsweise Betriebsart sollte der Fachbetrieb passend zur Anlage einstellen.
- Pfeifen, Knacken oder Knallen sind nicht normal; gar keine Geräusche bei kalten Heizkörpern heißt: Pumpe prüfen.
Umwälzpumpe: Funktionsweise, Modelle und Einstellungen
Obwohl sie in der Regel nicht sichtbar ist, geht ohne sie nichts. Eine Umwälzpumpe besteht aus einem Elektromotor, der ein Laufrad (Schaufelrad) antreibt. Dieses hat die Aufgabe, den Massenstrom zu beschleunigen, damit er den Widerstand der Rohrleitungen überwindet und zu den einzelnen Heizkörpern gelangt.
Eingebaut wird die Umwälzpumpe in der Regel in der Nähe des Heizkessels und waagerecht, damit die Lager eine ausreichende Schmierung erhalten.

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Durch die Zirkulation entsteht eine Druckdifferenz zwischen dem Bereich von der Pumpe (Saugseite) und dem Bereich nach der Pumpe (Druckseite). Wie hoch der Differenzdruck sein muss, damit bei Volllast auch die entferntesten Heizkörper warm werden, hängt sowohl vom Durchmesser als auch von der Länge der Heizungsrohre ab.
Heizungsrohrhersteller geben aus diesem Grund für jedes Rohr die sogenannten Rohrreibungsdruckverluste an. Damit lässt sich die Förderhöhe berechnen. Dieser Parameter drückt den notwendigen Druck in den Rohren abhängig von der benötigten Wärmemenge aus und hat nichts mit dem tatsächlichen Höhenunterschied zu tun. Sie müssen sich aber als Laie nicht damit beschäftigen und rechnen. Der verantwortliche Heizungstechniker wählt bei der Planung des Heizungssystems die richtige Förderhöhe.
Die Förderhöhe bezieht sich aber auf den Volllastbetrieb, wenn alle Heizkörper die maximal mögliche Wärmeleistung benötigen. Ist es nicht mehr so kalt, reduzieren moderne Pumpen ihre Drehzahl und damit den Druck im Heizkreislauf. Dadurch sparen die Betreiber im Vergleich zu einer ungeregelten Umwälzpumpe bis zu 90 Prozent der Stromkosten.

Welche Arten von Umwälzpumpen gibt es?
Die Heiztechnik hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm entwickelt. Alte Umwälzpumpen unterscheiden sich daher beträchtlich von den Modellen, die ab der Jahrtausendwende installiert wurden. Je nach Regelung unterscheidet man zwischen verschiedenen Pumpenarten. Dabei müssen Sie kein Heizungstechniker sein, um zu erkennen, welche Art bei Ihnen eingebaut wurde.

Ungeregelte Umwälzpumpen
Diese Umwälzpumpen werden heute nicht mehr verwendet, doch bis in die späten Achtziger stellten sie den Standard dar. Dadurch, dass sie immer mit derselben Drehzahl arbeiten, stellen sie unabhängig vom Wärmebedarf immer die gleiche Menge an Heizwärme bereit. Damit sind sie oft überdimensioniert und verschwenden Wärme, einstellen lässt sich nichts.
Eine solche Umwälzpumpe erkennen Sie daran, dass auf dem Typenschild bei „P1“ beziehungsweise der elektrischen Leistungsaufnahme nur ein einzelner Wattwert steht. Je nach Leistung und Laufzeit kann eine alte ungeregelte Umwälzpumpe mehrere Hundert Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen; bei 80 bis 130 Watt und 6.000 Betriebsstunden wären rechnerisch etwa 480 bis 780 Kilowattstunden möglich.
Mehrstufige Umwälzpumpen
Diese Pumpen haben meist drei Stufen. Dementsprechend hat die Tabelle auf dem Typenschild drei Zeilen, beispielsweise P= 80, P=60 und P=30. Wird nicht so viel Wärme benötigt, reicht oft auch die niedrigste Stufe. Die Umstellung muss allerdings manuell erfolgen. Im Vergleich zu der ungeregelten Variante bedeutet eine solche Pumpe schon eine Verbesserung. Selbst auf der niedrigsten Stufe liegen die Stromkosten dennoch oft deutlich höher als bei stufenlos geregelten Pumpen.
Stufenlos geregelte Pumpen
Die umweltfreundlicheren Umwälzpumpen setzten sich ab den späten Neunzigerjahren durch. Solche Umwälzpumpen passen den Massenstrom an den tatsächlichen Wärmebedarf an und sparen damit jede Menge Energie.
Liegt die Außentemperatur beispielsweise schon bei 10 Grad, wird nicht mehr so viel Wärme benötigt. Die Pumpe reduziert ihre Drehzahl und sorgt somit dafür, dass der Massenstrom (Wassermenge pro Zeiteinheit) durch die Heizungsrohre abnimmt. Auf dem Typenschild ist bei solchen Pumpen ein Leistungsbereich angegeben, beispielsweise P=25-60. Eine manuelle Einstellung ist wegen der automatischen Regelung nicht mehr nötig.
Hocheffizienzpumpen
Hocheffizienzpumpen wurden ab den 2000er-Jahren am Markt verfügbar und sind heute Stand der Technik. Genauso wie geregelte Umwälzpumpen arbeiten sie innerhalb eines bestimmten Leistungsbereichs. Allerdings sind sie noch effizienter, weswegen viele Modelle mit sehr niedriger Leistungsaufnahme auskommen. Dadurch liegt der Stromverbrauch häufig nur im Bereich von wenigen Dutzend Kilowattstunden pro Jahr.
Umwälzpumpen-Typen: Strom und Kosten im Vergleich
| Pumpenart | Leistung (W) | Strom/Jahr | Stromkosten/Jahr |
|---|---|---|---|
| Ungeregelt | 130 | 780 kWh | 312 € |
| Mehrstufig | 30–80 | 180–480 kWh | 72–192 € |
| Stufenlos geregelt | 25–60 | 150–360 kWh | 60–144 € |
| Hocheffizienzpumpe | 5–20 | 30–120 kWh | 12–48 € |
* Bei 6.000 Betriebsstunden
** Bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh

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Umwälzpumpe macht Geräusche: So erkennen Sie Störungen
Komplett ohne Betriebsgeräusche arbeitet eine Umwälzpumpe nicht, da beim Umwälzen des Wassers Widerstände auftreten. Allerdings hört man dieses leise Rauschen in der Regel nur, wenn man sich in der Nähe der Pumpe befindet und es keine anderen Geräuschquellen gibt. Laute Knack- und Pfeifgeräusche sind dagegen nicht normal und benötigen erhöhte Aufmerksamkeit. Folgend erklären wir, was sie bedeuten.
Welches Pumpengeräusch bedeutet was?
1. Pfeifen aus dem Heizungskeller?
2. Zunehmendes Knacken?
3. Knallartige Geräusche an der Pumpe?
4. Gar keine Geräusche und Heizkörper bleiben kalt?
Umwälzpumpe pfeift
Pfeift die Heizung, liegt die Ursache meist an überschüssiger Luft in den Rohren. Kommen die Geräusche aus dem Heizungskeller, kann jedoch auch die Umwälzpumpe dafür verantwortlich sein. Meist liegt es an einem zu hohen Massenstrom. Bei mehrstufigen Pumpen können Sie versuchen, das Problem selbst zu beheben, indem Sie eine andere Stufe auswählen. Pfeift es weiter, sollten Sie sich an einen SHK-Techniker wenden.

Umwälzpumpe macht knackende Geräusche
Genauso wie alle mechanischen Bauteile erfahren die Lager der Umwälzpumpe Verschleiß. Kurz vor dem Versagen häufen sich dann die Knackgeräusche. Treten sie häufig auf, lohnt es sich, einen Fachmann zu bestellen. Unternehmen Sie nichts, besteht die Gefahr, dass die Umwälzpumpe mitten in der Heizperiode ausfällt und das Haus kalt bleibt.
Umwälzpumpe macht Knallgeräusche
Treten Geräusche in der Nähe der Umwälzpumpe auf, die wie Klopfen, Rattern oder Knallen wirken, kann Kavitation eine mögliche Ursache sein. Dabei bilden sich Dampfblasen, wenn der Druck am Pumpeneintritt beziehungsweise am Laufrad lokal unter den Dampfdruck des Heizwassers fällt; in Bereichen mit höherem Druck fallen diese Blasen schlagartig wieder zusammen.
Typische Auslöser sind zu geringer Anlagen- beziehungsweise Zulaufdruck, Luft oder Engstellen auf der Saugseite, eine ungünstige Pumpenauslegung oder eine zu hohe Rücklauftemperatur. Kontaktieren Sie in diesem Fall einen Techniker, der Systemdruck, Entlüftung, Einbausituation und Pumpenkennlinie prüft, statt pauschal nur die Pumpe zu tauschen.
Umwälzpumpe macht gar keine Geräusche
Genauso wie zu viele sind auch keine Geräusche kein gutes Zeichen. Bleiben die Heizkörper auch kalt und zirkuliert kein Wasser in den Rohren, ist die Pumpe möglicherweise kaputt. Legen Sie am besten einen Stift darauf, der die Vibrationen verstärkt, um zu beurteilen, ob sie noch arbeitet. Hören Sie auch dann nichts, sind die Lager verschlissen oder das Laufrad kaputt. In diesem Fall bleibt nichts anderes übrig, als die Pumpe auszutauschen.
Manchmal ist die Pumpe nur blockiert, zum Beispiel durch Ablagerungen. Trennen Sie die Heizung nicht eigenmächtig auf: An Pumpe und Leitungen können Spannung, Druck und heißes Wasser anliegen. Prüfen Sie als Laie nur offensichtliche Punkte wie Stromversorgung, Sicherung und Fehlermeldung am Display. Bleibt die Pumpe stehen oder müssten Pumpengehäuse, Motor- oder Pumpenverschraubung geöffnet werden, sollte ein Fachbetrieb die Blockade lösen oder die Pumpe austauschen.
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