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Konvektor oder Radiator

Konvektor oder Radiator: Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied

Konvektor oder Radiator – das Funktionsprinzip der beiden Heizkörper ist prinzipiell gleich. Die vom Energieträger erzeugte Wärme wird über die Oberfläche des Heizkörpers durch Wärmestrahlung und Konvektion abgegeben. In der Praxis ist die Unterscheidung zwischen Radiator und Konvektor nicht ganz einfach, da es zahlreiche Mischformen dieser Heizkörpertypen gibt. So werden zum Beispiel Radiatoren mit integrierten Konvektor-Elementen angeboten, um die Vorteile der beiden Heizkörpertypen miteinander zu kombinieren.

Allerdings werden Radiatoren umgangssprachlich auch sehr oft als mobile, elektrisch betriebene Heizkörper bezeichnet. Obwohl Radiatoren durchaus festverbaute Gliederheizkörper einer Heizungsanlage sein können. Der kleine, aber feine Unterschied zwischen Konvektor und Radiator – egal ob mobiler oder festverbauter Heizkörper – liegt in der Wärmeabgabe. Der Anteil der Strahlungswärme ist bei Konvektoren geringer als bei Radiatoren. Und bei Radiatoren ist der Anteil der durch Konvektion erbrachten Heizleistung geringer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Radiator und Konvektor arbeiten beide mit Strahlung und Konvektion – der Radiator strahlt mehr, der Konvektor setzt fast ganz auf Luftbewegung.
  • Radiatoren wirken oft behaglicher und wirbeln meist weniger Staub auf als Konvektoren; Konvektoren heizen schneller und sind kompakter.
  • Für Wärmepumpen zählen niedrige Vorlauftemperaturen: ausreichend große oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper sind besser als kleine Standard-Konvektoren.
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Radiator

Radiator © Polat Alp, stock.adobe.com
Radiator © Polat Alp, stock.adobe.com

Radiatoren bestehen in der Regel aus Metall, mit sehr guten Wärmeleiteigenschaften. Über die Oberfläche des Radiators wird die über Warmwasser zugeführte Wärme durch Wärmestrahlung und Konvektion abgegeben. Bei klassischen Radiatoren ist der Strahlungsanteil höher als bei Konvektoren, liegt je nach Bauart aber typischerweise nur bei etwa 20 bis 40 Prozent. Um die Oberfläche von Radiatoren zu vergrößern und dadurch die Heizleistung zu steigern, verfügen Radiatoren auch oft über Rippen oder Lamellen. Der Anteil der Heizleistung durch Strahlungswärme beträgt bei Radiatoren je nach Bauart bis zu 40 Prozent. Die restliche Heizleistung erfolgt durch Konvektion.

Vorteil: Radiatoren sind wegen ihrer Konstruktion in der Regel günstiger als andere Heizkörper. Da Radiatoren nur eine relativ geringe Luftbewegung im Raum erzeugen, wird von den Heizkörpern nur wenig Staub aufgewirbelt. Dies macht den Einsatz von Radiatoren bei Hausstauballergien vorteilhafter als Konvektoren, deren erzeugte Luftbewegung manchmal auch als unangenehm empfunden wird. Im Vergleich zu reinen Konvektoren reagieren Radiatoren weniger stark auf eingeschränkte Luftströmung; abgedeckt oder dicht zugestellt werden sollten sie trotzdem nicht.

Radiatoren nutzen die Strahlungswärme
Radiatoren nutzen die Strahlungswärme

Nachteil: Radiatoren benötigen eine längere Aufheizphase als Konvektoren. Und da sie eine höhere Strahlungswärme erzeugen, werden Räume nur punktuell aufgeheizt. Darüber hinaus wird die vom Heizkörper abgegebene Wärmestrahlung von Einrichtungsgegenständen wie Möbeln in der Nähe des Radiators absorbiert.

Strahlungswärme wird als sehr angenehm empfunden
Strahlungswärme wird als sehr angenehm empfunden

Konvektor

Konvektor © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com
Konvektor © Valerii Honcharuk, stock.adobe.com

Ein Konvektor heizt den Raum überwiegend durch Konvektion auf. Dazu „saugt“ er kühle Raumluft im unteren Bereich des Heizkörpers an und erwärmt sie. Aufgrund der geringeren Dichte steigt die erwärmte Raumluft im Heizkörper nach oben und wird am oberen Teil des Heizkörpers abgeben. So erzeugt der Heizkörper eine stetige Luftbewegung im Raum. Um eine möglichst effiziente Konvektion zu erreichen, verfügen Konvektoren über eine spezielle Bauform. Daher sind die Heizelemente oder Heizrippen in der Regel senkrecht im Inneren des Heizkörpers angeordnet, um eine optimale Luftströmung zu gewährleisten. Einige Konvektor-Heizungen haben einen zusätzlichen Ventilator, der die natürliche Konvektionsbewegung unterstützt. Der Anteil der Heizleistung durch Konvektion liegt bei reinen Konvektoren häufig bei über 90 Prozent. Die restliche Heizleistung erfolgt durch Wärmestrahlung.


Vorteil
: Konvektoren eignen sich gut zum raschen Aufheizen von Räumen, da die Abgabe der Wärme schneller als bei Radiatoren erfolgt. Im Vergleich zu anderen Heizkörpern haben sie vielfach eine kompaktere Bauform, was den Heizkörpertyp für kleinere Räume interessant macht. Da Konvektoren im Vergleich zu Radiatoren weniger Wärmestrahlung abgeben, werden durch Konvektoren Gegenstände im Raum geringer punktuell aufgeheizt. Die verringerte Wärmestrahlung kann ebenfalls ein Vorteil sein, wenn sich vor der Heizung wärmeempfindliche Zimmerpflanzen befinden. Zudem bilden Konvektoren vor schlecht isolierten Fenstern oder Außenwänden eine Art Schutzzone aus warmer Luft, die das Kältegefühl in der Nähe dieser Kältebrücken mindert.

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Konvektoren nutzen warme Luftströme
Konvektoren nutzen warme Luftströme

Nachteil: Die für die gleichmäßige Erwärmung des Raumes erzeugte Luftströmung des Konvektors kann als unangenehm empfunden werden. Außerdem werden durch die Konvektion Staubpartikel im Raum aufgewirbelt und verteilt. Konvektoren sind für Hausstauballergiker nicht empfehlenswert. Ihre Bauform gestaltet die Reinigung von Konvektoren vielfach schwierig, da die Heizelemente im Inneren des Heizkörpers liegen.

Radiator und Konvektor in Kennzahlen

bis 40 %Strahlungsanteil eines klassischen Radiators – der Rest erfolgt über Konvektion
über 90 %Konvektionsanteil eines reinen Konvektors – nur ein kleiner Rest ist Strahlung
rund 80 W/m²Richtwert Heizleistung für gut gedämmte Räume (elektrischer Radiator)
Quelle: co2online, Conrad

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Elektrische Radiatoren

Elektrischer Radiator © tstockphoto, stock.adobe.com
Elektrischer Radiator © tstockphoto, stock.adobe.com

Elektrische Radiatoren enthalten im Inneren der Heizrippen meist ein spezielles Öl, das durch Strom erwärmt wird. Sie eignen sich gut für das gelegentliche Beheizen von Räumen und können als Reserve-Heizung beim Ausfall der Hauptheizung verwendet werden. In schlecht isolierten Räumen bieten sich Elektro-Radiatoren auch als Zusatzheizung an besonders kalten Tagen an.

Elektro-Radiatoren sollten mindestens über einen Thermostat verfügen. Timer und Frostwächter sind nützliche Zusatzfunktionen. Ein Radiator verfügt in der Regel über eine Maximalleistung von 3.500 Watt, da Privathaushalte keine höheren Stromstärken als 16 Ampere zulassen. Das begrenzt die Heizleistung der Geräte.

Die erforderliche Heizleistung eines Radiators richtet sich nach der Raumgröße und der gewünschten Raumtemperatur. Als groben Richtwert kann man für gut gedämmte Räume eine Heizleistung von rund 80 Watt pro Quadratmeter Fläche ansetzen, mit der sich auch im Winter eine Raumtemperatur von 20 °C erzielen lässt. Bei schlecht isolierten Räumen sollte man mit einer Heizleistung von etwa 122 Watt pro Quadratmeter rechnen.

Es gibt auch mobile Konvektor-Heizungen, die mit Strom betrieben werden. Für sie gilt bei der Heizleistung das Gleiche wie für elektrische Radiatoren. Lediglich bei schlecht isolierten Räumen kann die erforderliche Heizleistung auf bis zu 140 Watt pro Quadratmeter ansteigen.

Konvektor oder Radiator – was passt zu Ihnen?

Beide Bauarten haben ihre Stärken: Der Radiator punktet mit Behaglichkeit und ist für Allergiker angenehmer, der Konvektor mit schnellem Aufheizen und kompakter Bauform. Einen Überblick über alle Bauarten bietet der Ratgeber Die wichtigsten Heizkörper-Typen im Überblick, eine Gegenüberstellung aller Typen der Heizkörper-Typen-Vergleich. Die folgende Orientierung hilft bei der Wahl:

Konvektor oder Radiator: Welcher passt in Ihren Raum?

1. Soll der Raum schnell warm werden oder liegt eine große, kalte Fensterfront vor?

JaEin Konvektor heizt schnell und bildet vor Glasflächen eine warme Schutzzone – ideal, wenn Tempo zählt.
NeinFür gleichmäßige, behagliche Wärme ist der Radiator die bessere Wahl.

2. Legen Sie Wert auf behagliche Strahlungswärme oder gibt es Allergiker im Haushalt?

JaDer Radiator strahlt mehr Wärme ab und wirbelt weniger Staub auf – angenehmer für Allergiker.
NeinDann bleibt der Konvektor mit seiner kompakten Bauform eine gute Option.

3. Heizen Sie mit Wärmepumpe oder niedriger Vorlauftemperatur?

JaKleine Standard-Konvektoren sind meist ungünstig, wenn dafür hohe Vorlauftemperaturen nötig sind. Besser: ausreichend große Heizflächen, Niedertemperatur-Heizkörper oder eine Flächenheizung.
NeinBeide Bauarten sind möglich; dann entscheiden Behaglichkeit, Platz und Tempo.
An der Heizung die Füsse wärmen © weixx, stock.adobe.com
Strahlungs- und Konvektionswärme

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