Wärmepumpenstrom

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Ratgeber Wärmepumpenstrom

Stromzähler
Stromzähler © Gina Sanders, fotolia.com

Das Heizen mit Strom gilt als ineffizient, teuer und ökologisch nicht sinnvoll. Für die meisten Stromheizungen trifft dies auch zu. Anders sieht es bei Wärmepumpen aus. Sie benötigen zum Betrieb zwar auch Strom, gelten aber als sehr umweltfreundlich, da sie keine weiteren Energieträger benötigen und deutlich effektiver als andere Stromheizungen arbeiten. Dennoch ist es wichtig, beim Betrieb einer Wärmepumpe auf den passenden Stromtarif zu achten. Das Bundeskartellamt hat dafür gesorgt, dass es in Zukunft mehr Tarife für Wärmepumpenstrom geben dürfte.
Es empfiehlt sich die Tarife zu vergleichen. Stromtarife kann man ganz einfach mit unserem Stromtarifrechner vergleichen

Was sind Wärmepumpen?

Wärmepumpen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Unter anderem deshalb, weil zum Heizen mit Wärmepumpen keine Brennstoffe wie Öl oder Erdgas benötigt werden, deren Preise immer weiter steigen. Statt Brennstoffen nutzt eine Wärmepumpe Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser, um ein Haus zu beheizen oder Warmwasser zu erzeugen. Ganz ohne weitere Energiezufuhr funktioniert aber auch eine Wärmepumpe nicht. Neben der Wärme aus der Umwelt benötigt eine Wärmepumpe zum Betrieb auch noch Strom. Für vier Kilowattstunden Heizungs-Wärme wird etwa eine Kilowattstunde Strom benötigt.

Wer mit einer Wärmepumpe heizt, ist zwar von den Preisen für fossile Brennstoffe unabhängig. Dafür besteht jedoch eine Abhängigkeit von den Strompreisen. Anders als bei anderen Arten mit Strom zu heizen, ist der Stromanteil in den gesamten Wärmekosten jedoch vergleichsweise gering. Ein guter Stromtarif kann die Betriebskosten für eine Wärmepumpe dennoch stark senken.

Tipp: Weitere Information zu Wärmepumpen finden sie in unserer Übersicht
Tipp: Mit dem Heizstromrechner günstige Tarife für Wärmepumpenstrom finden
Tipp: Mit unserem Stromtarifrechner finden Sie die günstigsten Tarife

Wärmepumpenstrom – Heizstrom für Wärmepumpen

Wie auch andere Heizungssysteme, die mit Strom heizen, können auch Wärmepumpen mit sogenanntem Heizstrom betrieben werden. Unter Heizstrom werden bestimmte Tarife zusammengefasst, die speziell zum Heizen mit Strom angeboten werden. Die bekannteste Art ist wahrscheinlich der Nachtstrom, der insbesondere für Nachtspeicher-Öfen angeboten wird.

Anders als Nachtspeicher-Öfen brauchen Wärmepumpen jedoch immer Strom, wenn Wärme produziert wird. Ein zeitlich begrenzter Stromtarif wie der Nachtstrom kommt in der Regel nicht in Frage. Neben dem Nachtstrom gibt es daher eine weitere Art des Heizstromes – den Wärmepumpenstrom.

Als Wärmepumpenstrom bieten immer mehr Stromanbieter besondere Tarife für Strom an, der zum Betreiben von Wärmepumpen verwendet wird. Um den Stromverbrauch der Wärmepumpe vom übrigen Stromverbrauch im Haushalt unterscheiden zu können, wird der Strom für die Wärmepumpe über einen separaten Zähler erfasst.

Unterschiedlicher Tarife oder Anbieter durch separate Zähler

Durch die Verwendung von zwei Zählern ist es auch möglich, nicht nur grundsätzlich Strom zu verschiedenen Tarifen zu beziehen, sondern auch Strom von zwei unterschiedlichen Anbietern zu verwenden. Denn ein Anbieter, der einen günstigen Stromtarif für den regulären Haushaltsstrom anbietet, muss nicht auch automatisch einen günstigen Wärmepumpentarif anbieten.

Deutlich häufiger ist jedoch der umgekehrte Fall der Fall. Wärmepumpentarife werden bislang nur von vergleichsweise wenigen Stromerzeugern angeboten. Häufig handelt es sich dabei um lokale Anbieter wie zum Beispiel regionale Stadtwerke, deren regulären Stromtarife oft nicht als besonders günstig gelten. In einem solchen Fall könnte es sich durchaus lohnen den günstigen Wärmepumpentarif der örtlichen Stadtwerke zu nutzen und für den übrigen Haushaltsstrom einen günstigeren überregionalen Anbieter zu wählen.

Es lohnt sich also in jedem Fall, die Tarife für Heizstrom zu vergleichen und gegebenenfalls auch verschiedene Tarife unterschiedlicher Anbieter zu nutzen.

Künftig mehr Wettbewerb auf dem Markt für Heizstrom

Zur Zeit gibt es nur sehr wenige Anbieter, die spezielle Tarife für Wärmepumpenstrom anbieten. Das könnte sich in Zukunft ändern. Das Bundeskartellamt hat das Angebot für Heizstrom-Tarife untersucht und hat in einem Urteil massive Änderungen gefordert, die den Zugang für neue Anbieter stark erleichtern sollen. Somit könnte es in Zukunft mehr Angebote und auch mehr Wettbewerb unter den Anbietern von Heizstrom und damit auch für Wärmepumpenstrom geben. Das Heizen mit Wärmepumpen könnte daher bald noch lukrativer werden. Zumal die Preise für die immer knapper werdenden Energieträger wie Erdöl und Erdgas voraussichtlich wohl kaum sinken dürften.

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