Stromverbrauch

Teilen:

Stromverbrauch in Deutschland

Digitaler Stromzähler © Gerhard Seybert, stock.adobe.com
Digitaler Stromzähler © Gerhard Seybert, stock.adobe.com

Der Stromverbrauch in Deutschland ist zuletzt offenbar gesunken. Laut geschätzter Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aus dem September 2020 lag der Gesamtstromverbrauch in Deutschland 2019 bei 538,7 Milliarden Kilowattstunden. Das wäre deutlich weniger als 2018 (550,1 Millionen Kilowattstunden).

Wer den meisten Strom benötigt, verrät eine BDEW-Grafik (Stand 2/2020). Der Grafik zufolge verbraucht die Industrie 45,7 Prozent des Stroms. Der Anteil von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen liegt bei 27,4 Prozent, der der privaten Haushalte bei 24,6 Prozent. Der Verkehr hat einen Anteil von 2,3 Prozent am Stromverbrauch. Etwa 40 Prozent des erzeugten Stroms wurde 2019 laut Schätzungen von erneuerbaren Energiequellen geliefert. 2018 lag der Anteil bei 35,1 Prozent.

Diese Aspekte bestimmen den Stromverbrauch mit
Diese Aspekte bestimmen den Stromverbrauch mit
bis zu 30% sparen

Günstige Stromtarife finden
mit dem Stromtarifrechner

  • Einfach vergleichen
  • Einfach Tarife finden
  • Einfach wechseln
  • Einfach sparen
Tipp: Mit unserem Stromtarifrechner finden Sie die günstigsten Tarife

Stromverbrauch im Haushalt: Daten und Fakten

Etwa ein Viertel des Stromverbrauchs in Deutschland entfällt auf die privaten Haushalte – mit steigender Tendenz. Wieviel Strom verbraucht ein typischer Haushalt? Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Durchschnittsverbräuche:

Haushaltsgröße in Personen    Stromverbrauch in kWh pro Jahr (gerundet)
1 1800-2000
2 3000-3400
3 4000-4300
4 4600-5100
5 5300-6100
6 5800-7100

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt der Stromverbrauch eines Ein-Personen-Haushalts bei knapp 2.000 Kilowattstunden. Der Verbrauch steigt im Zwei-Personen-Haushalt bereits auf über 3.000 und bei drei oder mehr Personen im Haushalt auf knapp 5.000 Kilowattstunden (Stand 2018). Bei diesen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte. Ein etwas anderes Bild würde sich beispielsweise ergeben, wenn man Stromverbraucher nach dem Vorhandensein von Durchlauferhitzern oder der Wohnungs- bzw. Hausgröße in Gruppen sortiert würde.

Energieverbrauch Skala © Shawn Hempel, stock.adobe.com
Bei der Anschaffung von Elektrogeräten auf die Energieeffizienz achten © Shawn Hempel, stock.adobe.com

Im Haushalt sind die großen Energieverbraucher: Kühlschrank, Trockner & Co. Dabei gilt: Je neuer und moderner die Geräte sind, desto weniger Energie wird zum Betrieb benötigt. Die beste Entscheidung trifft derjenige Konsument, der gleich bei der Anschaffung auf die obligatorischen Energielabels achtet. Sie kennzeichnen den relativen Verbrauch des Gerätes innerhalb seiner Klasse – Geräte mit einem A++ oder A+++ sind zwar bei der Anschaffung etwas teurer, sparen dafür aber während des Betriebes Energie und somit Geld.

EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher
EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher

Der Energieverbrauch ist insbesondere in privaten Haushalten nicht einheitlich, sondern hat Höhen und Tiefen: Während in der Nacht zumeist weniger Strom verbraucht wird, gibt es am Tage Hochzeiten zwischen 7 und 14 Uhr sowie in den späten Nachmittags- und Abendstunden. Die Stromanbieter sind mittlerweile verpflichtet, zeit- bzw. lastvariable Stromtarife anzubieten. Hinter diesen Bemühungen steckt der Wunsch, dass viele Verbraucher einen günstigen Nachttarif wählen, um in dieser Zeit bspw. die Waschmaschine oder den Trockner laufen lassen. Damit würde sich der Energiebedarf gleichmäßiger über den Tag verteilen.

Stromkosten © Doc Rabe Media, stock.adobe.com
Stromkosten steigen mit dem Verbrauch © Doc Rabe Media, stock.adobe.com

Standby – der heimliche Stromfresser

Viele Menschen gehen nach wie vor davon aus, dass sie den Stromverbrauch ihrer elektrischen Geräte im Standby-Modus vernachlässigen können. Dabei wird meist übersehen, dass sich in der Summe die Kilowattstunden unnötiger Energie sammeln und anhäufen: Laut Experten ließen sich bis zu 100 Euro und mehr pro Jahr im Haushalt einsparen, würden elektrische Geräte bei Nichtgebrauch konsequent vom Stromnetz genommen. Dieser Appell richtet sich aber auch an die Hersteller, die diese vermeidbare Eigenschaft nicht beseitigen oder zumindest den dabei benötigten Strom reduzieren.

Standby- Stromverbrauch © Abe Mossop, stock.adobe.com
Standby-Stromverbrauch möglichst vermeiden © Abe Mossop, stock.adobe.com

Eine EU-Verordnung aus dem Jahre 2010 hat diesen Umstand aufgegriffen und schreibt den Herstellern von Kaffeemaschine, Fernseher und Co nun vor, wie viel Strom neue Geräte im Standby-Modus maximal verbrauchen dürfen. Bei Geräten ohne eine Informations- und Statusanzeige liegt der Maximalwert mittlerweile bei 0,5 Watt, während Geräte mit solch einer Anzeige bis zu einem Watt aufnehmen dürfen. Regeln für den Stand-by-Betrieb von Geräten sind nötig. Das Umweltbundesamt bezifferte die deutschlandweiten Stromverluste durch den Standby-Modus einst immerhin mit 17 Milliarden Kilowattstunden und die dadurch entstehenden Kosten mit 3,3 Milliarden Euro.

Die Steckerleiste hilft beim Stromsparen
Die Steckerleiste hilft beim Stromsparen

Maßnahmen wie die erwähnte EU-Verordnung reduzieren den Stromverbrauch pro Gerät im Standby-Modus. Allerdings gibt es auch Faktoren, die für eine Erhöhung sorgen könnten: etwa die zunehmende Vernetzung in Smart-Homes. Die Organisation BUND bezifferte den möglichen (!) Strommehrbedarf auf EU-Ebene durch die „kontinuierliche Vernetzung und Bereitschaft“ von Geräten auf 70 Terrawattstunden. Das sei, so heißt es in der Studie weiter, in etwa so viel wie der 2017 in allen deutschen Kernkraftwerken erzeugte Strom.

Tipp: Weitere Tipps finden Sie auf der Ratgeberseite Strom sparen

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: