Wärmepumpe mieten

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Wärmepumpe mieten – sinnvoll oder nicht

Wärmepumpen gelten als die Heizung der Zukunft. Werden sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben, dann sind sie die beste Option, um emissionsfrei, vollkommen CO2-neutral und wirtschaftlich zu heizen und warmes Wasser zu produzieren. In Neubauten nimmt der Trend zu Wärmepumpen schon seit längerem deutlich zu. Seit der Verabschiedung des sogenannten Heizungsgesetzes wollen auch immer mehr Eigenheim-Besitzer im Bestand auf eine Wärmepumpe umsteigen . Neben dem Kauf einer Wärmepumpe gibt es immer häufiger auch Angebote, eine Wärmepumpe zu mieten.

Wärmepumpe macht alten Gasvertrag unnötig © Hermann, stock.adobe.com
Wärmepumpen kann man auch mieten © Hermann, stock.adobe.com
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Eine Heizung mieten? Das klingt zunächst recht ungewöhnlich und viele fragen sich, wie das funktionieren soll und warum man eine Wärmepumpe mieten sollte? Erfahren Sie hier alles Wesentliche zum Mieten von Wärmepumpen und ob die Miete einer Wärmepumpe sinnvoll ist oder ob man eher die Finger davonlassen sollte.

Wärmepumpe mieten – wie funktioniert das?

Normalerweise mietet man Wohnungen oder Häuser, aber Heizungen? Tatsächlich gibt es das Modell als sogenanntes Contracting bei Großanlagen schon länger. Im Alltag begegnet einem das Mieten von Gebrauchsgegenständen häufiger: das Leasing von Autos ist im Prinzip auch nichts anderes. Das Grundprinzip hierbei ist immer dasselbe: Der Nutzer (oder Mieter) muss keine hohe anfängliche Investition leisten. Vielmehr muss nur eine Nutzungsgebühr gezahlt werden, also die Miete. Den zum Betrieb der Wärmepumpe notwendigen Strom zahlt natürlich auch der Mieter. Die Kosten für die Wärmepumpe sowie die Installation trägt jedoch der Vermieter. Dieser erhält im Übrigen auch die BAFA-Förderung als Eigentümer der Wärmepumpe. In einigen Miet-Angeboten sind Service und die Wartung der Wärmepumpe inbegriffen, manche Anbieter bieten dies als zusätzliches Paket an.

Wartungsvertrag: Damit ist die Wartung vertraglich vereinbart
Rundum-Sorglos-Pakete beim Mieten von Wärmepumpen

Die Laufzeiten der Verträge variieren. Üblich sind rund 15 Jahre, aber es gibt sowohl Mietverträge für Wärmepumpen mit kürzeren wie auch längeren Mietzeiträumen.

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Was passiert am Ende des Vertragslaufzeit?

Hier gibt es je nach Vermieter verschiedene Optionen. Oft besteht die Möglichkeit für den Mieter, die Wärmepumpe am Ende der Vertragslaufzeit zu übernehmen und sie dann weiter zu betreiben. Gut gewartete Wärmepumpen können durchaus auch 25 Jahre lang ihren Dienst tun. Im Vertrag kann aber auch festgelegt werden, dass der Vermieter nach Beendigung des Vertrags die Wärmepumpe deinstalliert und sich der Mieter dann um eine andere/neue Heizung kümmert.

Wie hoch sind die Kosten beim Wärmepumpe mieten?

Die Angebote der verschiedenen Anbieter von Mietmodellen für Wärmepumpen unterscheiden sich teils erheblich. Exakte Preise finden sich nicht, zumal diese von den individuellen Gegebenheiten abhängen, d.h. Größe der Wärmepumpe, notwendige Bauarbeiten, Aufstelloptionen etc.

Es gibt Anbieter, die mit Preise von unter 100 Euro Miete pro Monat werben, dies sind allerdings dann die reinen Kosten für die Miete einer Wärmepumpe. Servicepakete müssen dann extra abgeschlossen und bezahlt werden. Die preiswertesten Komplett-Angebote für die Miete einer Wärmepumpe beginnen bei 149 Euro/Monat und reichen bis circa 200 Euro im Monat, wobei diese Preise immer die Mindestpreise darstellen. Hinzu kommen natürlich immer die jeweiligen Stromkosten, es wird ja nur die Wärmepumpe selbst gemietet, die Betriebskosten gehen selbstverständlich zu Lasten des Nutzers, also des Mieters.

Die gemietete Wärmepumpe
Die gemietete Wärmepumpe

Welche Vorteile bietet es, eine Wärmepumpe zu mieten?

Wer sich für die Miete einer Wärmepumpe entscheidet, der profitiert vor allem von folgenden Vorteilen:

  • Keine Anfangsinvestition notwendig – die recht hohen Investitionskosten für Wärmepumpen liegen bei mindestens 25.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das stellt für einige Hausbesitzer trotz zu erwartender Fördermittel von mindestens 30 % eine hohe Hürde dar. Wer dagegen eine Wärmepumpe mietet, der umgeht diese Investitionskosten und zahlt anstatt dessen eine monatliche Miete für seine Wärmepumpe.
  • Schneller Umstieg auf umweltfreundliches Heizen – Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist derzeit extrem hoch, entsprechend lange Lieferzeiten werden von den Herstellern und den Sanitärbetrieben genannt. Und entsprechend lange dauert es, bis eine gekaufte Wärmepumpe installiert werden kann. Beim Wärmepumpen Mieten werben die Anbieter jedoch mit kurzfristigen Verfügbarkeiten und sehr kurzen Lieferfristen. Wer also eine Wärmepumpe mietet, kann schnell klimaneutral heizen.
  • Rundum-Sorglos Pakete bieten Sicherheit – Wer eine Wärmepumpe mietet, der muss sich um Instandhaltung, Service oder Betriebsausfälle keine Sorgen machen. Die sogenannten Rundum-Sorglos-Pakete der Mietangebote entlasten die Mieter, da die Verantwortung für den störungsfreien Betrieb der Wärmepumpen beim vermietenden Unternehmen bleibt.
  • Mögliche Übernahme nach Vertragslaufzeit – Je nach Art des Mietvertrags besteht die Möglichkeit für den Mieter, die Wärmepumpe am Ende der Vertragslaufzeit zu übernehmen. Die Modalitäten für eine Übernahmen sind dabei von Anbieter zu Anbieter verschieden, von einem festgelegten Betrag über Sachwert-Lösungen bis zur kostenlosen Übernahme gibt es unterschiedliche Lösungen.
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Was sind die Nachteile der Miete von Wärmepumpen?

Diese vielen Vorteile klingen zunächst überzeugend, aber natürlich gibt es auch einige Nachteile bei der Miete von Wärmepumpen.

  • Staatliche Fördermittel nur für den Vermieter – Die derzeit hohen staatlichen Fördermittel erhält nicht der Immobilieneigentümer und Mieter der Wärmepumpe, vielmehr ist nur das Unternehmen, das die Wärmepumpe vermietet, berechtigt, die Fördermittel zu beantragen. Allerdings sind die Fördermittel in den Mietkosten schon berücksichtigt.
  • Langjährige vertragliche Bindung an Vermieter – Eine Vertragslaufzeit von mindestens 15 Jahren findet sich bei den meisten Anbietern. Wer eine Wärmepumpe mietet, bindet sich also sehr lange an ein Unternehmen. Was passiert aber, wenn das Unternehmen insolvent wird oder man selbst zum Beispiel das Haus verkaufen möchte? Diese Unwägbarkeiten sollte man abschätzen, wenn man mit dem Gedanken spielt, eine Wärmepumpe zu mieten.
  • Unklare Situation am Ende der Vertragslaufzeit – Wenn im Vertrag nicht ganz genau geklärt ist, was am Ende der Vertragslaufzeit mit der Wärmepumpe passiert, dann können böse Überraschungen drohen. Deshalb sollten Übernahmeoptionen, Kosten für den evtl. Ausbau der Wärmepumpe oder auch die Kosten für die Übernahme im Vertrag geregelt sein.
  • Hohe Gesamtkosten im Vergleich zum Kauf – Der wohl am schwersten wiegende Nachteil beim Mieten von Wärmepumpen sind die im Vergleich zum Kauf deutlich höheren Kosten. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Kauf wird eine Investition von rund 20.000 – 25.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen jährliche Wartungskosten von rund 300 Euro. Aber von den 20.000 – 25.000 Euro gehen auch 30 % Fördermittel ab. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren liegen die Kosten dann bei insgesamt 17.600 – 20.600 Euro. Im selben Zeitraum würden bei Mietkosten von 200 Euro im Monat innerhalb von 15 Jahren 36.000 Euro an den Vermieter fließen und es würde zusätzlich eine Gebühr für die Übernahme der Wärmepumpe fällig. Das Miet-Modell ist also um mehr als 50 % teurer im Vergleich zum Kauf.
Tipp: Auf der Webseite des Anbieters Vamo können Sie sich ein kostenfreies Angebot für die Miete einer Wärmepumpe machen lassen. (Anzeige)
Wärmepumpe mieten:  Prüfen Sie den Mietvertrag genau
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Fazit

Immer mehr Unternehmen bieten sogenannte Mietmodelle für Wärmepumpen an. Bekannt sind ähnliche Modelle aus dem Photovoltaik-Markt oder auch für Großanlagen, hier finden sich ähnlich funktionierende Contracting-Modelle. Für Hausbesitzer kann das Mieten einer Wärmepumpe durchaus attraktiv sein: Man zahlt eine feste monatliche Gebühr und kann sofort auf eine umweltfreundliche Wärmepumpen-Heizung umsteigen.

Mit den meist angebotenen Rundum-Sorglos-Paketen, die auch Wartung, Service und Garantie umfassen, muss sich der Mieter um nichts weiter kümmern. Dem gegenüber ist es langfristig deutlich preiswerter, eine Wärmepumpe zu kaufen, wobei man sich als Eigentümer hier um deutlich mehr kümmern muss. Letztlich hängt es wirklich von den individuellen Präferenzen und Gegebenheiten ab – dass es genug potenzielle Kunden für das Mieten von Wärmepumpen gibt, zeigt das zunehmende Angebot.

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