Heizstrom

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Heizstrom – Strom zum Heizen zu Sondertarifen

Heizkosten sparen © Digitalpress, fotolia.com
Heizkosten sparen mit Heizstromtarifen © Digitalpress, fotolia.com

Am Tag des Wechsels sollte jeder Kunde den Zählerstand notieren, denn nur wenn dieses Ergebnis an den neuen Anbieter weitergegeben wird, ist eine taggenaue Abrechnung gewährleistet. Um eventuelle Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man bei Ablesen des Stromzählers einen Zeugen mitnehmen und/oder den Zählerstand mit einer Digitalkamera festhalten.

Stromheizungen: Teuer und schlecht fürs Klima

Mit dem Begriff „Stromheizung“ sind einerseits Speicherheizungen wie die Nachtspeicherheizung und andererseits Direktheizungen gemeint. Das sind Heizsysteme wie eine mit Strom betriebene Infrarotheizung, die den zugeführten Strom direkt in Wärmeenergie umsetzen. Verbraucherzentrale.de warnte im September 2020: Während die Nachtspeicherheizung mit vergünstigtem Heizstrom betrieben werden kann, lassen sich für Infrarotheizungen nur selten vergünstigte Heizstromtarife nutzen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Nachtspeicherheizungen eine finanziell überzeugende Art der Wärmeerzeugung sind. Dabei galten sie vor etwa 50 bis 60 Jahren als sehr modern und komfortabel. Das Funktionsprinzip dieser Heizungen ist einfach: Elektrischer Strom wird in Wärme umgewandelt und in dem gut isolierten Heizkörper gespeichert. Anschließend wird die Wärme konstant wieder abgegeben.

Wenn schon mit Strom heizen dann am besten mit Ökostrom
Wenn schon mit Strom heizen dann am besten mit Ökostrom

Im Vergleich zu vielen anderen Heizsystemen sind die Betriebskosten einer Nachtspeicherheizung heute in der Regel deutlich höher. Energieexperten nennen als den Preis pro Kilowattstunde für eine mit Heizstrom betriebene Nachtspeicherheizung Werte von über 20 Cent. Dagegen liegen Erdgas- und Heizölheizungen bei deutlich unter zehn Cent. In der Klima-Bilanz muss man berücksichtigen, wie der als Heizstrom verkaufte Strom erzeugt wurde. Laut Energieagentur NRW (Stand 10/2020) wird durch Heizen mit Nachtspeicherheizungen beim aktuellen Strommix in Deutschland deutlich mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) an die Umwelt abgegeben als beim Heizen mit den fossilen Brennstoffen Öl oder Erdgas. Nutzt man jedoch konsequent Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, sei die Energiebilanz besser, schreibt die Agentur.

Fakt ist: Die Nachtspeicherheizung ist mittlerweile zwar die Ausnahme, aber ganz wenige Haushalte sind es nicht, die noch immer mit diesem Heizsystem ausgestattet sind. Laut der Studie „Wie heizt Deutschland 2019?“ des BDEW Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft wird in 2,6 Prozent von 40,6 Millionen Wohnungen nach wie vor Strom fürs Heizen mit (Nacht-) Stromspeicheröfen verwendet. Das entspricht einer absoluten Zahl von 105.560 Wohnungen. Nimmt man alle Varianten des Heizens mit Strom, steigt der Anteil an allen Wohnungen auf 4,8 Prozent (194.880 Wohnungen).

Besonders wichtig: Beim heizen mit Strom günstige Stromtarife nutzen
Besonders wichtig: Beim heizen mit Strom günstige Stromtarife nutzen

Kostensenkung durch Sondertarife

Für den Betrieb solcher Nachtspeicheröfen werden bis heute besondere Stromtarife angeboten. Der sogenannte Nachtstrom oder auch Niedertarifstrom. Im Vergleich zum regulären Tagstrom oder Hochtarif ist der Nachtstrom etwas günstiger. Um den Nachtstrom nutzen zu können ist ein spezieller Stromzähler nötig, der den Stromverbrauch in den unterschiedlichen Tarifen erfasst. Trotz des günstigeren Tarifes bleibt die Nutzung elektrischer Heizungen im Vergleich zu anderen Heizungsarten oftmals die teuerste.

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Inzwischen mehr Tarifwahl für Heizstrom

Ein großer Nachteil für Verbraucher ist, dass sie nur eine relativ geringe Tarifauswahl für den Heizstrom haben. In der Regel hat man eine deutlich größere Auswahl, wenn man beispielsweise die Angebote der Tagstrom- oder Erdgas-Anbieter vergleicht. Trotzdem lohnt sich mittlerweile vielfach auch der Vergleich zwischen verschiedenen Heizstrom-Anbietern, der mit unserem Heizstromrechner möglich ist.

Heizstrom und Wärmepumpenstrom: Ein Anbieterwechsel kann lohnen
Heizstrom und Wärmepumpenstrom: Ein Anbieterwechsel kann lohnen

Sonder-Stromtarife für Wärmepumpen

Mit Heizstrom ist auch derjenige gemeint, der für den Betrieb vieler Wärmepumpen nötig ist. Wärmepumpenstrom ist ein weiterer für ihn genutzter Name. Im Gegensatz zur Nachtspeicherheizung ist die Wärmepumpe oft wirtschaftlich als ein fest zum Heizen eingeplanter und nicht nur ausnahmsweise betriebener Bestandteil des Heizsystems sinnvoll. Mit unserem Heizstromrechner können Sie die Tarife inzwischen vergleichen.

Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten

Wärmepumpen gewinnen die Wärme zum Heizen aus der Umwelt, etwa aus dem Boden oder dem Grundwasser. Deshalb benötigen sie zur Wärmeerzeugung keine Brennstoffe wie Öl oder Holz. Zum Betrieb wird aber Strom (seltener: Gas) benötigt. Da die benötigten Gas- bzw. Strommengen gering sind, ist das jedoch nur selten ein Manko. Trotzdem gilt: Die Wärmepumpe sollte jedoch genau auf die benötigte Wärmeleistung angepasst sein, damit diese im Prinzip sehr umweltfreundliche Technik nicht mehr Strom als nötig verbraucht.

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