Wie finde ich die passende Heizungstechnikfirma?
Der erste Blick bei der Suche nach einer passenden Heizungstechnikfirma führt viele Kunden in die Gelben Seiten. Dort aufgelistet sind alle Firmen, die im näheren Umkreis diese Dienstleistungen anbieten. Üblich ist natürlich heute auch die Suche über die bekannten Suchmaschinen. Allerdings ist hier durchaus Vorsicht geboten: Oft täuschen bunte Werbeflyer und aufwendige Webseiten über die tatsächlichen Leistungen hinweg. Deshalb bieten viele Handwerkskammern auf ihren Webseiten inzwischen einen Suchservice für Verbraucher an.
Durch Eingabe der eigenen Postleitzahl oder wahlweise durch Eingabe der gewünschten Dienstleistung kann so schnell und unkompliziert eine seriöse Firma gefunden werden. Bietet die Handwerkskammer im eigenen Bezirk keine derartige Suchhilfe an, kann man bei den Handwerkskammern auch direkt oder telefonisch nachfragen. Bei den Handwerkskammern finden Sie eingetragene Fachbetriebe und können den Handwerksrolleneintrag prüfen; Referenzen und ein schriftliches Angebot bleiben trotzdem wichtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Setzen Sie auf einen ortsnahen Fachbetrieb mit Handwerksrolleneintrag – das erleichtert kurze Wege und spätere Mängelklärung vor Ort.
- Lassen Sie sich immer einen schriftlichen, nach Posten aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag geben und vergleichen Sie mehrere Angebote.
- Ein Kostenvoranschlag ist unverbindlich; bei wesentlicher Überschreitung muss der Betrieb Sie vorab informieren (§ 649 BGB).

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Informationen einholen
Bei der Suche einer seriösen und qualifizierten Heizungsbau-Firma kann es aber sehr nützlich sein, zusätzlich auch andere Informationsquellen zu Rate zu ziehen. Auf diese Weise erhält man als Kunden einen guten Einblick darin, wie effizient und zuverlässig die Firma tatsächlich arbeitet. Gute Informationen liefern zum Beispiel:
- Freunde
- Verwandte
- Nachbarn
- Kundenmeinungen auf Webseiten

Auf Handwerksbetriebe, die man über Empfehlungen findet, kann man sich normalerweise verlassen, womöglich kann man sich beim Nachbarn oder den Freunden sogar von der Qualität der Arbeit überzeugen und die neue Heizung oder die Heizkörper anschauen. Es gibt aber auch ganz klare Indikatoren für gute Betriebe, zum Beispiel:
- Handwerker hält sich an vereinbarte Termine
- der Betrieb macht keine leeren Versprechungen
- Leistungen und Kosten werden transparent gemacht
- Kostenvoranschlag ist selbstverständlich
- Mitarbeiter sind auf dem Stand der Technik
Seriöse Heizungsinstallateure
Seriöse Heiztechnikerfirmen lassen sich in ihre Karten gucken. Sie sind offen und nehmen sich Zeit für eine ausführliche Beratung. Vorsicht ist dagegen geboten beim Verteilen von aufdringlichen Werbeflyern und direkter Werbung am Telefon oder an der Haustür. Selbstverständlich sollte sein, dass ein Handwerksbetrieb bzw. der Ansprechpartner auf die Fragen und Wünsche des Kunden eingehen, ohne ihm etwas aufzuschwatzen. Gerade wenn es um die Auswahl einer neuen Heizungsanlage geht, ist es wichtig zu entscheiden, welcher Anlagentyp für das Haus am besten geeignet ist.
Und hierzu kann auch gehören, dass der Heizungsbauer auch mal eine andere Meinung vertritt als der Kunde (und diese begründet) und vielleicht etwas ganz anderes Heizungsmodell empfiehlt als man eigentlich geplant hatte.
Woran Sie einen seriösen Heizungsbauer erkennen

Bei der Auswahl der Heizungsbauer auf Wohnortnähe achten
Viele Kunden sind der Meinung, beim Geldsparen kann es helfen, viele Kostenvoranschläge einzuholen und das auch von Heizungsfirmen, die aus anderen Städten im Umkreis kommen oder womöglich aus dem nahen Ausland. Das vermeintlich eingesparte Geld kann dann aber schnell wieder verloren gehen, denn die weiteren Anfahrtskosten fallen natürlich auch bei der Rechnung ins Gewicht. Bei Unternehmen aus dem Ausland können Gewährleistungsrechte je nach Vertrag und Sitz des Betriebs schwerer durchzusetzen sein. Außerdem ist es bei größeren Arbeiten oder Problemen während und nach der Installation sinnvoll, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der dann weiterhelfen kann oder gegebenenfalls auch in Notfällen Reparaturen durchzuführen weiß.

Beim Handwerksbetrieb kommt es nicht auf die Größe an
Die Zuverlässigkeit einer Heizungstechnikfirma ist nicht abhängig von deren Größe. Von den rund 48.000 Betrieben im deutschen Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerk (SHK) gibt es viele mit nur zwei bis fünf Mitarbeitern, und diese sind natürlich in der Lage, gute Angebote zu erstellen und eine überzeugende Leistung zu erbringen. Hier kommt auch mal der Chef persönlich am Wochenende vorbei, wenn die Heizung nicht mehr läuft. Große Firmen hingegen haben natürlich den Vorteil, ihre Arbeitskraft breiter aufzustellen und deshalb einfach mehr Kunden zu betreuen. Hier gibt es oft 24 Stunden Notdienste, auch an Feiertagen und Wochenenden. Wo man sich als Kunde besser aufgehoben fühlt, das ist eine Frage des Geschmacks.
Kleiner Fachbetrieb um die Ecke – lohnt sich das?
Vorteile
- Persönlicher Kontakt – oft kommt der Chef selbst und kennt Ihre Anlage
- Kurze Anfahrtswege sparen Fahrtkosten
- Regionale Verwurzelung und Mundpropaganda als Qualitätsanreiz
- Meist flexibel und schnell bei kleineren Aufträgen
Nachteile
- Begrenzte Kapazität bei großen oder zeitkritischen Projekten
- Seltener ein durchgehender 24-Stunden-Notdienst
- Engpässe bei Urlaub oder Krankheit einzelner Mitarbeiter
- Spezialisierte Technik wird unter Umständen zugekauft

Alles aus einer Hand
Ein seriöser Handwerker klärt seine Kunden über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Heizungsmodelle auf. Und alle Leistungen kommen aus einer Hand. Viele Heizungen sollten regelmäßig gewartet werden; vorgeschriebene Prüfungen richten sich nach Energieträger, Feuerstättenbescheid und Herstellervorgaben. Da die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage eine große Investition darstellt, sollte man sich natürlich wirklich wohl fühlen mit der Entscheidung für einen bestimmten Heizungsbauer. Ein seriöser Heizungstechniker drängelt nicht und versucht nicht, den Verkauf voranzutreiben.

Kostenvoranschlag und übliche Kosten
Selbstverständlich sollte es für jeden Heizungsbauer sein, nach einer ausführlichen Beratung vor Ort einen übersichtlichen Kostenvoranschlag zu erstellen.
In diesem Kostenvoranschlag sollten übersichtlich alle anfallenden Posten aufgeführt sein. Bei einem Gewerk wie eine Heizungsmodernisierung macht es keinen Sinn, ein Pauschalpaket anzufragen. Seriöse Kostenvoranschläge umfassen
- Anfahrtskosten
Üblich sind Pauschalen je nach Entfernung des Kundenhaushalts vom Handwerksbetrieb. Möglich ist genauso die Abrechnung nach km (je km eine Pauschale für die Fahrzeugkosten und Benzin) plus zusätzlich die anteilige Arbeitszeit für die Mitarbeiter, die im Fahrzeug sitzen und am Einsatzort arbeiten werden. Je nach Betrieb fällt eine Anfahrtspauschale oder ein Kilometerbetrag an; klären Sie vor Auftragserteilung, ob Fahrzeit, einfache oder doppelte Strecke und Umsatzsteuer enthalten sind. - Materialkosten
Hier sollten nicht nur die Preise für den neuen Heizkessel, sondern auch die Kosten für Kleinteile und Verschließmaterialien aufgeführt sein. - Personalkosten (incl. der kalkulierten Stunden)
Die Personalkosten machen oft den größten Posten bei einem Handwerker-Einsatz aus. Die Stundenverrechnungssätze können je nach Qualifikation und Tätigkeit unterschiedlich sein und sollten im Kostenvoranschlag nachvollziehbar aufgeschlüsselt werden.
Als grobe Orientierung liegen die Stundenverrechnungssätze im SHK-Handwerk häufig etwa zwischen 60 und 80 Euro netto; Meister-, Kundendienst- und Spezialarbeiten können darüber liegen. Hinzu kommt die Umsatzsteuer von 19 %. Maßgeblich ist der konkret vereinbarte Verrechnungssatz; Fahrzeit, Notdienst und Materialzuschläge sollten getrennt ausgewiesen sein. - Nebenkosten
Fallen zusätzliche Kosten an, z.B. ein Maschineneinsatz, so sollten auch diese im Kostenvoranschlag aufgeführt sein. Hier können auch sogenannte Rüstzeiten aufgeführt sein, wenn spezielles Werkzeug oder spezielle Maschinen benötigt werden.
Übrigens: Ein Kostenvoranschlag ist kein Angebot. Ein Angebot ist verbindlich und meist mit einer Bindungsfrist versehen; es ist in der Regel kostenlos. Für einen Kostenvoranschlag darf ein Handwerksbetrieb dagegen nur dann eine Gebühr verlangen, wenn die Vergütung vorher ausdrücklich vereinbart wurde (§ 632 Abs. 3 BGB).


Fazit: Mit dem passenden Fachbetrieb auf der sicheren Seite
Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl. Das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk zählt zu den zulassungspflichtigen Handwerken nach Anlage A der Handwerksordnung – ein Eintrag in der Handwerksrolle ist daher ein verlässliches Qualitätssignal, das Sie bei Ihrer Handwerkskammer prüfen können. Holen Sie mehrere schriftliche Kostenvoranschläge ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Beratungsqualität, Erreichbarkeit und Gewährleistung vor Ort. Wer die typischen Stolpersteine bei Handwerkerangeboten kennt, vermeidet später böse Überraschungen.
Wer in eine neue Heizung investieren will oder auch neue Heizkörper oder Thermostate benötigt, der wird einen seriösen Heizungstechniker, am… weiterlesen




