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Heizkörper lackieren

So lackieren Sie Heizkörper richtig

Wer sich in seinen eigenen vier Wänden auf Dauer wohl fühlen möchte, kommt um das Renovieren der Räume von Zeit zu Zeit nicht herum. Entweder nimmt man das nötige Geld in die Hand und beauftragt einen Fachmann oder man greift selbst zur Farbrolle und erledigt die Arbeit in Eigenregie. In der frisch gestrichenen Wohnung stellt man dann fest, dass die Heizkörper vergilbt und wahrlich keine Augenweide mehr sind. Mit dem geeigneten Werkzeug und der richtigen Vorgehensweise erstrahlen auch Ihre Heizkörper bald wieder in neuem Glanz. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem Lackieren Rost bis aufs blanke Metall entfernen – überstrichener Rost breitet sich unbemerkt weiter aus.
  • Nur speziellen, hitzebeständigen Heizkörperlack verwenden und dünn auftragen, sonst leidet die Wärmeabgabe.
  • Am besten bei kaltem, ausgeschaltetem Heizkörper arbeiten und den Lack vor dem ersten Heizen aushärten lassen.
Alter Heizkoerper austauschen © animaflora, stock.adobe.com
Alter Heizkoerper © animaflora, stock.adobe.com
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Vor dem Arbeitsbeginn steht die Inspektion

Bevor Sie mit dem Lackieren Ihrer Heizkörper beginnen, sollten Sie die Wärmespender einer eingehenden Inspektion unterziehen. Wer keine oder wenig handwerkliche Erfahrung hat, zieht am besten einen Fachmann zu Rate. Der Sanitär-Profi kann am besten beurteilen, ob die Heizkörper gefährlichen Rost angesetzt haben, undicht sind und möglicherweise repariert oder ausgetauscht werden müssen. Nach dem Überstreichen sieht der Heizkörper zwar wieder gut aus, rostige Stellen sind dann aber nicht mehr ohne Weiteres erkennbar und können sich unbemerkt ausbreiten und zu eine einem Sicherheitsrisiko werden.

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Gewissenhafte Vorarbeiten zahlen sich aus

Entfernen Sie zunächst jeglichen Rost von der Heizkörperoberfläche. Wichtig dabei ist, dass der Rost bis auf das blanke Metall entfernt wird. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass nach dem Streichen an gleicher Stelle erneut Rostbildung einsetzt. Tritt Rost im Bereich der Heizkörperanschlüsse oder des Ventils auf, sollten Sie sicherstellen, dass keine undichten Stellen vorhanden sind. Mit diesen Schritten bereiten Sie den Heizkörper optimal zum Lackieren vor. Wichtig beim Schleifen alter Lackschichten: Arbeiten Sie staubarm und tragen Sie eine Staubschutzmaske.

Heizkörper abschleifen © wabeno, stock.adobe.com
Heizkörper abschleifen © wabeno, stock.adobe.com
  • Rost entfernen. Zum Entfernen des Rosts eignet sich Schleifpapier mittlerer Körnung. Geschliffen werden kann entweder von Hand oder mit einem Exzenter- oder Winkelschleifer. Wird der Rost maschinell entfernt sollte darauf geachtet werden, dass nicht unnötig viel unversehrtes Metall abgeschliffen wird. Angerostete Stellen werden am besten vor dem eigentlichen Lackieren mit Rostschutz vorbehandelt.
  • Abblätternde Farbe. Farbe, die nicht mehr richtig hält, ist als Untergrund für einen neuen Anstrich denkbar ungeeignet. An den betroffenen Stellen wird auch die neue Farbe schnell zum Abblättern neigen. Als Arbeitsgerät zum Entfernen loser Lackteile eignet sich eine Drahtbürste. Die Bereiche zwischen abgeblätterter und vorhandener Lackschicht werden so weit abgeschliffen, dass in der neuen Lackschicht keine Übergänge mehr erkennbar sind.
  • Oberfläche anschleifen. Damit die neue Lackschicht zuverlässig auf der alten hält, sollte die Oberfläche zunächst angeschliffen werden. Dabei muss nicht der komplette Lack entfernt werden. Es reicht, wenn die Oberfläche angeraut wird. Zum Anschschleifen der Heizkörperoberflächen eignet sich Schleifpapier mit einer feinen Körnung oder ein Elektroschleifer.
  • Gründlich reinigen. Um für die neue Lackierung eine möglichst haftfähige Unterlage zu schaffen, sollte die Heizkörperoberfläche gründlich gereinigt werden. Zum Entfernen von Schleifstaub, Haushaltsschmutz und Fett reicht in der Regel das Abwaschen mit einem Schwamm und Haushaltsreiniger aus.
  • Ventile abkleben. Um unschöne Lackspritzer zu vermeiden, werden vor den Lackierarbeiten sämtliche Anschlüsse, Ventile und der Thermostat gewissenhaft abgeklebt. Zum Abkleben geeignet ist Malerkrepp, dass in unterschiedlichen Breiten im Fachhandel erhältlich ist. Die Wände und der Boden werden mit Abdeckfolie oder -gewebe vor Lackspritzern geschützt.
  • An den Anschlussstellen beginnen. Mit den eigentlichen Lackierarbeiten wird im Bereich der Anschlüsse und an den Halterungen begonnen. Diese schlecht erreichbaren Bereiche müssen mit dem Pinsel gestrichen werden. Geeignet sind Pinsel mit Kunststoffborsten für Acryllacke und solche mit Naturborsten für Alkydharzlacke.
Heizkoerper lackieren © NLPhotos, stock.adobe.com
Heizkoerper lackieren © NLPhotos, stock.adobe.com
  • Die Flächen werden gerollt. Flächige Heizkörper lassen sich hervorragend mit Rollen lackieren. Geeignet sind flusenfreie kurzflorige Rollen aus Polyesterfasern. Lackiert wird immer von oben nach unten. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass unerwünschte Lacknasen bemerkt werden und überarbeitet werden können. Rippenheizkörper müssen je nach Ausführung komplett mit dem Pinsel gestrichen werden. Für detailreich gestaltete Modelle hält der Fachhandel spezielle Pinsel mit langem Stiel und abgewinkelten Borsten bereit.
Anleitung Heizkörper richtig lackieren: So gehen Sie vor
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Heizung reinigen © Hetwig, stock.adobe.com
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Acryl oder Alkyd?

Als Farbe kann grundsätzlich sowohl Acryl- als auch lösemittelhaltiger Alkydharzlack verwendet werden. Acryllack ist wasserbasiert und in der Regel geruchsärmer; prüfen Sie dennoch die Produkt- und Sicherheitshinweise des jeweiligen Lacks. Darüber hinaus ist er länger farbecht und vergilbt langsamer als Alkydharzlack.

Acryllack oder Alkydharzlack?

EigenschaftAcryllack (wasserbasiert)Alkydharzlack (lösemittelhaltig)
Geruch/Ausdünstunggeruchsärmer, emissionsarmstärkerer Lösemittelgeruch
Vergilbungvergilbt kaum, bleibt lange hellvergilbt mit der Zeit stärker
Trocknungtrocknet schnelltrocknet langsamer
Verlauf/Robustheitelastisch, guter Standsehr strapazierfähig, glatter Verlauf
Passender PinselKunststoffborstenNaturborsten
Quelle: Caparol · Stand 2026
Heizkörper lackieren: Bitte nur Speziallack für Heizkörper verwenden
Heizkörper lackieren: Bitte nur Speziallack für Heizkörper verwenden
Wichtig: Verwenden Sie für Heizkörper einen hitzebeständigen Heizkörperlack; normale Wand- oder Möbellacke sind dafür nicht ausgelegt. Heizkörperlack ist besonders hitzebeständig und kann den hohen Temperaturen während der Heizperiode standhalten. Neben Weiß und Beige sind zahlreiche weitere Farben erhältlich und können im Fachhandel auch nach Wunsch angemischt werden. Gedeckte Farbtöne haben den Vorteil, dass sie länger ansehnlich bleiben.

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Weniger ist mehr

Farbiger Heizkörper © Mariesacha, stock.adobe.com
Farbiger Heizkörper © Mariesacha, stock.adobe.com

Damit der Heizkörper durch die neue Lackierung nichts von seiner Funktionstüchtigkeit einbüßt, sollte der Lack so dünn wie möglich aufgetragen werden. Je dicker die Lackschicht ist, desto stärker wird die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigt. Wenn es die Räumlichkeiten erlauben, können Heizkörper auch gut mit einem Spray aus Dosen lackiert werden. Auf diese Weise lässt sich eine besonders dünne Lackschicht herstellen. So gehen Sie vor:

Mit der Spraydose lackieren

Die Vorarbeiten beim Lackieren mit der Spraydose unterscheiden sich nicht von anderen Lackiertechniken. Auch beim Arbeiten mit der Dose ist es wichtig, dass spezieller Heizkörpersprühlack verwendet wird. Sorgen Sie beim Sprayen für gute Lüftung, vermeiden Sie aber starken Durchzug, damit sich der Sprühnebel nicht unkontrolliert verteilt. Tragen Sie während der Arbeit eine für Lackarbeiten geeignete Atemschutzmaske und halten Sie Zündquellen fern. Gesprüht wird aus etwa 20 Zentimeter Entfernung in der Kreuztechnik. Dabei wird im Wechsel horizontal, vertikal und diagonal gearbeitet. Vergewissern Sie sich zwischendurch immer wieder, ob Sie ein gleichmäßiges Ergebnis erreichen und alle Bereiche des Heizkörpers von Lack überdeckt werden.

Vor dem ersten Heizen gut aushärten lassen

Planen Sie die Arbeiten am besten außerhalb der Heizperiode ein und schalten Sie den Heizkörper vorher ab: Auf einer kalten Oberfläche lässt sich der Lack sauber und gleichmäßig verarbeiten. Lassen Sie die frische Lackierung anschließend gründlich aushärten, bevor Sie wieder heizen – je nach Produkt und Raumtemperatur einige Tage. Wird der Heizkörper zu früh warm, kann der Lack Blasen werfen oder fleckig werden. Dass es beim ersten Aufheizen noch etwas nach Lack riecht, ist normal und legt sich nach einigen Tagen; lüften Sie in dieser Zeit gut.

Typische Fehler beim Heizkörper-Lackieren

  • Nicht zu dick auftragenJede zusätzliche Lackschicht dämmt den Heizkörper und kostet Wärme.Besser: dünn in mehreren leichten Aufträgen lackieren.
  • Nur kalt lackierenAuf einem warmen Heizkörper zieht der Lack Fäden und trocknet fleckig.Besser: Heizung abschalten und vollständig auskühlen lassen.
  • Beim Sprühen schützenSprühnebel und Lösemittel reizen die Atemwege.Besser: geeignete Atemschutzmaske tragen und gut lüften.
Heizkörper montieren © bilanol, stock.adobe.com
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