Fußbodenheizung Funktionsweise

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Fußbodenheizung Aufbau und Funktion: So funktioniert sie!

Damit die Fußbodenheizung optimal funktioniert, kommt es auf den richtigen Aufbau des Fußbodens an. Wer also über eine Sanierung seines Hauses oder seiner Wohnung nachdenkt, muss seine Fußböden unter die Lupe nehmen, ob sie überhaupt für eine Nachrüstung mit einer Fußbodenheizung in Frage kommen. Man darf nicht vergessen: Die Aufbau-Höhe einer Fußbodenheizung vom Betonboden bis zum Bodenbelag beträgt durchschnittlich 92 mm.

Aufbau der Fußbodenheizung

Im Grunde besteht ein Fußboden aus drei Schichten:

  1. Tragschicht (Rohdecke)
  2. Zwischenschicht (Unterbodenkonstruktion)
  3. Nutzschicht (Bodenbelag)
Aufbau einer Fußbodenheizung © patatmac, stock.adobe.com
Aufbau einer Fußbodenheizung © patatmac, stock.adobe.com

Die Tragschicht ist in der Regel eine Rohbetondecke. Die Zwischenschicht besteht aus mehreren Komponenten. Muss die Betonplatte (Keller- oder Erdgeschoss) gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden, passiert dies meistens durch einen Bitumenvoranstrich und einer Abdichtung mit Bitumenschweißbahnen. Auf dieser Schicht wird dann die erforderliche Wärmedämmung des Fußbodens gelegt. Gewöhnlich nutzt man dafür Hartschaumplatten. Falls erforderlich, wird eine Trittschalldämmung eingebaut.

Darauf kommt die Fußbodenheizung. Diese wird in speziellen Fließestrich gelegt. Auf den Estrich folgt die Nutzschicht. Sie ist die oberste Schicht des Fußbodens. Für diese Schicht kommen viele verschiedene Materialien in Betracht, wie zum Beispiel Fliesen, Laminat, Teppich- oder Vinylboden.

Die Aufbau-Höhe der Fußbodenheizung vom Rohbodenbelag bis zum Bodenbelag beträgt in der Regel 92 mm. Dabei entfallen auf die Wärme- und Trittschalldämmung etwa 30 mm, auf die Heizungsrohre 17 mm und den Estrich 45 mm.

Der Aufbau eines Bodens mit Fußbodenheizung
Der Aufbau eines Bodens mit Fußbodenheizung
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Systematik der Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, die aus Rohrleitungen im Fußboden besteht. Sie liegen in einem Trägersystem. Dieses sorgt für einen festen Sitz der Rohrleitungen und sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Aufbau der Fußbodenheizung. Unterscheiden lassen sich hier Noppen- und Tackerplatten. Während Noppenplatten kleine Erhöhungen besitzen, in die die Heizungsrohre hineingedrückt werden, erfolgt die Befestigung bei Tackersystemen mit Klammern. Diese werden von oben in die Platte geschossen und sorgen für einen stabilen Halt der Leitungen. In der Praxis beinhalten solche Trägersysteme meist auch die benötigte Dämmschicht.

Fußbodenheizung: Noppen oder Klammern halten die Leitungen
Fußbodenheizung: Noppen oder Klammern halten die Leitungen

Im oder unter dem Heizestrich werden Rohre aus überwiegend Kunststoff oder seltener aus Kupfer verlegt. Der am meisten verwendete Kunststoff ist das vernetzte, sauerstoffdichte Polyethylen (PE-X), oft mit zusätzlicher Aluminium-Zwischenschicht. Die Verlegung erfolgt entweder mäanderförmig (mit gleichen Rohrabständen), modulierend (mit verschiedenen Rohrabständen je nach Lage im Raum, mit dem Vorlauf an der Außenwand) oder bifilar (in Schneckenform, mit dem Vor- und Rücklauf beieinanderliegend).

Fussbodenheizung Verlegung © trek6500, stcok.adobe.com
Fussbodenheizung: Mäanderförmige Verlegung © trek6500, stcok.adobe.com

Entscheiden sich Hausbesitzer für die mäanderförmige Verlegung, werden die Leitungen in Schlangenlinien nebeneinander in den Raum ein. Da die Wärmeabgabe über den Fußboden hier unterschiedlich ausfällt, lohnt sich diese Art nur bei kleinen Räumen oder Zimmern mit geringem Wärmebedarf.

Fußbodenheizung schneckenförmige Verlegung © creAtive, stock.adobe.com
Fußbodenheizung schneckenförmige Verlegung © creAtive, stock.adobe.com

Bei der schneckenförmigen Verlegung werden die Rohre spiralförmig in den Raum eingebracht. Hier liegen Vor- und Rücklauf nebeneinander, wodurch sich die Wärmeabgabe gleichmäßig über den Boden verteilt.

Fußbodenheizung modulare Verlegung © Michel Angelo, stock.adobe.com
Fußbodenheizung modulare Verlegung © Michel Angelo, stock.adobe.com

Bevorzugt wird häufig die modulare Verlegung der Fußbodenheizung. Der Grund: Damit sorgt man für eine besonders gleichmäßige Verteilung der Wärme. Bei der modulierenden Verlegung mit verschiedenen Rohrabständen wird der zu beheizende Raum flächenmäßig nach dem tatsächlichen Wärmebedarf aufgeteilt. Die Rohrleitungen werden dabei mit unterschiedlichen Verlege-Abständen und -Formen angeordnet, wobei der Vorlauf in der Regel an der kalten Außenwand, an Türen und Fenstern verlegt wird, weil hier der höchste Wärmebedarf besteht.

Hinsichtlich der Fließrichtung des Warmwassers wird empfohlen, die Heizungsrohre entsprechend gegenläufig zu verlegen, um die Wärmeverteilung gleichmäßig zu gestalten. Das gelingt, indem man die Rohre von Vor- und Rücklauf möglichst nebeneinander anordnet.

Zudem wird auch im Abstand der Rohre zueinander variiert. Verlegt man die Rohre der Fußbodenheizung in einem geringen Abstand, so ist in diesen Bereichen mit einer schnelleren Wärmeabgabe und damit auch höheren Wärmeleistung zu rechnen. In Räumen mit weniger Wärmebedarf, wie dem Schlafzimmer, werden häufig größere Verlege-Abstände gewählt.

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Funktion der Fußbodenheizung

Fließt warmes Heizungswasser durch das Rohrsystem, gibt es thermische Energie ab und erwärmt zunächst den Estrich im Aufbau der Fußbodenheizung. Über diesen strömt die Wärme daraufhin nach oben in den Raum. Ein Vorteil der Technik sind die Heizflächen. Da diese deutlich größer als bei konventionellen Heizkörpern sind, genügt eine geringere Temperatur des Heizungswassers.

Fußbodenheizung Illustration © Slavomir Valigursky, stcok.adobe.com
Wird der gesamte Fußboden eines Raumes beheizt, so bewirkt die Strahlungswärme eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung. Zusätzlich ist die Raum-Luft-Strömung bei Fußbodenheizungen besser, denn sie verströmen die Wärme über den Boden gleichmäßig nach oben © Slavomir Valigursky, stcok.adobe.com

Wird der gesamte Fußboden eines Raumes beheizt, so bewirkt die Strahlungswärme eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung. Zusätzlich ist die Raum-Luft-Strömung bei Fußbodenheizungen besser, denn sie verströmen die Wärme über den Boden gleichmäßig nach oben.

Flächenheizungen können schon bei einer Vorlauftemperatur von 30 bis 35 Grad betrieben werden. Dadurch lassen sich die Betriebskosten gegenüber einer herkömmlichen Heizung mit Heizkörpern um rund zehn Prozent verringern. Die Fußbodenheizung gibt ihre Wärme gleichmäßig auf einer großen Fläche ab. Diese Art der Wärmeverteilung beeinflusst die Effizienz und den Komfort einer Fußbodenheizung.

Eine Fußbodenheizung bietet viele Vorteile
Eine Fußbodenheizung bietet viele Vorteile

Die thermische Behaglichkeit bei Flächenheizungen ist in der Regel größer. Wird der gesamte Fußboden eines Raumes beheizt, so bewirkt die Strahlungswärme eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung. Zusätzlich ist die Raum-Luft-Strömung bei Fußbodenheizungen besser, denn sie verströmen die Wärme über den Boden gleichmäßig nach oben.

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