Heizkörperventil

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Heizkörperventile und -thermostate: Kleine Bauteile – große Wirkung

In der Regel wird jeder einzelne Heizkörper mit einem Heizkörperventil ausgestattet. Diese Ventile sind dazu da, die Durchflussmenge an erhitztem Heizwasser im Heizkörper zu erhöhen oder zu senken. Dadurch lässt sich im betreffenden Heizkörper die gewünschte Raumtemperatur regulieren.

Heizkörper mit Thermostat © Ruta Saulyte, stock.adobe.com
Heizkörper mit Thermostat © Ruta Saulyte, stock.adobe.com

Ein Heizungsventil besteht aus einem Drehknopf und einem sogenannten Übertragungsstift. Je weiter dieser Stift durch Drehen in das Ventil hineingedrückt wird, desto geringer ist die Durchflussmenge des Heizwassers und umgekehrt. Das Heizungsventil regelt so den Heizwasserstrom und bestimmt damit, wie warm ein Heizkörper wird. Man unterscheidet dabei manuelle und thermostatische Heizkörperventile.

Heizkörperventil

Ein manuelles Heizkörperventil funktioniert prinzipiell wie ein Wasserhahn. Wird das Ventil gedreht, reguliert es den Durchfluss des Heizwasserstroms der Heizungsanlage und ändert damit die Temperatur im Heizkörper.

Heizkörperventile haben in der Regel keine Ziffern oder Tasten, sondern häufig nur eine Beschriftung mit Plus und Minus, welche die Drehrichtung anzeigt.

Heizkörperventil © Heinz Kerp
Heizkörperventil © Heinz Kerp

Thermostatventil

Ein Thermostatventil arbeitet im Prinzip genau wie ein manuelles Heizkörperventil. Nur das sich im Ventilkopf ein sogenanntes Dehnstoffelement befindet, das sich bei steigender Raumtemperatur ausdehnt und sich bei fallenden Temperaturen zusammenzieht. Dieses Dehnstoffelement übt bei Wärme mehr und bei Kälte weniger Druck auf einen Übertragungsstift aus, der dann den Durchfluss des Heizwasserstroms automatisch anpasst und so eine konstante Temperatur im Raum hält.

Thermostatventil © Heinz Kerp
Thermostatventil © Heinz Kerp

Die meisten Thermostatventile haben in der Regel Ziffern zwischen 1 und 5. Digitale Thermostatventile besitzen eine Anzeige, manche sogar Bedientasten.

Das bedeuten die Ziffern auf Thermostatventilen

  • 1 = 12 Grad Celsius
  • 2 = 16 Grad Celsius
  • 3 = 20 Grad Celsius
  • 4 = 24 Grad Celsius
  • 5 = 28 Grad Celsius

Das bedeuten die Symbole auf Thermostatventilen

  • Stern/Schneeflocke = Frostschutzeinstellung
  • Sonne = Grundeinstellung (20 Grad Celsius)
  • Halbmond = Nachtabsenkung (14 Grad Celsius)
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Nachrüstung mit modernen Thermostatventilen

Digitales Heizungs-Thermostat © Andrey Popov, stock.adobe.com
Digitales Heizungs-Thermostat © Andrey Popov, stock.adobe.com

Mechanische Heizkörperventile lassen sich nur ungenau einstellen und gelten als unwirtschaftlich. Wenn ein Heizkörper ein manuelles Ventil besitzt, kann dieses durch ein thermostatisches Ventil ersetzt werden. Ein Austausch alter Heizkörperventile mit modernen Thermostatköpfen ist nicht nur mit Komfort verbunden, sondern kann auch die Energiekosten reduzieren.

Gute Thermostatventile gibt es bereits ab etwa 40 Euro. Mittlerweile gibt es moderne Thermostatventile mit zahlreichen Funktionen, die die Raumtemperatur in allen Räumen wunschgemäß automatisch regulieren. In den digitalen Thermostatkopf ist ein kleiner Computer integriert, der verschiedene Ein- und Ausschaltzeiten speichert. Ein Elektromotor stellt die für die gewählte Temperatur erforderliche Wassermenge automatisch ein. So genannte „Intelligente Thermostate“ sind sogar schon so weit, dass sie sich nach nur kurzer „Lernphase“ automatisch auf das Verhalten der Hausbewohner einstellen können.

In „vernetzten“ Haushalten können „Intelligente Thermostate“ über einen Computer mit Internetanschluss von allen Orten der Welt aus bedient werden. Meistens verfügen sie über eine automatische Fenstererkennung und fahren bei offenen Türen oder Fenstern die Heizung sofort komplett herunter. Mechanische Heizkörperventile dagegen sorgen dafür, dass die Heizung hochgefahren wird, wenn die Temperatur abrupt abfällt, um den Temperaturunterschied auszugleichen. Dadurch geht viel Energie verloren.

Einen Schritt weiter als programmierbare Thermostate gehen sogenannte Funkthermostate. Mittels einer zentralen Steuerung lassen sich damit beispielsweise verschiedene Heizkörper in der Wohnung koordinieren. Vorteil: Funkthermostate können, wenn sie mit mobilen Temperaturfühlern oder Tür- und Fensterkontakten ausgestattet sind, die Temperatur in jedem Raum individuell eistellen.

Austausch alter Heizkörperventile

Der Austausch funktioniert relativ einfach und kann selbst durchgeführt werden. Der alte Thermostatkopf wird einfach ab- und der neue wieder angeschraubt. Vor dem Kauf muss jedoch zunächst geklärt werden, ob Eck- oder Durchgangsventile benötigt werden und welchen Durchmesser sie besitzen. Üblich sind 3/8 oder 1/2 Zoll.

Heizkörperventil wird ausgetauscht © auremar, stock.adobe.com
Heizkörperventil wird ausgetauscht © auremar, stock.adobe.com

Da ein Großteil der alten Heizkörperventile andere Gewindemaße haben, müssen für moderne Thermostatköpfe Adapter eingesetzt werden, um die Kompatibilität zu gewährleisten. Viele moderne Heizkörperthermostate passen nur auf das Gewinde M30 x 1,5 nach Werksnorm.

Bei älteren Heizkörpern ist es daher empfehlenswert, mit dem Austausch der Heizkörperventile die alten Anschlussstücke gegen neue auszutauschen. Hierfür sind Rohrzange oder Schraubenschlüssel für das Lösen des Ventils und ein großer Behälter für das Heizwasser aus dem Heizkörper nötig.

Vorteilhaft sind Anschlussstücke, die ganz absperrbar sind oder an denen die Durchflussmenge des Heizwassers einstellbar ist, denn so können bei Bedarf Heizkörper abmontiert werden, ohne den gesamten Heizungskreislauf zu entleeren.

Ein Anschlussstück, das die Heizwasserdurchflussmenge drosseln kann, bietet auch noch einen weiteren Vorteil: Heizkörper, die näher an der Umwälzpumpe liegen, können so eingestellt werden, dass dort weniger Heizwasser in den Heizkörper fliest.

Dadurch wird sichergestellt, dass alle Heizkörper eines Kreislaufs, also auch die, die weiter von der Umwälzpumpe entfernt liegen, die optimale Heizleistung erbringen, also gleichmäßig warm werden.

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