Strom sparen beim Warmwasser

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Rund ums Wasser: So spart man Strom

Wasserhahn © pixelot, stock.adobe.com
Strom sparen beim Warmwasser © pixelot, stock.adobe.com

Für viele Menschen ist es so selbstverständlich, dass sie gar nicht mehr darüber nachdenken: Sobald sie den roten Wasserhahn aufdrehen, kommt heißes Wasser. Doch gerade dieser Komfort schluckt sehr viel Energie. Ebenfalls wie bei der Energie, die fürs Heizen benötigt wird, entfällt auf die Warmwassergewinnung auch ein großer Batzen an Kosten, die jährlich anfallen. Es gibt jedoch Wege, diese Kosten zu senken, ohne sich beim Warmwasser einschränken zu müssen.

Die Heizung: Der größte Energieverbraucher des Hauses
Die Heizung und Warmwasser: Der größte Energieverbraucher des Hauses

So spart man beim Waschen

Wer richtig wäscht, kann viel Strom sparen, zum Beispiel mit der richtigen Temperatur. Wer die Maschine auf maximal 60 Grad einstellt, kann seinen Geldbeutel entlasten. 95 Grad sind meist nicht nötig, um Wäsche sauber zu waschen. Allein durch den Verzicht auf diese Waschtemperatur kann man den Stromverbrauch um circa 30 Prozent drosseln. Auch Vorwäsche ist in der Regel überflüssig, wodurch Verbraucher wiederum 30 Prozent an Energie einsparen können.

Wer ohne Schonwaschgang wäscht, kann ebenfalls viel Energie sparen. Im Vergleich zu normalen Waschprogrammen werden hierfür vier Mal so Strom sowie die fünffache Menge an Wasser benötigt. Zudem sollte die Maschine vor dem Einschalten gut voll sein.

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Nach Möglichkeit Energiesparprogramme verwenden

Ratsam ist außerdem die Verwendung von Energiesparprogrammen. Die meisten Maschinen bieten heute diese Programme an. Dennoch sollte man schon beim Kauf ein Augenmerk darauf legen, ob das Produkt über derlei Programme verfügt. Auch sollte man darauf achten, dass die Maschine einen möglichst geringen Strom- und Wasserverbrauch hat. Pro Durchlauf benötigen Waschmaschinen etwa 35 bis 50 Liter Wasser.

So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen
So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen

Den Stromverbrauch kann man dadurch reduzieren, dass die Maschine an die Warmwasserleitung angeschlossen wird. Falls die Maschine keinen dafür vorgesehen Anschluss hat, können besondere Vorschaltgeräte helfen. Der Spareffekt greift aber nur dann, wenn das Wasser zum Beispiel mit Solarenergie erwärmt wird. Wird Wasser mittels Strom erhitzt, ist der Spareffekt hinfällig.

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Tipps zum Trocknen

Trockner verbrauchen sehr viel Strom. Daher ist es ratsam, zuvor die Wäsche auf der höchsten Stufe optimal zu schleudern, um der Wäsche so möglichst viel Flüssigkeit zu entziehen. Je höher die Umdrehungszahl desto besser. Wer das Schleuderprogramm auf 1.600 Umdrehungen pro Minute statt auf 900 Umdrehungen einstellt, kann beim Trockner rund 25 Prozent an Strom einsparen.

Beim Wäschetrockner Strom sparen
Beim Wäschetrockner Strom sparen

Am kostensparendsten ist natürlich die Leine, um Wäsche zu trocknen. Wer aufs Trocknen durch Wind und Sonne setzt und dafür auf den Wäschetrockner verzichtet, kann bei einem Vier-Personen-Haushalt cicra 480 Kilowattstunden im Jahr sparen. Das macht rund 90 Euro aus.

Bei Sonnenschein: Gönnen Sie dem Trockner eine Pause
Bei Sonnenschein: Gönnen Sie dem Trockner eine Pause

Elektroboiler sind ineffiziente Stromfresser

Noch größere Stromfresser als Wäschetrockner sind Elektroboiler, um Wasser zu erhitzen. Sie verbrauchen jährlich bis zu 3.200 Kilowattstunden an Energie. Wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Haushaltes mit drei Personen bei 3.800 Kilowattstunden liegt, erschließt sich erst, welche Energieschleudern Elektroboiler sind. Deshalb verwendet sie heute kaum noch jemand.

Wer dennoch nicht auf einen elektrischen Boiler verzichten möchte, sollte sich zumindest ein Gerät anschaffen, das die Temperatur des Wassers elektronisch steuert. Eine maximale Wassertemperatur von 60 Grad ist vollkommen ausreichend.

Für die Warmwassergewinnung ist eine Solaranlage eine gute Alternative. Wem es nicht möglich ist, eine solche Anlage auf dem Dach anzubringen, der sollte zumindest eine Gastherme verwenden.

Tipps fürs Spülen

Ähnlich wie bei Waschmaschinen, sollten Verbraucher auch hier ein wassersparendes Modell auswählen. Eine Spülmaschine sollte pro Durchlauf nicht mehr als 17 Liter verbrauchen. Ebenso sollten auch sie voll beladen sein, bevor sie eingestellt werden. Ist die Maschine nicht voll, sollte man wenigstens ein Sparprogramm auswählen.

Geschirrspüler © photopixel, stock.adobe.com
Eine Spülmaschine sollte voll beladen werden © photopixel, stock.adobe.com

Duschen: Besser als Baden

Ein warmes Bad ist sicherlich wohltuend – allerdings nicht für den Geldbeutel, wenn man Energie sparen möchte. Mindestens 150 Liter Warmwasser werden für ein Vollbad benötigt. Wer duscht, verbraucht dagegen lediglich 35 Liter. Besondere Duschköpfe können helfen, die Stromkosten bis um die Hälfte zu reduzieren. Wer beim Duschen noch weiter sparen möchte, der stellt das Wasser zum Einseifen komplett ab.

Warmwasser durch die Kraft der Sonne

Immer mehr Verbraucher nutzen Solaranlagen, um Warmwasser zu erzeugen. Rund zwei Quadratmeter an Sonnenkollektoren pro Person reichen aus, um 60 Prozent Wassers zu erhitzen, das man jährlich braucht. In Gebieten mit mehr Sonnenstrahlung liegt der Anteil sogar noch höher als 60 Prozent.

Solarthermie: Gewinnung von Wärme für die Warmwasserbereitung und Heizung
Solarthermie: Gewinnung von Wärme für die Warmwasserbereitung und Heizung

Die globale Sonnenstrahlung reicht sogar aus, um während der kalten Jahreszeit für genügend Warmwasser zu sorgen, da die Kollektoren diese Strahlung nach Angaben des Verbraucherportals Verivox in ausreichendem Maße umwandeln. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt aus Essen hält die globale Strahlung indes nicht für ausreichend. Er empfiehlt die zusätzliche Verwendung eines Heizkessels, so dass keine Engpässe entstehen.

Für viele Verbraucher ist die staatliche Förderung zudem ein Anreiz, eine Solaranlage zu installieren: Wer Kollektoren für die Warmwassergewinnung auf dem Dach anbringt, kann von staatlichen Fördermitteln und verbilligten Kreditzinsen profitieren. Hier finden Sie weitere Informationen zur staatlichen Förderungen von Solarthermie-Anlagen.

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