Regeneratives Heizen: Diese Möglichkeiten gibt es
Regenerativ heizt, wer dazu regenerative Energien nutzt. Regenerative oder auch erneuerbare Energieträger werden definiert als die Energiequellen, die – aus menschlicher Sicht betrachtet – unerschöpflich sind, also Sonne, Wind, Geothermie oder aus nachwachsenden Rohstoffen stammen (Holz, Biogas). Regeneratives Heizen ist damit ein wichtiger Baustein für die Energiewende weg von fossilen Energien.
Rechtsstand 21.5.2026: Für neu eingebaute Heizungen enthält § 71 Gebäudeenergiegesetz derzeit die 65-%-Pflicht für erneuerbare Energien mit Übergangsregeln im Bestand und Bezug zur kommunalen Wärmeplanung. Am 13.5.2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen; danach sollen die 65-%-Vorgabe entfallen und die Heizungswahl technologieoffener werden. Bis eine Änderung als Gesetz in Kraft tritt, bleibt jedoch der geltende § 71 GEG maßgeblich. Wer 2026 eine Heizung plant, sollte vor Auftragserteilung den aktuellen Rechtsstand und die kommunale Wärmeplanung am Standort prüfen.
Heizungsregeln 2024 – 2045: die wichtigsten Etappen
- 01.01.2024 Gebäudeenergiegesetz (GEG)-Novelle in Kraft: Neu eingebaute Heizungen in Neubaugebieten müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
- 30.06.2026 In Großstädten > 100.000 Einwohner gilt die 65-%-Pflicht auch für Bestandsbauten beim Heizungstausch (kommunale Wärmeplanung).
- 13.05.2026 Kabinettsbeschluss Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG): Entwurf zur Ablösung der 65-%-Pflicht, freie Heizungswahl. Bundestags- und Bundesrats-Beratung läuft.
- 01.11.2026 Geplanter Start des GModG (vorbehaltlich Verabschiedung). Bis dahin bleibt der bisherige § 71 GEG maßgeblich.
- 30.06.2028 65-%-Pflicht in kleineren Gemeinden ebenfalls verbindlich (Stufenplan).
- 31.12.2028 Klima-Geschwindigkeitsbonus (BEG-EM) läuft aus — bis dahin +20 %-Bonus zur Grundförderung.
- 31.12.2044 Letzter Stichtag für Öl- und Gasheizungen: ab 01.01.2045 dürfen sie nicht mehr betrieben werden.

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In dieser Übersicht werden daher folgende Heiztechniken kurz betrachtet:
Solarthermische HeizungHolz-, Holzpellets- und HackschnitzelheizungWärmepumpenKontrollierte WohnraumlüftungBiogasanlagen
System-Check
Wärmepumpe für mein Haus — passt das? Die 5-Punkte-Vorprüfung
Gilt für: Einfamilienhaus Bestand · Eigentümer · Deutschland · Vorprüfung als Leser-Checkliste, ersetzt keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 · Stand Mai 2026
So liest sich die Ampel: KO-Kriterien blockieren · Bedingungen entscheiden · Optimierungen verbessern nur.
- KO-Kriterium
Außeneinheit-Aufstellort: ausreichend Abstand, Schall im Rahmen?
bedingtMindestabstand zur Nachbargrenze (Landesbauordnung, regional verschieden), schallarme Lage (TA Lärm: 35 dB(A) nachts in Wohngebieten).
Generisches Kriterium — konkrete Abstandswerte stehen in der Landesbauordnung Ihres Bundeslands; Schall-Anforderungen aus TA Lärm. In den meisten EFH-Bestandsgrundstücken lösbar.
- Bedingung
Vorlauftemperatur im Winterbetrieb unter 55 °C möglich?
bedingtWärmepumpen erreichen beste Effizienz (JAZ ≥ 3,5) bei Vorlauftemperatur 35–45 °C. Bis 55 °C noch wirtschaftlich.
Bei Heizkörpern aus den 1980er-Jahren oft 65–75 °C nötig — Heizkörpertausch in 1–2 Schlüsselräumen oder hydraulischer Abgleich kann den Wert deutlich senken.
- Bedingung
Heizflächen ausreichend dimensioniert (für niedrige Vorlauftemperatur)?
bedingtFußbodenheizung oder großflächige Heizkörper sind ideal. Konvektoren oder unterdimensionierte Heizkörper bremsen die Wärmepumpe.
Verbunden mit der Vorlauftemperatur-Frage. Heizflächen-Check ist Teil der Heizlastberechnung. Bei kritischen Räumen gezielter Tausch möglich.
- Optimierung
Dämmstand: Effizienz-Hebel, kein KO
optionalBesser gedämmtes Haus = geringere Heizlast = kleinere Wärmepumpe + bessere JAZ. Aber: auch in mäßig gedämmten Bestandshäusern ist WP möglich.
Dämmung verbessert die Wirtschaftlichkeit, ist aber NICHT zwingende Voraussetzung. Bei extrem schlecht gedämmten Altbauten eher Hybrid-Lösung oder Sanierung zuerst prüfen.
- Optimierung
Hydraulischer Abgleich + PV-Bereitschaft (Mitnahme-Effekte)
optionalHydr. Abgleich ist bei BEG-Förderung der WP ohnehin Pflicht. PV-Anlage senkt die Stromkosten.
Beides ist im Zuge des WP-Einbaus mitnehmbar — kein KO. Hydr. Abgleich häufig in Installation enthalten. PV als separater Schritt mit eigener Wirtschaftlichkeit.
Daten als Tabelle anzeigen
| Rolle | Kriterium | Status | Wert/Bereich | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| KO-Kriterium | Außeneinheit-Aufstellort: ausreichend Abstand, Schall im Rahmen? | bedingt | Mindestabstand zur Nachbargrenze (Landesbauordnung, regional verschieden), schallarme Lage (TA Lärm: 35 dB(A) nachts in Wohngebieten). | Generisches Kriterium — konkrete Abstandswerte stehen in der Landesbauordnung Ihres Bundeslands; Schall-Anforderungen aus TA Lärm. In den meisten EFH-Bestandsgrundstücken lösbar. |
| Bedingung | Vorlauftemperatur im Winterbetrieb unter 55 °C möglich? | bedingt | Wärmepumpen erreichen beste Effizienz (JAZ ≥ 3,5) bei Vorlauftemperatur 35–45 °C. Bis 55 °C noch wirtschaftlich. | Bei Heizkörpern aus den 1980er-Jahren oft 65–75 °C nötig — Heizkörpertausch in 1–2 Schlüsselräumen oder hydraulischer Abgleich kann den Wert deutlich senken. |
| Bedingung | Heizflächen ausreichend dimensioniert (für niedrige Vorlauftemperatur)? | bedingt | Fußbodenheizung oder großflächige Heizkörper sind ideal. Konvektoren oder unterdimensionierte Heizkörper bremsen die Wärmepumpe. | Verbunden mit der Vorlauftemperatur-Frage. Heizflächen-Check ist Teil der Heizlastberechnung. Bei kritischen Räumen gezielter Tausch möglich. |
| Optimierung | Dämmstand: Effizienz-Hebel, kein KO | optional | Besser gedämmtes Haus = geringere Heizlast = kleinere Wärmepumpe + bessere JAZ. Aber: auch in mäßig gedämmten Bestandshäusern ist WP möglich. | Dämmung verbessert die Wirtschaftlichkeit, ist aber NICHT zwingende Voraussetzung. Bei extrem schlecht gedämmten Altbauten eher Hybrid-Lösung oder Sanierung zuerst prüfen. |
| Optimierung | Hydraulischer Abgleich + PV-Bereitschaft (Mitnahme-Effekte) | optional | Hydr. Abgleich ist bei BEG-Förderung der WP ohnehin Pflicht. PV-Anlage senkt die Stromkosten. | Beides ist im Zuge des WP-Einbaus mitnehmbar — kein KO. Hydr. Abgleich häufig in Installation enthalten. PV als separater Schritt mit eigener Wirtschaftlichkeit. |
Solarthermische Heizung

Zunächst sind aktive und passive Heizungsformen zu unterscheiden, die gemeinsam haben, dass sie die Sonne als Wärmequelle nutzen.
Eine aktive solarthermische Heizung sammelt die Wärmestrahlen über Kollektoren ein und stellt sie dem Heizsystem zur Verfügung. Die Sonnenstrahlung wird von Flach- oder Röhrenkollektoren aufgenommen und in thermische Energie gewandelt. Diese thermische Energie wird an eine Trägerflüssigkeit abgegeben, meist ist dies ein Glykol-Wasser-Gemisch. Diese Mischung ist frostsicher und für den Einsatz bei Lufttemperaturen unter null Grad Celsius im Winter notwendig. Eine Umwälzpumpe sorgt dann für den notwendigen Wärmetransport im sogenannten Solarkreis Und erwärmt das Wasser im Pufferspeicher, das dann für den Heizkreislauf genutzt wird. Kollektoren gibt es als Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren. Letztere haben einen höheren Wirkungsgrad.

Von einer passiven Solartechnik spricht man, wenn Ausrichtung und Größe transparenter Bauteile, vor allem Fensterflächen, sowie Verschattung und Speichermassen so geplant werden, dass solare Wärmegewinne im Winter nutzbar sind und sommerliche Überhitzung vermieden wird. Solare Gewinne werden in der energetischen Bilanzierung von Gebäuden berücksichtigt. Auch eine Südausrichtung und eine passende Gebäudegeometrie werden in modernen Passiv- und Niedrigenergiehäusern genutzt.
Heizen mit Holz

Heizen mit Holz nutzt nachwachsende Rohstoffe, ist aber nicht automatisch klimaneutral. Das Umweltbundesamt rechnet seit März 2024 die bei der Verbrennung freigesetzten CO2-Emissionen aus Waldholz mit an; die Klimabilanz hängt von nachhaltiger Herkunft, Transportwegen, Wirkungsgrad der Feuerstätte und Nutzungskonkurrenzen des Rohstoffs Holz ab. Hinzu kommen Feinstaub, Kohlenmonoxid sowie weitere Schadstoffe, weshalb insbesondere Einzelöfen kritisch betrachtet werden. Geeignete Abgasfilter und moderne, emissionsarme Anlagen können Partikel deutlich mindern, ersetzen aber nicht die fachgerechte Auslegung und den korrekten Betrieb.
Heizen mit Holz: Wie klimaneutral ist es wirklich?
Behauptung: „Holz heizt CO2-neutral.“
Status: irreführend
Einordnung: Das Umweltbundesamt hat im März 2024 die Berechnungsgrundlage angepasst und rechnet die bei der Verbrennung freigesetzten CO2-Emissionen aus Waldholz vollständig an. Die Klimabilanz ist nur dann günstig, wenn das Holz nachhaltig erzeugt, kurz transportiert und in effizienten, emissionsarmen Anlagen verbrannt wird. Zusätzlich entstehen Feinstaub, Kohlenmonoxid sowie Methan und Lachgas, die per Filter und korrektem Betrieb gemindert werden müssen.
Regenerative Heizsysteme im Überblick
| System | Wärmequelle | Typische Eignung | Strombedarf | Lagerraum |
|---|---|---|---|---|
| Solarthermie | Sonne | Ergänzung zur Warmwasser- & Heizungsunterstützung; selten Vollversorgung | gering (Pumpe, Regelung) | kein Brennstofflager; Pufferspeicher nötig |
| Wärmepumpe | Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser) | Vollheizung; effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Auch im Altbau möglich, wenn Gebäude, Heizflächen und Planung passen | Strom für den Verdichter; Effizienz hängt von der Jahresarbeitszahl (JAZ) ab | nein |
| Holzkessel / Pellet | nachwachsender Brennstoff | Vollheizung; gut für Bestand mit höherer Vorlauftemperatur | Hilfsstrom für Förderung und Zündung; Brennstoffpreis von der Stromentwicklung weitgehend entkoppelt, aber Pelletpreise eigenständig volatil | ja (mehrere m³ pro Heizsaison) |
| Biogas | vergorenes organisches Material | Anschluss vor allem in ländlichen Regionen mit Biogas-Anlage oder Biomethan-Gasnetz | gering (Anlagentechnik) | nein |
| Fernwärme | je nach Netz: Biomasse, Biogas, Abwärme, KWK, fossil — Erzeugungsmix beim Anbieter erfragen | vor allem in Städten; keine eigene Heizanlage nötig (Übergabestation) | gering (Pumpenstrom) | nein |
| BHKW | Brennstoff variabel (fossil oder regenerativ) | nur bei ganzjährig hohem Wärme- & Strombedarf (MFH, Gewerbe, Hotels) | liefert Strom selbst | je nach Brennstoff |
Hinweis: Konkrete Anschaffungskosten und Förderhöhen ändern sich kontinuierlich — bei Planung aktuellen Stand prüfen und Energieberatung nutzen.
Es gibt viele verschiedene Arten an Holzheizungen, aus denen gewählt werden kann:
- Einzelöfen, wie Kachelöfen, Kaminöfen, offene Kamine
- Holzkessel
- Holzpelletsheizungen
- Hackschnitzelheizungen

Einzelöfen
Einzelöfen also Kaminöfen, Kachelöfen oder auch offene Kamine sind in der Regel auch Designelemente des jeweiligen Raumes. Neben der Möglichkeit, durch einen Ofen in dem jeweiligen Raum seinen individuellen Stil auszudrücken, liefern gerade Kachelöfen, aber eben auch Kaminöfen und offene Kamine eine wohlige Wärme. Diese wird insbesondere bei extremen Witterungen als wohlig empfunden. Die in Kachelöfen entstehende Strahlungswärme wird von Menschen als besonders angenehm empfunden.
Holzkessel
Holzkessel sind zentrale Heizkessel einer Heizungsanlage , in denen sogenanntes Stück- oder Scheitholz verbrannt wird. Moderne Scheitholzkessel sind hocheffizient, bedienungsfreundlich und haben einen hohen Wirkungsgrad.
Pellets und Holzschnitzel
Die wesentlich bequemere Form beim Heizen mit Holz ist der Einsatz automatischer Kessel und Transportsysteme für Holzpellets oder Hackschnitzel. Bei entsprechend ausgelegten Anlagen werden die Brennstoffe per Förderschnecke oder Saugsystem aus dem Lager zum Kessel transportiert; manuelles Nachlegen wie bei Scheitholz entfällt dann weitgehend. Holzpellets sind genormte, unter Druck gepresste Stäbchen aus Sägemehl oder Spänen. Zertifizierte Pellets nach ENplus bzw. DIN EN ISO 17225-2 haben 6 mm oder 8 mm Durchmesser bei einer Pellet-Länge bis 40 mm. Pellets bestehen häufig aus Nebenprodukten der Holzindustrie. Hackschnitzel sind weniger verdichtet und benötigen deshalb mehr Lagerraum pro Energiemenge; dafür ist ihre Herstellung in der Regel weniger aufwendig als die Pelletproduktion.
Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen Umweltenergie und bringen diese mithilfe eines Verdichters auf ein höheres Temperaturniveau; die Wärme wird anschließend an den Heizkreis, einen Warmwasserspeicher oder bei Bedarf an einen Pufferspeicher übertragen.
Folgende Wärmepumpen sind verbreitet:
- Luft-/ Wasser – Wärmepumpen
- Sole / Wasser Wärmepumpen
- Wasser / Wasser – Wärmepumpen
- Luft / Luft – Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen das „Kühlschrank-Prinzip“ – allerdings umgekeht. Bei jeder Wärmepumpe wird ein Medium über einen Kompressor verdichtet. Bei der Verdichtung erhöht sich die Temperatur des Mediums. Diese Wärme kann anschließend an das Heizsystem abgegeben werden. Nach dem Abkühlen des Mediums wird es über ein Ventil entspannt, was bedeutet, dass der Druck wieder abnimmt. Dabei nimmt die Temperatur ebenfalls ab und der Prozess kann aufs Neue stattfinden
Wärmepumpen sind nur dann zu 100 % regenerativ, wenn der benötigte Strom aus regenerativen Energiequellen (Photovoltaik oder Windenergie) stammt.
Luft / Wasser – Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen wird die Wärme der Umgebungsluft genutzt. Dies funktioniert auch bei niedrigen Außentemperaturen, allerdings sinkt dann der Wirkungsgrad der Luft- / Wasserwärmepumpe. Ausgedrückt wird die Effizienz einer Wärmepumpe in Jahresarbeitszahl (JAZ) und/oder Leistungszahl (COP) oder SCOP. Dabei wird das Verhältnis von der benötigten Energie (Strom für den Verdichter) zur erzeugten Heizwärme betrachtet.
Effizienter sind meist jene Wärmepumpen, die die Wärme von Erdreich oder Grundwasser nutzen. Die Temperaturen sind wesentlich konstanter oder in der Regel deutlich höher bei höherem Wärmebedarf. Die Investitionen sind allerdings auch deutlich höher.
Wärmepumpe Vorteile
Vorteile von Wärmepumpen Alternative Energien liegen voll im Trend. Zum einen durch die politische Entwicklung – weg von der Atomenergie,… weiterlesen
Wohnraumlüftung

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung wird der Wärmebedarf für die Erwärmung der von außen zugeführten Frischluft gesenkt. Besonders in gut gedämmten und luftdicht ausgeführten Neubauten oder sanierten Bestandsgebäuden sorgt ein Lüftungssystem mit Wärmetauscher dafür, dass Wärme aus der Abluft zurückgewonnen und der Zuluft zugeführt wird. Werte bis etwa 90 % beziehen sich dabei auf die zurückgewonnene Wärmeenergie aus der Abluft; die tatsächliche Heizenergie-Ersparnis des Gebäudes hängt von Gebäudezustand, Anlagen-Wirkungsgrad und Nutzerverhalten ab. Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Wirkungsgrad über 80 %.

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Biogasanlagen

Wärme aus Biogasanlagen ist ebenfalls regenerativ. Biogas entsteht, wenn organisches pflanzliches oder tierisches Material unter Luftabschluss vergärt – zum Beispiel Bioabfälle, Gülle, Mist oder nachwachsende Rohstoffe. Die notwendige Anlagentechnik verlangt allerdings hohe Investitionen und Biogasanlagen findet man überwiegend im ländlichen Bereich. Im städtischen Bereich kann teilweise per Fernwärme regenerativ erzeugte Energie bezogen werden, sofern es ein ausgebautes Fernwärmenetz und entsprechende Kraftwerke wie beispielsweise Biomasse-Heizkraftwerke gibt.
Blockheizkraftwerk

Ein ganzes Kraftwerk im eigenen Keller? Auch das ist möglich. Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom und können sowohl mit fossilen als auch mit regenerativen Brennstoffen betrieben werden. Kleine Mini- und Mikro-BHKW-Varianten gibt es auch für Wohngebäude. Wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sind sie vor allem dann, wenn ganzjährig ein hoher Wärme- und Strombedarf besteht; die Energieberatung der Verbraucherzentrale ordnet kleine BHKW eher größeren Gebäuden, Mehrfamilienhäusern oder kleineren Betrieben zu. Als grober Praxiswert gelten mehrere tausend Betriebsstunden pro Jahr, häufig rund 5.000; die konkrete Wirtschaftlichkeit muss individuell berechnet werden. Für typische Einfamilienhäuser sollte die Eignung deshalb individuell geprüft werden, insbesondere wenn keine erneuerbaren Brennstoffe verfügbar sind.
Die Kraftpakete kommen vor allem für jene infrage, die neu bauen oder die komplette Wärme- und Energieversorgung eines Hauses auf eine neue Technik umstellen wollen. Dies wird wirtschaftlich in den meisten Fällen nur aufgehen, wenn das Gebäude ohnehin von Grund auf saniert oder renoviert werden soll. Als Ersatz für ein bestehendes Heizungssystem allein scheiden BHKWs in der Regel aus, bei umfassenderen Maßnahmen können sie eine lohnende Alternative sein. Weit verbreitet sind BHKW in Betrieben, in denen sowohl Wärme wie Strom benötigt wird (also etwa Krankenhäuser, Hotels, Bäckereien, Schwimmbäder).
Umweltfreundlich Heizen
Moderne Heizungstechnologien: Alternativen zur klassischen fossilen Energie Ein Wechsel von fossilen Heizenergien wie Gas, Öl und Kohle hin zu erneuerbaren… weiterlesen





