Heizen und Kühlen mit der Fußbodenheizung

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Heizen und Kühlen mit der Fußbodenheizung: Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile

Wird die Fußbodenheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert, kann man mit dem gleichen System heizen und kühlen. Im Winter wird dem Raum über die Flächenheizung Wärme zugeführt und im Sommer kann der Raumluft die überschüssige Wärme entzogen werden.

Lesen Sie hier, wie solch ein System funktioniert und wo die Vorteile beziehungsweise die Grenzen liegen. Vielleicht ist eine Fußbodenheizung zum Heizen und Kühlen auch für Sie eine interessante Alternative.

Fussbodenheizung © Jörn Buchheim, stock.adobe.com
Fussbodenheizung © Jörn Buchheim, stock.adobe.com

Ein System für Heizen und Kühlen

Die Fußbodenheizung verteilt die Wärme im Raum über die wasserführenden Rohre im Boden. Die Wärme steigt dabei vom Boden auf und wird als besonders angenehm empfunden. Dieses Prinzip funktioniert auch in der entgegengesetzten Richtung: Dann fließt kaltes Wasser durch das Rohrsystem und nimmt die Wärmeenergie des Raumes auf. Dabei erwärmt sich das Heizungswasser und der Raum wird gekühlt.

Für den Umkehrprozess benötigt die Fußbodenheizung allerdings eine Wärmepumpe. Diese heizt im Winter, in dem sie die Umweltenergie zum Heizen nutzt und im Sommer die Raumwärme an die Umwelt abgibt. Es wird zwischen der aktiven und der passiven Kühlung mit Wärmepumpen unterschieden.

Fussbodenheizung: Wärmen und Kühlen dank Wärmepumpe
Fussbodenheizung: Wärmen und Kühlen dank Wärmepumpe
Tipp: Bei Wärmepumpen mit Erdwärmesonden steigert die Nutzung fürs Heizen und Kühlen die Effizienz beim Heizen, da der Sommer für die Erdwärmesonde eine Regenerationsphase ist.

Aktive Kühlung ermöglicht mehr Leistung

Bei der aktiven Kühlung ist die Wärmepumpe ganz normal in Betrieb, nur arbeitet sie in der Umkehrrichtung. Das heißt, der Verdichter bleibt in Betrieb und für die Richtungsänderung der Funktionsweise wird ein Vier-Wege-Ventil eingesetzt.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht für das Heizen der Außenluft Wärme. Beim Kühlen wird dagegen der Innenluft die Wärmeenergie entzogen. Das Vier-Wege-Ventil sorgt dafür, dass Heizen sowie Kühlen unabhängig voneinander möglich sind. Denn auch im Sommer muss die Warmwasserbereitung gewährleistet sein.

Die aktive Kühlung funktioniert über die Funktionsweise der Wärmepumpe und benötigt entsprechend Strom. Es können Luft-, Erd- und Wasserwärmepumpen eingesetzt werden.

Kühlen mit der Wärmepumpe: Aktive und passive Kühlung
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Passive Kühlung ist sparsam und umweltschonend

Die passive Kühlung ist eine natürliche Kühlung, die mit Wasser-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen funktioniert. Bei diesem Prinzip wird das Erdreich genutzt, dass in Tiefen von über acht Metern das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von ungefähr 10 Grad Celsius hat. An heißen Tagen können diese vergleichsweise kalten Temperaturen genutzt werden.

Dafür zirkuliert in dem Rohrsystem der Fußbodenheizung kaltes Wasser, welches der Raumluft Wärme entzieht. Diese wird über einen zusätzlichen Plattenwärmetauscher an den Kreislauf im Erdreich geführt. Über die Erdwärmesonden wird die Wärme dann ans umliegende Erdreich abgegeben.

Bei dieser passiven Kühlung ist der Verdichter der Wärmepumpe nicht in Betrieb. Damit das Prinzip der passiven Kühlung funktioniert, wird ein zusätzlicher Plattenwärmetauscher und ein Umschaltventil benötigt.

Heiz- und Kühl-Leistung der Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung hat weder beim Heizen noch beim Kühlen unbegrenzt Leistung zur Verfügung. Beim Heizen fungieren die maximal zulässigen Oberflächentemperaturen die Leistung. So heiß wie ein Heizkörper darf eine Fußbodenheizung natürlich nicht werden, das wäre unangenehm. Im Bad und an Randzonen sind höhere Temperaturen von 33 und 35 Grad Celsius erlaubt, im Aufenthaltsbereich dürfen die Oberflächentemperaturen 29 Grad Celsius betragen. Das schränkt die Leistung der Fußbodenheizung auf 100 Watt pro Quadratmeter ein.

Auch beim Kühlen ist die Oberflächentemperatur nach unten begrenzt. Am Boden sollte die Oberflächentemperatur nicht unter 10 Grad Celsius sinken. Ansonsten wird der Raum nicht mehr als behaglich empfunden und es können sogar gesundheitliche Beschwerden auftreten. Zudem ist die Temperaturuntergrenze ein Schutz vor Kondensation. An kühlen Flächen kann sich Wasser aus der Raumluft absetzen und zu Problemen führen. Experten sehen in der Regel eine Leistung von 50 Watt pro Quadratmeter als Grenze.

Tipp: Da die Fußbodentemperaturen bei optimaler Auslegung des Systems auch beim Kühlen verhältnismäßig hoch sind, ist das Raumklima trotzdem behaglich und kalte Füße entstehen nicht.

Vor- und Nachteile

Vorteile und Nachteile
Vorteile und Nachteile

Kombiniert man die Fußbodenheizung mit einer Wärmepumpe garantiert ein System ganzjährig einen hohen Wohnkomfort. Im Winter sorgt die Flächenheizung für angenehme Wohlfühlwärme und im Sommer werden die hohen Temperaturen im Raum gesenkt. Besonders umweltfreundlich ist dabei die passive Kühlung mit einer Erd- oder Wasserwärmepumpe. Gegenüber der aktiven Kühlung fallen hier auch weniger Betriebskosten an.

Da die Leistung dieses Systems begrenzt ist, reicht die Heiz- und Kühlleistung je nach Wohn- und Nutzungssituation unter Umständen nicht aus. Eine optimale Auslegung und Planung für den Einzelfall sind entscheidend, ob die Fußbodenheizung hinterher im gewünschten Maß Heizen und Kühlen kann.

Gegenüber herkömmlichen Klimaanlagen ist das Kühlen mit der Fußbodenheizung rechnerisch eine attraktive Alternative. Die Mehrkosten für die Kühlung sind geringer und besonders bei der passiven Kühlung auch die Betriebskosten.

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