Heizkosten sparen mit Solarthermie

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Heizkosten sparen durch Solarthermieanlagen

Solarthermie Röhrenkollektor © Manuela Fiebig, stock.adobe.com
Solarthermie Röhrenkollektor © Manuela Fiebig, stock.adobe.com

Rund 90 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt werden für Warmwasserbereitung und Heizung verwendet. Verbraucher sehen sich durch die steigenden Energiepreise in den vergangenen Jahren zunehmend nach Alternativen, um Heizkosten einzusparen. Thermische Solaranlagen bieten hierfür gute Möglichkeiten.

Die Sonne liefert das ganze Jahr über Energie, auch wenn sie nicht scheint. Diese Energie kann man mittels Solaranlagen einfangen und nutzen. Entweder durch Photovoltaikanlagen, in denen Sonnenstrahlen in elektrischen Strom umgewandelt werden oder durch thermische Solaranlagen, die der Warmwassergewinnung fürs Baden, Duschen oder Putzen oder der Unterstützung der Heizkraft dienen.

Immer mehr Menschen haben für die Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung ihre Dächer schon mit Kollektoren ausgestattet. Ende 2017 gab es rund 20,6 Mio Millionen Quadratmeter an installierter Solarkollektorfläche. Der Trend geht also hin zur Solarthermieanlage.

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Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?

Die Sonnenstrahlen treffen auf Kollektoren, die auf dem Dach installiert sind. In den Kollektoren befindet sich eine Flüssigkeit, die sich erwärmt, sobald Sonnenstrahlen auf sie treffen. Ist die Flüssigkeit, eine Art Frostschutzmittel, ausreichend erhitzt, wird sie mittels einer Pumpe weitergeleitet in einen Wärmetauscher.

Solarthermie zur Trinkwassererwärmung
Solarthermie zur Trinkwassererwärmung

Der Wärmetauscher gibt die Wärme ab auf das Trinkwasser im Speicher, wodurch es erhitzt wird. Sollte die durch Sonnenenergie gewonnene Wärme in diesem Speicher nicht ausreichen, wird das Wasser über einen zweiten Wärmetauscher, der an den Heizkessel angeschlossen ist, auf die richtige Temperatur erhitzt. Ein Ventil lässt überschüssigen Druck aus dem Speicher ab, sollte die Hitze zu groß werden.

Heizkosten sparen für warmes Wasser

Mit einer Anlage wie dieser kann man einen Großteil des benötigten Warmwassers gewinnen. Rund 60 Prozent des gesamten Energieaufwands entfallen auf den Bereich der Solarthermie. Solaranlagen bergen also eine hohes Sparpotential für Verbraucher. Übrigens gilt dies auch im Bereich der Stromgewinnung. Hierfür nutzen immer mehr Verbraucher Photovoltaik-Anlagen.

Die Sonnenstrahlen, die pro Jahr auf die Kollektorfläche auf dem Dach treffen, reichen in der Regel aus, um diese 60 Prozent zu erreichen – auch bei Wolken verhangenem Himmel. Für die Gewinnung der übrigen 40 Prozent benötigen Verbraucher einen Heizkessel.

Solarthermie zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung
Solarthermie zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Die richtige Größe einer Solarthermieanlage wählen

Pro Person geht man von einer Kollektorfläche von maximal zwei Quadratmetern aus. Für die Warmwasserversorgung einer vierköpfigen Familie genügen bereits zwei bis drei Kollektoren – ungeachtet der Jahreszeit. Wie das Verbraucherportal Verivox schreibt, wandeln die Kollektoren die globale Strahlung das ganze Jahr hindurch um. So wird auch im Winter warmes Wasser erzeugt.

Solarthermie-Anlagen richtig dimensionieren
Solarthermie-Anlagen richtig dimensionieren

Die Anlage sollte nicht zu klein sein. Sie sollte genügend Kapazitäten haben, um die gewünschte Menge an Warmwasser zu gewinnen. Auch lohnt sich der Anschaffungs- und Montageaufwand nicht, wenn die Anlage mangels Größe schlichtweg ihr Soll nicht erfüllen kann. Zu groß sollte die Anlage allerdings auch nicht sein. Denn dann besteht die Gefahr, dass viel mehr Wärme gewonnen wird, als man benötigt. Fachleute können hier die richtigen Auskünfte geben.

Das kostet eine Solarthermieanlage

Die Anschaffungskosten variieren je nach Größe und Leistungsstärke. Eine Anlage, die eine vierköpfige Familie versorgen soll, liegt bei etwa 5.000 Euro. Größere Modelle mit effizienteren Kollektoren können bis zu 8.000 Euro kosten. Mit einrechnen muss man Instandhaltung und Pflege, ebenso wie eine geringe Menge an Strom, die die Kollektoren benötigen. Die Installation auf dem Dach ist recht simpel. Auch die Montagekosten halten sich im Rahmen.

Anschaffungskosten einer Solarthermie-Anlage hängen von vielen Faktoren ab

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Überschaubare Kosten durch Zuschüsse

Was die Entscheidungsfindung für viele Verbraucher einfacher machen dürfte: Vielfach wird die Umrüstung auf Solaranlagen bezuschusst. Allerdings muss man hierbei ein paar Dinge beachten.

So werden nur noch Solaranlagen gefördert, die an bereits bestehenden Bauten installiert werden, nicht aber in Neubauten. Auch Anlagen, nur zur Gewinnung von Warmwasser verwendet werden, werden nicht mehr gefördert. Werden jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt, können Verbraucher eine zusätzliche Bonus- oder Innovationsförderung nutzen.

Solarthermie: Informieren Sie sich vor der Umsetzung über Fördermittel
Solarthermie: Informieren Sie sich vor der Umsetzung über Fördermittel

Die nötigen Informationen können sich Verbraucher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beschaffen. Darüber hinaus unterstützt die Förderbank KfW Bauvorhaben, die sich ums Thema ‚erneuerbare Energien‘ drehen. Die Bank bietet hierfür besonders zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse an. Anträge hierfür können Verbraucher bei ihrer Hausbank stellen.

Tipp: Wir haben einen eigenen Beitrag zur Solarthermie Fördrung veröffentlicht

Hervorragende Öko-Bilanz

Auch in Bezug auf den Umweltaspekt sind thermische Solaranlagen eine Überlegung wert. Die Ökobilanz solcher Anlagen ist beispiellos. Während des Prozesses der Wärmegewinnung entsteht kein Kohlendioxid. Auch werden keine begrenzt verfügbaren Rohstoffe benötigt.

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