Wärmepumpe Förderung

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Förderung von Wärmepumpen (Stand 2020)

Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com

Erneuerbare Energien können teuer sein! Anders als bei fossilen Energieträgern ist die Energiequelle zwar kostenlos, dafür verursacht ihre Erschließung hohe Kosten. Um Erdreich, Grundwasser oder Luft anzuzapfen, ist eine spezielle Technik nötig. Klimaschutz und Umweltaspekte fordern jedoch ein Umdenken in Sachen Energieversorgung. Ein Gedankenwandel, der angesichts der schwindenden Reserven fossiler Energieträger nicht nur sinnvoll ist, sondern auch gefördert wird. Die Regierung hat dazu Anreize geschaffen, die es lohnenswert machen, regenerative Energien im Strom- und Heizbereich zu forcieren. Die staatliche Förderung im Bereich der Wärmepumpentechnik ist dabei nur eine Möglichkeit, die hohen Investitionskosten für den Bauherren attraktiver zu gestalten. Auch andere Geldquellen lassen sich nutzen und machen Wärmepumpen dabei zu einer interessanten Alternative.

Wärmepumpe Absatzzahlen Wärmepumpe
Wärmepumpe sind beliebt – Absatzzahlen für Wärmepumpen, Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe

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So fördert der Staat die Wärmepumpe

Die Wärmepumpentechnik wird vom Staat gefördert
Die Wärmepumpentechnik wird vom Staat gefördert

Fördermittel BAFASeit dem 1. Januar 2018 muss eine Förderung beim BAFA (ausschließlich online) beantragt werden, bevor der Vertrag mit dem Installateur geschlossen beziehungsweise die Maßnahme umgesetzt wird.

Was wird gefördert

Mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung wurde die Förderung des Heizens mit erneuerbaren Energien neu geordnet. Wichtigste Änderung ist die Umstellung von Festbeträgen auf prozentuale Zuschüsse. So werden Wärmepumpenanlagen im Gebäudebestand seit 2020 mit 35 Prozent der Investitionskosten gefördert. Wird gleichzeitig eine alte Ölheizung ersetzt, steigt der Satz auf 45 Prozent. Auch für Neubauten ist eine Förderung in Höhe von 35 Prozent möglich.

Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss gestellt werden, bevor ein entsprechender Lieferungs- oder Leistungsvertrag abgeschlossen wird. Lediglich Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.

Gefördert werden effiziente Wärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung bis 100 Kilowatt, die folgende Aufgaben erfüllen:

  • Kombination von Raumheizung und Warmwasser
  • Ausschließlich für die Raumheizung, wenn die Warmwasserbereitung durch andere erneuerbare Energien erfolgt.
  • Ausschließlich für die Raumheizung in Nichtwohngebäuden
  • Zur Bereitstellung von Prozesswärme
  • Zur Bereitstellung von Wärme fürs Wärmenetz

Außerdem müssen sie die Förderrichtlinien erfüllen beziehungsweise in der Liste des BAFA mit Prüfnachweis aufgeführt sein. Von der Förderung ausgeschlossen sind Luft/Luft-Wärmepumpen und andere Wärmepumpen, die ihre Wärme direkt an die Luft übertragen. Auch Wärmepumpen, die ausschließlich zur Warmwasserbereitung genutzt werden, sind von der Förderung ausgeschlossen. Auch für Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt können Fördermittel beantragt werden. Sie muss dann beim BAFA als „Sonderbauform“ angegeben werden.

Für sparsame Heizungen gibt es Fördermittel
Für sparsame Heizungen gibt es Fördermittel

Anforderungen an die Jahresarbeitszahl

Um eine Förderung in Wohngebäuden beantragen zu können, muss von der entsprechenden Wärmepumpe folgende Jahresarbeitszahl erreicht werden:

  • Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen in Wohngebäuden: 3,8
  • Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen in Nicht-Wohngebäuden: 4,0
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen: 3,5
  • Gasbetriebene Wärmepumpen in Wohngebäuden: 1,25
  • Gasbetriebene Wärmepumpen in Nicht-Wohngebäuden: 1,3

Wärmepumpen im Neubau müssen eine höhere Jahresarbeitszahl aufweisen, und zwar 4,5 bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen und 1,5 bei gasbetriebenen. Alternativ muss die Systemeffizienz verbessert sein – etwa, indem zusätzliche Anlagenteile bei der Reduzierung des Strombedarfes unterstützen.

Hybridheizungen

Hybridheizungen kombinieren mehrere Energiequellen miteinander. Auch hier kann eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen, doch sind einige Besonderheiten zu beachten. Arbeitet sie mit einer regenerativen Energiequelle, wird sie als Erneuerbare-Energie-Hybridheizung (EE-Hybridheizung) eingestuft. Entsprechend gilt auch hier ein Fördersatz von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei einer Gas-Hybridheizung ist eine maximale Förderung von 30 Prozent möglich, sofern die Wärmepumpe mindestens 25 Prozent der Heizlast übernimmt. Wird eine alte Ölheizung durch eine neue Hybridheizung ersetzt, kommen zehn Prozent zusätzlicher Bonus dazu. Bei EE-Hybridheizungen wären das folglich maximal 45 Prozent, bei Gas-Hybridheizungen 40 Prozent.

Tipp:Die vollständige Übersicht der aktuellen, seit 2020 geltenden BAFA-Förderung finden Sie auf der BAFA-Webseite.
Wärmepumpen: Informieren Sie sich vor Anschaffung einer WP über die Förderung
Wärmepumpen: Informieren Sie sich vor der Anschaffung einer Wärmepumpe über die Förderung

Hier gibt es weitere Förderungen für Wärmepumpenanlagen

Darüber hinaus lassen sich weitere Quellen anzapfen, die zusätzlich zur Basisförderung der BAFA den Einbau einer Wärmepumpenanlage forcieren. Allen voran die Förderprogramme der KfW-Bank. Für Modernisierung und Sanierung an Bestandsbauten kommen ebenfalls zinsgünstige Kreditvergaben durch die KfW-Bank zum Tragen. Je nach Art und Umfang des Vorhabens kann zusätzlich noch ein Zuschuss für das geplante Vorhaben beantragt werden. Eine weitere Möglichkeit, nicht die gesamte Last der Investitionen auf den Schultern des Bauherren zu belassen, bieten überdies auch einige Energielieferanten an. Viele Energieunternehmen bieten Betreibern spezielle Stromtarife für Wärmepumpen an. Daneben gibt es aber auch Energielieferanten, die ihren Kunden den Bau einer Wärmepumpenanlage durch entsprechende Anreize schmackhaft machen.

Eine gute Alternative: Der Steuerbonus

Statt der BAFA- beziehungsweise der KfW-Förderung können Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe, die die Mindestanforderungen erfüllt, über drei Jahre und bis zu einer maximalen Höhe von 40.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden. Im Jahr der Maßnahme und im folgenden können jeweils sieben Prozent, höchstens jedoch 14.000 Euro geltend gemacht werden. Im dritten Jahr sind es dann noch sechs Prozent beziehungsweise 12.000 Euro. Damit das Finanzamt die Kosten anerkennt, muss das Haus mindestens zehn Jahre alt sein und der Eigentümer selbst darin wohnen. Eine Kombination mit anderen Förderungen ist nicht möglich. Es heißt also: Entweder-oder.

Beim Einbau einer Wärmepumpe können Steuervorteile eine gute Option sein
Beim Einbau einer Wärmepumpe können Steuervorteile eine gute Option sein

Welche Förderung ist für mich die beste?

Die kurze Antwort: Das kommt darauf an. Die etwas längere: Sie sollten Ihr Projekt mit den individuell maßgeblichen Zahlen durchrechnen (lassen). In vielen Fällen sind die derzeit hohen Förderquoten der BAFA und die günstigen Konditionen der KfW lohnender. Auch der Förderzeitpunkt ist wichtig: Während Zuschüsse und Kredite während des Projekts genutzt werden können, zahlt sich der Steuerbonus erst mit den folgenden Steuererklärungen aus. Wer die Voraussetzungen für die Förderungen aber beispielsweise nicht erfüllt, wird froh sein, mit der Steuerbonus-Alternative trotzdem viel Geld sparen zu können.

Förderung für Heizungen: Günstige Kredite oder Steuervorteil
Förderung für Heizungen: Günstige Kredite oder Steuervorteil

Ein Beispiel verdeutlicht dies:

Austausch einer alten Ölheizung durch eine neue Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe
Angenommene Kosten: 15.000 Euro

  • Option 1:
    BAFA-Zuschuss: 6.000 Euro (Fördersatz von 40 Prozent: 30 Prozent Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe, zusätzlich 10 Prozent für den Austausch der Ölheizung
    Verbleibende Kosten: 9.000 Euro. Für sie kann bei Bedarf ein sehr zinsgünstiger Ergänzungskredit bei der KfW (Programm 167) aufgenommen werden.
  • Option 2:
    Steuerbonus: 3.000 Euro (entspricht 7 Prozent, also 1.050 Euro in den ersten beiden Jahren und 6 Prozent, also 900 Euro im dritten Jahr)
    Verbleibende Kosten: 12.000 Euro

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