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Heizkörper Thermostate

Was ist ein Heizkörper-Thermostat und welche Modelle gibt es?

Das gebräuchlichste Thermostatventil ist mechanischer Art. Das bedeutet, die Raumtemperatur lässt sich durch manuelle Einwirkung auf das Ventil einstellen. Ein mechanischer Thermostat ist relativ günstig, daher entscheiden sich die meisten privaten und gewerblichen Hausbauer oder -renovierer für ein solches Modell, anstatt in ein etwas teureres, elektronisches Modell zu investieren. Wer Heizzeiten und Temperaturen automatisch steuern möchte, verschenkt damit allerdings Sparpotenzial: Mit programmierbaren Thermostaten lassen sich die Heizkosten nach Angaben von co2online im Schnitt um etwa 10 Prozent senken.

Heizkörper mit Thermostat © Ruta Saulyte, stock.adobe.com
Heizkörper mit Thermostat © Ruta Saulyte, stock.adobe.com
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Mittlerweile gibt es auf dem Markt aber immer mehr elektronische Modelle. Diese sind mit intelligenten Systemen ausgestattet, die etwa die Temperatur überwachen und die Heizleistung automatisch steuern können. Sie lassen sich meist auf einfache Weise exakt programmieren, sodass die jeweiligen Heizkörper ausschließlich nach dem Bedarf der Bewohner funktionieren.

Optimales Heizverhalten – Heizkosten sinnvoll und effektiv sparen

Viele Hausbewohner sind der Überzeugung, durch das komplette Ausschalten der Heizung am Morgen vor der Arbeit einen großen Anteil an Heizkosten zu sparen. Wird die Raumtemperatur jedoch zu stark gesenkt, braucht die Heizung am Abend mehr Energie, um die gewünschte Temperatur wiederherzustellen.

Die tatsächliche Ersparnis fällt dadurch oft deutlich kleiner aus als erhofft – und der Feierabend beginnt in einer ungemütlichen Umgebung, denn die kalten Wände und die heiße Heizungsluft bewirken einen zugluftartigen Effekt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich an den ausgekühlten Wänden Kondenswasser bildet, das schlimmstenfalls zur Schimmelbildung führt. Sinnvoller als das komplette Ausschalten ist deshalb ein moderates Absenken – bei längerer Abwesenheit zum Beispiel auf etwa 16 Grad Celsius.

Die Heizung: Der größte Energieverbraucher des Hauses
Die Heizung: Der größte Energieverbraucher des Hauses

Der kleine aber entscheidende Unterschied

Es wurde schon oft kommuniziert, aber ist dennoch vielen nicht bekannt, dass bereits eine Temperaturabsenkung von nur einem Grad eine Heizkostenreduktion von rund 6 Prozent bewirken kann. Wer die Raumtemperatur während der Abwesenheit um einige Grad absenkt, spart deshalb spürbar – über eine ganze Heizperiode kommen mit programmierbaren Thermostaten im Schnitt etwa 10 Prozent der Heizkosten zusammen. Zuverlässig und automatisch umsetzen lassen sich solche zeitgesteuerten Absenkungen allerdings nur mit elektronischen Thermostaten.

Das Thermostatventil regelt die Heizwasserzufuhr
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Elektronische Heizkörper-Thermostate versus mechanische

Beim reinen Halten einer eingestellten Temperatur stehen die mechanischen Thermostate den elektronischen kaum nach. Zuverlässig agiert eine Spezialflüssigkeit (oder ein Gas bzw. Wachs, je nach Bauart), die sich bei Temperaturänderungen ausdehnt oder zusammenzieht, als Temperaturfühler.

Digitale, programmierbare Thermostatventile bieten jedoch weitaus mehr Funktionen. So können nicht nur die Zeiten, in denen die Heizung sparsam oder großzügig funktionieren soll an den jeweiligen Tagesablauf des Hausbewohners angepasst werden, auch die Temperaturen in den einzelnen Räumen sind genauestens regel- und programmierbar. Die elektronischen Ventile ermöglichen zudem eine gradgenaue Einstellung der Temperatur, was mithilfe des mechanischen Thermostats und unserem persönlichen Temperaturempfinden nicht möglich ist. Dabei muss der Ablauf nur einmal eingegeben werden und danach funktioniert alles automatisch.

Ein elektronisches Thermostatventil besteht aus einem Sensor, einer Uhr, einem Minicomputer und einem Elektromotor. Je nach Modell ist der Temperaturfühler entweder direkt in den Ventilkopf integriert oder in einen Raumregler, dessen Standort im jeweiligen Raum frei wählbar ist. Letztere Variante funktioniert per Funk und ermöglicht eine noch passgenauere Einstellung der Raumtemperatur.

Kurz gefragt

Was würde Ihnen das Heizen mit Thermostaten am meisten erleichtern?

Eine Antwort auswählen – Ergebnis sofort sehen.

Praktisch sind auch Thermostat-Modelle, die über einen Fensterkontakt verfügen. Dieser fährt die Heizung beim Öffnen eines Fensters oder einer Balkontür innerhalb weniger Sekunden herunter. Doch auch Ventile mit integriertem Temperaturfühler, die einen abrupten Temperaturabfall als geöffnetes Fenster interpretieren, reagieren je nach Modell innerhalb von etwa ein bis zwei Minuten.

Ganz im Gegenteil dazu reagieren die mechanischen Modelle auf einen Temperaturabfall mit einer Steigerung der Heizleistung. Besonders im Falle eines gekippten Fensters verschwendet dieses Verhalten viel Heizenergie und verursacht unnötige CO2-Emissionen.

Welches Thermostat passt zu Ihnen?

Drei Gerätetypen mit unterschiedlichen Stärken – entscheidend sind Tagesablauf und Komfortanspruch.

Mechanisches ThermostatBasislösung

Bewährter Drehkopf ohne Strom – hält eine einmal eingestellte Temperatur zuverlässig konstant.

Günstigste Lösung, langlebig, keine Batterien nötig
Keine Zeitprogramme – Absenken bleibt Handarbeit

Geeignet fürRäume mit gleichmäßiger Nutzung und Nutzer, die bewusst von Hand regeln

Programmierbares ThermostatPreis-Leistungs-Tipp

Elektronischer Ventilkopf mit Zeitprofilen – senkt die Temperatur automatisch nach Zeitplan.

Rund 10 Prozent Ersparnis im Schnitt (co2online)
Batterien und einmalige Programmierung nötig

Geeignet fürHaushalte mit regelmäßigem Tagesablauf, etwa durch Beruf oder Schule

Smartes ThermostatKomfortlösung

Steuerung per App oder Sprachassistent – mit Fernzugriff, Raumprofilen und Fenster-offen-Erkennung.

Flexibelste Steuerung, auch von unterwegs
Höherer Preis; je nach System ist eine Basisstation nötig

Geeignet fürWechselnde Tagesabläufe und Smart-Home-Nutzer

Einordnung der Redaktion; Sparpotenzial: co2online
Heizkörper Thermostate: Elektrische und mechanische Lösungen
Heizkörper Thermostate: Es gibt Elektronische und mechanische Lösungen auf dem Markt

Einbau, Kosten und Hersteller von Heizkörper-Thermostaten

Empfehlenswert ist der Austausch alter Thermostatköpfe während der Sommermonate, wenn die Heizung ohnehin ausgeschaltet ist. Den Thermostatkopf können viele Nutzer selbst wechseln; das Ventilunterteil sollte ein Fachbetrieb austauschen. Einfache programmierbare Modelle sind bereits ab etwa 15 Euro erhältlich, smarte Thermostate mit App-Steuerung kosten je nach Ausstattung etwa 40 bis 100 Euro pro Heizkörper – ein Vergleich vor dem Kauf lohnt sich. Mechanische Heizkörperthermostate sind günstiger und bereits ab etwa 10 Euro im Handel erhältlich.

Bekannte Hersteller klassischer Thermostatventile sind beispielsweise Danfoss, IMI Heimeier und Oventrop. Bei elektronischen und smarten Modellen kommen unter anderem Homematic IP (eQ-3), AVM (Fritz!DECT), Bosch und tado° hinzu. Einen ersten Überblick über Modelle und Funktionen bieten beispielsweise die Testergebnisse der Stiftung Warentest.

Wann lohnt sich der Austausch alter Thermostate?

Thermostate altern: Nach rund 15 Jahren reagieren die Ventilköpfe häufig träge oder klemmen – dann empfiehlt sich der Austausch. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online schätzt, dass etwa die Hälfte der rund 150 Millionen Heizkörperthermostate in Deutschland älter als 20 Jahre ist. Der Wechsel des Thermostatkopfs ist in wenigen Minuten pro Heizkörper erledigt und gelingt auch Laien; eine Anleitung finden Sie im Ratgeber Heizungsthermostat wechseln. Ob sich der Umstieg auf smarte Modelle für Ihren Haushalt rechnet, zeigt der Ersparnis-Rechner für smarte Thermostate.

Thermostat austauschen – ja oder nein?

1. Ist das Thermostat älter als rund 15 Jahre, klemmt es oder reagiert es träge?

JaAustausch lohnt sich: Neue Thermostatköpfe regeln genauer und verschwenden keine Heizenergie mehr durch träges Regelverhalten.
NeinKein Handlungsbedarf – ein intaktes Thermostat regelt auch nach Jahren zuverlässig.

2. Wohnen Sie zur Miete?

JaDer Tausch des Thermostatkopfs ist in Mietwohnungen in der Regel möglich: alten Kopf aufbewahren und beim Auszug zurückbauen – im Zweifel den Vermieter informieren.
NeinFreie Modellwahl – auf den Ventilanschluss achten: Standard ist das Gewinde M30 × 1,5, für ältere Danfoss-Ventile liegt vielen Sets ein Adapter bei.
Tipp: Sie sind auf der Suche nach neuen Heizungsthermostaten? Dann nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice. Fachbetriebe machen Ihnen unverbindliche Angebote für neue Heizungsthermostate, auf Wunsch inkl. Einbau

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