Stromtarife für Wärmepumpen
Wärmepumpen benötigen Strom, um die verfügbare Umweltwärme zum Heizen nutzen zu können. Um Wärmepumpen kostengünstig betreiben zu können, sollten Verbraucher unbedingt die insbesondere für Wärmepumpen zur Verfügung stehenden Stromtarife nutzen. Damit kostet der Strom für Wärmepumpen rund ein Fünftel weniger als andere, „normale“ Tarife für Haushaltsstrom bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- Spezielle Wärmepumpentarife sind spürbar günstiger als normaler Haushaltsstrom; Wärmepumpenstrom lag 2025 amtlich bei rund 27 Cent pro kWh.
- Seit der § 14a-Reform 2024 gibt es die pauschale Netzentgelt-Reduzierung ohne separaten Zähler; abgeschaltet wird nicht mehr, nur kurz gedrosselt.
- Ob sich ein eigener Tarif mit Zähler lohnt, hängt vom Verbrauch ab – Tarife regelmäßig vergleichen.

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Zu finden sind diese speziellen Tarife unter dem Stichwort Heizstromtarife. Diese gibt es sowohl für Nachtspeicherheizungen als auch für Wärmepumpen.
Wärmepumpenstrom ist häufig günstiger als gewöhnlicher Haushaltsstrom: Während Haushaltsstrom 2026 im Schnitt bei rund 37 Cent pro kWh liegt, weist der Monitoringbericht 2025 für Wärmepumpen mit getrennter Messung 27,44 Cent pro kWh aus; aktuelle Spezialtarife können regional darunter oder darüber liegen. Die konkreten Preise schwanken aber je nach Region, Netzbetreiber und Tarifmodell. Im Monitoringbericht wird auch festgestellt, dass die Wechseltätigkeit bei den Heizstromtarifen für Wärmepumpen vergleichsweise niedrig ausfällt verglichen mit der Wechseltätigkeit bei Haushaltsstrom.

Wieso ist der Strom für Wärmepumpen billiger als normaler Haushaltsstrom?
Wärmepumpenstrom wird von den Energieversorgungsunternehmen billiger abgegeben als Haushaltsstrom. Dies liegt unter anderem daran, dass einige Gemeinden die sogenannte Konzessionsabgabe bei Strom für Wärmepumpen nicht erheben. Die Konzessionsabgabe ist kein Prozentsatz, sondern ein gesetzlich begrenzter Betrag je Kilowattstunde, den Energieversorgungsunternehmen an Kommunen zahlen. Für Haushaltsstrom liegt sie je nach Gemeindegröße typischerweise bei 1,32 bis 2,39 ct/kWh; bei Sonder- und Heizstromtarifen kann sie niedriger ausfallen.
Aber auch die Kosten für den Transport des Stroms durch das Netz, das sogenannte Netzentgelt, das wiederum die Netzbetreiber erheben, ist deutlich billiger als bei Haushaltsstrom. Hier verbergen sich die anderen 5 Cent gegenüber dem durchschnittlichen Preis für Haushaltsstrom. Es ist allerdings zu beachten, dass die Netzbetreiber diese Ermäßigung der Netzentgelte nur unter bestimmten Voraussetzungen gewähren.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Wärmepumpen-Stromtarif nutzen zu können?
Seit der Neuregelung von § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zum 1. Januar 2024 erhalten neue Wärmepumpen mit einer elektrischen Netzanschlussleistung von mehr als 4,2 Kilowatt als steuerbare Verbrauchseinrichtungen reduzierte Netzentgelte. Damit das funktioniert, sind im Wesentlichen zwei Punkte wichtig:
- Die Wärmepumpe muss als steuerbare Verbrauchseinrichtung netzorientiert steuerbar sein. Bei drohender Netzüberlastung darf der Netzbetreiber den netzwirksamen Leistungsbezug vorübergehend begrenzen; eine Mindestleistung von 4,2 Kilowatt muss bereitstehen. In der Praxis soll die Wärmeversorgung dadurch weiter möglich bleiben; kurze Begrenzungen überbrückt meist der Warmwasser- oder Pufferspeicher.
- Ein eigener, separater Zähler ist seit der Neuregelung keine Voraussetzung mehr. Die pauschale Netzentgelt-Reduzierung (Modul 1) gibt es ohne zusätzliche Messung; ein separater Zähler ist technische Voraussetzung für Modul 2. Das zeitvariable Netzentgelt (Modul 3) kann seit April 2025 nur zusammen mit Modul 1 gewählt werden.

Wann lohnt es sich, auf einen besonderen Stromtarif für Wärmepumpe umzustellen?
Sind die beiden oben genannten Bedingungen für den speziellen Heizstromtarif für Wärmepumpen erfüllt, muss allerdings noch genau betrachtet werden, ob sich der Umstieg auf den Stromtarif für Wärmepumpen auch lohnt.
Auch wenn pro kWh rund 8 Cent pro Kilowattstunde Kosten mit dem Wärmepumpentarif gespart werden können, stehen diesen je nach Verbrauch variablen Einsparungen auf der anderen Seite Fixkosten gegenüber:
- Für die pauschale Reduzierung (Modul 1) ist seit 2024 kein separater Zähler mehr nötig. Wer für Modul 2 oder 3 einen eigenen Zähler nutzt, zahlt dafür je nach Zähler, Ort und Anbieter eine Messstellengebühr – im Jahr grob zwischen 15 und 50 Euro.
- Für die netzorientierte Steuerung ist in der Regel ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) nötig, das schrittweise eingebaut wird. Die jährlichen Entgelte dafür sind gesetzlich gedeckelt; für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a fällt der Aufwand dadurch geringer aus als früher.
- Zusätzlich können für die Steuerungseinrichtung laufende Entgelte anfallen; bei grundzuständigen Messstellenbetreibern sind Einbau und Betrieb gesetzlich gedeckelt.
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Hier gilt es also, sehr genau seinen Verbrauch abzuschätzen und die jeweiligen Kosten gegenüber zu stellen, sodass die Gesamtkosten verglichen werden können.
Grob gesagt, lohnt es sich bei einem geringen jährlichen Verbrauch eher weniger, auf den Stromtarif für die Wärmepumpe umzustellen.
Lohnt sich ein spezieller Wärmepumpentarif?
1. Ist der jährliche Heizstromverbrauch hoch (großes Haus, hoher Wärmebedarf)?
2. Ist ein intelligentes Messsystem vorhanden oder geplant?
3. Wurde der Wärmepumpentarif mit dem Haushaltsstromtarif verglichen?
Seit der § 14a-Reform ist die Entscheidung allerdings einfacher geworden: Die pauschale Netzentgelt-Reduzierung (Modul 1) gibt es automatisch und ohne separaten Zähler. Ein eigener Zähler mit Modul 2 oder 3 lohnt sich vor allem dann, wenn der Wärmepumpenstrom-Verbrauch hoch ist und ein günstiger Arbeitspreis die zusätzlichen Messkosten übersteigt.

Warum sollte der Anbieter beim Heizstromtarif für Wärmepumpen gewechselt werden?
Für alle, die sich bereits für einen Heizstromtarif entschieden haben, ist es sinnvoll, die Tarife regelmäßig zu vergleichen. Hier gilt im Prinzip dasselbe wie für Kunden von Haushaltsstrom. Es bieten sich auch dieselben Vergleichsportale an, die für Haushaltsstromtarife verfügbar sind.
Beim Vergleich nach günstigeren Angeboten oder auch bei der ersten Suche nach einem passenden Stromtarif für Wärmepumpen können die Vergleichsportale sehr hilfreich sein. Es ist deutlich weniger aufwendig, als die jeweiligen Anbieterseiten selbst zu durchsuchen.
Angaben, die in den Vergleichsportalen gemacht werden müssen, um den richtigen Tarif zu finden, sind:
- Postleitzahl
- Zählerart (Ein- oder Zweitarifzähler)
- Jahresverbrauch (bei Zweitarifzählern müssen beide Verbrauchswerte eingegeben werden)
Anhand dieser Information suchen die Portale mögliche Anbieter. Wie üblich, können bei der Suche auch noch individuelle Wünsche eingestellt werden.
Besonders wichtig sind hier
Worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten

Mit dem Stromrechner einfach den passenden Stromtarif finden. Der von uns verwendetet Stromrechner von Verivox ist mehrfach ausgezeichnet worden. Der… weiterlesen



