Strom Sparen: Wohnbereich

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Stromsparen im Wohnbereich

Es gibt zwei große Bereiche, in denen Verbraucher im Wohnbereich neben der Beleuchtung Strom sparen können: Zum einen gibt es rund um die Unterhaltungselektronik viele Möglichkeiten, Strom zu sparen. Zzum anderen lässt sich im Homeoffice und rund ums Internet und PCallerhand Energie einsparen. Wir haben für Sie wertvolle Tipps zusammengefasst.

Wohnbereich © Alexandre Zveiger, stock.adobe.com
Strom Sparen im Wohnbereich © Alexandre Zveiger, stock.adobe.com

Spartipps im Bereich Unterhaltungselektronik

Gerade im Bereich der Unterhaltungselektronik wird enorm viel Strom verbraucht. Ein FlachbildsTV, DVD-Spieler, Hifi-Geräte oder kabellose Telefongeräte sind in vielen Haushalten vorhanden. Die Crux an der Sache: Viele dieser Geräte verbrauchen permanent Energie, da sie nie komplett vom Stromnetz genommen werden. Zu erkennen ist das an dem roten Lämpchen am Gerät, das auch dann leuchtet, wenn das Gerät mittels Fernbedienung ausgeschaltet wurde.

Standby- Stromverbrauch © Abe Mossop, stock.adobe.com
Standby- Stromverbrauch möglichst reduzieren © Abe Mossop, stock.adobe.com

Ein wichtiger Tipp zum Kostensparen ist daher, diese Stand-By-Funktion möglichst zu vermeiden. Am einfachsten geschieht das, indem man diese Geräte an Steckerleisten mit Ein-/Ausschaltmöglichkeit anschließt. So können alle Geräte mit einem einzigen Klick komplett ausgeschaltet werden. Auch wenn laut EU Ökodesign-Richtlinie die Geräte je nach Ausstattung nur zwischen 0,5 und 8 Watt/h im Stand-by Modus verbrauchen dürfen, kann kann eine vierköpfige Familie um die 150 Euro pro Jahr durch konsequentes Ausschalten.

Verbraucher sollten zudem schon beim Neukauf auf Energieeffizienz achten. Bereits im Geschäft sollte man nach dem Stromverbrauch des Gerätes im Betrieb und während des Stand-By-Modus fragen. Ein Gerät ist dann besonders energieeffizient, wenn der Stand-By-Verbrauch unter einem Watt liegt. Das entspricht Kosten von rund 1,60 Euro im Jahr. Besonders bei DVD- oder Videorekordern kann dies relevant werden, weil sie auf Grund von Timer-Funktionen nicht vom Stromnetz genommen werden können, ohne dass dabei auch Programmierungen gelöscht werden. Gerade hier ist also ein geringer Verbrauch im Stand-By wichtig.

Die Steckerleiste hilft beim Stromsparen
Die Steckerleiste hilft beim Stromsparen

Fernsehgeräte sollten Betriebsschalter haben

Zudem sollte man abklären, ob das Gerät über einen Ein-/Aus-Schalter verfügt, mit dem es komplett abgeschaltet werden kann. Sollte es einen solchen Schalter am Gerät nicht geben, hilft nur, den Stecker aus der Steckdose zu ziehen. Oder eben ein schaltbare Steckerleiste dazwischenzuschalten. Es gibt inzwischen auch Fernseher mit Auto-Off-Schaltern. Das heißt, dass sie sich von selbst abschalten, wenn sie eine gewisse Zeit im Stand-By-Modus waren.

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Neben der Stand-By-Funktion oder Bereitschaftshaltung ist auch das sogenannte Scheinaus ein heimlicher Stromfresser. Das heißt, dass die Geräte immer noch Energie verbrauchen, obwohl sie scheinbar abgeschaltet sind. Zwischen 0,1 und zehn Watt können die Leerlaufverluste bei Fernsehern liegen. Weitere Geräte sind DSL-Router, DVD-T-Receiver sowie –Rekorder, Anrufbeantworter, schnurlose Telefone und Satellitenempfänger. Wenn möglich, sollten auch diese Geräte an Steckerleisten angeschlossen werden.

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Spartipps im Bereich Home Office, PC und EDV

Wer sich einen neuen Laptop, ein neues Notebook oder einen PC zulegt, sollte schon beim Händler den Stromverbrauch erfragen. Über jede Art von Hardware liegen technische Datenblätter vor, die Aufschluss über den Stromverbrauch während des Betriebs und im Standby geben. Zudem sollte man Rechner beim Kauf bevorzugen, die über das Energy-Star-Label verfügen. Dieses garantiert hohe Energieeffizienz.

Ähnlich wie bei der Unterhaltungselektronik sollten auch im heimischen Arbeitszimmer alle Geräte möglichst an Steckerleisten angeschlossen werden, um so den Stand-By-Betrieb zu reduzieren.

Ideal fürs HomeOffice sind so genannte Master/Slave-Steckdosenleisten. Der Computer zum Beispiel sollte permanent mit Strom versorgt sein, auch wenn er abgeschaltet ist. Er gehört deshalb an die Master-Steckdose. Peripheriegeräte wie Bildschirm, Lautsprecher oder Drucker dagegen müssen nicht im Dauerbetrieb laufen. Sie können an die Slave-Steckdose angeschlossen werden. Diese können komplett ausgeschaltet werden und werden erst dann wieder aktiviert, wenn der PC hochgefahren wird.

Strom sparen im Home Office
Strom sparen im Home Office

Drucker und Stand-By – nicht immer ein Nachteil

Vor allem Drucker schlucken im Stand-By-Betrieb viel Strom. Bei einer Betriebszeit von täglich 20 Stunden kommen so leicht 107 Kilowattstunden zusammen. Das macht bei einem Kilowattpreis von 38 Cent über 40 Euro im Jahr aus. Einziger Haken: Wer den Drucker vom Stand-By-Modus abkoppelt, verbraucht mehr Tinte. Das Ein- und Ausschalten geht zu Lasten der Patrone. Der Druckkopf wird nämlich jedes Mal wieder gereinigt, wenn der Drucker eingeschaltet wird. Die Entscheidung liegt hier beim Verbraucher: Will er lieber Tinte sparen oder Strom?

Externer Bildschirm – Energiefresser

Viele Nutzer nutzen neben dem Bildschirm ihres Notebooks einen zweiten Bildschirm. Bildschirme benötigen je nach Größe unterschiedlich viel Energie. Der Energieverbrauch ist auch abhängig von der Helligkeit, die eingestellt wird.
Ein 22 Zoll Monitor benötigt durchschnittlich zwischen 40 und 70 Watt/h. Bei einem 27 Zoll Monitor sind es schon rund 100 Watt/h. Bei einer Laufzeit von täglich 7 Stunden (typische Homeoffice-Zeit) sind es 350 Watt Mehrverbrauch – das macht sich in einem jahr sehr deutlich an der Stromrechnung bemerkmbar.

Der Energiespartipp lautet hier also: Wenn externer Monitor, dann ein kleineres Modell und dieses nicht mit voller Leuchtkraft einstellen. Hinzu kommt: Keinen Bildschirmschoner nutzen, sondern Monitor zwischendurch ausschalten!
Bei der Wahl eines effizienten Monitors kann das EU-Energielabel helfen, bei dem auf einen Blick der Energieverbrauch für 1000 h Betriebszeit erkennbar ist.

Strom sparen © Doc Rabe Media, stock.adobe.com
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