Heizungs-Check

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Der Heizungs-Check

Heizungs-Check
Heizungs-Check © Shockfactor, fotolia.com

Bei dem Heizungs-Check handelt es sich um ein Prüfverfahren, welches das Energiesparpotential insbesondere älterer Heizungsanlagen zum Gegenstand hat. Entwickelt wurde es von der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ), vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ (EN 15378) sowie der Vorgaben für Heizungsinspektionen nach DIN 4792. Das praxisorientierte, standardisierte Verfahren ermöglicht es Installateuren und Fachhandwerkern eine neutrale und nachvollziehbare Bewertung der Vor- und Nachteile einer Heizungsanlage vorzunehmen.

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Was untersucht der Heizungs-Check?

Das VdZ-Prüfverfahren soll nach dem Willen der EU-Richtlinie bei Heizungen, die vor 15 oder mehr Jahren eingebaut wurden, mindestens ein Mal zur Anwendung kommen. Hintergrund dieser Regelung ist die nach wie vor weite Verbreitung älterer Heizungen sowie deren großes Einsparpotential. Insbesondere der Wärmeerzeuger, die Wärmeverteilung und die Wärmeübergabe werden in den Blick genommen.

Konkret beinhaltet die Untersuchung 10 Schritte:

  • 1. Abgasverlust des Energieerzeugers wird untersucht.
  • 2. Mittels Oberflächentemperaturfühler wird der Oberflächenverlust des Heizkessels bzw. des Energieerzeugers errechnet.
  • 3. Der Wärmeverlust im Abgassystem nach Abschalten des Brenners, der sogenannte Ventilationsverlust, wird gemessen.
  • 4. Der Energieerzeuger wird mittels Sichtprüfung auf seine Brennwertnutzung hin begutachtet.
  • 5. Entspricht der Heizkessel der Heizlast oder ist er überdimensioniert?
  • 6. Existieren Regelungseinrichtungen am Heizkessel?
  • 7. Wurde ein hydraulischer Abgleich vorgenommen?
  • 8. Die notwendige Leistung der Heizungspumpe wird ermittelt.
  • 9. Ist das Rohrleitungsnetz gedämmt?
  • 10. Die Wärmeübergabe wird untersucht, indem Heizkörperventile bzw. Raumregler inspiziert werden.

Diese 10 Punkte, die auf energetische Schwachstellen einer Heizungsanlage hinweisen können, werden nacheinander untersucht und bewertet. Dafür wurde eigens ein standardisiertes Heizungs-Check-Formular erstellt, welches der Installateur bzw. die Heizungsfachfrau begleitend zur Untersuchung ausfüllt. Die einzelnen Messungen bzw. Begutachtungen werden mit sogenannten Malus-Punkten bewertet.

Je höher die Malus-Punktezahl, desto größer ist der unnötige Energieverbrauch in dem jeweiligen Fall. So bringen bspw. nicht isolierte Heizungsrohre im Keller eine höhere Punktzahl als nur mäßig isolierte, während Rohre mit einer Dämmung nach EnEV energiesparende 0 Punkte erreichen.

Die Gesamtpunktezahl fließt in eine abschließende, grafisch dargestellte Heizanlagen-Bewertung. Insgesamt sind maximal 100 Punkte zu vergeben – was der Punktezahl einer absolut sanierungsbedürftigen, weil energieverschwendenden Heizungsanlage entspräche.

Heizungs-Check: Kosten und Nutzen

De Heizungs-Check führt vor, dass auch eine ältere Heizung großes Einsparpotential besitzt. Mit einem Arbeitsaufwand von etwa einer Stunde sowie ungefähren Kosten von etwa 100 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus ist dieser „Heizungs-TÜV“ eine lohnende Investition.

So wissen Hausbesitzer nach dem Heizungs-Check nicht nur um die Schwachstellen ihrer Wärmeversorgung, auch werden ihnen gleich konkrete Vorschläge zur Sanierung unterbreitet. Ob es sich um einen hydraulischen Abgleich, eine hocheffiziente Heizungspumpe oder neue Thermostate handelt: Modernisierte Heizungen sind bares Geld wert, denn sie sparen viel unnötige Energie ein.

Meist haben sich die Ausgaben für eine Sanierung schon nach wenigen Jahren bezahlt gemacht und die Energiekosten werden dauerhaft gesenkt. Gleichzeitig wird der unnötige Ausstoß von Kohlendioxid vermieden.

Bei dem Heizungs-Check handelt es sich um ein einfaches, aber sehr aussagekräftiges Bewertungsverfahren, um die Energiesparpotentiale einer Heizungsanlage aufzudecken.

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