Beleuchtung: So sparen Sie Strom
Gerade während der kalten – und damit dunklen – Jahreszeit sollte man besonders im Bereich der Beleuchtung ein verstärktes Augenmerk auf die Kosten legen. Nach UBA-Daten für 2024 entfallen rund 8 Prozent des Haushaltsstroms auf Beleuchtung. Mit ein paar Tricks kann man den Verbrauch aber leicht reduzieren.
Das Wichtigste in Kürze
- LED-Lampen sind heute die Standardlösung: Sie verbrauchen nur einen Bruchteil des Stroms von Glüh- oder Halogenlampen und halten am längsten.
- Beim Kauf zählt die Helligkeit in Lumen, nicht die Wattzahl – rund 700 Lumen ersetzen eine alte 60-Watt-Glühbirne.
- Licht nur dort einschalten, wo es gebraucht wird – helle Wände und Lampenschirme verstärken die Wirkung zusätzlich.

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LED ist Stand der Technik
Herkömmliche Glühlampen sind seit mehr als einem Jahrzehnt vom Markt verschwunden. Seit September 2009 durften Standardglühlampen mit 100 Watt nicht mehr neu in den EU-Handel kommen. Ein Jahr später folgten 75-Watt-Modelle. Seit September 2012 gelten die Effizienzanforderungen auch für die meisten übrigen Standardglühlampen.
Energiesparlampen benötigen nur einen Bruchteil des Stroms, den herkömmliche Glühlampen für die gleiche Helligkeit brauchten.
Auch hinsichtlich der Haltbarkeit sind Energiesparlampen besser, als es Glühbirnen je waren. Etwa 10.000 Stunden brennt eine Energiesparlampe, während die Glühbirne schon nach rund 1.000 Stunden durchbrennt – moderne LED-Lampen erreichen je nach Modell sogar 15.000 bis 50.000 Stunden. Halogenlampen wurden in der EU stufenweise aus dem Markt genommen: viele Typen bereits 2016 bis 2018, weitere ab 2021 beziehungsweise 2023.
Klassische Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) sind Auslaufmodelle: Typische Modelle mit integriertem Vorschaltgerät dürfen seit 2021, weitere Leuchtstofflampen seit 2023 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden – LED-Lampen sind heute die Standardlösung.
LED sind vereinfacht ausgedrückt ein elektronisches Halbleiterbauteil, welches den Strom direkt in Licht umwandelt. Sie verbrauchen nur minimal Energie und sind in ihrer Leuchtkraft oft heller als konventionelle Leuchtmittel.
LED sind Stand der Technik und sie sind in verschiedenen Designs, mit unterschiedlichen Lichtfarben und unterschiedlichen Sockeln erhältlich. Weitere Informationen zu LEDs finden Sie hier.
Leuchtmittel im Vergleich
| Leuchtmittel | Effizienz | Lebensdauer | Status im Handel |
|---|---|---|---|
| Glühlampe | gering | ca. 1.000 h | seit 2009–2012 ausgelaufen |
| Halogenlampe | gering | ca. 2.000–4.000 h | stufenweise ausgelaufen |
| Energiesparlampe | mittel | ca. 10.000 h | stufenweise ausgelaufen |
| LED | sehr hoch | ca. 15.000–50.000 h | Standard |


Beim LED-Kauf auf Lumen statt Watt achten
Bei LED-Lampen sagt die Wattzahl wenig über die Helligkeit aus – entscheidend ist der Lumen-Wert auf der Packung: Rund 700 bis 800 Lumen entsprechen einer alten 60-Watt-Glühbirne. Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben: Etwa 2.700 Kelvin stehen für warmweißes Licht in Wohnräumen, rund 4.000 Kelvin für neutralweißes Licht am Arbeitsplatz. Seit September 2021 tragen auch Lampen das neue EU-Energielabel mit der Skala A bis G – damit lässt sich die Effizienz verschiedener Modelle direkt im Regal vergleichen.
Beispielrechnung: Eine Glühbirne gegen LED tauschen
Wo werden Lampen besonders benötigt?
Für eine angemessene Raumbeleuchtung ist es vollkommen ausreichend, nur in dem Zimmer die Lampen einzuschalten, in dem sich das alltägliche Leben hauptsächlich abspielt. Das bedeutet zum Beispiel: Licht aus in Küche oder Flur, wenn man sich fast ausschließlich im Wohnzimmer aufhält.
Zusätzliches Licht ist vor allem dort wichtig, wo gearbeitet wird. Am Schreibtisch oder an Arbeitsplatten sind Lampen besonders sinnvoll. Hierbei wählt man lieber eine starke Lampe als mehrere, die nur schwaches Licht abgeben.
Wandfarbe und Lampenschirme – ein wichtiger Punkt
Sogar die Farbe des Lampenschirms kann eine Rolle beim Energiesparen spielen. Helle, reflektierende Farbe an Wänden hilft beim Strom sparen. Sie reflektieren mehr Licht. Ebenso ist die Farbe der Wände von Bedeutung. Sehr dunkle Oberflächen können nur etwa 10 bis 15 Prozent des Lichts zurückwerfen; helle Wände reflektieren je nach Oberfläche bis etwa 80 Prozent. Die Räume sind heller, wodurch weniger zusätzliche Beleuchtung notwendig ist.

Beim Verlassen des Raumes Licht abschalten
Oftmals reichen schon kleine Überprüfungen des eigenen Verhaltens, um Sparerfolge zu erzielen. Dazu gehört, die Lampen auszuschalten, sobald man das Zimmer verlässt. Mit diesem einfach umsetzbaren Trick kann man den Stromverbrauch senken. In Treppenhäuser oder Fluren können Abschaltautomatiken beim Strom sparen helfen. Wer viele verschiedene Leuchten im Wohnzimmer hat, der kann über fernbedienbare Steckdosen mit einem Klick mehrere Lampen gleichzeitig ausschalten.
Fensterdekorationen möglichst meiden
Beleuchtete Fensterdeko kann sichtbar Strom verbrauchen. Sie sieht zwar toll aus und verleiht Räumen eine behagliche Atmosphäre, benötigt aber je nach Leuchtmittel und Laufzeit Energie. Vor allem Weihnachtsschmuck wie Lichtschläuche oder Lichterketten können wahre Stromfresser sein. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte die alte Beleuchtung durch LED-Lichterketten ersetzen – die Investition amortisiert sich meist schnell.
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