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Wandheizung und Deckenheizung

Wand- und Deckenheizung

Wand- und Deckenheizungen zählen wie die Fußbodenheizung zu den Flächenheizungen. Sie werden an der Zimmerdecke beziehungsweise der Wand großflächig verlegt und erwärmen zunächst die Decke beziehungsweise Wand, um dann die Wärme durch eine gleichmäßige Wärmeabstrahlung an den Raum abzugeben. Die Wärmeabgabe erfolgt dabei überwiegend als Strahlungswärme – der Konvektionsanteil ist deutlich kleiner als bei konventionellen Heizkörpern.

Wandheizung © sh99, stock.adobe.com
Wandheizung © sh99, stock.adobe.com
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In der Regel ist eine Zentralheizung die wärmeerzeugende Komponente, die warmes Wasser durch Rohrschlangen oder Trägerplatten pumpt.

Aufgrund der großflächigen Wärmeabgabe arbeiten Flächenheizungen im Niedertemperaturbereich: Deckenheizungen liegen häufig bei etwa 30 bis 35 °C, Wandheizungen je nach Heizlast und belegter Fläche eher bei etwa 35 bis 45 °C. So sind sie gut mit erneuerbaren Energien wie solarthermischen Anlagen oder einer Wärmepumpe kombinierbar – aber auch mit Brennwertkesseln.

Fakten-Check: Strahlungswärme bei Flächenheizungen

MythosFlächenheizungen geben ihre Wärme ausschließlich als Strahlung ab – Konvektion findet nicht statt.
FaktFlächenheizungen arbeiten nicht konvektionsfrei: Der Strahlungsanteil ist bei Decken- und Wandheizungen besonders hoch, bei Fußbodenheizungen stärker gemischt.
MythosEine Deckenheizung kann nicht funktionieren, weil warme Luft unter der Decke bleibt.
FaktStrahlungswärme ist nicht auf Luftbewegung angewiesen: Sie erwärmt Personen, Boden und Wände direkt – deshalb funktioniert die Wärmeabgabe auch von oben.
Quelle: BDH-Infoblatt Nr. 77 (Wand- und Deckenheizung)

Deckenheizung

Wie bei der Fußbodenheizung erfolgt die Wärmeübertragung durch wasserführende Heizungsrohre, nur, dass diese in der Decke installiert sind. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, diese Installation auszuführen: Beim wassergeführten Nasssystem werden bei neu zu errichtenden Decken die Heizungsrohre an der Bewehrung befestigt und liegen nach dem Gießen in der Betondecke. Bei bestehenden Decken werden die Deckenheizungsrohre an der Rohdecke befestigt und später verputzt.

Deckenheizung © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com
Wärmeverteilung einer Deckenheizung © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com

Beim wassergeführten Trockensystem werden die wasserführenden Deckenheizungsrohre einfach im Inneren einer abgehangenen Trockenbaudecke verlegt. Etwas einfacher ist die Installation einer Deckenheizung mit sogenannten Trockenbau-Elementen. Hier sind die Rohrleitungen bereits auf den Trockenbau-Elementen vormontiert und werden einfach an der Decke oder einer Unterkonstruktion befestigt. Die Elemente können dabei wie Gipskartonplatten verarbeitet werden und bilden nach der Montage die Oberfläche zum Raum.

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Wandheizung

Wie bei der Fußbodenheizung erfolgt die Wärmeübertragung durch wasserführende Heizungsrohre, die in der Wand installiert sind. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, diese Installation auszuführen: Beim wassergeführten Trockensystem werden die wasserführenden Wandheizungsrohre einfach im Inneren der Trockenbauwände verlegt. Beim wassergeführten Nasssystem werden die Heizungsrohre auf den massiven Rohwänden installiert und später verputzt.

Wandheizung Illustration © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com
Wärmeverteilung einer Wandheizung © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com

Werden Außenwände eines Hauses mit einer Wandheizung ausgerüstet, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Außenwände ausreichend gedämmt sind. Ist dies nicht der Fall, geht ein großer Teil der Wärmeenergie verloren. Grund: Die Außenwände kühlen besonders an kalten Tagen durch die niedrigen Außentemperaturen schnell ab. Die Heizung kann dadurch nicht ihre volle Wirkung entfalten. Bei Innenwänden ist eine zusätzliche Wärmedämmung nicht pauschal erforderlich; entscheidend sind Systemaufbau, angrenzender Raum und die Herstellerplanung.

Nasssystem oder Trockensystem: der Einbau im Vergleich

KriteriumNasssystemTrockensystem
EinbauRohre auf Rohwand bzw. Rohdecke montiert und verputzt oder in Beton vergossenvorgefertigte Elemente mit integrierten Rohren, Verarbeitung wie Gipskartonplatten
Typischer EinsatzNeubau und KernsanierungNachrüstung und Renovierung im Trockenbau
Reaktionszeitträge – Putz und Beton speichern viel Wärmeschneller – wenig Speichermasse
BaustelleNassarbeiten mit Trocknungszeitentrockener Ausbau ohne Trocknungszeiten
Quelle: BDH-Infoblatt Nr. 77 (Wand- und Deckenheizung)

Welche Flächenheizung ist wo sinnvoll?

Allgemein gelten Flächenheizungen als Lieferanten besonders behaglicher Wärme. Als Alternative zur Fußbodenheizung sind Wand- und Deckenheizungen somit bestens geeignet. Außerdem können sie im Sommer zur Kühlung der Räume genutzt werden. Dabei wird kaltes Wasser durch die Rohrleitungen gepumpt. Bekannt sind diese Systeme auch als Kühldecken. Damit sich an den kühlen Flächen kein Kondenswasser bildet, darf die Wassertemperatur dabei nicht unter den Taupunkt der Raumluft sinken – übliche Systeme überwachen das automatisch.

Kühlung der Decke © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com
Kühlung der Decke © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com

Gerade bei Sanierungsobjekten mit hochwertigen Fußböden, Stuckwänden oder hohen Räumen haben Deckenheizungen im Gegensatz zur Fuß- und Wandheizung einen Vorteil. Bei der Wandheizung sollten große, geschlossene Möbel nicht direkt vor aktiven Heizflächen stehen; kleinere Möbel brauchen mindestens 20 mm Abstand zur Wand.

Flächenheizung und Wärmepumpe: gute Partner

Wand- und Deckenheizungen können eine Wärmepumpe effizient unterstützen, wenn Heizlast, belegte Fläche und Hydraulik niedrige Systemtemperaturen ermöglichen: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom benötigt sie für die gleiche Wärmemenge. Wer den Umstieg auf eine Wärmepumpe plant, aber keine Fußbodenheizung nachrüsten kann oder möchte, findet in Wand- und Deckenheizungen deshalb interessante Alternativen – vor allem Trockenbau-Systeme lassen sich bei einer Sanierung mit überschaubarem Aufwand nachrüsten.

Weitere Informationen

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