Stromtarife FAQ

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Häufige Fragen zu Stromtarifen

Stromzähler
Stromtarife FAQ © Asiln, fotolia.com

Wir haben häufige Fragen zu Stromtarifen zusammengefasst.

Günstiger Stromtarif – Wie finde ich den passenden?

Wichtig bei der Suche nach einem alternativen Tarif ist die Kenntnis des eigenen Verbrauchs. Liegt der Stromverbrauch relativ hoch, kann die Tarifvariante mit einem höheren Grundbetrag, dafür aber niedrigeren kWh-Preisen geeigneter sein als der umgekehrte Fall. Aufschluss gibt auch unserer Tarifrechner, der die gewünschten Stromtarife übersichtlich auflisten und somit die verschiedenen verfügbaren Anbieter in einen direkten Vergleich stellen.

Möchte man in einen günstigeren Tarif bei dem selben Anbieter wechseln, ist es häufig nicht möglich die dargebotenen Rabatte und Boni in Anspruch zu nehmen, da diese lediglich für Neukunden reserviert sind. Im Zweifel muss man sich direkt bei dem betreffenden Anbieter informieren.

Wer ist der günstigste Stromanbieter?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. In Deutschland gibt es hunderte Stromlieferanten, die zusammen viele tausend Tarife anbieten. Hier hilft nur eins: informieren und vergleichen, bspw. mit dem Stromtarifrechner.

Bei den großen bzw. kommunalen Grundversorgern handelt es sich in der Regel nicht um die günstigsten Adressen. Gerade die Grundversorger wissen um die Unsicherheit und Unschlüssigkeit vieler Menschen bei diesem Thema und profitieren davon, indem sie die von ihnen angebotenen Grundtarife preislich vergleichsweise hoch ansetzen. Allerdings lohnt es sich stets, einen Blick in das Tarif-Programm des eigenen Anbieters zu werfen. Häufig finden sich hier günstige Tarife, die einen Wechsel lohnend erscheinen lassen.

Tipp: Mit unserem Stromtarifrechner finden Sie die günstigsten Tarife

Sind Spezialtarife mit Vorauskasse oder Paketpreisen immer günstiger?

Auch diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Solche Tarife können sich durchaus lohnen – wenn sie zum eigenen Verbrauch passen! Häufig sind diese Tarife wirklich günstiger. Aber hier ist Vorsicht geboten: Bei einem Vorauskasse-Tarif sollte man stets auf die Marktposition des Anbieters achten, denn bei einer Insolvenz kann im schlimmsten Fall das ganze im Voraus bezahlte Geld verloren sein. Und Paketpreise rechnen sich i.d.R. nur, wenn sichergestellt ist, dass über die im Vertrag vereinbarte Strommenge hinaus kein weiterer Verbrauch zu erwarten ist – denn dann kann es richtig teuer werden. Auch hier gilt die Empfehlung: informieren und vergleichen und im Zweifel auf Vorkasse und Paket-Tarife verzichten.

Abgeraten wird von Tarifen mit Kaution: Zum einen wird das Geld i.d.R. nicht verzinst, zum anderen gestaltet sich möglicherweise ein künftiger Anbieterwechsel komplizierter, wenn der aktuelle Anbieter die Rückzahlung der Kaution verzögert. Und schließlich kann, wie bei der Vorauskasse-Variante, im Insolvenzfall des Unternehmens die Kaution verloren gehen.

Was ist ein zeitvariabler Stromtarif?

Ende 2010 sind die Energieversorger durch das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet worden, den Verbrauchern last- oder zeitvariable Stromtarife anzubieten. Die dahinter stehende Idee ist, den Energieverbrauch besser zu verteilen und die Menschen dabei zum Energie sparen anzuregen.

Damit dies in Praxis funktioniert, müssen die Haushalte mit sogenannten smart meter ausgestattet werden, das sind Stromzähler, die den Stromverbrauch im jeweiligen Zeitverlauf zählen. Doch nach Angaben von Stiftung Warentest haben die deutschen Stromversorger noch nicht in angemessener Weise auf dieses zukunftsfähige Modell reagiert.

Nur wenige Anbieter haben bisher einen entsprechenden Tarif im Programm, meist handele es sich um einen wenig innovativen und zudem nicht unbedingt kostensparend gestalteten Tag-Nacht-Stromtarif.

Gibt es bei einem Anbieter-Wechsel vermeidbare Fallen?

Wie bei jedem Vertragsabschluß empfiehlt es sich, genaue Kenntnis von allen wesentlichen Vertragsbestandteilen zu haben. Denn einige Anbieter gestalten die Werbung für manche Tarife derart, dass sie auf den ersten Blick sehr günstig wirken, auf die gesamte Laufzeit gesehen aber Kosten auftreten, die das vermeintlich günstige Angebot aber doch sehr relativieren. So werden bspw. günstige Tarife beworben, die jedoch nicht über die gesamte Vertragslaufzeit Geltung haben. Oder ein attraktiver Bonus verschleiert einen gar nicht so günstigen Grundpreis oder kWh-Preis.

Sondertarife mit Vorauskasse oder Paketpreisen, wie sie auch häufig angeboten werden, sollten stets genau studiert und anhand der eigenen Verbrauchsdaten und dem aktuellen Preisniveau beurteilt werden. Denn auch hier lauern Preisfallen: Während bei Paketpreisen ein Mehrverbrauch richtig teuer werden kann, ist bei einem Vorauskasse-Tarif im ungünstigsten Fall bei einer Pleite des Unternehmens das gezahlte Geld fort. Ähnlich verhält es sich bei Tarifen, die eine Kaution des Kunden vorsehen.

Schließlich sind viele Tarife mit unterschiedlichen Mindestvertragslaufzeiten versehen. Hier sollte im Vorfeld genau überlegt werden, ob es sich um den passenden Tarif handelt, bevor man sich unter Umständen länger bindet. Kürzere Laufzeiten bewahren den Kunden eine gewisse Flexibilität, beinhalten aber häufig auch nicht die günstigsten Konditionen. Ratsam ist der Vergleich der Anbieter und Tarife, bspw. mittels Tarifrechner.

Gibt es Strom Sozialtarife?

Sozialtarife für einkommensschwache Haushalte sind in Deutschland, bis auf einige regional begrenzte Ausnahmen, so gut wie nicht verbreitet. Der Grund ist das mangelnde Interesse der Stromanbieter, die alleine für die Preis- und Tarifgestaltung verantwortlich sind. Die Anbieter verweisen in diesem Zusammenhang auf die von ihnen gestarteten Stromsparprogramme, die es gerade einkommensschwachen Haushalten ermöglichen sollen, Energie und somit Geld einzusparen. Aber auch mit dem Wechsel zu einem günstigen Tarif lässt sich viel Geld sparen, Experten sprechen von bis zu einigen hundert Euro jährlich. Für einen Anbietervergleich empfiehlt sich der Tarifrechner.

Ist Ökostrom immer teurer?

Nicht unbedingt. Häufig hat man bei einem Wechsel von dem Grundversorger zu einem Ökostrom-Anbieter keinen finanziellen Nachteil hinzunehmen. Durch einen Wechsel zu Ökostrom können Kunden häufig sowohl Geld sparen als auch etwas für die Umwelt tun. Auch hier gilt: Alle relevanten Daten zur Hand nehmen und Anbieter vergleichen.. Übrigens haben die Ökostromanbieter die zufriedensten Kunden, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Welchen Nachteil hat ein Anbieter-Wechsel

Ein Wechsel zu einem anderen Stromlieferanten muss keinen Nachteil haben. Im Gegenteil: Häufig werden die Verbraucher nach einem Anbieter-Wechsel günstiger mit Energie versorgt als vorher. Jedoch ist es ratsam, Vorsicht walten zu lassen und sich im Vorfeld eines Wechsels genau über die in Frage kommenden Anbieter und Tarife zu informieren. Denn manchmal sind vermeintliche Spartarife so zusammengestellt, dass die eigentlichen Kosten auf den ersten Blick nicht sichtbar sind – hier sind die Energiekonzerne recht erfinderisch!

Ist bei Insolvenz des neuen Anbieters „Stromausfall“ zu befürchten?

Nein. In Deutschland sind die Grundversorger verpflichtet, bei Ausfall eines Anbieters dessen Kunden mit Strom zu beliefern. Auch muss nicht befürchtet werden, sich dann den teureren Tarif des Grundversorgers „einzuhandeln“, denn es besteht in diesem Fall eine monatliche Kündigungsfrist. Somit ist unter Versorgungsaspekten der Wechsel zu einem anderen Anbieter gefahrlos. Vorsicht geboten ist jedoch bei dem Sondertarif, der eine Vorauskasse vorsieht: Ist hier der Anbieter pleite, muss man zwar nicht einen Stromausfall befürchten, das bereits gezahlte Geld kann aber verloren sein.

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