Wärmepumpe Förderung

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Förderung von Wärmepumpen (Stand 2019)

Fördermittel
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Erneuerbare Energien sind teuer! Anders als bei fossilen Energieträgern ist die Energiequelle zwar kostenlos, dafür verursacht ihre Erschließung hohe Kosten. Um Erdreich, Grundwasser oder Luft anzuzapfen, ist eine spezielle Technik nötig. Klimaschutz und Umweltaspekte fordern jedoch ein Umdenken in Sachen Energieversorgung. Ein Gedankenwandel, der angesichts der schwindenden Reserven fossiler Energieträger nicht nur sinnvoll ist, sondern auch gefördert wird. Die Regierung hat dazu Anreizprogramme geschaffen, die es lohnenswert machen, regenerative Energien im Strom- und Heizbereich zu forcieren. Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erfüllen, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Wärmeenergie zu 14 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, setzt der Staat auf eine entsprechende Förderung ebendieser Quellen. Die staatliche Förderung im Bereich der Wärmepumpentechnik ist dabei nur eine Möglichkeit, die hohen Investitionskosten für den Bauherrn attraktiver zu gestalten. Auch andere Geldquellen lassen sich nutzen und machen Wärmepumpen dabei zu einer interessanten Alternative.

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Wärmepumpe sind beliebt – Absatzzahlen für Wärmepumpen, Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe

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So fördert der Staat die Wärmepumpe

Fördermittel BAFASeit dem 1. Januar 2018 muss eine Förderung beim BAFA (ausschließlich online) beantragt werden, bevor der Vertrag mit dem Installateur geschlossen beziehungsweise die Maßnahme umgesetzt wird.

Was wird gefördert

Gefördert werden effiziente Wärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung bis 100 Kilowatt, die folgende Aufgaben erfüllen:

  • Kombination von Raumheizung und Warmwasser
  • Ausschließlich für die Raumheizung, wenn die Warmwasserbereitung durch andere erneuerbare Energien erfolgt.
  • Ausschließlich für die Raumheizung in Nichtwohngebäuden
  • Zur Bereitstellung von Prozesswärme
  • Zur Bereitstellung von Wärme fürs Wärmenetz

Außerdem müssen sie die Förderrichtlinien erfüllen beziehungsweise in der Liste des BAFA mit Prüfnachweis aufgeführt sein. Von der Förderung ausgeschlossen sind Luft/Luft-Wärmepumpen und andere Wärmepumpen, die ihre Wärme direkt an die Luft übertragen. Auch Wärmepumpen, die ausschließlich zur Warmwasserbereitung genutzt werden, sind von der Förderung ausgeschlossen.

Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung richtet sich zum einen nach dem Gebäude (Gebäudebestand oder Neubau) und nach der Jahresarbeitszahl, ebenso nach der Nutzung (Wohngebäude, Nichtwohngebäude). Eine Basisförderung ist dabei ausschließlich für Bestandsgebäude vorgesehen, für die Innovationsförderung ist eine höhere Jahresarbeitszahl oder eine verbesserte Systemeffizienz nötig. Diese kann sowohl für Bestandsgebäude wie auch für Neubauten beantragt werde. Neben Basis- und Innovationsförderung gibt es weitere Zusatzförderungen, die untereinander kombiniert werden können. Lediglich der Gebäudeeffizienzbonus und Optimierungsmaßnahmen sind Bestandsgebäuden vorbehalten.

Basisförderung und Innovationsförderung

Für Anlagen in Bestandsgebäuden gibt es verschiedene Förderungsmöglichkeiten. Die Basisförderung kann beantragt werden, wenn ein Heizungssystem vor Inbetriebnahme der Wärmepumpe mindestens zwei Jahre lang installiert war.

Auch im Neubau werden Wärmepumpen durch das BAFA gefördert. Die Basisförderung fällt im Neubaubereich weg, dafür sind im Rahmen der Innovationsförderung Wärmepumpen mit hoher JAZ (Jahresarbeitszahl) oder Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz förderungsfähig.

Anforderungen an die Jahresarbeitszahl

Um eine Basisförderung in Wohngebäuden beantragen zu können muss von der entsprechenden Wärmepumpe folgende Jahresarbeitszahl erreicht werden. Gasbetriebene Wärmepumpen 1,25 (Nichtwohngebäude 1,3), Elektrische Luft-Wärmepumpen 3,5 und andere elektrische Wärmepumpen 3,8 (Nichtwohngebäude 4). Für eine Innovationsförderung werden höhere Jahresarbeitszahlen vorausgesetzt, wobei Wohngebäude und Nichtwohngebäude gleich bewertet werden. Für gasbetriebene Wärmepumpen gilt eine JAZ von 1,5 als förderungswürdig, für elektrische Luft-Wärmepumpen sowie andere elektrische Wärmepumpen eine JAZ von 4,5.

Folgende Förderungssätze gelten sowohl für Bestandsgebäude im Rahmen der Basisförderung als auch für Neubauten im Rahme der Innovationsförderung. Die Sätze für die Innovationsförderung in Bestandsgebäuden ist jeweils in Klammern angegeben.

Luft als Wärmequelle
Elektrische Wärmepumpen mit der Wärmequelle Luft erhalten hierbei je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung 40 Euro (60 Euro), mindestens jedoch 1500 Euro (2250 Euro) je Anlage bei leistungsgeregelten bzw. monovalenten Wärmepumpen. 1300 Euro (1950 Euro) je Anlage gibt es für alle sonstigen elektrischen Wärmepumpen mit der Wärmequelle Luft.

Erde und Wasser als Wärmequelle
Elektrische Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erde und Wasser können eine Innovationsförderung von 100 Euro (150 Euro) je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung erhalten. Auch hier ist eine Mindestförderung von 4500 Euro (6750 Euro) je Anlage bei Erdwärmepumpen mit gleichzeitiger Erdsondenbohrung festgelegt, mindestens 4000 Euro (6000 Euro) gibt es für alle anderen Wärmepumpen mit den Wärmequellen Wasser oder Erdwärme.

Sorptions- und Gasmotorische Wärmepumpen
Sie erhalten ebenfalls 100 Euro (150 Euro) je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung. Für alle Wärmequellen gilt eine Mindestförderung von 4500 € (6750 Euro) je Anlage.

Zusatzförderung im Bereich Bestandsgebäude und Neubauten

Neben der Innovationsförderung sind auch Zusatzförderungen möglich. Zum einen ein Kombinationsbonus von 500 Euro je Anlagenkombination wenn gleichzeitig Solarthermie oder Biomasseanlagen installiert werden. Ebenfalls gefördert werden Solarkollektoren – vorausgesetzt, ihr Beitrag kann von der Wärmepumpe als Wärmequelle genutzt werden und die Kollektorfläche beträgt mindestens sieben Quadratmeter.

Für Wärmepumpen, die über eine Schnittstelle zur Einbindung in das Wärmenetz verfügen, gibt es 500 Euro für die Lastmanagementfähigkeit. Voraussetzung ist die Errichtung eines Speichers mit mindestens 30 Litern je KW und ein Smart Grid Ready Zertifikat.t.

Zusatzförderung ausschließlich für Bestandsgebäude

Gebäudeeffizienzbonus und Optimierungsmaßnahmen werden ausschließlich im Gebäudebestand gefördert. Für den Gebäudeeffizienzbonus von 50 % der Basisförderung müssen die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt werden. Außerdem sind die notwendigen Bestätigungen von einem zugelassenen Sachverständigen nötig. Ein einmaliger Optimierungsbonus von 10 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten kann für Optimierungsmaßnahmen gewährt werden, die im direkten Zusammenhang mit der Errichtung der Wärmepumpe stehen.

Gefördert wird jedoch nur bis zu einem Höchstsatz von 50 Prozent der Basisförderung für die Wärmepumpe. Welche Maßnahmen zu den Förderfähigen gehören ist im Anhang I der Richtlinien aufgeführt. Ebenfalls gefördert wird eine nachträgliche Optimierung von Anlagen, die bereits gefördert wurden. Für einen Heizungscheck von mindestens seit drei und höchstens seit sieben Jahren in Betrieb befindlichen Wärmepumpenanlagen werden mindestens 100 und maximal 200 Euro gezahlt. Für einen Wärmepumpencheck nach mindestens einem Jahr kann bis zu 250 Euro Fördergeld beantragt werden.

Tipp: Die vollständige Übersicht der BAFA-Förderung finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Hier gibt es weitere Förderungen für Wärmepumpenanlagen

Fördermittel KFW BankNeben der staatlichen Förderung lassen sich auch noch andere Quellen anzapfen, die zusätzlich zur Basisförderung der BAFA den Bau einer Wärmepumpenanlage forcieren. Allen voran die Förderprogramme der KfW-Bank. Für Modernisierung und Sanierung an Bestandsbauten kommen ebenfalls zinsgünstige Kreditvergaben durch die KfW-Bank zum Tragen. Je nach Art und Umfang des Vorhabens kann zusätzlich noch ein Zuschuss für das geplante Vorhaben beantragt werden. Eine weitere Möglichkeit, nicht die gesamte Last der Investitionen auf den Schultern des Bauherren zu belassen, bieten überdies auch einige Energielieferanten an. Viele Energieunternehmen bieten Betreibern spezielle Stromtarife für Wärmepumpen an. Daneben gibt es aber auch Energielieferanten, die ihren Kunden den Bau einer Wärmepumpenanlage durch entsprechende Anreize schmackhaft machen.

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