Strom sparen: Auf Nachtspeicherheizung verzichten

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Strom sparen: Besser ohne Nachtstrom

Nachtspeicherofen © Jürgen Fächle, stock.adobe.com
Nachtspeicherofen © Jürgen Fächle, stock.adobe.com

Strom sparen und Nachtspeicherheizungen – das ist eine Kombination, die nicht gut zusammenpasst. Denn die Heizungen werden ausschließlich elektrisch betrieben und verbrauchen Unmengen an Strom. Heutzutage sind sie hauptsächlich noch in Altbauten zu finden. Ansonsten haben sie eher ausgedient.

Das ist kein Wunder, denn Nutzer einer Nachtspeicherheizung zahlen heute deutlich mehr für Heizenergie als Verbraucher, die mit Öl oder Gas heizen. Vor ein paar Jahren war das noch anders, als Nachtstrom deutlich preiswerter war. Doch heute bindet sich niemand mehr freiwillig einen solchen Kosten-Verursacher ans Bein.

Aufbau einer Nachtspeicherheizung
Aufbau einer Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizung = Stromfresser

Zum Vergleich: Ein Haushalt mit zwei Personen verbraucht mit einer Nachtspeicherheizung jährlich zwischen 5.800 und 10.000 Kilowattstunden. Ein Haushalt ohne Nachtstrom verbraucht bei gleicher Personenzahl im Jahr etwa 3.000 Kilowattstunden. Sogar eine vierköpfige Familie kommt im Bundesdurchschnitt mit weniger Strom aus. Der Verbrauch liegt hier bei 4.400 Kilowattstunden jährlich. Rund 80 Prozent des Gesamtverbrauchs im Haushalt werden durch Nachtspeicher verursacht.

Vom Prinzip her arbeiten Nachtspeicheröfen wie folgt: Nachts wandeln sie Strom in Wärme um und speichern diese in der Heizung. Am Tag leitet ein Ventilator, der im Nachtspeicher installiert ist, die in der Nacht gespeicherte Wärme an die einzelnen Heizkörper weiter. Zum Teil erreicht die im Gerät gespeicherte Wärme eine Temperatur von 750 Grad. Deshalb müssen Nachtspeicheröfen besonders gut isoliert sein, damit die Hitze nicht ausströmen kann.

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Zwei Zeitzonen messen verbrauchten Strom

Wer Nachtstrom bezieht, hat einen Zwei-Tarif-Stromzähler. Einen, der registriert, wie viel Strom am Tag verbraucht wurde und einer für den Verbrauch in der Nacht. Diese zwei Werte werden dann zwei Zeitzonen zugeordnet.

Der Strom, der tagsüber verbraucht wird, wird über den „Hoch-Zeit-Tarif“ (HT) höherpreisig abgerechnet. Der Stromverbrauch, der abends oder nachts anfällt, fällt hingegen in den „Nieder-Tarif“ (NT). Dieser wird kostengünstiger abgerechnet.

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Strom-Anbieterwechsel – gar nicht so einfach

Bei Kunden, die ihre Wärme über Öl- oder Gasheizungen beziehen, ist ein Anbieterwechsel in der Regel einfach zu bewerkstelligen. Anders dagegen bei Nachtstromkunden. Wenn sie den Anbieter wechseln möchten, stellen viele schnell fest, dass sie kaum Auswahlmöglichkeiten haben. Tag- und Nachtstrom wird nur noch selten angeboten. Und so sind Verbraucher meist gebunden an lokale Anbieter wie die Stadtwerke.

Das wiederum lässt Verbrauchern wenig Spielraum für Preisvergleiche. Im Gegenteil: Nachtspeichernutzer sind der Preispolitik ihres Versorgers oft regelrecht ausgeliefert. Sie sind abhängig von günstigen Nachtstrom-Tarifen, können diese aber nicht überall beziehen. Steigen die Preise, können Verbraucher nicht „mal eben“ wechseln.

Ein weiterer Stolperstein für Kunden von Nachtstrom sind die Tarifzeiten, die von Netzbetreiber zu Netzbetreiber anders sein können. Zum Teil liegen die verschiedenen Zeitzonen um mehrere Stunden auseinander. So hebt sich der theoretische Preisvorteil schnell wieder auf.

Über unseren Tarifrechner kann man die Strompreise aller relevanten Anbieter vergleichen. Vielleicht sind die regulären Tarife sogar günstiger als die Nachtstrom-Tarife Ihres Grundversorgers:

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Immer die Uhrzeit im Blick

Ein Beispiel: Manche Betreiber bietet den „Nieder-Tarif“ ab 18 Uhr an, andere wiederum erst ab 20 Uhr. Und wieder andere schalten sogar erst ab 22 Uhr auf den günstigeren Tarif um. Besonders vergleichen müssen Kunden auch an den Wochenenden. Währen manche Anbieter am kompletten Wochenende den „Nieder-Tarif“ ansetzen, fällt bei anderen nur der Sonntag darunter.

Der Sparvorteil geht hier eindeutig zu Lasten der Lebensqualität. Verbraucher müssen bei ihren Aktivitäten im Haushalt immer die Uhr im Blick haben, um nicht in den „Hoch-Zeit-Tarif“ zu rutschen. Sie können nicht waschen, wie SIE Zeit haben, sondern wie es der Stromtarif vorgibt.

Und sonderlich klimaschonend sind Nachtspeicherheizungen ebenfalls nicht. Bei der Produktion von Nachtstrom wird rund 50 Prozent mehr CO2 ausgestoßen als bei der Gewinnung von Heizöl oder Heizgas.

Nachtspeicherheizung: Alternative effizientere Heizsysteme
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