Mit diesen Tipps sparen Sie bei der Waschmaschinennutzung Energiekosten
Die Waschmaschine ist eines der Haushaltsgeräte, auf die die meisten von uns im Alltag nicht verzichten können und wollen. Wir geben einfach Pullis, Hosen und Co in die Trommel, wählen das passende Programm, nehmen die Wäsche nach wenigen Stunden sauber aus der Maschine und müssen sie nur noch aufhängen oder in den Trockner geben.

Aber genau wie Ofen, Kaffeemaschine, Geschirrspüler und Fernseher braucht das Gerät Energie, um überhaupt zu laufen. Gerade wenn die Trommel in Ihrem Haushalt mehrmals in der Woche läuft, sollten Sie sich einmal damit auseinandersetzen, welche Maßnahmen dabei helfen, Kosten beim Betrieb der Maschine zu sparen. Wir haben hier die vier wichtigsten Expertentipps für Sie zusammengetragen.
Das Wichtigste in Kürze
- Das meiste Geld kostet das Aufheizen des Wassers – niedrige Temperaturen und das Eco-Programm sparen am stärksten.
- Volle Trommeln statt halber Ladungen: Weniger Waschgänge bedeuten weniger Strom- und Wasserverbrauch.
- Bei sehr alten Maschinen lohnt der Vergleich mit einem Neugerät – effiziente Modelle brauchen oft nur die Hälfte an Strom.
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Tipp 1: Lange Waschprogramme und geringe Temperaturen bevorzugen
Normale Kleidung muss nicht bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Für die alltägliche Wäsche, wie Hosen, T-Shirts und Co, ist der Eco-Modus bei Temperaturen von 30 oder 40 Grad die ideale Wahl. Je weniger das Wasser erhitzt werden muss, desto weniger Strom benötigt die Maschine nämlich. Der hohe Stromverbrauch der Waschmaschine fällt nämlich nicht etwa aufgrund der Trommelbewegungen an, sondern wird für das Aufheizen des eingeleiteten Wassers benötigt.
Im Vergleich zu einem Normalwaschprogramm spart der Eco-Modus je nach Gerät und Programm häufig rund 30 bis 50 Prozent Energie. Viel Energie bringt die Waschmaschine im Eco-Programm nur für ganz kurze Zeit auf. In der restlichen Zeit läuft die Maschine dann auf Sparbetrieb.
Im Eco-Modus dauert ein Waschgang zwar deutlich länger, durch das langsame Aufheizen des Wassers und die lange Waschzeit wird die Wäsche jedoch auch sauber, ohne viel Energie aufwenden zu müssen.
Vermeiden sollten Sie im Gegenzug das Kurzwaschprogramm. Es wäscht meist mit voller Soll-Temperatur, mehr Wasser und ohne lange Einwirkzeit – je Waschgang kostet das deutlich mehr Strom als das Eco-Programm. Vergleichbar sind Eco- und Kurzwaschprogramm mit dem Autofahren. Wenn Sie schnell ans Ziel kommen wollen und mit 200 km/h über die Autobahn brettern, brauchen Sie deutlich mehr Treibstoff als bei einer Geschwindigkeit von spritsparenden 130 km/h. Ein weiterer Vorteil: Im länger dauernden Eco-Modus hat das Waschmittel mehr Zeit seine Wirkung zu entfalten. Die Wäsche wird meist deutlich sauberer als im schnellen Kurzprogramm.
Der größte Hebel: die Waschtemperatur

Es gibt natürlich einige Ausnahmen. In der folgenden Tabelle sehen Sie, welche Kleidungsstücke Sie bei welchen Temperaturen waschen sollten:
| Wäschestücke | Ideale Waschtemperatur |
|---|---|
| leicht verschmutzte Buntwäsche | 30 Grad |
| Weißwäsche | 40 Grad |
| Unterwäsche, Waschlappen und Handtücher | 60 Grad mit bleichehaltigem Vollwaschmittel; empfindliche Textilien nach Pflegeetikett getrennt behandeln |
| Spül- und Geschirrtücher | 60 Grad |
| Wäsche bei ansteckenden Erkrankungen oder Immunschwäche im Haushalt | 60 Grad mit bleichehaltigem Vollwaschmittel; 90 Grad oder Desinfektion nur bei besonderem Risiko nach ärztlichem Rat |

Drei Wasch-Irrtümer im Check
Tipp 2: Das Volumen der Waschmaschine ausnutzen
Beim Waschen in der Maschine zahlt es sich auf der Jahresendabrechnung Ihres Stromanbieters zudem aus, wenn Sie die Trommel immer voll beladen. Die Angabe zur Maximalbeladung finden Sie auf der Maschine oder im Handbuch.

Natürlich gibt es Wäschestücke, bei denen Sie wahrscheinlich selten eine ganze Waschladung zusammenbekommen. Das gilt vor allem für Wollkleidung und andere Feinwäsche. Wenn Sie nur wenige Stücke haben, die mit dem Feinwaschprogramm gewaschen werden müssen, bietet sich als Alternative die Handwäsche an. Anders ist dies bei einer vollen Wäscheladung. Wenn Sie viele Kleidungsstücke mit der Hand statt in der Maschine waschen, brauchen Sie deutlich mehr Wasser und Energie. Das gilt übrigens auch in der Küche für den Geschirrspüler.
Tipp 3: Alte Waschmaschinen austauschen
Wer über eine sehr alte Waschmaschine verfügt, sollte unbedingt über eine Neuanschaffung nachdenken. In den letzten Jahren hat sich die Effizienz der Geräte deutlich verbessert. Zum Vergleich: aktuelle Maschinen mit der höchsten Energieeffizienzklasse A verbrauchen gegenüber alten Geräten, die in die Energieeffizienzklasse F eingestuft werden können, nur die Hälfte an Strom. Moderne Maschinen verfügen zudem über weitere Energiesparfunktionen. Genau auf die Trommelladung abgestimmte Bewegungen und Waschzeiten reduzieren die Stromkosten noch einmal um einen nicht zu verachtenden Betrag. Dabei kommen Sensoren zum Einsatz, die die Wassermenge genau auf den Verschmutzungsgrad und die Wäschemenge anpassen. Das reduziert nicht nur den Wasserverbrauch beim Waschen. Je weniger Wasser in der Maschine aufgeheizt werden muss, desto geringer fallen auch die Stromkosten aus.

Tipp 4: Warmwasseranschluss nutzen
Grundsätzlich lässt sich eine Waschmaschine nicht einfach an den Warmwasseranschluss in Ihrem Haushalt anschließen, da einige Waschprogramme kaltes Wasser benötigen.
Da die Maschine aber deutlich weniger Strom braucht, wenn sie für warme Waschgänge direkt heißes Wasser aus der Leitung nutzen kann, verfügen einige moderne Waschmaschinen über zwei Wasseranschlüsse – einen für Kalt- und einen für Warmwasser. Solche Modelle kosten in der Anschaffung etwas mehr. Die Investition kann sich aber lohnen, denn der Stromverbrauch sinkt spürbar, wenn das Wasser nicht mehr im Gerät elektrisch aufgeheizt werden muss – besonders dann, wenn das Warmwasser ohnehin günstig per Solarthermie oder Wärmepumpe erzeugt wird. Ob sich der Aufpreis rechnet, hängt vor allem von Warmwasser-Erzeugung, Leitungslänge, Waschhäufigkeit und Gerätefreigabe ab.
Besonders lohnt sich ein solches Modell, wenn Sie Ihr warmes Wasser über erneuerbare Energien selbst produzieren, sei es mit einer Wärmepumpe oder via Solarthermie.

Eine weitere Möglichkeit können spezielle Vorschalt- oder thermostatische Mischgeräte sein: Sie heizen nicht selbst, sondern mischen warmes und kaltes Wasser auf eine zulässige Zulauftemperatur. Prüfen Sie dafür immer die Gebrauchsanweisung der Waschmaschine – leiten Sie Warmwasser in einen nur für Kaltwasser freigegebenen Anschluss, können Garantie- oder Gewährleistungsansprüche gefährdet sein. Bei Programmen mit höherer Temperatur heizt die Maschine die fehlende Differenz weiterhin elektrisch nach.
Extra-Tipp: Hoch schleudern spart beim Trocknen
Wer einen Wäschetrockner nutzt, spart schon in der Waschmaschine mit: Je höher die Schleuderdrehzahl, desto weniger Restfeuchte bleibt in der Wäsche – und desto kürzer und sparsamer läuft anschließend der Trockner. Wählen Sie deshalb vor dem Trocknergang eine hohe, für das Gewebe geeignete Drehzahl – häufig sind etwa 1.400 U/min ein sinnvoller Richtwert. Noch günstiger ist es, die Wäsche auf Leine oder Ständer zu trocknen. Wie viel Strom die verschiedenen Trocknertypen verbrauchen, zeigt unser Ratgeber Wäschetrockner und Stromverbrauch.
Zusammenfassung Stromsparen beim Waschen
Wenn Sie also ein Gerät der höchsten Energieeffizienzklasse nutzen und womöglich einen zusätzlichen Warmwasseranschluss verwenden, sparen Sie schon deutlich Stromkosten ein. Achten Sie dann zusätzlich noch darauf, bei möglichst geringen Temperaturen zu waschen und die Maschine voll zu beladen, reinigt Ihre Waschmaschine Ihre Kleidung auf besonders stromsparende Weise.
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