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Wärmepumpe und Fußbodenheizung

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Wärmepumpe und Fußbodenheizung: Ein Traumpaar?

Immer wieder wird betont, dass Wärmepumpen besonders gut und wirtschaftlich funktionieren, wenn sie mit sogenannten Flächenheizungen verbunden werden. Eine solche Flächenheizung stellt eine Fußbodenheizung dar. Alternativ sind auch Wandheizungen geeignet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fußboden- und Wandheizungen sind ideal: Ihre niedrige Vorlauftemperatur (rund 30–35 °C) lässt die Wärmepumpe besonders sparsam laufen.
  • Pflicht ist eine Flächenheizung aber nicht – auch ausreichend große oder Niedertemperatur-Heizkörper funktionieren mit einer Wärmepumpe.
  • Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur: je niedriger, desto höher die Effizienz und desto geringer die Heizkosten.
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau © Bundesverband Wärmepumpe
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Warum ist die Fußbodenheizung ideal für die Wärmepumpe?

Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme (je nach Modell aus Luft, Erdreich oder auch Grundwasser) und diese Wärme wird mithilfe von elektrischer Energie auf eine höhere Temperatur gebracht. Soweit das bekannte Prinzip. Damit nun die Kompressoren möglichst wenig arbeiten müssen und möglichst wenig Strom benötigt wird, sind niedrige Vorlauftemperaturen besonders gewünscht, weil wirtschaftlich.

Wärmepumpe und Fußbodenheizung kann man sehr gut kombinieren
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Hier kommt wiederum ein charakteristisches Merkmal der Fußbodenheizung ins Spiel. Fußbodenheizungen benötigen dank der großen Fläche nur relativ geringe Vorlauftemperaturen von typischerweise rund 30 bis 35 °C, passen also gut zu den Bedingungen der Wärmepumpe. Faustregel: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe – laut Bundesverband Wärmepumpe senkt jedes Grad weniger Vorlauf den Stromverbrauch um etwa 2,5 Prozent.

Gleichzeitig kann die Wärmepumpe im idealen Bereich arbeiten. Es ergibt sich also sozusagen eine Win-Win-Situation. Vor allem die Nutzer bzw. Eigentümer profitieren hier doppelt: Fußbodenheizungen sind ja grundsätzlich als Niedertemperaturheizung ausgelegt, die Kompressoren der Wärmepumpe müssen also weniger arbeiten und verbrauchen damit auch weniger Strom. Das bedeutet für den Eigentümer geringere Heizkosten. Fußbodenheizungen schaffen außerdem ein Raumklima, bei dem schon bei rund 2 Grad geringerer Raumtemperatur gegenüber herkömmlichen Heizkörpern eine Wohlfühl-Temperatur erreicht wird. Dies liegt vor allem an der Strahlungswärme und den „warmen Füßen“. Als Faustregel gilt: Pro Grad weniger Raumtemperatur sinkt der Heizenergiebedarf um etwa 6 %; bei zwei Grad sind es entsprechend rund 12 %.

Welche Vorlauftemperatur braucht die Kombination?

Entscheidend für die Effizienz ist nicht die Heizungsart an sich, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Eine Fußbodenheizung kommt an kalten Tagen meist mit rund 30 bis 35 °C aus, ein gut ausgelegtes Heizkörper-System im Bestand braucht eher 45 bis 55 °C. Mit einer Flächenheizung sind niedrige Systemtemperaturen leichter erreichbar; in Fraunhofer-ISE-Feldtests im Bestand lagen Luft/Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4, einzelne Anlagen erreichten bis 4,9. Bei dauerhaft über 50 °C steigt der Strombedarf spürbar. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte daher zuerst die nötige Vorlauftemperatur der Räume kennen – sie verrät mehr über die Wirtschaftlichkeit als die Frage Fußbodenheizung oder Heizkörper.

Wärmeübergabe-Systeme im Wärmepumpen-Betrieb

Nicht die Heizungsart entscheidet über die Effizienz, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Je niedriger sie ausfällt, desto sparsamer arbeitet die Wärmepumpe.

WärmeübergabeTypische VorlauftemperaturEignung für die Wärmepumpe
Fußboden-/Wandheizungca. 30–35 °Cideal – sehr effizient
Niedertemperatur-/Wärmepumpenheizkörperca. 35–45 °Cgut geeignet
Große Bestandsheizkörper, gut gedämmtes Hausca. 45–50 °Cmöglich, etwas weniger sparsam
Kleine/alte Heizkörper, ungedämmtüber 50–55 °CAnpassung prüfen – Heizflächen/Dämmung verbessern
Quelle: BVF, Verbraucherzentrale

Funktioniert die Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung?

Um es noch einmal zu betonen: Fußboden- oder Wandheizungen sind ideal für moderne Wärmepumpensysteme. Sie ermöglichen einen besonders wirtschaftlichen, Kosten sparenden Betrieb der Wärmepumpe mit niedrigem Stromverbrauch. Eine Wärmepumpe ist aber nicht zwingend auf eine Flächenheizung angewiesen: Sie lässt sich auch mit Heizkörpern wirtschaftlich betreiben, solange die Heizflächen groß genug sind und die Vorlauftemperatur niedrig bleibt. Speziell auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegte Niedertemperatur- oder Wärmepumpenheizkörper arbeiten dafür schon mit rund 35 bis 45 °C.

Wärmepumpe: Die Dimensionierung der Heizkörper ist wichtig
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