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Die wichtigsten Heizkörper-Typen im Überblick

Die wichtigsten Heizkörper-Typen im Überblick: Lang, breit, schmal, groß, klein, gegliedert, gerillt, glatt …

Lang, breit, schmal, groß, klein, gegliedert, gerillt, glatt… Die Palette an Heizkörpern ist nahezu unerschöpflich. Doch sie haben eins gemeinsam: Alle Heizkörper übertragen die Wärme des Heizkessels an die Räume im Haus. Dabei strömt das heiße Heizungswasser durch sie hindurch. Die Heizkörper geben die Wärmeenergie ab und das abgekühlte Heizungswasser fließt zum Wärmeerzeuger zurück.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Heizkörper geben Strahlungs- und Konvektionswärme ab – das Verhältnis hängt von der Bauart ab; je höher der Strahlungsanteil, desto behaglicher.
  • Der Plattenheizkörper (etwa Typ 22) ist der Standard in Deutschland: kompakt, effizient, mit rund einem Viertel Strahlungsanteil.
  • Für Wärmepumpen eignen sich große, strahlungsstarke Heizflächen; Konvektoren brauchen hohe Vorlauftemperaturen und passen dazu schlecht.
Unterschiedliche Heizkörper-Arten
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So vielfältig Heizkörper auch sein mögen. Alle Heizkörper-Typen erzeugen Strahlungs- und Konvektionswärme. Allerdings variieren die Anteile je nach Bauart der Heizkörper sehr stark. Dabei gilt jedoch die Grundregel:

Je höher der Anteil der Strahlungswärme ist,

desto größer ist der Heizkomfort!

Die Tabelle gibt einen Überblick über den Anteil der Strahlungswärme, die ein Heizkörper beziehungsweise eine Flächenheizung abgibt:

HeizflächeAnteil Strahlungswärme (Durchschnitt)
FlächenheizungFußbodenheizungbis 90 %
 Wandheizung90 %
DIN RadiatorStahl40 %
 Guss35 %
Röhrenradiator2-Säuler40 %
 4-Säuler25 %
 6-Säuler20 %
PlattenheizkörperTyp 1055 %
 Typ 1135 %
 Typ 2130 %
 Typ 2225%
 Typ 3320 %
Konvektormit Stahlblechverkleidung5 %
 Unterflurkonvektor<5 %

Der Heizkörper-Typ gibt Aufschluss über die Anzahl der Platten und Konvektorbleche. Ein Heizkörper des Typs 21 besitzt zum Beispiel zwei Heizkörperplatten und ein Konvektorblech.

Die vier Heizkörper-Bauarten auf einen Blick

Gliederheizkörper

Älteste Bauart aus aneinandergereihten Gliedern (Guss/Stahl); robust, günstig und flexibel dimensionierbar. Heute vor allem als mobile Radiatoren und Design-Modelle.

Plattenheizkörper

Der Standard in Deutschland: kompakt, leicht, effizient. Die Typ-Zahl (z. B. 22) nennt Platten- und Konvektorblech-Anzahl – mehr Bleche bedeuten mehr Konvektion.

Röhrenheizkörper

Weiterentwicklung der Gliederheizkörper in vielen Formen – als Handtuch-/Badheizkörper oder Raumteiler; leicht zu reinigen, aber überwiegend konvektiv.

Konvektor

Lamellen-Wärmetauscher mit geringer Trägheit; heizt schnell und passt vor Glasfronten (auch als Unterflurkonvektor), braucht aber hohe Vorlauftemperaturen.

Alter Rippenheizkörper oder moderner Heizkörper
Alter Rippenheizkörper oder moderner Heizkörper

Rippen- oder Gliederheizkörper

Als bekanntester unter den Heizkörper-Typen kann der Rippen- oder Gliederheizkörper bezeichnet werden. Bei diesen Heizkörpern wurden einzelne gleiche Glieder- oder Rippenblöcke aus Gusseisen, Stahl und Stahlrohr mit einer Tiefe von 70 bis 250 Millimeter in beliebiger Anzahl aneinandergereiht und zu massiven und schweren Heizkörpern montiert. Auf diese Weise ließ sich ihre Größe sehr flexibel an die Platzverhältnisse im Raum anpassen und jede gewünschte Wärmeleistung erreichen. Heute wird diese Bauart fast nur noch für mobile Radiatoren verwendet.

Heizkörper im Altbau unter einem Fenster © hanohiki, stock.adobe.com
Rippen- oder Gliederheizkörper © hanohiki, stock.adobe.com

Abgelöst wurden die Rippen- oder Gliedermodelle von den Plattenheizkörpern. Die aus einer bis drei Platten bestehenden Geräte sind flacher, leichter und strahlen die Wärme sehr gleichmäßig ab.

Natürlich sind moderne und formschöne Glieder- oder Rippenheizkörper noch im Handel erhältlich. Eine pauschale Antwort auf die Kosten für ein solches Modell ist kaum möglich. Denn die Preise der Heizkörper hängen nicht nur von der Größe ab, sondern sehr oft auch vom Design. Einfache, kleinere Gliederheizkörper gibt es bereits ab 50 bis 100 Euro. Leistungsstärkere Heizkörper dieses Typs kosten zwischen 100 bis 500 Euro. Entsprechende Designheizkörper sind ab 400 Euro und mehr erhältlich.

Typenbezeichnungen bei Gliederheizkörpern
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Platten-, Flach- oder Planheizkörper

Plattenheizkörper © electriceye, stock.adobe.com
Ein Heizkörper-Typ aber mehrere Namen: Platten-, Flach oder Planheizkörper © electriceye, stock.adobe.com

Platten-, Flach oder Planheizkörper – auch wenn die Heizkörper unterschiedliche Bezeichnungen führen: In ihrer einfachsten Ausführung besteht dieser Heizkörper-Typ aus einer Heizplatte, die vom Heizungswasser durchflossen wird, wodurch sie sich erwärmt und diese Wärme an den Raum abgibt. Flachheizkörper sind die inzwischen meist verbauten Heizkörper-Typen in Deutschland. Um die Wärmeabgabe zu steigern, werden zwischen den Heizplatten Konvektor-Bleche eingebracht, die an den Seiten in der Regel verblendet und oben meist mit einem gestanzten Lochblech horizontal abgedeckt sind. Die Konvektionsbleche erwärmen sich und die durch sie hindurchströmende Luft sorgt für die entsprechende Konvektion.

Heizkörper mit Thermostat © Ruta Saulyte, stock.adobe.com
Leistungsstarke Flachheizkörper besitzen zwischen den Heizplatten Konvektor-Bleche. Man erkennt sie an den oben liegenden gestanzten Lochblechen. Die Konvektor-Bleche sorgen, neben der Strahlungswärme der Heizplatten, zusätzlich für Konvektionswärme durch Sie hindurch strömende Luft. © Ruta Saulyte, stock.adobe.com

Um die Leistung der Flachheizkörper zu erhöhen, wird die Anzahl der Heizplatten und Konvektor-Bleche erhöht. Wenn die Wärmeübertragungsfläche zunimmt, steigt gleichzeitig die Leistung der Heizkörper. Dabei werden zwei oder sogar drei Platten hintereinander montiert und durch Konvektionsbleche miteinander verbunden. Der Aufbau eines Flachheizkörpers lässt sich an der Typen-Bezeichnung ablesen. Die Typen-Bezeichnung besteht aus zwei Zahlen. Die erste Zahl gibt die Anzahl der Heizplatten an. Die zweite Zahl steht für die Anzahl der verbauten Konvektionsbleche.

Ein Beispiel: Ein Flachheizkörper vom Typ 21 verfügt somit über zwei Heizplatten. Zwischen den beiden Heizplatten befindet sich ein Konvektionsblech.

Als Klassiker und ideal bezeichneter Heizkörper wird Typ 22 bezeichnet, der mit einer Tiefe von 98 Millimetern und verschiedenen Profilen fast überall einsetzbar ist. Welcher Flachheizkörper-Typ allerdings der richtige ist, hängt vom Wärmebedarf des Raums ab. Je größer der Raum und desto schlechter die Dämmung, desto größer sollte der Heizkörper sein.

Flachheizkörper Typen-Bezeichnungen

Typenbezeichnungen von Flachheizkörpern
Typenbezeichnungen von Flachheizkörpern

Flachheizkörper sind sehr platzsparend und trotz der leichten Bauweise sehr effizient. Bei gleicher Heizleistung braucht der Flachheizkörper im Vergleich zu anderen Bauweisen wenig Wasser und reagiert dadurch schnell und effizient. Sie haben in der Regel eine hohe Langlebigkeit und benötigen keine nennenswerte Wartung. Nachteil: die Reinigung der Konvektor-Bleche ist nicht ganz einfach.

Flachheizkörper Typen-Bezeichnungen © Heinz Kerp
Flachheizkörper Typen-Bezeichnungen

Auch bei Flachheizkörpern ist eine pauschale Preisangabe kaum möglich. Denn Größe, Typ, Profil und Anschlussart beeinflussen den Preis deutlich. Im Online-Handel lagen einfache Typ-22-Modelle im Juli 2026 grob ab rund 100 Euro; bei 50 Zentimetern Bauhöhe und 200 Zentimetern Baulänge reichen die Materialpreise je nach Hersteller häufig von gut 200 bis über 500 Euro.

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Kompaktheizkörper

Wer auf den Namen „Kompaktheizkörper“ stößt, hat keine neuen Heizkörper-Typen entdeckt. Als Kompaktheizkörper werden lediglich Flachheizkörper bezeichnet, die in der Regel über vier Anschlussmöglichkeiten verfügen. Diese befinden sich in doppelter Ausführung jeweils links und rechts am Heizkörper. Bei der Profil-Bezeichnung von Flachheizkörpern werden sie als C-Profil bezeichnet.

Flachheizkörper Profil-Bezeichnungen

Flachheizkörper Profil-Bezeichnungen © Heinz Kerp
Flachheizkörper Profil-Bezeichnungen: Die Norm-Wärmeleistung nach DIN EN 442 bezieht sich auf definierte Prüf- und Anschlussbedingungen mit oberem Vorlauf und unterem Rücklauf. In der Praxis sind auch abweichende Anschlusspositionen möglich; sie müssen zum Heizkörper-Profil passen.

Ventilheizkörper

Hinter dem Begriff „Ventilheizkörper“ steckt nichts anderes als ein Kompaktheizkörper, bei dem das Heizungsventil bereits im Heizkörper integriert ist. Bei Ventilheizkörpern braucht in der Regel nur noch der Thermostat-Drehknopf angebracht zu werden. Bei handelsüblichen Kompaktheizkörpern muss hingegen grundsätzlich ein zusätzliches Heizkörperventil installiert werden.

Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper sind eine Weiterentwicklung der bereits beschriebenen Gliederheizkörper. Auch sie setzen sich aus einzelnen Gliedern beziehungsweise Röhren zusammen und sind in allen möglichen Bauhöhen und -tiefen erhältlich. Die Röhren werden allerdings mit einem Verteiler und Sammler verschweißt, wodurch sich die Heizflächen nicht wie übliche Glieder- oder Rippenheizkörper erweitern lassen. Typische Beispiele für Röhrenheizkörper sind Design- und Badheizkörper. Diese eignen sich durch ihre spezielle Form vor allem zum Trocknen nasser Handtücher.

Röhrenheizkörper im Badezimmer © myper, stock.adobe.com
Röhrenheizkörper im Badezimmer © myper, stock.adobe.com

Röhrenheizkörper sind in vielen verschiedenen Formen verfügbar und lassen sich durch die offen liegenden Röhren leicht reinigen. Röhrenheizkörper können mit einem Heizeinsatz auch elektrisch betrieben werden. Konstruktionsbedingt erzeugen Röhrenheizkörper kaum Strahlungswärme und müssen bei niedrigen Vorlauftemperaturen groß dimensioniert werden, wenn sie als nicht als Bad-, sondern als Raumheizkörper gedacht sind.

Durch die unendlich vielen gestalterischen Möglichkeiten werden Röhrenheizkörper sehr oft auch als Designerstücke angeboten. Nach oben sind deshalb für ausgefallene Heizkörper keine Grenzen gesetzt. Die Kosten für einen Röhrenheizkörper sind vor allem von seiner Ausführung und Größe abhängig. Handelsübliche Ausführungen kosten zwischen 200 und 350 Euro, besonders große, effiziente oder ausgefallene Modelle sind ab 500 Euro und mehr erhältlich.

Konvektoren

Konvektoren haben gegenüber anderen Heizkörpern einen entscheidenden Vorteil. Durch ihre geringe Trägheit heizen sie sich schnell auf und erwärmen in relativ kurzer Zeit den Raum. Konvektoren bestehen aus dicht aufgereihten Stahlblech-, Aluminium- oder Kupferlamellen, durch die vom Kessel erwärmtes Heizungswasser strömt. Die Wärmetauscher übertragen die Wärme auf die Luft. Deren Temperatur steigt an und strömt aus den Heizungskonvektoren nach oben und erzeugt unten einen Unterdruck, der kühlere Raumluft ansaugt und in den Konvektor zum Aufwärmen zieht.

Konvektor © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com
Konvektor © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com

Durch die Funktionsweise von Konvektoren eignen sie sich besonders gut für die Installation vor Fensterflächen. Denn an diesen kühlt die Raumluft besonders ab. Die kalten Luftmassen fallen nach unten und können so vom Konvektor „angesaugt“ werden. Damit kompakte Konvektoren eine hohe Leistung erreichen, sind sie allerdings auf hohe Vorlauftemperatur der Heizungsanlage angewiesen.

Konvektoren gibt es in vielen Ausführungen
Konvektoren gibt es in vielen Ausführungen

Bei Konvektoren haben sich neben den kompakten Heizkörpern zwei weitere Bauarten durchgesetzt. Unterflurkonvektoren sind besonders flache Konvektor-Heizkörper. Sie sind im Boden eingelassen und im Raum nur durch Luftschlitze zu erkennen. Geeignet sind sie vor allem für den Einbau vor großen und bodentiefen Fensterflächen.

Unterflurkonvektor © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com
Unterflurkonvektor sind im Boden eingelassen und im Raum nur durch Luftschlitze zu erkennen © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com

Kompakte Bank-Heizkörper ähneln im Aufbau Flachheizkörpern mit zahlreichen Konvektionsblechen. Sie sind sehr tief und flach, sodass sie sich gut vor Fensterflächen mit niedriger Brüstungshöhe installieren lassen.

Konvektoren-Heizkörper © nikkytok, stock.adobe.com
Bank-Heizkörper ähneln im Aufbau Flachheizkörpern mit zahlreichen Konvektionsblechen, sind jedoch sehr tief und flach © nikkytok, stock.adobe.com

Neben der hohen Leistung und der kompakten Baugröße haben Konvektoren auch Nachteile. Durch ihre Konvektion wirbeln sie Staub auf. Die notwendigen hohen Vorlauftemperaturen senken die Effizienz von Wärmepumpen oder Brennwert-Heizungsanlagen.

Auch bei Konvektoren gilt: Der Preis hängt von Bauart und Größe ab. Ein Heizkörper kostet zwischen 150 und 400 Euro. Unterflurkonvektoren sind deutlich teurer. Hier liegen die Preise für einen Heizkörper, ohne Einbau- und Zubehörkosten, zwischen 400 und 1.000 Euro.

Welcher Typ passt zu welchem Heizsystem?

Welcher Heizkörpertyp am besten passt, hängt nicht nur vom Geschmack ab, sondern vor allem vom Heizsystem und vom Raum. Wer mit niedrigen Vorlauftemperaturen heizt – etwa mit einer Wärmepumpe –, fährt mit großen, strahlungsstarken Heizflächen am effizientesten. Eine kompakte Gegenüberstellung von Konvektor und klassischem Radiator finden Sie im Ratgeber Konvektor oder Radiator; die physikalischen Grundlagen erklärt der Artikel zu Strahlungs- und Konvektionswärme. Die folgende Orientierung hilft bei der ersten Einordnung:

Welcher Heizkörpertyp passt zu Ihrer Situation?

1. Heizen Sie mit Wärmepumpe oder niedriger Vorlauftemperatur?

JaGroße, strahlungsstarke Flächen (Flächenheizung) oder groß dimensionierte Plattenheizkörper wählen – Konvektoren meiden.
NeinKlassische Plattenheizkörper (z. B. Typ 22) sind der effiziente, vielseitige Standard.

2. Geht es um ein Badezimmer?

JaRöhren- bzw. Handtuchheizkörper verbinden Heizen und Handtuchtrocknen und lassen sich leicht reinigen.
NeinFür Wohnräume bleibt der Plattenheizkörper die naheliegende Wahl.

3. Große, bodentiefe Fensterflächen im Raum?

JaUnterflur- oder Bankkonvektoren heizen dort schnell und bleiben unsichtbar – sie brauchen aber hohe Vorlauftemperaturen.
NeinEin gut dimensionierter Plattenheizkörper unter dem Fenster genügt in den meisten Räumen.
Die passende Heizung fürs Dachgeschoss © robert kneschke , stock.adobe.com
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