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Heizung verliert Wasser

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Dass mit der Zeit etwas Wasser aus dem Heizsystem entweicht, ist durchaus ein normaler Prozess. Bei größeren Wasserverlusten sollte man allerdings möglichst schnell reagieren, um komplexere Schäden zu vermeiden.

Lesen Sie hier, was die Ursachen dafür sein können, dass die Heizung Wasser verliert und ab wann Sie reagieren müssen.

Heizung verliert Wasser: das Wichtigste in Kürze

  • Dass eine Heizung etwas Wasser verliert, ist normal — oft genügt ein- bis zweimal im Jahr nachzufüllen, je nach Anlage.
  • Werden die Nachfüll-Intervalle immer kürzer oder zeigen sich feuchte Stellen, sollte ein Fachbetrieb die Ursache suchen.
  • Häufige Ursachen sind undichte Rohre, undichte Heizungsventile oder ein defektes Ausdehnungsgefäß.
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Häufiges Wassernachfüllen als Anzeichen

Geringe Wasserverluste ohne schadhaften Grund lassen sich leicht ausgleichen, indem man — je nach Anlage etwa ein- bis zweimal im Jahr — Wasser nachfüllt. Wie oft das nötig ist, hängt von Anlage, Entlüftung und Druckhaltung ab; muss regelmäßig nachgefüllt werden, deutet das auf eine undichte Stelle oder eine gestörte Druckhaltung hin.

Ein Wartungsvertrag hilft, weil der Fachbetrieb bei der Wartung in der Regel auch Systemdruck, sichtbare Leckagen und sicherheitsrelevante Bauteile prüft. Auffälligen Druckabfall oder häufiges Nachfüllen sollten Sie trotzdem nicht bis zur nächsten Wartung ignorieren.

Arbeiten an der Heizung und dem Heizungsverteiler © Dagmara K, stock.adobe.com
Arbeiten an der Heizung und dem Heizungsverteiler © Dagmara K, stock.adobe.com

Bleibt es aber nicht bei den ein bis zwei Nachfüllungen, sondern werden immer mehr, in kürzeren Zeitintervallen notwendig, dann sollte man hellhörig werden.

Wasserverlust: das können Sie selbst prüfen

Nachfüll-Häufigkeit notieren Mehr als ein- bis zweimal im Jahr nachfüllen ist ein Warnzeichen.
Manometer beobachten Ein Wasserverlust zeigt sich meist auch als sinkender Druck.
Nach Feuchte suchen Wasserlachen, feuchte oder verfärbte Wand- und Bodenstellen ernst nehmen.
Ventile prüfen Heizkörper- und Thermostatventile auf Nässe kontrollieren.
Überdruckventil checken Tropft am Ablauf Wasser, kann das Ausdehnungsgefäß defekt sein.

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Leckagen führen zum Wasserverlust

Je häufiger man Wasser nachfüllen muss, umso größer ist der Wasserverlust und umso größer der vermutete Schaden. Wenn eine Heizung schnell viel Wasser verliert, können Rohre beschädigt und undicht geworden sein.

Tipp: Wenn Sie bei Ihrer Heizung auffallend oft Wasser nachfüllen müssen, sollten Sie schnell einen Experten hinzuziehen. Eventuelle Folgeschäden werden so möglichst vermieden.
Wasserverlust im Heizungssystem sollte nicht ignoriert werden
Wasserverlust im Heizungssystem sollte nicht ignoriert werden

Hier ist es hilfreich, wenn man nach Wasserlachen oder nassen Wandstellen Ausschau hält. Diese geben einen Hinweis, wo sich die undichte Stelle befindet. Nicht immer ist der Wasseraustritt auch die schadhafte Stelle. Wasser sucht sich seinen Weg durch die Bausubstanz und tritt oft zeitverzögert an völlig anderer Stelle zutage.

Ist die schadhafte Stelle nicht augenscheinlich auszumachen, kann der Fachmann verschiedene Methoden bei der Suche einsetzen.

Heizungsrohre prüfen: Für die Diagnose stehen verschiedene Mittel zur Verfügung
Heizungsrohre prüfen: Für die Diagnose stehen verschiedene Mittel zur Verfügung
  • Feuchtigkeitsmessung und akustische Ortung
    Mit geeigneten Feuchtigkeitsmessungen grenzen Fachleute den möglichen Schadensbereich ein. Ergänzend kann elektroakustische Ortung eingesetzt werden, wenn austretendes Wasser charakteristische Geräusche erzeugt. So lässt sich die schadhafte Stelle oft eingrenzen, ohne großflächig Wände oder Böden zu öffnen.

    Das minimiert den Aufwand bei der Reparatur des Schadens, da sich die Bauarbeiten auf eine kleinere Stelle im Haus beschränken. Lärm und Dreck werden so eher begrenzt.

  • Wärmebildkamera
    Bei versteckt liegenden undichten Stellen kann auch die Wärmebildkamera (Thermografie) zum Einsatz kommen. Tritt Wasser aus dem Heizungsrohr zum Beispiel in eine Wandfläche ein, entsteht zwischen der feuchten Stelle und der trockenen Wand ein Temperaturunterschied.

    Die Wärmebildkamera bildet die unterschiedlichen Temperaturbereiche auf dem Display ab, das Leck wird somit sichtbar. Allerdings ist der Einsatz einer Wärmebildkamera sehr teuer und erfordert viel Erfahrung.

  • Endoskopie oder Rohrkamera
    Eine Kamera hilft vor allem in zugänglichen Hohlräumen, Schächten, Abwasserleitungen oder offenen Leitungsabschnitten. In geschlossenen Heizungsrohren ist sie dagegen nicht das Standardverfahren; dort wählen Fachleute meist andere Ortungsverfahren wie Druckprobe, Thermografie, elektroakustische Ortung oder Prüfgas.

    In schwer zugänglichen und verwinkelten Bereichen kann eine sehr kleine Hohlraumkamera helfen, den Schaden zu dokumentieren.

  • Farbe
    Indem das Wasser eingefärbt wird, können Lecks sichtbar gemacht werden. Denn der Wasseraustrittspunkt bildet sich mithilfe des Farbmittels deutlich ab.
  • Druckaufbau
    Sinkt der Druck einer Heizung aufgrund einer undichten Stelle in der Wasserleitung, ist unter Umständen eine Druck- und Dichtheitsüberprüfung sinnvoll. Dazu werden beispielsweise im Badezimmer die Leitungen mit Wasser gefüllt und darin Druck aufgebaut. Mit einem entsprechenden Messgerät wird überprüft, wie lange der Druck in der Leitung gehalten wird. So kann die schadhafte Stelle besser eingegrenzt werden.
  • Gas
    Ein Leck kann auch über das Einfüllen eines Prüfgases ermittelt werden. Dringt das Gas über eine undichte Stelle aus, wird es über einen Gasdetektor nachgewiesen.

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Weitere mögliche Gründe

Doch nicht immer, wenn eine Heizung Wasser verliert, sind Leckagen im Rohrsystem vorhanden. Im Laufe der Zeit können beispielsweise auch die Heizungsventile undicht werden. Der Wasserverlust ist dabei sehr gering und nicht gleich feststellbar, aber auf Dauer kann sich die Menge summieren.

Tipp: Wasserverlust zeigt sich in geschlossenen Heizungsanlagen meist über sinkenden oder auffällig schwankenden Druck. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig das Manometer und notieren Sie ungewöhnliche Veränderungen.
So testen Sie das Ausdehnungsgefäß
So testen Sie das Ausdehnungsgefäß

Ebenso führt ein defektes Ausdehnungsgefäß dazu, dass die Heizung Wasser verliert. Dieses sorgt für den nötigen Druckausgleich, wenn das Heizwasser sich aufgrund der Erwärmung ausdehnt und mehr Raum einnimmt. Kann diese Aufgabe nicht mehr wahrgenommen werden, kommt es zu einem Überdruck, in dessen Folge meist aus dem Überdruckventil Wasser tropft.

Wann muss man reagieren?

Es gibt keine feste, allgemein gültige Nachfüllhäufigkeit: Sie hängt von Anlage, Entlüftung, Druckhaltung und Zustand der Heizung ab. Auch bei älteren Anlagen sollte regelmäßiger Wasserverlust nicht einfach als normal abgetan werden; häufiges Nachfüllen ist ein Hinweis auf Undichtigkeit oder gestörte Druckhaltung.

Ein Gespräch mit dem Heizungsfachmann klärt, ob Handlungsbedarf besteht. Wenn feuchte Stellen sichtbar sind, sollte man sofort reagieren und die Experten zu Hilfe rufen. Denn je länger man wartet, desto größer kann der Schaden werden.

Wie viel Wasserverlust ist normal — wann reagieren?

1. Müssen Sie nur ein- bis zweimal im Jahr etwas nachfüllen?

JaKann unauffällig sein — Druck weiter beobachten; bei der Wartung wird der Systemdruck in der Regel mitgeprüft.
Nein, zunehmend häufigerDeutet auf Wasserverlust — Ursache (Leck, Ventil, Ausdehnungsgefäß) vom Fachbetrieb suchen lassen.

2. Zeigen sich nasse Wände, Pfützen oder fällt der Druck schnell?

Nein, nichts sichtbarWeiter beobachten und die Nachfüll-Häufigkeit notieren.
JaUmgehend einen Fachbetrieb einschalten, bevor die Bausubstanz Schaden nimmt.
EmpfehlungFaustlinie: gelegentliches Nachfüllen ist unkritisch; häufiger werdende Nachfüllungen oder Nässe an Wänden und Boden gehören in die Hand eines Fachbetriebs.
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