Heizungsregelung optimieren

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Tipps zur Regelungstechnik der Warmwasserheizung in Wohngebäuden

Austausch von Thermostatventilen

Heizungsregelung optimieren
Heizungsregelung optimieren © sasel77, fotolia.com

Thermostatventile regeln die Raumtemperatur. Dabei dehnt sich ein Medium im Thermostatkopf aus und drückt auf einen kleinen Stab, der den Durchfluss des Heizkörpers mit Heizwasser regelt. Diese Ventile unterliegen einem normalen Alterungsprozess, was bedeutet, dass sie mit der Zeit träge werden. Einher geht damit, dass die eingestellte relative Raumtemperatur stärker variiert als bei leichter gängigen Thermostatventilen. Der Austausch von diesen Ventilen kostet jedoch nur relativ wenig. Daher sind der Einbau und der Austausch von Thermostatventilen das effizienteste bei einer Kleinsanierung der Regelungstechnik. Moderne Ventilköpfe können zudem auch mit einem Zeitprogramm und anderen Regelgrößen gesteuert werden. Auf diese Weise erhöht sich das Potential nochmals entsprechend. Bei Wohnräumen, die nur von Berufstätigen genutzt wird, ist das Potential am höchsten.

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Einstellung der Heizungsanlagen

Die Regelungstechnik der Warmwasserheizung sorgt für den automatischen Betrieb der Heizungsanlage. Hier werden in verschiedenen Abhängigkeiten die Systemgrößen automatisch geändert und dabei Verbrennungsluft, Brennstoffzufuhr, Pumpen, Ventile, Klappen gesteuert. Diese Technik ist für den Energieverbrauch einer Anlage wesentlich.
Sie befindet sich meist an den Kesseln der Heizungsanlagen.

Dabei können Nutzer bis zu einem bestimmten Grad „von Hand“ bestimmte Vorgaben erteilen. Dass dies dann allerdings in der Regel nicht professionell erfolgt ist selbstredend. Diejenigen hingegen, die sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzen kennen die Beeinflussbarkeit der so genannten Heizkurve. Diese beschreibt die Wasservorlauftemperatur der Heizung in Abhängigkeit der Außentemperatur. Grundsätzlich wird diese so geführt, dass die Vorlauftemperatur höher wird, je kälter die Außentemperatur ist. Laienhaft gesprochen ist die Vorlauftemperatur dabei die Wasseraustrittstemperatur aus dem Kessel.

Die Regelung kennt dabei zwei Stellgrößen:

  • die Parallelverschiebung
  • die Steilheit

Die Steilheit gibt an, um wie viel Grad die Soll-Vorlauftemperatur je °C Außentemperatur ansteigen soll gegenüber dem Grundwert.

Faustwerte für die Einstellung:

Steilheit
Sehr gut gedämmtes Gebäude Flacher
Fußbodenheizung Flacher
Wandheizung Flacher
Normaler Heizkörper Steiler
Älteres Gebäude Steiler

Die Parallelverschiebung ist der eigentliche Angriffspunkt für den Laien. Davon ausgehend, dass ein Handwerker eine Grundeinstellung vornehmen würde, die im Zweifelsfall den Raum gut warm werden lässt, kann folgendes empfohlen werden:

Zunächst mit der Parallelverschiebung der Wert sukzessive senken bis zu dem Punkt, an dem sich ein gewisses Unwohlsein einstellt. Anschließend wieder leicht nach oben korrigieren. Damit erreicht man ein Einsparpotential von durchschnittlich 10% und mehr.

Maximaltemperaturbegrenzer

Eigentlich vorwiegend aus Sicherheitsgründen gibt es einen Maximaltemperaturbegrenzer. Dieses Regelorgan sorgt dafür, dass das Kesselwasser nicht zu Dampf wird und oder einen zu hohen Systemdruck verursacht. Da die eigentliche Heizkurve bei extrem niedrigen Außentemperaturen in der Steilheit eher abnehmen müsste, können geschickt eingestellte Maximaltemperaturbegrenzer für ein weiteres Einsparpotential sorgen. Dies hat weniger mit dem eigentlichen Wärmebedarf zu tun als mit der Tatsache, dass die Änderung des Wärmeempfindens sich sich ändert. Meist kennt man dies vom eigenen Empfinden: Eine Außentemperatur von 18°C im Frühjahr nach vielen Wintertagen wird oftmals als angenehmer empfunden als nach heißen Sommertagen. Denn dann wirkt eine solche Außentemperatur eher als unangenehm frisch.

Steuerung der Nachlaufzeiten der Heizungspumpe

Ein weiterer noninvestiver Energiespartipp ist die Steuerung der Nachlaufzeiten der Pumpen. Beispielweise sorgt die Kesselpumpe in jeder Heizungsanlage dafür, dass in der Nachlaufzeit noch genügend Wasser durch die Wärmetauscher fließt, obwohl die eigentliche Verbrennung bereits beendet ist. Dies ist unabdingbar, damit keine Überhitzung des Brennraumes stattfindet. Bei der Optimierung dieser Kenngröße muss die Zeit gemessen werden, die verstreicht, bis sich die Temperaturen im Vor- und Rücklauf in der Nachlaufzeit angleichen. Sind diese annährend gleich, wird keine Wärme aus dem Brennraum mehr an das Heizsystem übertragen. Häufig anzutreffende Einstellungen von 15 – 30 Minuten können oftmals auf bis zu 2 – 3 Minuten reduziert werden. Der Stromverbrauch im Laufe eines Jahres reduziert sich dadurch spürbar.

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