Informationen zur Pelletheizung
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzreste und ersetzt Öl oder Gas vollwertig – auch im Altbau, weil sie ohne Weiteres hohe Vorlauftemperaturen liefert. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, und die Brennstoffkosten je Kilowattstunde liegen meist unter denen fossiler Energieträger. Automatisch klimaneutral ist das Heizen mit Holz nach heutiger Einordnung allerdings nicht: Das bei der Verbrennung frei werdende CO₂ zählt in die Klimabilanz, dazu kommt die Feinstaubbelastung.
Ob sich Pellets lohnen, entscheidet deshalb weniger die persönliche Einstellung als die Machbarkeit: Es braucht Platz für Kessel und Lager, eine Zufahrt für den Silo-Lkw und einen geeigneten Schornstein. Und die Anschaffung liegt deutlich über der einer Gasheizung – die niedrigeren Brennstoffkosten holen diesen Vorsprung nur über viele Jahre wieder ein.
Beim Rechtsrahmen steht die Pelletheizung günstig da: Das am 10. Juli 2026 von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz streicht zwar die 65-Prozent-Regel, verlangt aber von neuen Gas- und Ölheizungen ab 2029 einen wachsenden Anteil biogener Brennstoffe. Eine Pelletheizung verbrennt ohnehin Biomasse und ist davon nicht betroffen – Details im Ratgeber zum Gebäudeenergiegesetz.
Wir haben auf den folgenden Seiten ausführliche und leicht verständliche Informationen zur Pelletheizung zusammengetragen, die bei der Entscheidung für die richtige Investition unterstützen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Pelletheizung kann Öl und Gas ersetzen – auch im Altbau, wenn Lager, Schornstein und Platz passen.
- Holz ist nachwachsend, gilt nach heutiger Einordnung aber nicht mehr pauschal als klimaneutral.
- Die Anschaffung kostet deutlich mehr als eine Gasheizung; die Brennstoffkosten je Kilowattstunde liegen meist darunter.
- Voraussetzung sind Platz für Kessel und Lager, eine Zufahrt für den Silo-Lkw und ein geeigneter Schornstein.
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Was stimmt beim Heizen mit Pellets – und was nicht?
Rund um Pellets halten sich einige Annahmen hartnäckig, die so nicht mehr haltbar sind. Drei davon lohnt es, gerade zu rücken, bevor Sie in die Detailplanung gehen.
MythosHeizen mit Pellets ist automatisch klimaneutral.
FaktDas bei der Verbrennung frei werdende CO₂ zählt heute in die Klimabilanz – Holz gilt nicht mehr pauschal als klimaneutral. Entscheidend sind Herkunft des Holzes und die Feinstaubemissionen.
MythosEine Pelletheizung läuft vollautomatisch und macht keine Arbeit.
FaktBeschickung und Zündung laufen automatisch. Ascheentleerung, jährliche Wartung und die Messung durch den Schornsteinfeger bleiben aber.
MythosPellets sind immer günstiger als Gas oder Öl.
FaktJe Kilowattstunde meist ja – über die Gesamtrechnung entscheiden jedoch die höheren Anschaffungs- und Wartungskosten und die Preisentwicklung beim Pellet.
Was eine Pelletheizung im Haus braucht
Bevor es um Kosten und Förderung geht, entscheidet die Machbarkeit vor Ort. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick.
Silo-LkwAnlieferung
1. BImSchVEmissionsrecht
1Worum es geht
Pellets werden lose eingeblasen und automatisch zum Kessel gefördert. Deshalb entscheiden Lagerraum, Zufahrt und Schornstein darüber, ob die Anlage überhaupt möglich ist.
2Worauf achten
Lagerraum trocken, staubdicht und für den Einblasschlauch erreichbar
Zufahrt für den Silo-Lkw – Schlauchlänge ist begrenzt
Schornstein für Festbrennstoff geeignet oder nachrüstbar
3Eckdaten
Emissionsgrenzwerte: Neue Pelletkessel müssen die Grenzwerte der 1. BImSchV (Stufe 2) einhalten – ein Feinstaubfilter kann die Emissionen weiter senken
Messung durch den Schornsteinfeger: Erstmals innerhalb von vier Wochen nach Inbetriebnahme, danach alle zwei Jahre
MerksatzErst Lagerraum, Zufahrt und Schornstein klären – Kosten und Förderung sind danach die leichtere Übung.
Rechtsgrundlage: 1. BImSchV (gesetze-im-internet.de) · Stand: Juli 2026
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