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Wasser sparen: Küche

Sinnvoll Wasser sparen in der Küche

Die Küche ist einer der Orte in jeder Wohnung, an dem – oft unbewusst – große Mengen an Wasser verbraucht werden. Allein für das Geschirrspülen wendet jeder Deutsche sechs Prozent seines direkten Wasserverbrauchs auf. Dies entspricht – bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Gebrauch von 121 Litern am Tag – einer Menge von täglich gut sieben Litern Trinkwasser. Pro Jahr ergibt dies einen Trinkwasserverbrauch von rund 2.650 Litern. Hinzu kommen alltägliche Handlungen in der Küche, die den persönlichen Wasserverbrauch zusätzlich in die Höhe treiben. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über einfache Maßnahmen, die auch in der Küche zu einer deutlichen Reduzierung des Wasserverbrauchs führen.

Wasser-Armatur in der Küche © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
Wasser-Armatur in der Küche © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
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Den Geschirrspüler bewusst einsetzen

Neuere Geschirrspülmaschinen benötigen im Allgemeinen schon eine relativ geringe Wassermenge – im Eco-Programm je nach Gerätegröße oft nur rund 9 bis 12 Liter pro Reinigungsvorgang. In diesem Fall ergeben sich die Einsparungsmöglichkeiten vor allem durch den bewussten Umgang mit dem Gerät.

Dieser bewusste Umgang beginnt bereits beim Einräumen des Geschirrs in die Maschine. Mit Übersicht und ein wenig Geduld ist es oft möglich, deutlich mehr Geschirr in der Spülmaschine unterzubringen, als viele Anwender vermuten. Dabei ist es vollkommen ausreichend, Teller und Co. vor dem Einräumen oberflächlich (ohne Wasser) von größeren Essensrückständen zu säubern.

Das Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser führt, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht zu einer Verbesserung des Reinigungsergebnisses. Vielmehr wird dadurch wertvolles Wasser vergeudet. Um ein allzu hartnäckiges Ankleben von Essensresten zu vermeiden, genügt es bereits, den Geschirrspüler stets geschlossen zu halten.

Geschirrspüler © photopixel, stock.adobe.com
Geschirrspüler am besten nur komplett gefüllt laufen lassen © photopixel, stock.adobe.com

Wer die Geschirrspülmaschine erst wirklich dann in Betrieb nimmt, wenn diese tatsächlich komplett gefüllt ist, spart automatisch Wasser. In der Tat arbeiten nur vollständig gefüllte Geräte wirklich energieeffizient. Möglicherweise vorhandene Sparprogramme tragen dazu bei, den Wasserverbrauch zusätzlich zu reduzieren.

Kurz- oder Schnellprogramme sollten im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser möglichst vermieden werden. Zwar verkürzen solche Programme die Zeit des Reinigungsvorgangs, hinsichtlich des Wasser- sowie des Stromverbrauchs sind sie jedoch keineswegs effizient und daher nicht zu empfehlen. Hier gilt dasselbe wie bei Waschmaschinen: Am meisten Energie wird für das Aufheizen des Wassers benötigt. Hat anschließend das Reinigungsmittel zudem bei Kurzprogrammen weniger Zeit, einzuwirken, dann muss das Wasser stärker erhitzt werden oder öfter mit Wasser gespült werden – beides vermindert die Energieeffizienz.

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Der neue Geschirrspüler

Die konsequente Weiterentwicklung der Geräte führt dazu, dass sich die Spülmaschinen von Generation zu Generation nicht nur technisch verbessern, sondern gleichzeitig auch einen geringeren Verbrauch hinsichtlich des Wassers und des Stroms aufweisen. Je nach Größe des Geräts kann davon ausgegangen werden, dass ein Geschirrspüler pro Reinigungsvorgang lediglich rund 9 bis 12 Liter Wasser benötigt – kompakte 45-Zentimeter-Geräte teils weniger.

Das zumeist vorhandene Sparprogramm verlängert zwar den jeweiligen Reinigungsvorgang, bewirkt jedoch einen geringeren Wasserverbrauch, als dies bei den jeweiligen Standardprogrammen der Fall ist. Kurzprogramme sind hinsichtlich eines bewussten Umgangs mit unseren Ressourcen zu vermeiden. Sie mögen zwar in Ausnahmefällen praktisch sein, bewirken jedoch insgesamt exakt den umgekehrten Effekt.

Moderne Geräte mit Beladungs- und Schmutzsensoren (oft als Automatikprogramm bezeichnet) passen Wassermenge und Temperatur an die tatsächliche Beladung an und senken den Verbrauch so zusätzlich. Wer sich einen neuen Geschirrspüler kaufen möchte, sollte auch auf den Wasserverbrauch achten. Auf dem EU-Label für Geschirrspüler finden Verbraucher auch einen Hinweis zum Wasserverbrauch des Gerätes.

Die Armatur

Direkten und unmittelbaren Einfluss auf den Wasserverbrauch in der Küche hat der Einsatz der passenden Armatur. Die richtige Wahl spielt in diesem Fall vor allem unter dem Aspekt eine Rolle, dass der Spareffekt moderner Armaturen täglich mehrfach greift – immer dann, wenn mal eben schnell der Wasserhahn aufgedreht wird.

Ältere Armaturen können jederzeit mit kostengünstigen Luftsprudlern nachgerüstet werden. Solche Luftsprudler (auch Strahlregler genannt) vermischen den Wasserstrahl mit Luft und reduzieren den Durchfluss je nach Modell um 30 bis 50 Prozent. Entsprechende Nachrüstsätze sind für wenige Euro erhältlich und können von Laien mit wenigen Handgriffen montiert werden. Eine Ausnahme gilt für Haushalte mit hydraulischem Durchlauferhitzer: Hier sind Durchflussbegrenzer laut Verbraucherzentrale oft ungeeignet – vorab die Herstellerangaben prüfen. Einen Überblick über weitere Spar-Helfer – vom Duschkopf bis zum Wasserstopper – gibt unser Ratgeber zu Wasserspar-Gadgets.

Auch in der Küche sind Einhandmischer unbedingt zu empfehlen. Bei dieser Bauart wird unter anderem die gewünschte Wassertemperatur rascher eingestellt. Gegenüber einer Armatur mit zwei Griffen senkt ein Einhandmischer den Verbrauch vor allem deshalb spürbar, weil die gewünschte Temperatur schneller eingestellt ist und weniger Wasser ungenutzt in den Abfluss läuft.

Beispielrechnung: Strahlregler an der Küchenarmatur

Ohne Strahlregler: rund 5 Minuten Zapfzeit am Tag bei 9 Litern pro Minuteca. 16.400 l im Jahr
Mit Strahlregler: rund 40 Prozent weniger Durchflussca. 9.900 l im Jahr
Ersparnis pro Jahrrund 6.500 Liter (6,5 m³) im Jahr
Eigenes Rechenbeispiel heizsparer.de – Annahmen: 5 Minuten Zapfzeit täglich, Durchfluss 9 l/min ohne bzw. rund 5,4 l/min mit Strahlregler; bei 4 bis 5 €/m³ für Trink- und Abwasser (regional unterschiedlich) entspricht das etwa 25 bis 35 € pro Jahr
Der Luftsprudler ist schnell eingebaut und hilft beim Wasser sparen
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Das Geschirrspülen von Hand

In den meisten Haushalten hat die Geschirrspülmaschine den Abwasch von Hand abgelöst. Dies erfreut nicht nur jene Menschen, die gerne auf diese Tätigkeit verzichten oder Spülhände vermeiden wollen. Auch hinsichtlich eines reduzierten Wasserverbrauchs hat diese Entwicklung große Vorteile.

Geschirrspülmaschinen kommen entgegen weit verbreiteter Meinung mit deutlich weniger Wasser aus als dies bei einem Abwasch von Hand möglich ist. So nimmt das Geschirrspülen von Hand unter fließendem Wasser schnell 30 bis 50 Liter für dieselbe Menge an Geschirr in Anspruch, die eine voll beladene Spülmaschine mit rund 10 Litern Wasser reinigt.

Falls ein Geschirrspülen von Hand nicht vermeidbar ist, so empfiehlt es sich, dies zwar seltener zu tun, dafür jedoch stets größere Geschirrmengen zu waschen. Auf das Abspülen mit klarem Wasser bei konstant geöffnetem Wasserhahn sollte dagegen möglichst verzichtet werden.

Spülmaschine oder Handspülen: Wasser und Energie im Vergleich

MethodeWasser pro AbwaschEnergiePraxis-Tipp
Spülmaschine, voll beladen (Eco-Programm)ca. 9–12 lheizt das Wasser einmal effizient in der Maschine auferst starten, wenn das Gerät voll ist
Handspülen unter fließendem Wasserca. 30–50 lbenötigt laufend warmes Wasserwenn nötig: im gefüllten Becken spülen, nicht unter dem Strahl
Quellen: Öko-Test, Umweltbundesamt – Stand 2026

Warmwasser im Blick: doppelt sparen

Ein großer Teil des Wassers in der Küche wird warm gezapft – und Warmwasser kostet doppelt, weil neben dem Trinkwasser auch die Energie für das Aufheizen bezahlt werden muss. Die Warmwasserbereitung gehört in den meisten Haushalten nach der Heizung zu den größten Energieposten. Wer die Spülmaschine statt der Handwäsche nutzt, zum Händewaschen kaltes Wasser wählt und den Einhandmischer nicht unnötig in Warmstellung lässt, senkt deshalb Wasser- und Energiekosten zugleich. Welche Maßnahmen sich beim warmen Wasser besonders lohnen, zeigt der Ratgeber Strom sparen beim Warmwasser; wie sich der Verbrauch in Euro niederschlägt, erklärt der Artikel Wasserkosten berechnen und sparen.

Der tropfende Wasserhahn

Ein tropfender Wasserhahn verursacht ein zusätzliches Mehr an Wasserverbrauch, das von den meisten Menschen gänzlich unterschätzt wird. Bereits ein leicht tröpfelnder Wasserhahn summiert sich übers Jahr auf mehrere hundert Liter – tropft es schneller, kommen leicht über 2.000 Liter zusammen. Eine schnelle Reparatur lohnt sich daher in aller Regel: Häufig genügt der Tausch einer Dichtung, den geübte Heimwerker selbst erledigen können; ansonsten hilft der Installationsbetrieb.

Ein tropfender Wasserhahn sollte schnell repariert werden
Ein tropfender Wasserhahn sollte schnell repariert werden
Strom sparen: Küche

Strom sparen in der Küche Wer beim Kochen, Backen, Spülen, Kühlen und Einfrieren Strom sparen möchte, der beginnt am besten… weiterlesen

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