Heizkurve verstehen und richtig einstellen

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Wenn man das Potenzial seiner Heizung optimal ausnutzen möchte, bildet die Heizkurve ein wichtiges Puzzleteil. Durch die Heizkurve wird bestimmt, welche Vorlauftemperatur zu fahren ist. So kann die notwendige Energie in den Heizkörper gelangen, damit das Gebäude auf die gewünschte Solltemperatur gebracht werden kann.

Heizkosten sparen © Digitalpress, fotolia.com
Heizkosten sparen © Digitalpress, fotolia.com

Heizkosten sparen: Die optimale Heizkurve

Ältere Standardheizkessel zeichneten sich durch die Eigenschaft aus, dass sie meistens unbeeindruckt von den Verhältnissen der Witterung mit festgesetzten Einstellungen durchliefen. Fakt ist: Ein Gebäude benötigt bei wärmeren Temperaturen im Außenbereich weniger Energie als bei Frost, um auf eine angenehme Temperatur gebracht zu werden. Mit der Heizkurve ist es möglich Heizkosten einzusparen. Mit der Kurve wird geregelt, welche spezielle Vorlauftemperatur zu leisten ist, wenn eine bestimmte Außentemperatur herrscht.

Info: Bei sinkenden Außentemperaturen steigt die Vorlauftemperatur
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Heizkurve: Informationen und Schaubild

In der folgenden Grafik sehen Sie die Heizkurve. Auf der x-Achse werden die Werte für die Außentemperatur angegeben. Auf der y-Achse sehen Sie die zu erreichende Vorlauftemperatur. Bei Null liegt die Vorlauftemperatur bei 20 °C. Es muss also keine Heizarbeit erfolgen und der Heizkessel bleibt aus. Wenn die Außentemperatur sinkt, steigt die durch die Heizkurve festgelegte Vorlauftemperatur an.

Heizkurve, Quelle: Wikipedia
Heizkurve, Quelle: Wikipedia

Steilheit und Parallelverschiebung:

  • die Heizkurve verläuft nicht linear
  • bei unterschiedlichen Temperaturen geben Heizkörper verschiedene Energien an die Umgebung ab
  • bei einer Steilheit von 1 steigt auch die Vorlauftemperatur jeweils um 1 Grad an
  • die Parallelverschiebung ist ein wichtiger Faktor bei der Bestimmung der optimalen Heizkurve
  • wenn ein Haus saniert und dadurch besser gedämmt ist ist weniger Heizarbeit notwendig

Sinnvoll Kosten einsparen – Die Heizkurve selbst einstellen

Wenn Sie Zeit zur Verfügung haben ist es möglich, durch experimentelles Herantasten an die optimale Heizkurve Kosten einzusparen. Wenn Sie die Heizkurve individuell einstellen, haben Sie die Möglichkeit von verschiedenen Vorteilen zu profitieren. Eventuell ist es möglich, dass der Heizkessel dann weniger arbeiten muss. So nehmen der Brennstoffverbrauch und der Verschleiß ab. Außerdem können durch eine Veränderung die Laufzeiten optimiert und positiv beeinflusst werden. Auf diese Weise kann der Nutzungsgrad gesteigert werden. Darüber hinaus können die Wärmeverluste im Heizkreislauf verringert werden.

Info: Info: Viele Heizungen sind auf die Werkseinstellungen eingestellt und liefern so kein optimales Heizverhalten

Tipps und Informationen: So stellen Sie die Heizkurve optimal ein

In der folgenden Übersicht finden Sie einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie die Heizkurve individuell optimieren möchten. Ihr Ziel sollte es sein, die Heizkurve so flach wie möglich zu halten und trotzdem die notwendigen Temperaturen zu erreichen.

DAS SOLLTEN SIE BEACHTEN

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

die optimale Außentemperatur
  • die Außentemperatur während der Untersuchung sollte mindestens unter 5 °C liegen

einen speziellen Raum untersuchen

  • Sie sollten einen einzigen Raum über einen längeren Zeitraum untersuchen
  • dabei bietet sich der kühlste Raum im Haus an

Thermostatventile

  • die Thermostatventile sollten bei den Untersuchungen voll aufgedreht sein

Untersuchungszeitraum

  • protokollieren Sie die Raumtemperaturen über einen Zeitraum von mehreren Tagen

Anleitung: Der Weg zur optimalen Heizkurve

Wie bereits beschrieben sollten Sie die einzelnen Raumtemperaturen über einen Zeitraum von mehreren Tagen überprüfen und auswerten. Am besten ändern Sie die Parameter immer einzeln und nicht mehr als um 10 Prozent des Wertes bzw. in einzelnen Schritten von 1 °C. Wenn es möglich ist, sollten Sie weitere Veränderungen der Heizkurve auch an Tagen mit vergleichbaren Temperaturen vorgenommen werden. Ändern Sie die Steilheit bevorzugt nur an kalten Tagen! Wenn Sie die Parallelverschiebung anwenden, ist es möglich etwas freier zu arbeiten.

Die Auswertung: Das Ergebnis überprüfen und korrigieren

Wenn es dauerhaft zu kalt ist, kann das Problem an einer zu niedrigen Parallelverschiebung liegen. In diesem Fall sollten Sie sie schrittweise anheben. Wenn es nur bei niedrigen Außentemperaturen zu kalt ist, sollten Sie die Steilheit erhöhen. Kommt es nur in den Übergangszeiten zu zu kalten Temperaturen sollte das Niveau angehoben werden. Dann muss aber ggf. die Steilheit etwas gesenkt werden. So kommt es nicht dazu, dass die Heizung an kalten Tagen nicht zu viel Wärme zur Verfügung stellt.

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