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Stromwechsel Probleme

Probleme und Verzögerungen beim Wechsel des Stromanbieters

Der Wechsel des Stromanbieters ist im Prinzip für den Verbraucher eine einfache Sache. In der Regel müssen nur wenige Formalitäten erledigt werden. Zwar laufen die Wechsel zwischen den einzelnen Anbietern in der Regel problemlos, allerdings kann es vereinzelt Schwierigkeiten geben. Wir sagen Ihnen, woran es liegt und an wen Sie sich wenden können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Anbieterwechsel klappt meist reibungslos – seit dem 6. Juni 2025 erfolgt der technische Wechsel binnen 24 Stunden (§ 20a EnWG).
  • Häufigste Ursachen für Probleme: noch laufende Kündigungsfristen und fehlerhafte Angaben im Antrag.
  • Bei Problemen hilft die kostenlose Schlichtungsstelle Energie – die Stromversorgung ist während des Wechsels immer gesichert.
Stromanbieter wechseln © PhotographyByMK, stock.adobe.com
Selten kommt es beim Stromanbieterwechsel zu Problemen © PhotographyByMK, stock.adobe.com
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Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen beachten

Passieren kann es beim Stromanbieterwechsel beispielsweise, dass der Kunde nicht beachtet hat, dass der alte Vertrag mit seinem Stromlieferanten noch nicht kündbar ist. Der Wechsel ist dann in der Regel nicht möglich und auch der gewünschte neue Lieferant kann an dieser Lage nichts ändern.

Ab wann gilt der Stromanbieterwechsel als vollzogen?

Mit dem Wechselantrag geben Sie zunächst ein Angebot für einen neuen Liefervertrag ab; der neue Stromversorger kann dieses Angebot annehmen oder ablehnen. Erst wenn dieser die Annahme des Antrages bestätigt hat, ist der Vertrag zum Stromanbieterwechsel zustande gekommen. Ist der Vertrag geschlossen, läuft der eigentliche Wechsel seit dem 6. Juni 2025 deutlich schneller: Der technische Lieferantenwechsel muss nun innerhalb von 24 Stunden erfolgen (§ 20a EnWG).

So läuft der Anbieterwechsel ab

  1. Schritt 1
    Sie beauftragen den neuen Anbieter (Willenserklärung).
  2. Schritt 2
    Der neue Anbieter übernimmt Kündigung und Anmeldung und bestätigt den Wechsel zeitnah in Textform (seit 6/2025 binnen eines Werktags).
  3. ≤ 24 Std.
    Der technische Lieferantenwechsel erfolgt innerhalb von 24 Stunden (§ 20a EnWG).
  4. Am Wechseltag
    Zählerstand notieren, fotografieren und aufbewahren.
Quelle: Bundesnetzagentur · Stand 2026

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Wodurch entstehen Probleme beim Stromanbieterwechsel?

Häufig ist die Ursache für Probleme beim Stromanbieterwechsel die fehlerhafte oder komplett fehlende Kommunikation zwischen den beiden Stromlieferanten. Auch die Kündigungsfrist des alten Vertrages spielt mitunter eine nicht unerhebliche Rolle. Fehlerhafte oder fehlende Angaben auf den Formularen sind dem Kunden selbst anzulasten und können durchaus einige Schwierigkeiten verursachen. Will der bisherige Stromanbieter den Vertrag nicht freigeben, muss der neue Anbieter darauf angemessen reagieren. Der Kunde selbst hat hierauf jedoch nur wenig Einfluss.

So vermeiden Sie Probleme beim Wechsel

Kündigungsfrist des alten Vertrags vorab prüfen – sonst scheitert der Wechsel.
Antragsdaten wie Zählernummer und Adresse korrekt und vollständig angeben.
Bonität im Blick behalten: Bei offenen Schulden lehnen manche Anbieter den Wechsel ab.
Am Wechseltag den Zählerstand notieren und per Foto sichern.
Alle Unterlagen und Bestätigungen zum Wechsel aufbewahren.
Quelle: Verbraucherzentrale · Stand 2026
Probleme vermeiden: So gelingt der Stromanbieterwechsel
Probleme vermeiden: So gelingt der Stromanbieterwechsel

Was tun bei Problemen beim Stromanbieterwechsel?

Seit es die Möglichkeit gibt, den Stromanbieter zu wechseln, hat bei den meisten Stromkunden der Wechsel problemlos geklappt. Nur in Einzelfällen kommt es zu einer schleppenden Bearbeitung der Aufträge oder Servicemängeln, die mit dem Stromanbieterwechsel einhergehen.

Bei Problemen und Unstimmigkeiten schieben sich der alte und der neue Versorger jedoch meist gegenseitig die Schuld dafür zu und der Kunde weiß häufig nicht mehr, an wen er sich tatsächlich wenden muss und soll. Hier können sich dann ärgerliche Zeitverzögerungen ergeben.

Beruhigend ist: Während eines Wechsels bleibt die Stromversorgung immer gesichert. Klappt der Wechsel einmal nicht rechtzeitig, springt automatisch die Grund- bzw. Ersatzversorgung ein – ohne Strom sitzt also niemand da.

Wer den Stromanbieter wechseln möchte, der sollte bestenfalls schon bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, dass dieser möglichst eine kostenlose Hotline angibt, die bei Problemen angerufen werden kann. Dies spart Kosten und häufig lässt sich direkt schon per Telefon klären, wie der weitere Verlauf des Anbieterwechsels aussehen wird.

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Dokumentieren Sie den Anbieterwechsel

Am Tag des Wechsels sollte jeder Kunde den Zählerstand notieren, denn nur wenn dieses Ergebnis an den neuen Anbieter weitergegeben wird, ist eine taggenaue Abrechnung gewährleistet. Um eventuelle Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man zum Ablesen des Stromzählers einen Zeugen mitnehmen und/oder den Zählerstand mit einem Foto festhalten. Alle Dokumente zum Wechsel sollten aufgehoben werden, damit die Vorgänge im Streitfall belegt werden können.

Strmanbieterwechsel: Die Stromversorgung ist gesichert
Stromanbieterwechsel: Die Stromversorgung ist gesichert

An wen kann man sich bei Problemen noch wenden?

Verbraucher können sich bei Problemen auch an die Schlichtungsstelle Energie wenden. Träger der Schlichtungsstelle sind die Verbände der Energiewirtschaft und der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Die Schlichtungsstelle Energie ist als zentrale Schlichtungsstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten zwischen Energieversorgungsunternehmen und Verbrauchern anerkannt.

Die Schlichtungsstelle Energie gibt kostenlos Handlungsempfehlungen
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Des Weiteren sind die Verbraucherzentralen ein weiterer guter Anlaufpunkt bei Schwierigkeiten beim Anbieterwechsel.

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