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Strom sparen: Auf Nachtspeicherheizung verzichten

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Strom sparen: Besser ohne Nachtstrom

Strom sparen und Nachtspeicherheizungen – das ist eine Kombination, die nicht gut zusammenpasst. Denn die Heizungen werden ausschließlich elektrisch betrieben und verbrauchen sehr viel Strom. Sie sind hauptsächlich in Häusern aus den 1960er bis 1990er Jahren zu finden. Eigentlich waren Nachtspeicherheizungen lange ein Auslaufmodell. Mit der Energiewende und der Möglichkeit der Kombination mit Photovoltaik und Stromspeichern können sie aber in Häusern, in denen ein Umrüsten auf andere Heizsysteme zu hohe Investitionen verursacht, weiter heizen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachtspeicherheizungen treiben den Stromverbrauch stark nach oben – oft entfallen rund 80 Prozent des Haushaltsstroms auf die Heizung.
  • Heizstromtarife sind regional begrenzt verfügbar; besonders bei gemeinsamer Messung kann die Tarifauswahl klein sein.
  • Neue Hebel sind dynamische Stromtarife mit Smart Meter – und langfristig der Umstieg auf ein effizienteres Heizsystem.
Nachtspeicherofen © Jürgen Fächle, stock.adobe.com
Nachtspeicherofen © Jürgen Fächle, stock.adobe.com
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Meist haben sie aber ausgedient, waren Nachtspeicherheizung doch auch deutlich teurer als Heizungen, die mit Öl oder Gas heizen. Ganz so eindeutig ist die Bilanz angesichts der immens gestiegenen Öl- und Gaspreise nicht mehr, zumal die Kombination mit Photovoltaik preiswerten Strom zur Verfügung stellen kann und es immer noch Nachtstromtarife gibt.

Aufbau einer Nachtspeicherheizung
Aufbau einer Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizung = Stromfresser

Zum Vergleich: Ein Haushalt mit zwei Personen und einer Wohnungsgröße von rund 80 m² verbraucht mit einer Nachtspeicherheizung schnell um die 10.000 Kilowattstunden Strom im Jahr – ein Vielfaches dessen, was vergleichbare Haushalte ohne elektrische Heizung benötigen, denn dort fällt Nachtstrom gar nicht erst an. Die Tabelle zeigt die Größenordnungen. In Nachtspeicher-Haushalten entfällt der weitaus größte Teil des Stromverbrauchs – häufig rund 80 Prozent – auf die Heizung.

Stromverbrauch: mit und ohne Nachtspeicherheizung

HaushaltStromverbrauch pro JahrEinordnung
2 Personen, Wohnung, ohne elektrische Heizungca. 1.900 kWhüblicher Verbrauch
4 Personen, Einfamilienhaus, ohne elektrische Heizungca. 3.800 kWhüblicher Verbrauch
2 Personen, ca. 80 m² Wohnung, mit Nachtspeicherheizungca. 10.000 kWhVielfaches des Üblichen
Vergleichswerte: Stromspiegel (co2online) · Nachtspeicher-Wert: typische Größenordnung, abhängig von Dämmung und Wohnfläche

Vom Prinzip her arbeiten Nachtspeicheröfen wie folgt: Nachts wandeln sie Strom in Wärme um und speichern diese in der Heizung. Diese Wärme wird tagsüber über Ventilatoren an die Umgebung abgegeben. Der Speicherkern im Inneren wird dabei auf mehrere hundert Grad aufgeheizt.

Bei der Nachtspeicherheizung überwiegen die Nachteile
Bei der Nachtspeicherheizung überwiegen die Nachteile
Tipp: Mit dem Heizstromrechner günstige Tarife für Nachtspeicherheizungen finden
Tipp: Nutzen Sie unseren Stromtarifrechner um ihren generellen Strompreis zu vergleichen

Zwei Zeitzonen messen verbrauchten Strom

Wer Nachtstrom bezieht, benötigt einen Zwei-Tarif-Stromzähler. Er registriert, wie viel Strom am Tag verbraucht wurde und wie viel in der Nacht. Diese zwei Werte werden dann den beiden Tarifen zugeordnet.

Der Strom, der tagsüber verbraucht wird, wird über den „Hoch-Tarif“ (HT) höherpreisig abgerechnet. Der Stromverbrauch, der abends oder nachts anfällt, fällt hingegen in den „Nieder-Tarif“ (NT). Dieser wird kostengünstiger abgerechnet.

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Strom-Anbieterwechsel – gar nicht so einfach

Bei Kunden, die ihre Wärme über Öl- oder Gasheizungen beziehen, ist ein Anbieterwechsel in der Regel einfach zu bewerkstelligen. Anders dagegen bei Nachtstromkunden. Wenn sie den Anbieter wechseln möchten, stellen viele fest, dass die Auswahl regional und je nach Messart begrenzt sein kann. Nach Verbraucherzentrale sind in Portalen bei Nachtspeicherheizungen oft nur etwa 10 bis 20 Tarife sichtbar; lokale Stadtwerke oder Grundversorger sollten zusätzlich geprüft werden.

Das wiederum lässt Verbrauchern wenig Spielraum für Preisvergleiche. Im Gegenteil: Nachtspeichernutzer sind der Preispolitik ihres Versorgers oft regelrecht ausgeliefert. Sie sind abhängig von günstigen Nachtstrom-Tarifen, können diese aber nicht überall beziehen. Steigen die Preise, können Verbraucher nicht „mal eben“ wechseln.

Ein weiterer Stolperstein für Kunden von Nachtstrom können die Tarifzeiten darstellen, die von Netzbetreiber zu Netzbetreiber anders sein können.

Über unseren Tarifrechner lassen sich viele verfügbare Stromtarife vergleichen. Prüfen Sie bei Nachtspeicherheizungen zusätzlich lokale Stadtwerke/Grundversorger und Anbieter direkt – besonders bei gemeinsamer Messung. Vielleicht sind die regulären Tarife sogar günstiger als die Nachtstrom-Tarife Ihres Grundversorgers:

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Mit dem Stromrechner einfach den passenden Stromtarif finden. Der von uns verwendetet Stromrechner von Verivox ist mehrfach ausgezeichnet worden. Der… weiterlesen

Immer die Uhrzeit im Blick

Die HT-/NT-Zeiten sind regional unterschiedlich: Häufig gilt HT tagsüber etwa von 6 bis 22 Uhr und NT nachts, die konkreten Zeiten legt jedoch der Netzbetreiber fest. Prüfen Sie deshalb Tarifblatt und Schaltzeiten – auch für Wochenenden und Feiertage, weil Sonderregeln regional abweichen können.

Der Sparvorteil kann damit zu Lasten der Flexibilität gehen. Wer zusätzlich Haushaltsstrom in NT-Zeiten verlagern möchte, sollte die Schaltzeiten kennen und größere Verbraucher entsprechend planen.

Dynamische Tarife und Smart Meter: neue Optionen für Nachtspeicher-Haushalte

Bewegung in den Markt bringen dynamische Stromtarife: Seit Anfang 2025 muss jeder Stromlieferant einen Tarif anbieten, dessen Preise den Börsenstrompreisen folgen (§ 41a EnWG). Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Für Nachtspeicher-Haushalte kann das interessant sein, wenn Zähler, Steuerung und Tarifmodell flexible Ladezeiten zulassen – das alte Prinzip „nachts ist der Strom billig“ wird damit flexibler. Wichtig außerdem: Für vor 2024 angeschlossene Nachtspeicherheizungen mit bisher reduzierten Netzentgelten gelten die alten § 14a-Regelungen grundsätzlich weiter – nach Bundesnetzagentur bis zur Beendigung der Vereinbarung oder Außerbetriebnahme. Die Übergangsfrist bis Ende 2028 betrifft vor allem andere steuerbare Bestandsanlagen. Wer ohnehin über eine Modernisierung nachdenkt, findet im Ratgeber zum Austausch von Nachtspeicherheizungen die wichtigsten Optionen.

Was tun mit der Nachtspeicherheizung?

Welcher Weg sich lohnt, hängt von Tarif, Messtechnik und den Plänen fürs Gebäude ab.

WennHeizung bleibt vorerst – klassischer Nachtstromtarif vorhanden

Dann Tarif und Ladezeiten prüfen

Prüffall

Heizstrom-Tarife vergleichen, auch wenn die Auswahl regional klein sein kann, und die Ladezeiten der Öfen an die Tariffenster anpassen.

WennSmart Meter vorhanden oder geplant

Dann Dynamischen Tarif durchrechnen

Neue Option

Seit 2025 muss jeder Lieferant dynamische Tarife anbieten. Wer die Ladezeiten in günstige Börsenstunden legt, kann die alte Nachtstrom-Logik flexibel ersetzen.

WennGebäude wird ohnehin modernisiert

Dann Austausch der Nachtspeicher prüfen

Effizientere Systeme senken den Verbrauch deutlich. Die Optionen und Kosten zeigt der Ratgeber zum Austausch von Nachtspeicherheizungen.

Quelle: Bundesnetzagentur, Verbraucherzentrale
Nachtspeicherheizung: Alternative effizientere Heizsysteme
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Nachtspeicherheizung ersetzen

Lohnt es sich die alte Nachtspeicherheizung auszutauschen und in ein neues Heizungssystem zu investieren? Wie hoch sind die Investitionen? weiterlesen

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