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Die 10 größten Stromfresser im Haushalt

Die zehn schlimmsten Stromfresser im Haushalt

Steigende Energiepreise, Klimaschutz – es gibt genug Gründe, Energie im Haushalt einzusparen. Manche Geräte sind wahre Stromfresser, wir haben hier die 10 größten Stromverbraucher im Haushalt aufgelistet. Die ein oder andere Überraschung ist in den Top 10 sicherlich dabei. Zu jedem Punkt haben wir weitere Informationen zusammengestellt. Aber sehen Sie selbst…

Das Wichtigste in Kürze

  • Die größten Stromfresser sind Dauerläufer: alte Heizungspumpen sowie Kühl- und Gefriergeräte laufen rund um die Uhr.
  • Bei Herd, Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler entscheidet das Nutzungsverhalten – volle Beladung, Eco-Programme und Restwärme senken die Kosten.
  • Größter Einzelhebel ist meist der Tausch einer alten Heizungspumpe: statt 190 bis 300 Euro kostet ihr Strom danach nur 20 bis 40 Euro jährlich.
Stromfresser © Frank Eckgold, stock.adobe.com
Stromfresser © Frank Eckgold, stock.adobe.com
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1: Veraltete Heizungspumpen

Alte Heizungspumpen sind tatsächlich der größte Stromfresser im Haushalt. Bei einem Durchschnittsverbrauch von jährlich 520 bis 800 Kilowattstunden macht das beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von rund 37 Cent je Kilowattstunde (BDEW-Strompreisanalyse, Frühjahr 2026) etwa 190 bis knapp 300 Euro aus. Von alten Heizungspumpen sollten sich Verbraucher daher unbedingt trennen. Dass alte Heizungspumpen so viel Strom fressen, liegt daran, dass sie während der heizintensiven Zeit rund 6.000 Stunden lang heißes Wasser umwälzen, ungeachtet des Bedarfs.

Zudem hatten Heizungspumpen noch vor 30 Jahren eine Leistung von ca. 140 Watt, Standardpumpen benötigten rund 50 Watt, während aktuelle elektronisch gesteuerte Heizungspumpen je nach Anlage und Betriebspunkt nur noch rund 3 bis 20 Watt aufnehmen. Sie laufen zudem bedarfsgesteuert und verbrauchen so meist nur 50 bis 100 Kilowattstunden im Jahr – das entspricht rund 20 bis 40 Euro. Die Investition von etwa 300 bis 500 Euro inklusive Einbau amortisiert sich damit in der Regel nach zwei bis vier Jahren.

Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser
Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser

Weitere Informationen: Strom sparen bei der Heizungspumpe

2: Der elektrische Herd

Wer viel und gerne kocht und backt, verbraucht pro Jahr ebenfalls viel Strom. Bei einem Haushalt mit drei Personen entfallen rund 445 Kilowattstunden des Stromverbrauchs nur auf den Elektroherd. Das macht beim aktuellen Durchschnittsstrompreis von rund 37 Cent je Kilowattstunde etwa 165 Euro.

Wer ein paar Tricks beherzigt, kann die Kosten allerdings erheblich drosseln. Wer zum Beispiel qualitativ hochwertiges Kochgeschirr nutzt und immer auf die richtige Größe des Topfes achtet, kann deutlich sparen. Auch den Herd sowie den Backofen vor der Garzeit abzuschalten und die Restwärme zu nutzen, bringt eine Ersparnis.

Energie sparen in der Küche
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Weitere Informationen: Strom sparen in der Küche

3: Der Gefrierschrank

Bei älteren oder großen Gefriergeräten können rund 155 Euro jährlich anfallen; das entspricht etwa 415 Kilowattstunden im Jahr. Neuere effiziente Geräte liegen oft deutlich darunter. Entscheidend sind der kWh-Wert auf dem seit März 2021 geltenden EU-Energielabel (Skala A bis G – die früheren Plus-Klassen wie A++ gibt es nicht mehr) und die passende Energieeffizienzklasse.

Dass sie trotzdem zu den Geräten mit dem stärksten Stromverbrauch zählen, liegt daran, dass sie nie abgeschaltet werden. Daher ist es umso wichtiger, das eigene Nutzungsverhalten zu überprüfen: Verbraucher sollten die Tür zum Gefrierschrank immer nur kurz öffnen und gezielt das Gewünschte entnehmen. Insbesondere regelmäßiges Abtauen kann Kosten senken, ebenso wie den Gefrierschrank nicht neben Heizungen oder Herd zu positionieren, da diese Geräte Wärme abgeben. Der Gefrierschrank benötigt daraufhin mehr Energie, um die Kühlung aufrechtzuerhalten. Außerdem sollte die Temperatur nur bei -18 Grad C eingestellt sein, tiefere Temperaturen sind nur nötig, um kurzfristig größere Mengen Lebensmittel einzufrieren.

Strom sparen mit Kühl- und Gefrierschränke
Strom sparen mit Kühl- und Gefrierschränke

Weitere Informationen: Strom sparen in der Küche

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4: Kühlschränke

Bei älteren oder großen Kühlschränken kann der Verbrauch bei rund 330 Kilowattstunden im Jahr liegen – gerechnet mit einem Drei-Personen-Haushalt. Rund 120 Euro kostet die Nutzung des Kühlschrankes dann. Moderne Geräte liegen je nach Bauart und Größe oft deutlich darunter.

Der hohe Verbrauch liegt auch hier am Dauerbetrieb des Gerätes. Daher gilt: Schon bevor man den Kühlschrank öffnet, sollte man kurz überlegen, was man entnehmen möchte und wo es im Kühlschrank untergebracht ist. Wer keine Ordnung hält, verplempert viel Zeit – und damit Geld – mit Suchen. Auch ein Gerät mit niedrigem Stromverbrauch hilft, Kosten zu senken. Also bei Neukauf ein Gerät mit der höchsten Effizienzklasse auswählen, auch wenn es etwas teurer ist. Außerdem gilt auch beim Kühlschrank: Eine nicht zu niedrige Temperatur einstellen – 7 Grad C reichen völlig aus.

EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher
EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher

Weitere Informationen: Strom sparen in der Küche

5: Beleuchtung

Einen großen Batzen der jährlichen Stromkosten verschlingt die Beleuchtung. In einem Drei-Personen-Haushalt entfallen oft um die 330 Kilowattstunden im Jahr auf die Beleuchtung – je nach Ausstattung sind das laut Stromspiegel rund 8 bis 12 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Wie beim Kühlschrank macht das auch hier Energiekosten von circa 120 Euro aus.

Bei der Beleuchtung sparen bedeutet aber nicht, im Dunkeln zu sitzen. Ein Umrüsten auf LED-Lampen lohnt sich in den meisten Fällen. LED-Lampen sind deutlich sparsamer als klassische Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) und halten wesentlich länger – Energiesparlampen sind seit 2023 ohnehin weitgehend aus dem Handel verschwunden.

LED-Lampen verbrauchen am wenigsten Strom
LED-Lampen verbrauchen am wenigsten Strom

Weitere Informationen: Strom sparen bei der Beleuchtung

6: Wäschetrockner

Mit etwa 120 Euro muss ein Drei-Personen-Haushalt pro Jahr für den Verbrauch des Wäschetrockners rechnen – ausgehend von einem durchschnittlichen Verbrauch von 325 Kilowattstunden. Damit liegt er nur leicht unter dem für den Kühlschrank und der Beleuchtung.

Abgesehen von der Anschaffung eines Gerätes mit hoher Energieeffizienzklasse, kann sich auch das eigene Nutzungsverhalten kostensparend auswirken. Dazu gehört, den Trockner nur voll beladen in Betrieb zu nehmen. Am günstigsten (und Wäsche schonend) ist natürlich, die Wäsche auf der Leine trocknen zu lassen.

Beim Wäschetrockner Strom sparen
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Bei Sonnenschein: Gönnen Sie dem Trockner eine Pause
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Waschmaschine richtig einstellen © Goffkein, stock.adobe.com
Strom sparen beim Waschen

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Tipp: Nutzen Sie unseren Stromtarifrechner um ihren Strompreis zu vergleichen

7: Geschirrspüler

Platz sieben der Geräte im Haushalt mit dem höchsten Stromverbrauch belegt der Geschirrspüler. Das praktische Gerät verbraucht rund 245 Kilowattstunden Energie im Jahr. An Stromkosten kommen so rund 90 Euro zusammen. Auch hier gilt: Das Gerät sollte stets gut gefüllt sein, bevor es eingeschaltet wird. Zudem sollte, wann immer möglich, mit dem Eco-Programm gespült werden, das verbraucht am wenigsten Ressourcen (Strom UND Wasser).

Ein weiterer Kostenfaktor kann bei Geschirrspülern nämlich nicht nur im Strom-, sondern auch im Wasserverbrauch liegen. Dieser kann von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich sein. Zum Teil schwankt er pro Spülgang zwischen neun und 18 Litern, je nach Geschirrspüler. Deshalb sollte beim Kauf hierauf unbedingt geachtet werden.

Waschmaschine und Spülmaschine immer voll beladen
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Weitere Informationen: Strom sparen beim Warmwasser

8: Waschmaschinen

Rund 200 Kilowattstunden verbraucht ein Drei-Personen-Haushalt jährlich fürs Waschen. In barer Münze sind das rund 75 Euro. Den Verbrauch drosseln kann man, indem man als maximale Waschtemperatur 60 Grad verwendet. 90 Grad sind nicht notwendig. Fast immer reichen 30 oder 40 Grad.

Die meisten Waschpulver-Hersteller haben sich inzwischen darauf eingestellt und die Waschmittel entfalten auch bei niedrigen Temperaturen ihre volle Waschkraft. Dass die Waschmaschine immer gut befüllt ist, sollte sich von selbst verstehen. Auch bei Waschmaschinen sollten immer die Eco-Programme bevorzugt gewählt werden.

So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen
So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen

Weitere Informationen: Strom sparen beim Warmwasser

9: Fernsehgeräte

Auf Platz neun der schlimmsten Stromverbraucher liegt der Fernseher. Circa 190 Kilowattstunden – oder 70 Euro – entfallen bei drei Personen jährlich auf den Stromverbrauch fürs TV. „Kein Stand-By-Modus“ ist das Motto, um in diesem Bereich zu sparen. Also das Gerät am besten nach dem Abschalten komplett vom Stromnetz nehmen. Je größer die Bildschirmdiagonale, umso mehr Strom wird übrigens verbraucht.

Die Steckerleiste hilft beim Stromsparen
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Strom und Geld sparen mit intelligenten Steckerleisten
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Weitere Informationen: Strom sparen im Wohnbereich & Büro

10: Internet und Co.

Wer regelmäßig im Homeoffice arbeitet, merkt es auf der Stromrechnung: Ein dauernd laufender Laptop, Drucker und womöglich noch ein zusätzlicher Monitor treiben den Stromverbrauch deutlich in die Höhe.

Allein ein durchgängig eingeschalteter WLAN-Router verbraucht je nach Modell rund 70 bis 130 Kilowattstunden im Jahr – das macht etwa 25 bis 50 Euro. Für alle Geräte rund um die Kommunikation gilt: Nicht im Stand-by-Modus laufen lassen, sondern ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Ein zusätzlicher Monitor ist auch nicht immer nötig. Um den Stromverbrauch zu senken, gilt auch hier: kein Stand-by-Modus.

Strom sparen im Home Office
Strom sparen im Home-Office

Die zehn größten Stromfresser im Überblick

Die genannten Werte sind Orientierungswerte für einen Drei-Personen-Haushalt – der tatsächliche Verbrauch hängt vom Alter und der Effizienz der Geräte sowie vom Nutzungsverhalten ab. Die Rangfolge zeigt aber, wo sich das Prüfen zuerst lohnt: bei Geräten, die rund um die Uhr laufen, und bei solchen, die mit hoher Leistung Wärme erzeugen.

Jahresverbrauch im Vergleich: die zehn größten Stromfresser

Jahresverbrauch im Vergleich: die zehn größten Stromfresser Balkendiagramm: Heizungspumpe (alt, ungeregelt) 660 kWh; Elektroherd 445 kWh; Gefrierschrank 415 kWh; Kühlschrank 330 kWh; Beleuchtung 330 kWh; Wäschetrockner 325 kWh; Geschirrspüler 245 kWh; Waschmaschine 200 kWh; Fernseher 190 kWh; WLAN-Router 100 kWh. Heizungspumpe (alt, ungeregelt) 660 kWh Elektroherd 445 kWh Gefrierschrank 415 kWh Kühlschrank 330 kWh Beleuchtung 330 kWh Wäschetrockner 325 kWh Geschirrspüler 245 kWh Waschmaschine 200 kWh Fernseher 190 kWh WLAN-Router 100 kWh
GerätkWh pro JahrEinordnung
Heizungspumpe (alt, ungeregelt)660 kWhMittelwert – Spanne 520 bis 800 kWh je nach Alter und Auslegung
Elektroherd445 kWh
Gefrierschrank415 kWhOrientierungswert eher für ältere oder große Geräte
Kühlschrank330 kWhOrientierungswert eher für ältere oder große Geräte
Beleuchtung330 kWh
Wäschetrockner325 kWh
Geschirrspüler245 kWh
Waschmaschine200 kWh
Fernseher190 kWh
WLAN-Router100 kWhdauerhaft eingeschaltet – je nach Modell 70 bis 130 kWh
Quelle: Zusammenstellung heizsparer.de – Orientierungswerte für einen Drei-Personen-Haushalt; tatsächlicher Verbrauch je nach Gerätealter und Nutzung deutlich abweichend · Stand Juni 2026 (Zusammenstellung)

Stromfressern auf die Spur kommen: messen statt schätzen

Welches Gerät im eigenen Haushalt wie viel verbraucht, lässt sich kaum zuverlässig schätzen – aber einfach messen. Ein Strommessgerät wird zwischen Steckdose und Gerät gesteckt und zeigt den tatsächlichen Verbrauch. Viele Verbraucherzentralen und manche Stadtwerke verleihen solche Messgeräte kostenlos. Bei Dauerläufern wie Kühlschrank oder Router genügt schon eine Messung über ein bis zwei Tage, um den Jahresverbrauch grob hochzurechnen.

Einen Gesamtüberblick liefern intelligente Stromzähler: Sie zeichnen den Verbrauch im Zeitverlauf auf und machen eine auffällig hohe Grundlast – etwa durch viele Geräte im Stand-by – sichtbar. Seit 2025 können Haushalte den Einbau eines intelligenten Messsystems bei ihrem Messstellenbetreiber zudem aktiv beantragen; dafür kann ein Zusatzentgelt anfallen.

Stromfresser im eigenen Haushalt finden

1

Jahresverbrauch einordnen

Den Verbrauch von der letzten Stromrechnung ablesen und mit Durchschnittswerten vergleichen, etwa über den Stromspiegel. Liegt er deutlich darüber, lohnt die Ursachensuche.

2

Dauerläufer messen

Kühlschrank, Gefrierschrank und Router mit einem Strommessgerät prüfen – ein bis zwei Tage Messung reichen für eine grobe Hochrechnung aufs Jahr.

3

Stand-by-Verluste aufspüren

Fernseher, Spielkonsole und Bürogeräte im ausgeschalteten Zustand messen oder testweise komplett vom Netz trennen – schaltbare Steckerleisten machen das dauerhaft einfach.

4

Die größten Posten zuerst angehen

Alte Dauerläufer wie Heizungspumpe oder Kühlgeräte ersetzen, bei Wasch- und Spülgeräten Eco-Programme und volle Beladung nutzen.

Umwälzpumpen © amixstudio, stock.adobe.com
Heizungspumpe

Wissenswertes über die Heizungspumpe Die Heizungspumpe, auch Umwälzpumpe genannt, ist ein wesentliches Element der Heizungsanlage. Die Heizungspumpe befördert das warme… weiterlesen

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