Strom sparen: Küche

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Strom sparen in der Küche

Küche Strom sparen
Strom sparen Küche © Alephnull, fotolia.com

Wer beim Kochen, Backen, Spülen, Kühlen und Einfrieren Strom sparen möchte, der beginnt am besten beim Gerät selbst: Herde, Backöfen, Kühl- und Gefrierschränke sollten am besten alle der Energieeffizienzklasse A+, oder noch besser A ++ oder A+++ entsprechen. Diese Geräte sind in der Anschaffung zwar meist teurer als solche einer geringeren Energieeffizienzklasse. Meist rechnet sich der höhere Kaufpreis aber nach wenigen Jahren, da Haushaltshilfen dieser Kategorie wesentlich weniger Strom verbrauchen. Generell birgt die Küche viel Energie-Einsparpotential.

Einsparmöglichkeiten beim Spülen

Beim Neukauf einer Spülmaschine sollte man, neben dem Stromverbrauch, auch auf den Wasserverbrauch achten. Ideal sind Maschinen, die pro Spülgang maximal 15 bis 17 Liter benötigen. Die neuen EU Label für Geschirrspüler helfen bei der Einschätzung des Stromverbrauchs weiter

EU-Energielabel Geschirrspüler
EU-Energielabel Geschirrspüler © Dena

Bei Geschirrspülern sollte man darauf achten, das richtige Waschprogramm zu wählen. Dieses sollte abgestimmt sein auf den Verschmutzungsgrad und die Art des Geschirrs. Wer möglichst wenig auf Vollprogramme, sondern stattdessen auf Energiesparprogramme zurückgreift, kann viel Strom sparen. Umweltprogramme laufen nämlich wesentlich kürzer und verbrauchen damit weniger Strom.

Auch eine niedrigere Temperatur macht viel aus. Statt mit 60 nur mit 50 Grad zu spülen, kann die Stromkosten in diesem Bereich um rund ein Viertel reduzieren. Den Arbeitsgang, Geschirr vorher abzuspülen, kann man sich ebenfalls getrost sparen. Für gewöhnlich wird normal verschmutztes Geschirr im Geschirrspüler problemlos sauber.

Nur Töpfe und Pfannen, die stark verschmutzt sind, sollte man vorher kurz einweichen. Dadurch kann man vermeiden, dass man die Töpfe mit einem Vollprogramm spülen muss, sondern kann stattdessen ein energiesparenderes Programm auswählen. Wer von Hand spült, sollte das Becken immer mit einem Stopfen verschließen und das heiße Wasser nicht pausenlos fließen lassen. Um lange Freude an der Spülmaschine zu haben, sollten Verbraucher gelegentlich das Sieb säubern. Damit bleibt das Gerät länger funktionsfähig.

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Einsparmöglichkeiten bei Kühl- und Gefrierschränken

Wer ein neues Kühlgerät anschafft, sollte neben der Energieeffizienzklasse auch auf die richtige Größe achten. Zu große Geräte mit hoher Leerfläche verplempern nur Strom. Pro im Haushalt lebender Person sollte man rund 50 Liter veranschlagen. Für eine vierköpfige Familie reicht demnach ein Gerät von circa 200 Litern Fassungsvermögen.

Kühlschränke sollten nicht zu kalt eingestellt sein. Sieben Grad reichen als Temperatur im Kühlschrank aus. Wer glaubt, eine geringere Temperatur macht Lebensmitteln in jedem Fall haltbarer, der irrt. Abgesehen von einem erhöhten Energieverbrauch hat ein Absenken unter sieben Grad keine Auswirkungen auf die Lebensmittel. Im Gefrierfach sollte die Temperatur bei minus 18 Grad liegen.

Kühl- und Gefrierschränke gehören nicht neben Wärmequellen. Sie sollten also nicht neben Heizungen, Backöfen, Herden, Waschmaschinen oder Geschirrspülern aufgestellt werden, da diese Geräte Wärme abgeben. Der Kühlschrank muss diese erhöhte Temperatur mit stärkerer Leistung ausgleichen: Höherer Energieverbrauch ist die Folge.

Speisen und Getränke, die in den Kühlschrank gestellt werden, sollten zunächst vollständig abgekühlt sein. Auch beim Einfrieren sollten Verbraucher darauf achten, dass die Speisen komplett abgekühlt sind und tiefkühlgerecht verpackt wurden.

Regelmäßiges Abtauen erhöht die Funktionsfähigkeit von Gefrierschränken. Ist die Eisschicht dicker als einen Zentimeter, ist es höchste Zeit, das Gerät abzutauen. Sogar Eisschichten von geringerer Dicke erhöhen allerdings schon den Stromverbrauch.

Sinnvoll ist außerdem, eine gewisse Ordnung im Kühlschrank zu halten. Wer schon vorher weiß, wo welche Lebensmittel im Kühlschrank gelagert sind, findet sie zielgerichteter. Dies bedeutet kürzere „Öffnungszeiten“ und damit weniger Stromverbrauch. Generell sollte die Tür so kurz wie möglich offen stehen.

Stromkosten für Kühlschränke © co2online
Stromkosten für Kühlschränke © co2online
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Einsparmöglichkeiten beim Kochen

Zunächst einmal kann sich bereits Kochgeschirr auf den Stromverbrauch auswirken. Gute Töpfe helfen Energie sparen. Woran man gute Töpfe erkennt? Sie haben in der Regel glatte Böden, die sich nach innen wölben. Diese Wölbung hat gravierende Auswirkungen auf den Energieverbrauch.

Wenn die Töpfe nämlich später erhitzt werden, dehnt sich der Boden aus, so dass sie dann flächig auf der Herdplatte stehen. „Tanzende“ Töpfe sind ein Zeichen für qualitativ minderwertigeres Kochgeschirr, da sich hier der Boden nicht ausdehnt. Er bleibt gewölbt und hat so schlechten Kontakt zur Herdplatte.

Richtig sparen kann man außerdem mit Schnellkochtöpfen. Wer sie verwendet, benötigt bis zu 50 Prozent weniger Strom. Schnellkochtöpfe aus Alu erhitzen sich schnell. Gusstöpfe brauchen zum Erwärmen zwar länger als Alutöpfe, halten die Hitze aber auch entsprechend gut. Das bedeutet ein früheres Abschalten des Herdes und somit eine Stromersparnis. Töpfe aus Edelstahl sind zwar schlechte Wärmeleiter, sind dafür aber widerstandsfähig und können entsprechend lange genutzt werden.

Zudem sollte der Topf die Kochplatte von der Größe her genau bedecken. Sind Töpfe zu klein für die Platte, verpufft unnötig Energie. Pro Zentimeter, der hier fehlt, fallen 20 bis 30 Prozent mehr Energiekosten an. Bei Töpfen, die zu groß sind, wird ebenfalls mehr Strom verbraucht, da sich die Garzeit verlängert.

Auch die Deckel sollten genau auf die Töpfe passen. Wenn sie nicht richtig aufliegen, verschließen sie den Topf nicht vollständig. Das bedeutet, dass Wärme, die eigentlich im Topf bleiben sollte, in die Küche entweicht. Beim Kochen sollte der Topf daher immer geschlossen bleiben. Durch gekippte Deckel verdoppelt sich der Energieverbrauch. Wer ganz auf den Deckel verzichtet, verdreifacht sogar die Menge des benötigten Stroms. Neugierigen Köchen können Glasdeckel helfen. So müssen sie die Töpfe zum Hineinschauen nicht öffnen.

Wenig Wasser beim Kochen zu verwenden, ist ebenfalls ein guter Tipp zum Stromsparen in der Küche. Bei zuviel Wasser dauert es entsprechend lange, bis es erhitzt oder zum Kochen gebracht wurde. Die erhöhte Leistung spiegelt sich in einem hohen Stromverbrauch wider. Beim Nudelkochen kann man die Nudeln zum Beispiel zusammen mit dem Wasser erhitzen. Wenn das Wasser schließlich kocht, müssen die Nudeln nur noch fünf statt wie vorher zehn Minuten gekocht werden.

Bei Gerichten, die über einen längeren Zeitraum kochen müssen, kann der Herd bereits einige Minuten vor dem Ende der Garzeit abgeschaltet werden. Beim Backofen sind es sogar zehn Minuten, wenn die Backzeit länger als 40 Minuten beträgt.

Einsparmöglichkeiten und Backen

Verfügt der Backofen über eine Umluftfunktion, so sollte man diese wenn möglich nutzen. Die Temperatur bei Umluft liegt rund 30 Grad unter der, die fürs Backen mit Ober- und Unterhitze benötigt wird. So entstehen 40 Prozent weniger Stromkosten. Wer zudem aufs Vorheizen verzichtet, kann zudem Energie sparen.

Ebenso wie beim Kochen die Töpfe, so sollte beim Backen immer die Tür geschlossen bleiben. Mit jedem Öffnen der Backofentür entsteht ein Hitzeverlust von 20 Prozent, der nur durch einen höheren Stromverbrauch aufgefangen werden kann.

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