Heizungsrohre isolieren

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Heizungsrohre dämmen hilft Heizkosten sparen

Hausbesitzer, die ihr Haus dämmen wollen, um so Heizkosten zu sparen, denken dabei meist zuerst an das Dach, Türen und Fenster sowie die Fassade. Die Heizungsrohre ebenfalls zu isolieren, wird dabei oft außer Acht gelassen, obwohl man hierdurch viel Geld sparen kann. Besonders Heizungsrohre verlaufen oft durch nicht geheizte Räume und Keller und verlieren so erheblich Wärme. Eine Dämmung der Heizungsrohre ist übrigens laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) Pflicht, hier werden auch die Mindestanforderungen an die Rohrdämmung definiert.

Heizungsrohre mit Isolierung © Otto, stock.adobe.com
Heizungsrohre mit Isolierung © Otto, stock.adobe.com

Es kann erheblich Heizenergie eingespart werden, wenn die Heizungsrohre und Leitungen isoliert werden. Auch wenn laut GEG in seit 2002 durchgehend selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern die Rohrdämmung nicht vorgeschrieben ist, so lohnt sich die Investition doch für jeden. Die Kosten von rund 200 Euro sind schon in der ersten Heizperiode wieder eingespart. Das untenstehende Beispiel geht bei den Einsparungen noch von 7.6 ct/kWh für Erdgas aus. Im Juni 2022 liegen die Kosten jedoch bei durchschnittlich 13,7 ct/kWh. Das macht eine Ersparnis fast 570 Euro pro Jahr aus.

Heizungsrohre dämmen
Heizungsrohre dämmen spart Energiekosten, Bildquelle: co2online gGmbH

Sinnvolle Maßnahme: Die Dämmung der Heizungsrohre
Sinnvolle Maßnahme: Die Dämmung der Heizungsrohre

So dämmen Sie Ihre Heizungsrohre

Wenn die Rohre gut zu erreichen sind, können geschickte Heimwerker diese auch problemlos selbst dämmen.

In einem ersten Schritt sollte man alle Rohre inspizieren und deren Länge messen, damit klar ist, wieviel Meter Isoliermaterial notwendig sind. Der Durchmesser der Rohre ist entscheidend für die Auswahl der richtigen Dämmstoffe. Wichtig ist aber auch, den Abstand der Rohre zu Decken/Wänden und zu anderen Rohren zu messen, damit sicher ist, dass die Dämmung auch angebracht werden kann.

Das richtige Werkzeug darf jedoch auch nicht fehlen. Notwendig sind ein Cutter, ein Zollstock, Stift und Lineal sowie Isolierband, falls Teilstück miteinander verbunden werden müssen.
Die Dämmschalen werden dann in der Länge passend geschnitten und über die Rohre gestülpt. Achtung: Die Heizungsrohre sollten kalt sein während die Dämmung verlegt wird. Anschließend werden die selbstklebenden Nähte zusammengedrückt.

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Aufpassen bei Kurven, Ecken und T-förmigen Leitungen

Es gibt flexible Rohre, die sich auch bei Biegungen einfach über die Rohre stülpen lassen. Bei starreren Dämmrohren müssen an der engen Seite der Biegung Schnitte angebracht werden, um die Biegung zu überbrücken. Diese Schnitte richten sich nach dem Kurvenradius. Es gibt aber auch fertige Kurvenstücke für die Rohrdämmung im Handel.

Bei sehr engen Kurven und Biegungen sowie bei Ecken, sollten zwei Rohrstücke der Isolierung mit je einem 45 Grad Schnitt zusammengefügt werden. Damit ergibt sich dann ein 90 Grad Winkel beim Aneinanderfügen. Für den Schnitt von Winkel – auch bei den oben genannten Einkerbungen, hilft eine Gehrungslade, die Schnitte exakt auszuführen.

Aber auch Stücke mit 45 Grad Enden sind im Handel erhältlich.

Rohrisolierungen richtig zuschneiden
Rohrisolierungen richtig zuschneiden

Laufen die Rohre T-förmig aufeinander, dann schneidet man in den waagerecht verlaufenden Schlauch einen Keil im Winkel von 90 Grad. In den Schlauch, der senkrecht verläuft, schneidet man die Enden zu beiden Seiten in einem Winkel von 45 Grad zu, so dass eine Spitze entsteht. Diese Spitze muss exakt in den ausgeschnittenen 90-Grad-Keil hineinpassen. Danach werden die Stöße wieder mit Aluminium- oder speziellem Klebeband fest verschlossen. Auch die T-Stücke sind fertig im Handel zu bekommen. Das erleichtert die Verlegung erheblich.

Nachdem nun noch alle Ventile und Armaturen verkleidet wurden (diese sind unter Angabe der exakten Bauteil-Beschreibung im Fachhandel oder Internet zu beziehen), müssen alle Nähte und Übergangsstellen exakt mit Isolierband verklebt werden, um Verluste an diesen Stellen zu minimieren.

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Die Wahl des Dämmmaterials bei der Rohrdämmung

Im Handel sind Rohrdämmungen aus unterschiedlichen Materialien erhältlich. Man kann wählen zwischen Schaumstoff-Rohren, Dämmung aus Mineralwolle oder auch Kautschuk. Die Rohre im Handel entsprechen den Vorschriften des GEG. Bei einer Kennzeichnung von z.B. GEG-Standard 100 % ist die Dämmleistung der Rohre vergleichbar. Bei der Auswahl sind aber auch Brandschutz, Temperaturbeständigkeit und natürlich der Preis zu beachten.Schaumstoff etwa ist sehr preiswert, schwer entflammbar, aber nicht hochtemperaturbeständig und deshalb bei Solarleitungen nicht geeignet. Zudem sind sie relativ hart und bei Kurven und Biegungen schwer zu verlegen.

Kautschuckrohre sind biegsamer und leichter zu verlegen, ebenfalls schwer entflammbar und in bestimmten Ausführungen auch hochtemperaturbeständig. Sie sind aber teurer als Schaumstoffrohre.
Isolierung aus Mineralwolle ist nicht brennbar, hochtemperaturbeständig, nicht so leicht zu verlegen und die teuerste Wahl.

Die richtige Dicke des Rohr-Dämmmaterials

Die Mindestdicke des Dämmmaterials ist gesetzlich vorgeschrieben. Grober Anhaltspunkt: Die Dicke sollte dem Innendurchmesser der Rohre entsprechen. Dabei geht man von einer Wärmeleitfähigkeit von lambda = 0,035 W/(m.k) aus. Weisen die Dämmungsmaterialien andere Werte aus, können die Durchmesser auch geringer oder eben größer sein.

Die Dämmung der Heizungsrohre ist Pflicht
Die Dicke der Dämmung sollte ungefähr die Dicke haben wie der innere Durchmesser des Rohres
Heizungsrohre mit Isolierung © Otto, stock.adobe.com
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