So heizen Sie in der Übergangszeit vom Winter zum Frühling und vom Sommer zum Herbst richtig
Der Herbst bringt erste Kälteeinbrüche mit sich, aber auch wunderschöne sonnige Spätsommertage. Der Frühling ist ebenso unberechenbar – von spätem Schneefall bis hin zu fast schon sommerlichen Sonnentagen ist alles drin.

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Die Temperaturunterschiede zwischen nachts und mittags schwanken sehr stark. Gerade in diesen Übergangszeiten zwischen der kalten und der warmen Jahreszeit ist das richtige Heizen entscheidend. Wie man energiesparend heizt und trotzdem angenehme Raumtemperaturen gewährleistet, lesen Sie hier.

Heizung an, aus, oder nur kurz? Entscheidung pro Raum-Situation
WennRaum unter 18 °C + > 60 % Feuchte
Dann Heizung kurz auf 19–20 °C einschalten (1–2 Stunden), danach ordentliches Stoßlüften (5–10 min, Fenster ganz auf)
Schimmelvermeidung wichtiger als Energiesparen.
WennRaum 18–20 °C + niedrige Feuchte
Dann Heizung kann ausbleiben
Stoßlüftung morgens + abends reicht. Wärme bleibt durch Sonneneinstrahlung typisch erhalten.
WennAußentemperatur dauerhaft < 12 °C
Dann Heizkurve auf Übergangs-Modus stellen — die optimalen Vorlauftemperaturen hängen vom Heizungstyp ab (typisch 35–45 °C bei Wärmepumpe/Niedertemperatur, höher bei alten Heizkörpern)
Tagsüber 19–20 °C, nachts 17 °C reicht für die meisten Räume. Programmierte Thermostate sinnvoll.
WennMietwohnung, Vermieter heizt zentral
Dann Eigene Regulierung über Heizkörper-Thermostat
Bei zu kalt: schriftlich an Vermieter wenden.
Werte sind Erfahrungswerte für EFH/Mietwohnung. Individueller Raumkomfort und Gesundheitszustand können abweichen.
Sonneneinstrahlung nutzen
Ist das Wetter sonnig, wird es in den entsprechend ausgerichteten Räumen tagsüber hinter den Fensterscheiben sehr warm. Sind die angrenzenden Räume ähnlich temperiert und nicht feucht, können geöffnete Türen den Wärmeeintrag verteilen. Deutlich kühlere Räume sollten Sie dagegen nicht mit warmer Luft aus anderen Zimmern mitheizen, weil mit der Wärme auch Feuchte dorthin wandert und an kalten Flächen kondensieren kann.

Auf eine gleichmäßige Wärmeverteilung achten
Nicht in allen Räumen werden die gleichen Temperaturen benötigt. Im Wohnraum empfehlen Experten 20 Grad, im Schlafzimmer reichen auch ein paar Grad weniger, dafür werden im Bad ungefähr 22 Grad als angenehm empfunden.

Das Temperaturniveau insgesamt sollte allerdings ähnlich sein, damit ein zugfreies und behagliches Wohnklima entsteht. Experten empfehlen, dass die Temperaturunterschiede zwischen den unterschiedlichen Räumen nicht mehr als vier Grad betragen sollten.
Ansonsten wandert die Wärme von den warmen Räumen ab zu den kalten. Die Folge: In den warmen Bereichen wird noch mehr geheizt, um wieder ein Wohlfühlklima entstehen zu lassen.
Schimmel die Grundlage entziehen
Bei schwankenden Außentemperaturen besteht die Gefahr, dass Räume stärker auskühlen als gewünscht. Besonders wenig genutzte Zimmer sind gefährdet. In der Heizperiode sollten Wohn- und Schlafräume tagsüber in der Regel mindestens 16 bis 18 Grad Celsius erreichen; bei schlechtem Bauzustand kann mehr nötig sein. Sinkt die Temperatur dauerhaft darunter, steigt das Risiko, dass sich Schimmel bildet.

Hier gilt es, die Thermostate entsprechend einzustellen und nicht vollständig auszudrehen. Denn dann öffnet das Thermostatventil bei sinkenden Raumtemperaturen automatisch wieder den Heizkörper. Ansonsten sollte die Raumluft mithilfe von Thermometern überprüft und gegebenenfalls manuell die Heizung aufgedreht werden.


Raumtemperaturen nicht nur von der Heizung abhängig
Nicht nur die Heizung selbst beeinflusst die Raumtemperaturen. Auch die Nutzung des Raums und der jeweilige Wärmeeintrag spielen hier eine Rolle. Stehen in dem Raum beispielsweise viele Geräte wie Fernseher oder Computer, die Wärme abgeben? Sind oft viele Menschen im Raum anwesend, die ebenfalls zur Erwärmung beitragen?

Und nicht zuletzt entscheidet die Qualität und Ausführung des Mauerwerks, der Fassade und der Fenster darüber, wie lange die Wärme im Raum gehalten wird. Undichte Fenster, Wärmebrücken oder Ähnliches lassen die Wärme schnell nach außen entweichen. Diese fehlt dann im Innern und muss wieder neu produziert werden.
Rollläden halten Wärme im Innern
In der kalten Jahreszeit, aber auch im Übergang, können Rollläden das Raumklima entscheidend verbessern. Sind diese rechtzeitig nachdem die Sonne untergegangen ist geschlossen, werden im Raum angenehmere Temperaturen gemessen.

Besonders in der Übergangszeit kann diese Maßnahme eine kalte Nacht gut abfedern und die Heizung schonen.
Kaminöfen als flexible Alternative
In der Übergangszeit schwanken die Temperaturen oft sehr, sodass ein konstantes heizen nicht sinnvoll ist. Tagsüber fühlen sich die Wohnräume noch angenehm an, aber abends beim gemütlichen Zusammensein wird es empfindlich frisch im Wohnzimmer.

Wird den ganzen Tag geheizt, obwohl die Energie nur abends benötigt wird, ist das nicht wirtschaftlich. Ein Kaminofen kann hier schnell Abhilfe schaffen. Er ist bei Bedarf rasch angezündet, spendet schnell angenehme Wärme und liefert dazu noch den ultimativen Entspannungsfaktor, den ein prasselndes Feuer bietet.

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Infrarotheizung heizt bei Bedarf
Eine Infrarotheizung kann in der Übergangszeit punktuell helfen, wenn ein einzelner Platz oder selten genutzter Raum kurzzeitig Wärme braucht. Sie ist aber eine elektrische Direktheizung: Für eine Kilowattstunde Wärme benötigt sie etwa eine Kilowattstunde Strom und ist im Dauerbetrieb meist teuer. Nutzen Sie sie deshalb nur gezielt und sparsam – nicht als pauschalen Ersatz für die zentrale Heizung.

Dabei kann die Infrarotheizung frei platziert werden, sie benötigt lediglich eine Steckdose. Standgeräte sind mobil und können nur für die Übergangszeit zum Beispiel ins Wohnzimmer geholt werden. Wandgeräte sind unauffällig als Spiegel, Bild oder Lampe getarnt und voll in die Einrichtung integriert.
Die Infrarotstrahlen wärmen nicht die Luft, sondern die Wände, die Möbel und auch den Mensch direkt auf. Deshalb benötigt die Infrarotheizung keine lange Vorlaufzeit, sondern kann schnell und effektiv eingesetzt werden.
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