Heizung wird nicht warm – Das sind die Ursachen und möglichen Lösungen
Wenn es draußen kälter wird, ist man froh, wenn man drinnen die Heizkörper aufdrehen kann und es schön warm wird. Was für eine böse Überraschung, wenn der Heizkörper kalt bleibt oder nur wenig warm wird. Unter Umständen muss die Heizung nur entlüftet werden, um das Problem zu beheben. Es können allerdings auch andere Ursachen hinter kalten Heizkörpern stecken. Mit dem folgenden Artikel helfen wir Ihnen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.
Das Wichtigste in Kürze
- Häufigste und einfachste Ursache für kalte Heizkörper ist Luft im System — Entlüften behebt sie meist selbst.
- Weitere Ursachen: klemmendes Thermostatventil, stehende Umwälzpumpe, falsche Einstellungen oder auffälliger Anlagendruck – häufig zu niedrig, bei zu hohem Druck ein Fall für den Fachbetrieb.
- Gefahrlose Checks selbst (entlüften, Thermostatstift, Pumpe abhören, Druck ablesen); bei Defekt, Einstellungen oder Leckage der Fachbetrieb.

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Kalte Heizung: Ursache, Selbsthilfe und Fachbetrieb
| Ursache | Selbsthilfe | Fachbetrieb? |
|---|---|---|
| Luft im Heizsystem | Heizkörper entlüften | meist nein |
| Falsche Einstellungen / Sommerbetrieb | Betriebsart grob prüfen | Fachbetrieb |
| Thermostatventil klemmt/verkalkt | Einstellkopf ab, Ventilstift (ca. 5 mm) gängig machen | bei Defekt |
| Umwälzpumpe steht / defekt | mit Schraubenzieher abhören (keine Demontage) | bei Defekt/Tausch |
| Auffälliger Anlagendruck (oft zu niedrig) | am Manometer ablesen (Sollbereich) | meist Fachbetrieb |
Luft im Heizsystem – die einfachste Ursache
Wenn sich Luft im Heizsystem ansammelt, kann sich das Wasser nicht mehr gleichmäßig im Heizkörper verteilen. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wird der Heizkörper nicht überall warm. Besonders nach dem Sommer zu Beginn der Heizsaison ist dies häufig der Fall. Auch unentdeckte Leckagen lassen Luft ins System eindringen. Meist ist dann auch ein deutliches Gluckern zu hören.
Luft im Heizkörper ist ein häufiges Phänomen, das Sie leicht selbst beheben können. Entlüften Sie am besten gleich zu Beginn der Heizperiode alle Heizkörper im Haus. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Kommt die Luft aufgrund von bisher unbemerkten Leckagen ins System, muss ein Fachmann diese aufspüren und beheben.
Falsche Einstellungen führen zu Störungen
An modernen Heizungen können vielfältige Einstellungen vorgenommen werden. Diese führen im Idealfall dazu, dass die Heizung besonders effizient arbeitet. In der Regel nimmt die Einstellungen der Fachmann nach der Installation vor. Kommt es dabei zu Eingabefehlern wie ein Zahlendreher in der Uhrzeit oder ein fälschlicher Sommer-Betrieb, können diese dazu führen, dass die Heizkörper nicht richtig warm werden.

Grundlegende Anzeigen wie Betriebsart, Uhrzeit oder Fehlermeldung können Sie nach Bedienungsanleitung prüfen. Heizkurve, Regelparameter und Systemauslegung sollte dagegen ein Fachbetrieb verändern, weil sie den effizienten und zuverlässigen Betrieb der Anlage beeinflussen.
Thermostatventil funktioniert nicht
Das Thermostatventil reguliert den Durchfluss des Heizungswassers und damit die Temperatur. Es sorgt dafür, dass die gewünschte Temperatur konstant gehalten wird. Ist das Thermostatventil verklemmt oder verkalkt, dann funktioniert diese Regulierung nicht mehr und die Heizkörper bleiben kalt.

Um festzustellen, ob das Thermostatventil klemmt, entfernen Sie zuerst den Einstellkopf des Thermostats. Darunter befindet sich der Ventilstift, der ungefähr 5 mm herausragen und sich bewegen lassen sollte. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist das Ventil verklemmt und die Ursache für die kalten Heizkörper gefunden.
Einen klemmenden Ventilstift können Sie vorsichtig gängig machen. Ziehen Sie den Stift nicht heraus. Ist das Ventil undicht, lässt es sich nicht lösen oder ist das Thermostatventil tatsächlich defekt, beauftragen Sie einen Fachmann.
Ohne Umwälzpumpe zirkuliert kein Wasser
Die Umwälzpumpe sorgt dafür, dass warmes Heizungswasser durch die Rohre gepumpt wird und alle Heizkörper entsprechend versorgt werden. Arbeitet die Pumpe nicht oder ist versehentlich ausgeschaltet, dann fließt auch kein Wasser in den Rohrleitungen des Heizsystems. Somit wird keine Wärme verteilt und die Heizkörper bleiben kalt.
Eine defekte Heizungspumpe muss nicht immer gleich ausgetauscht werden. Es können sich beispielsweise Ablagerungen im Laufrad verklemmt haben. Prüfung, Reinigung, Reparatur oder Austausch gehören jedoch in die Hand einer Fachkraft, am besten im Zuge der regelmäßigen Wartung. Ist die Pumpe nicht mehr zu reparieren, muss sie vom Fachmann ausgetauscht werden.
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Auffälliger Heizungsdruck: zu niedrig oder zu hoch
Den Heizungsdruck Ihrer Heizung können Sie am Manometer des Heizkessels ablesen. Befindet sich der schwarze Zeiger nicht im markierten Sollbereich, ist das ein Störhinweis: Zu niedriger Druck kann dazu führen, dass entfernte oder höher gelegene Heizkörper nicht ausreichend mit Heizwasser versorgt werden. Zu hoher Druck ist dagegen vor allem ein Sicherheits- und Bauteilrisiko.
Liegt der Druck außerhalb des markierten Bereichs oder fällt er nach dem Entlüften wieder ab, sollte ein Fachbetrieb die Ursache prüfen. Heizungswasser nachfüllen oder ablassen ist je nach Anlage an Vorgaben zur Wasserqualität und Trinkwassertrennung gebunden.
Mögliche Gründe für auffälligen Heizungsdruck:
- Zu wenig Wasser im Heizkreis, Luft im System oder eine Leckage.
- Defektes Sicherheitsventil oder defektes Ausdehnungsgefäß.
- Fehler bei den Heizungseinstellungen oder der Auslegung der Heizung.
- Der Füll- und Entleerungshahn ist defekt.
- Bei integriertem Trinkwasserkreislauf über einen Wärmetauscher kann dieser beschädigt sein und Brauchwarmwasser in den Heizkreislauf gelangen.

Selbst beheben oder Fachbetrieb rufen?
1. Ist die Ursache harmlos und gut zugänglich?
2. Liegt ein technischer Defekt vor?
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