Maßnahmen bei pfeifender und gluckernder Heizung

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Treten im Heizsystem hörbare Pfeifgeräusche, ein lautes Klopfen, Rauschen oder ein ständiges Gluckern auf, dann kann das auf Dauer sehr unangenehm sein. Beeinträchtigen diese Geräusche die Wohnqualität, besteht für Mieter sogar die Möglichkeit auf Mietminderung.

Doch langfristig sollte es das Ziel sein, das störende Pfeifen, Gluckern oder Klopfen zu beseitigen. Lesen Sie hier, was die Ursachen für diese Heizungsgeräusche sein können und wie diese beseitigt werden können.

Ursachen für Heizungsgeräusche

Luft im Heizsystem

Der häufigste Grund für ein pfeifendes und gurgelndes Geräusch in den Heizkörpern ist Luft im System. Mit der Zeit kann sich diese besonders in der warmen Jahreszeit im Heizsystem ansammeln. Wenn dann die Heizperiode wieder beginnt und die Heizkörper aufgedreht werden, kommt es zu teils lauten Geräuschen, die die Bewohner beeinträchtigen können.

Auch durch kleine undichte Stellen, beim Auffüllen von Heizwasser oder durch Druckschwankungen kann Luft in Heizungen gelangen. Diese lässt sich ganz einfach durch das Entlüften der Heizkörper entfernen und die Geräusche hören damit auf.

Heizung entlüften © Andre Reichardt, fotolia.com
Heizung entlüften © Andre Reichardt, fotolia.com
Tipp: Entlüften Sie Ihr Heizsystem vor dem Beginn der Heizperiode. Das verhindert nicht nur unangenehme Geräusche, sondern steigert auch die Effektivität Ihrer Heizung.
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Umwälzpumpe

Wenn auch das Entlüften nichts gegen die Heizungsgeräusche ausrichten kann, dann sollte man sich die Umwälzpumpe anschauen. Ist deren Drehzahl zu hoch eingestellt, kann dies ebenfalls zu pfeifenden und gluckernden Geräuschen führen.

Die Umwälzpumpe wird meist von der Fachfirma beim Einbau der Heizung eingestellt. Häufig wählt der Installateur einfach die höchste Stufe. Dadurch kann es sein, dass das Wasser im Heizsystem nicht mehr lautlos durchfließt. Zudem führt eine zu hoch eingestellte Umwälzpumpe zu einem erhöhten Stromverbrauch.

Heizungspumpe © Andre Reichardt, fotolia.com
Heizungspumpe © Andre Reichardt, fotolia.com

Dreht man die Leistung der Umwälzpumpe etwas herunter, verschwinden oftmals die Geräusche ganz von selbst. Das leichte Herunterregulieren der Umwälzpumpe kann jederzeit ausprobiert werden, da dies nur einen minimalen Einfluss auf die Heizleistung hat.

Tipp: Die meisten Heizungsgeräusche sind durch diese zwei Gründe erklärt und können dadurch behoben werden. Bestehen trotz dieser Maßnahmen immer noch Heizungsgeräusche, ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Falsch eingestellte Heizung

Wurde nach der Installation der Heizung kein hydraulischer Abgleich gemacht, kann dies dazu führen, dass das Heizwasser nicht gleichmäßig im System verteilt wird. Die Bewohner können dies als Fließ- und Strömungsgeräusche wahrnehmen.

Abhilfe schafft ein hydraulischer Abgleich, den ein Heizungsinstallateur durchführt. Danach ist das Heizsystem optimal eingestellt, alle Heizkörper werden optimal mit Heizwasser versorgt und störende Geräusche verschwinden.

Tipp: Lassen Sie nach einer Heizungsinstallation und nach dem Nachfüllen von Heizwasser einen hydraulischen Abgleich von einem Fachmann durchführen. Dies beugt nicht nur störenden Geräuschen vor, sondern garantiert auch ein gleichmäßig warmes Wohnklima.

Installation

Auch durch die Heizungsinstallation selbst, kann es zu einer Geräuschbelästigung kommen. Heizungsrohre, die sich berühren, die unter Spannung stehen oder zu nahe verlegt wurden, können ebenfalls ein Knacken oder Klopfen hervorrufen.

Abhilfe schafft hier lediglich ein besseres Verlegen der Heizungsrohre, das heißt ein aufwändiger Umbau ist notwendig.

Zeitlich begrenzte harmlose Geräusche

Unabhängig der oben genannten Heizungsgeräusche kann es auch zu einem Knacken, Pfeifen oder Klopfen kommen, das aber nur über einen bestimmten Zeitraum auftritt. Besonders in der Aufwärmphase oder bei der nächtlichen Absenkung der Heizung treten diese Geräusche auf, die dann auch sehr stören können.

Der Hintergrund ist jedoch ganz einfach: Steigen die Temperaturen im Heizsystem an, dehnt sich das Material aus. Dies kann sich als ein Knacken, Pfeifen oder Klopfen bemerkbar machen. Da diese Heizungsgeräusche aber normalerweise nur für eine kurze Zeitspanne auftreten, besteht hier kein Handlungsbedarf.

Mietminderung wegen Lärmbelästigung

Um Lärmbelästigung zu verhindern, ist eine Obergrenze von 30 dB festgelegt, die Heizungsanlagen im Wohnbereich nicht überschreiten dürfen. Liegt der Geräuschpegel nachweislich über diesem Wert, gab es zahlreiche Gerichtsurteile, die einer Mietminderung stattgegeben haben.

Allerdings wird es mehr im Interesse der Mieter sein, dass die Ursache der Geräusche gefunden und beseitigt wird. Denn solch immer wiederkehrende Töne lassen den Stressfaktor auf Dauer steigen und die Wohnqualität sinkt.

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