Strom sparen: Auf EU-Label achten

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Mehr Klarheit für Verbraucher durch EU-Label

Nahezu jedes Haushaltsgerät verbraucht Strom. Die Wahl des sparsamsten Gerätes war früher oft schwierig. Seit 1998 ist es für Verbraucher leichter, das richtige Elektrogerät zu finden. Seitdem müssten Haushaltsgroßgeräte das EU-Label tragen – vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis hin zum Trockner. Das Label zeigt auf einen Blick, wie umweltfreundlich das Gerät arbeitet. Das EU-Label gibt es in allen Mitgliedsstaaten, wodurch die Orientierung für Verbraucher europaweit einfacher wird.

Energieverbrauch Skala © Shawn Hempel, stock.adobe.com
Energieverbrauch Skala © Shawn Hempel, stock.adobe.com

Das Label muss gut sichtbar am Gerät angeklebt sein. Alle technischen Daten sind darauf detailliert aufgeführt. Das erleichtert den direkten Vergleich mit anderen Geräten derselben Produktgruppe.
Das EU-Label hat seit 2021 ein neues Design. Dieses wird nach und nach für alle Geräte gelten. Mehr dazu weiter unten.

EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher
EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher

Warum wurde das EU-Label entwickelt?

Mit dem EU-Label soll ein Anreiz geschaffen werden, besonders energieeffiziente Geräte anzuschaffen. Jedes EU-Land kann die Richtlinie unterschiedlich umsetzen. In Deutschland gibt es das so genannte Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) sowie die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV).

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Diese Geräte müssen gekennzeichnet werden

Laut EU-Bestimmungen besteht Kennzeichnungspflicht für eine Reihe von Elektrogeräten. Dazu gehören : quasi alle Elektrogroßgeräte, aber auch Leuchtmittel, Klimageräte und Fernseher, Monitore, Staubsauger und Heizungen.

EU-Energielabel für Heizungen ©  Robert Kneschke, stock.adobe.com
Auch für Heizungen gibt es ein EU-Energielabel © Robert Kneschke, stock.adobe.com
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Neues Label, neue Energieeffizienzklassen von A bis G

Mit den neuen EU-Labeln wurden die Energieeffizienzklassen geändert. Waren sie vorher aufgeteilt in 6 Kategorien A+++ bis D, sind sie nun in sieben Abstufungen eingeteilt. A kennzeichnet die Kategorie, die am wenigsten Energie und Wasser benötigen, G diejenige mit dem höchsten Strom- und Wasserverbrauch. Vor allem Letztere gelten als Stromfresser und sind für enorme Energiekosten verantwortlich. Inzwischen sind solche Geräte aber eher die Ausnahme.

Als Erleichterung sind die Kategorien in unterschiedlichen Farben gehalten und dadurch einfacher auseinander zu halten. Die Kategorie A hat als energieeffizienteste Gruppe die Farbe Grün. Die Geräte dieser Kategorie gelten als am umweltverträglichsten. Die Energieeffizienzklasse G, also die der Stromfresser, ist dagegen mit Rot gekennzeichnet und sticht dadurch besonders hervor.

Energieeffizienzklassen geben Aufschluss darüber, wie sparsam ein Haushaltsgerät ist. Wie hoch der Stromverbrauch aber tatsächlich ist, verrät die Energieeffizienzklasse hingegen nicht. Die neue Einteilung soll einen Vergleich der Energieeffizienz der Geräte erleichtern. In der alten Einteilung waren die meisten Geräte in den Klassen A+++ und A++ zu finden, trotz der enormen Verbrauchsunterschiede. Deshalb wurden auch ganz neue Berechnungsmethoden entwickelt, nach denen Geräte den neuen Effizienzklassen zugeordnet werden. Diese neuen Algorithmen sollen den tatsächlichen Verbrauch realistischer abbilden.

Seit März 2021 wird das neue EU-Effizienzlabel nach und nach auf die verschiedenen Produktgruppen ausgerollt.

So gilt das neue Label seit März 2021 bereits für

  • Waschmaschinen, Waschtrockner
  • Geschirrspülmaschinen
  • Kühl- und Gefriergeräte sowie Weinlagerschränke
  • Leuchtmittel
  • Fernseher und Displays

Ab 2024 wird die neue Kennzeichnung verpflichtend auch für:

  • Staubsauger
  • Trockner
  • Backöfen

Hinzu kommen ab 2026

  • Heizungen und Klimageräte

Die neuen EU-Label enthalten mehr Informationen als die alten und sind angepasst an jede Geräte-Kategorie. Es finden sich zum Beispiel zusätzlich Informationen zu Geräuschemissionen, Wasserverbrauch oder dem min 1000 Betriebsstunden.

Allen Labels gemeinsam ist, dass sie einen QR-Code enthalten. Dieser Code führt zu einer EU-Datenbank, die einen noch besseren Vergleich der Modelle ermöglicht.

Hier finden Sie den Link zur Website der EU, die einen Gerätevergleich ermögicht und die weitere Informationen zum EU Label enthält.

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Weitere Ökolabels

Das EU-Label ist nicht die einzige Kennzeichnung, jedoch die einzig bindende. Darüber hinaus gibt es noch weitere, jedoch freiwillige Labels. Der „EnergyStar“ beispielweise kennzeichnet energieeffiziente Computer, Kopierer und Monitore. Ebenfalls im Bereich Büro und Computer findet man das „TCO“-Label. Es markiert Geräte, die nicht nur wenig Strom verbrauchen, sondern auch noch wieder verwertbar sind. Die Ecoblume, auch „EU-Blume“ genannt, kennzeichnet dagegen Haushaltsgeräte oder Lampen als besonders umweltschonend.

Strom sparen © Doc Rabe Media, stock.adobe.com
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