Tropfende Heizung: Das sind die häufigsten Ursachen

Teilen:

Verliert die Heizung Wasser, hinterlässt das nicht nur unschöne Flecken auf dem Fußboden, sondern im schlimmsten Fall großflächige Wasserschäden. Aus diesem Grund sollten Sie schnell reagieren und den Grund herausfinden. Wir erklären, warum Heizungswasser austritt und was Sie dagegen unternehmen können.

Die Sanierung einer Heizung © Angelov, stock.adobe.com
Die Sanierung einer Heizung © Angelov, stock.adobe.com
Heizung-Konfigurator:
 

Jetzt Ihre individuelle Heizung konfigurieren und Angebote erhalten!

Heizung-Konfigurator

Die Heizung verliert Wasser – daran liegt es meistens

Sie kommen nach einem Wochenendausflug zurück und finden eine Pfütze auf den Dielen? In diesem Fall ist es offensichtlich, dass Wasser aus der Heizung austritt. Meist sehen Sie auch sofort, welche Stelle undicht ist.

Manchmal merkt man eine Leckage aber nicht sofort, vor allem wenn undichte Rohre unter Putz oder im Keller verlaufen. Irgendwann fällt der Wasserdruck jedoch so stark, dass die Anlage einen Fehler meldet und den Betrieb einstellt. Aber schon früher sollten Sie ein Leck in Betracht ziehen, wenn der Druck in der Anlage zu niedrig ist.

Stimmt der Wasserdruck im Heizsystem?
Stimmt der Wasserdruck im Heizsystem?
Sehr ärgerlich: Ein unbemerktes Leck führt zum Wasserschaden
Sehr ärgerlich: Ein unbemerktes Leck führt zum Wasserschaden

Den für Ihre Anlage empfohlenen Druck finden Sie in der Betriebsanleitung Ihrer Heizungsanlage. In Regel beträgt er in einem Einfamilienhaus 1,5 bis 2,0 bar. Bei zu geringen Werten befindet sich der Zeiger des Manometers im roten Bereich. Ist das der Fall, sollten Sie gezielt nach Leckagen suchen.

Hinweis: Bei Rohren unter Putz lassen sich undichte Stellen schwer bestimmen. Fachkräfte verfügen jedoch über Wärmebildkameras oder Ultraschallmessgeräte, mit denen sie auch kleine Leckagen in der Wand aufzuspüren. Sehen Sie einen feuchten Fleck, handeln Sie rasch, um Schimmelbildung zu verhindern.

Defekte Dichtungen

Alle Verbindungsteile, Armaturen und Ventile Ihrer Heizungsanlage sind von Dichtungen umgeben, damit kein Wasser austritt. Mit der Zeit werden diese Dichtungen jedoch porös und können ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Ist die Stopfbuchse beispielsweise kaputt, können Sie sie mit einem geringen Aufwand austauschen.

So tauschen Sie eine Stopfbuchse aus
So tauschen Sie eine Stopfbuchse aus

Treten Lecks an Verbindungen von Rohren auf, hilft es, die Teile provisorisch mit hitzebeständigem Hanfband abzudichten. Dichtungen wechseln an kritischen Stellen sollte jedoch nur ein ausgebildeter Techniker.

Pfütze vor Heizung © cunaplus, stock.adobe.com
Bei undichten Armaturen und Ventilen tropft die Heizung früher oder später © cunaplus, stock.adobe.com
bis zu 30% sparen

Heizung Fachbetriebe:
Preise vergleichen und sparen

  • Bundesweit
  • Unverbindlich
  • Qualifizierte Anbieter
  • Top Preise
Tipp: Günstigste Fachbetriebe finden für Solaranlagen und Heizungen.

Undichte Rohre

Risse in den Rohren sind selten, dennoch möglich. Vor allem bei dauerhaft zu hohem Druck kann das Material versagen. Die meisten Heizungsrohre bestehen aus Kupfer und werden bei Rissen hart verlötet oder ausgetauscht. Eine solche Arbeit muss jedoch mit hoher Genauigkeit und am besten von einem Fachmann durchgeführt werden, da stümperhaft verlötete Teile nicht halten werden.

Manchmal treten Undichtigkeiten jedoch am Feiertag auf, oder der Heizungsfachmann verfügt über keine zeitnahen Termine. In diesem Fall können Sie mit einer speziellen Spachtelmasse, die Sie im Fachhandel oder online finden, das Rohr provisorisch abdichten. Eine solche Lösung ist aber nur temporär und hält nicht ewig.

Risse im Heizkörper

Auch Heizkörper unterliegen einem Materialverschleiß. Dass sie komplett auseinanderfallen, ist zwar sehr selten, doch auch kleine Löcher lassen den Heizkörper undicht werden. Ein Hinweis darauf ist eine nasse Oberfläche. Vermuten Sie ein Leck, trocknen Sie den Heizkörper und legen Sie ein Tuch oder ein Stück Papier darunter. Damit finden Sie heraus, an welcher Stelle das Wasser austritt.

Ist etwa eine Naht undicht, gibt es keine Möglichkeit, in Eigenregie eine Reparatur vorzunehmen. Benachrichtigen Sie stattdessen den Heizungsinstallateur und stellen Sie ein Gefäß unter den Heizkörper, bis er kommt, um das Wasser aufzufangen. Im schlimmsten Fall muss der Heizkörper ausgetauscht werden. Mit 300 bis 400 Euro inklusive Montagekosten halten sich aber die Ausgaben in Grenzen.

Trpfende Heizkörper: Finden Sie die genaue Stelle des Lecks
Trpfende Heizkörper: Finden Sie die genaue Stelle des Lecks
Arbeiten an der Heizung und dem Heizungsverteiler © Dagmara K, stock.adobe.com
Heizung verliert Wasser

Dass mit der Zeit etwas Wasser aus dem Heizsystem entweicht, ist durchaus ein normaler Prozess. Bei größeren Wasserverlusten sollte man… weiterlesen

Undichter Kessel

Auch bei Kesseln, egal ob aus Stahl oder aus Gusseisen, können Materialfehler austreten. Bei kleinen Löchern ist eine Reparatur unter Umständen möglich, dabei muss ein Fachmann die undichte Stelle mit einer Schweißnaht verschließen. Bei großen Rissen bleibt dagegen nur der Austausch.

Gasbrennwertkessel © caifas, stock.adobe.com
Ist der Kessel defekt, kann sogar Heizungswasser direkt im Kessel verdampfen © caifas, stock.adobe.com

So füllen Sie Wasser nach

Haben Sie die Ursache für den Wasserverlust erfolgreich beseitigt, fehlt dennoch Wasser in der Heizungsanlage. Sie erkennen es daran, dass der Systemdruck sinkt und sich unter dem Sollwert befindet. In diesem Fall sollten Sie Wasser nachfüllen.

Handelt es sich bei Ihrer Heizungsanlage um eine neuere, die mit destilliertem Wasser arbeitet, füllen sich die Rohre automatisch bis zum Solldruck, sobald Sie die Hähne öffnen.

Aufwändiger wird es, wenn Sie mit einer älteren Anlage heizen und Wasser aus dem Warmwasserspeicher entnehmen müssen. Auch hierfür reicht allerdings ein Schlauch mit Gewinde an beiden Enden.

Verbinden Sie ein Schlauchende mit dem Warmwassertank und drehen Sie das Ventil langsam auf, damit jegliche Luft entweicht. Erst dann schließen Sie das andere Ende am KFE-Anschluss der Heizungsanlage an und drehen den Hahn des Wasserwasserspeichers vorsichtig auf. Das Manometer oder die digitale Druckanzeige zeigt Ihnen, wann der richtige Druck erreicht ist.

So befüllen Sie Ihre Heizungsanlage
So befüllen Sie Ihre Heizungsanlage
Hinweis: Schalten Sie die Umwälzpumpe aus und drehen die Thermostate auf maximale Stufe auf, bevor Sie mit dem Nachfüllen beginnen.
Heizung: Druckprüfung vor Inbetriebnahme © anatoliy_gleb, stock.adobe.com
Heizungsanlage: Wasser nachfüllen

Stimmt der Druck in den Heizungsrohren nicht mehr, bleiben die Heizkörper kalt. Liegt es an fehlendem Wasser, können Sie das… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Heizung Fachbetriebe
Kauf / Einbau / Reparatur

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Artikel teilen: