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Wärmepumpen Kosten

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Kosten und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe

Wärmepumpen gehören zu den meistgefragten Heizsystemen, seit fossile Energieträger teurer und klimapolitisch unattraktiver geworden sind. Ein wichtiger Faktor ist zunächst der Preis: Auf den ersten Blick können Wärmepumpen in der Anschaffung mit den günstigen Gasbrennwertthermen nicht mithalten. Aber es geht ja nicht nur um die Anschaffungs- sondern auch die Betriebskosten und schließlich ist die Wirtschaftlichkeit ein entscheidendes Kriterium.

Das Wichtigste in Kürze

  • Luft-Wärmepumpen sind in der Anschaffung am günstigsten; Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen kosten wegen Bohrung oder Brunnen deutlich mehr.
  • Die laufenden Kosten bestimmt vor allem die Jahresarbeitszahl: je höher sie ist, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe.
  • Wirtschaftlich wird sie durch niedrige Vorlauftemperatur, guten Dämmstandard und günstigen Wärmepumpenstrom; staatliche Förderung senkt die Anschaffung.
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau © Bundesverband Wärmepumpe
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau © Bundesverband Wärmepumpe
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Kosten von Wärmepumpen

Die Rolle der Nebenverbräuche

Um nun ganz konkret zu berechnen, wie viel eine Kilowattstunde (kWh) Wärme tatsächlich kostet, dient eine einfache Formel, die den Strompreis ins Verhältnis setzt:

Was kostet eine Kilowattstunde Wärme?

Wärmepumpenstrom (Arbeitspreis)0,25 €/kWh
÷
Jahresarbeitszahl (JAZ)4,0
Wärmekostenca. 0,06 €/kWh
Annahmen Beispiel mit Wärmepumpenstrom 25 ct/kWh und JAZ 4,0. Bei JAZ 3,0 steigen die Wärmekosten auf rund 8 ct/kWh.
Eigenes Rechenbeispiel heizsparer.de · Annahme: Wärmepumpenstrom 25 ct/kWh und JAZ 4,0

Ist der Strompreis niedrig und werden spezielle Stromtarife für Wärmepumpen in Anspruch genommen, so lässt sich der Wirtschaftlichkeitsfaktor der Wärmepumpe noch weiter erhöhen. Auch eine möglichst geringe Vorlauftemperatur des Heizsystems und eine gute Wärmedämmung des Gebäudes helfen dabei, den Faktor Wirtschaftlichkeit zu steigern.

Tipp: Mit dem Heizstromrechner günstige Tarife für Wärmepumpenstrom finden
Kosten für Anschaffung und Betrieb einer Wärmepumpe
Wärmepumpen-Rechner: Dimensionierung, Verbrauch, Kosten und Amortisation

Die Anschaffung einer Wärmepumpe ist eine zukunftssichere Entscheidung für energieeffizientes und umweltfreundliches Heizen. Doch wie groß muss die Anlage sein?… weiterlesen

Erschließungs- und Betriebskosten

In Sachen Betriebskosten liegen Wärmepumpen in einem sehr moderaten Preisfenster. Je nach Wirkungsgrad und Stromtarif fallen für den Wärmepumpenbetrieb je nach Gebäudegröße jährlich grob zwischen 600 und 2.500 Euro an Stromkosten an. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ist das meist günstig. Kommt der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage, sieht das Ergebnis noch besser aus.

Auch in Sachen Wartungskosten haben Wärmepumpen die Nase gegenüber dem Heizbetrieb mit fossilen Brennstoffen deutlich vorne. Die Kosten für den Schornsteinfeger entfallen, da kein Verbrennungsvorgang stattfindet und seine Arbeit somit überflüssig ist.

Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten

Wärmepumpen sind in der Regel wartungsärmer als Öl- oder Gasheizungen, ganz ohne Kontrolle sollten sie aber nicht betrieben werden. Sinnvoll sind regelmäßige Prüfungen von Einstellungen, Filtern, Hydraulik und Außengerät; bei bestimmten Kältemitteln oder Anlagenbauarten können zudem Dichtheitskontrollen oder Hersteller-Wartungsvorgaben relevant sein.

Bei den Anschaffungskosten unterscheiden sich die einzelnen Wärmepumpen hingegen recht deutlich, was nicht zuletzt an den teils hohen Erschließungskosten, etwa den Erdbohrarbeiten für die Erdsonden (je nach Bohrmeter oder Kollektorfläche) oder dem Bau der Brunnenanlage für Wasser-Wasser-Wärmepumpen liegt.

Heizstrom und Wärmepumpenstrom: Ein Anbieterwechsel kann lohnen
Heizstrom und Wärmepumpenstrom: Ein Anbieterwechsel kann lohnen

Die nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Anschaffungs- und Betriebskosten der einzelnen Anlagen.

Es werden besondere Tarife von den Stromanbietern für Wärmepumpen angeboten, die häufig einige Cent günstiger sind als normale Hausstromtarife. Im Januar 2026 lag Haushaltsstrom laut BDEW im Schnitt bei 37,2 ct/kWh; Wärmepumpenstrom ist je nach Region, Zähler und Netzentgelt-Modul oft günstiger, aber nicht pauschal um ein Viertel.

PumpenartAnschaffung (vor Förderung)Betriebskosten Altbau (30.000 kWh Wärmebedarf/Jahr)Betriebskosten Neubau (9.000 kWh Wärmebedarf/Jahr)
Sole-Wasser-Wärmepumpe – Erdsonde (JAZ 3,8)35.000 – 50.000 Euroca. 1.975 Euro/Jahrca. 590 Euro/Jahr
Sole-Wasser-Wärmepumpe – Erdkollektor (JAZ 3,8)30.000 – 45.000 Euroca. 1.975 Euro/Jahrca. 590 Euro/Jahr
Wasser-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3,8)38.000 – 50.000 Euroca. 1.975 Euro/Jahrca. 590 Euro/Jahr
Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3,5)25.000 – 40.000 Euroca. 2.150 Euro/Jahrca. 640 Euro/Jahr

Anschaffungskosten inkl. Bohrungen, Installation und Technik, vor Abzug der Förderung. Betriebskosten gerechnet mit rund 0,25 Euro/kWh Wärmepumpenstrom.

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Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe

Die Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen verlangt die Betrachtung vieler Faktoren. Vor allem mit Blick auf die steigenden CO₂-Preise für fossile Brennstoffe holen Wärmepumpen auch im Altbau auf, insbesondere, wenn der Strom für den Betrieb von der eigenen Photovoltaikanlage stammt.

Ist die Heizungsanlage jedoch nicht auf die installierte Wärmepumpe abgestimmt, so kann auch sie nicht effizient arbeiten, die Betriebskosten können dann entsprechend in die Höhe schnellen. Ebenso ist es um die Erschließungskosten bestellt. Sind sie zu hoch, schneidet das Wärmepumpensystem im Vergleich zu anderen Heizsystemen anfangs deutlich schlechter ab. Ein Blick auf die örtlichen Gegebenheiten darf daher nicht vergessen werden. Nicht ein einzelner Faktor, sondern die Betrachtung aller Faktoren in ihrer Gesamtheit geben dann Aufschluss darüber, ob sich die Anschaffung einer Wärmepumpe lohnt.

Anschaffung, Betrieb und Wartung zusammen betrachten

Wer Heizsysteme ehrlich vergleichen will, sollte nicht nur den Kaufpreis betrachten, sondern die Gesamtkosten über die rund 20-jährige Lebensdauer: Anschaffung plus Betrieb plus Wartung, abzüglich der staatlichen Förderung. Die höhere Anfangsinvestition der Wärmepumpe wird über die Jahre durch niedrige Betriebskosten und die entfallenden Schornsteinfeger-Gebühren ausgeglichen. Hinzu kommt, dass der CO₂-Preis auf Gas und Öl weiter steigt: 2026 gilt im nationalen Emissionshandel ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro/t CO₂; nach EU-Beschlüssen soll der EU-ETS 2 am 1. Januar 2028 starten. Die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe verbessert sich dadurch über die Jahre tendenziell.

Wann rechnet sich eine Wärmepumpe?

1. Lässt sich eine niedrige Vorlauftemperatur erreichen (Flächenheizung oder groß dimensionierte Heizkörper)?

JaHohe Jahresarbeitszahl, niedrige Stromkosten – ideale Voraussetzung.
Nur teilsHeizkörper vergrößern oder Vorlauftemperatur absenken.

2. Ist das Gebäude ordentlich gedämmt?

JaGeringer Wärmebedarf, die Wärmepumpe arbeitet effizient.
NeinErst Dämmung und Heizlast prüfen – sonst hoher Stromverbrauch.

3. Bleiben die Erschließungskosten überschaubar (z. B. Luft-Wärmepumpe statt teurer Bohrung)?

JaNiedrigere Anfangsinvestition, kürzere Amortisation.
Eher hochErdsonde oder Brunnen lohnen eher bei hohem Wärmebedarf.

4. Steht günstiger Strom bereit (Wärmepumpentarif oder eigene Photovoltaik)?

JaDie Betriebskosten sinken spürbar.
Noch nichtWärmepumpentarife vergleichen, PV-Kombination prüfen.
EmpfehlungJe öfter Sie „Ja“ ankreuzen, desto wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe. Mehrere „Nein“ oder „Eher hoch“ bedeuten: vorher Heizlast, Dämmung und Vorlauftemperatur fachlich prüfen lassen.
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau © Bundesverband Wärmepumpe
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau © Bundesverband Wärmepumpe

Die Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl macht die Leistung der Wärmepumpe vergleichbar
Die Jahresarbeitszahl macht die Leistung der Wärmepumpe vergleichbar

Ein wesentliches Kriterium bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit war und ist immer noch die Jahresarbeitszahl. Sie macht Effizienz und Qualität der Wärmepumpe deutlich, indem sie die Wärmeausbeute mit dem zum Betrieb nötigen Strom in ein für alle Wärmepumpen vergleichbares Verhältnis setzt. Hierzu ist die Temperatur der Wärmequelle (Luft, Wasser, Erde) und die des Wärmeverbrauchers von entscheidender Bedeutung. Der Wirkungsgrad vergrößert sich mit sinkender Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizung.

Wärmepumpe: Effikivität und Effizienz hängt von der Temperatur des Mediums ab
Wärmepumpe: Effektivität und Effizienz hängt von der Temperatur des Mediums ab

Je höher die Wärmequellentemperatur und je niedriger die Vorlauftemperatur der Heizung ist, desto höher fällt in der Regel die Jahresarbeitszahl aus. Die JAZ beschreibt die Effizienz über ein Jahr und kann berechnet oder im Betrieb gemessen werden; normierte Labor- beziehungsweise Herstellerwerte sind vor allem COP und SCOP.

Jahresarbeitszahl: Wichtige Kenngröße für eine Wärmepumpe
Jahresarbeitszahl: Wichtige Kenngröße für eine Wärmepumpe

Der Jahreszeitliche Leistungskoeffizient (SCOP)

Ein Blick auf die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe führte jahrelang an der Jahresarbeitszahl nicht vorbei. Dennoch ist sie längst nicht die einzige Größe, die etwas über die Effizienz und damit die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpentechnik aussagt. Inzwischen wird immer mehr eine andere Größe betrachtet, nämlich der „Jahreszeitliche Leistungskoeffizient“ (abgekürzt SCOP für Seasonal Coefficient of Performance). Diese ist auch entscheidend für Fördermöglichkeiten.

SCOP und JAZ beantworten unterschiedliche Fragen: Der SCOP ist ein normierter Vergleichswert nach DIN EN 14825, die JAZ bewertet die Anlage über ein Jahr und berücksichtigt bei Berechnung oder Messung die konkreten Randbedingungen stärker. Nutzerverhalten, Dämmung des Hauses und Aufstellort können deshalb dazu führen, dass Praxiswerte von Hersteller- oder Rechenwerten abweichen.

Das ändert sich nun mit der Berücksichtigung des Jahreszeitlichen Leistungskoeffizienten. Die Berechnung des SCOP ist in der Norm DIN EN 14825 festgelegt.

Beim SCOP werden mehrere Teillast-Betriebspunkte berechnet. Für den Heizbetrieb arbeitet DIN EN 14825 mit drei europäischen Klimaprofilen: wärmer, mittel und kälter; die Ergebnisse werden über Temperaturhäufigkeiten gewichtet.

Die Berechnung des SCOP
Die Berechnung des SCOP

Primärenergiefaktor

Schließlich gibt es den Primärenergiefaktor PEF. Hierdurch sollen Energieträger wie Gas, Strom oder Öl besser verglichen werden können. Der PEF berücksichtigt nicht nur die direkte Energie, die zur Wärmeerzeugung genutzt wird. Hier werden auch Verluste berücksichtigt, die bei sogenannten vorgelagerten Prozessen gebraucht wird, also beim Transport, bei der Erzeugung oder auch der Speicherung. Das ist im Fall von Wärmepumpen die elektrische Energie, die notwendig ist, um mit der Wärmepumpe Wärme bereitzustellen.

Der Primärenergiefaktor verschiedener Energieträger ist im Gebäudeenergiegesetz festgelegt. Die Primärenergiefaktoren für Strom sind hier ersichtlich:

Primärenergiefaktor für Strom
Gebäudenah erzeugter Strom (Photovoltaik oder Windkraft) 0,0
Netzbezogener Strom 1,8
Verdrängungsstrommix KWK 2,8

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ETAs – die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz

Nun sollten aber ja auch die verschiedenen Wärmepumpen miteinander vergleichbar sein, dazu wurde die Kennzahl „jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz“ ( ηS ) eingeführt. Vereinfacht wird sie aus dem SCOP mit einem EU-Umwandlungskoeffizienten berechnet; je nach Gerät kommen Korrekturfaktoren hinzu. Der Wert wird auch herangezogen, um die verschiedenen Heizungen in Energieeffizienzklassen einzuteilen.

Wärmepumpen: Berechnung der ETAS
Wärmepumpen: Berechnung der ETAS

Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Effizienz ist für die Förderfähigkeit von Wärmepumpen relevant; maßgeblich sind die technischen Mindestanforderungen der BEG, die Förderhöhe richtet sich nach den KfW-Fördertatbeständen und Boni.

Vereinfacht hängt ETAs eng mit dem SCOP zusammen. Liegen nach BEG-FAQ für bestimmte Luft-Luft-Wärmepumpen keine geprüften ETAs-Werte vor, kann näherungsweise umgerechnet werden: ETAs = (SCOP ÷ 2,5 − 0,03) × 100. Dabei steht der Umwandlungskoeffizient CC = 2,5 für den EU-Ökodesign-Bezug und F(1) = 0,03 für den Hilfsstrom von Temperaturreglern. Für die Förderung sind die aktuellen BEG-TMA beziehungsweise die gelisteten Effizienznachweise maßgeblich.

Förderfähige Wärmepumpen müssen die technischen Mindestanforderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllen. Für private Wohngebäude läuft die Heizungsförderung seit 2024 über die KfW (Programm 458), nicht mehr über das BAFA. Welche Effizienz-Werte aktuell gefordert sind, steht im zentralen Fördermittel-Ratgeber – ältere ETAS-Schwellen sollten nur als historische Orientierung verstanden werden.

Fazit

Wärmepumpen erscheinen in der Anschaffung zunächst teurer als herkömmliche fossile Heizungssysteme. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe – die günstigste Variante – sollten Sie je nach Gebäude und Leistungsumfang mit rund 25.000 bis 40.000 Euro vor Förderung rechnen. Die staatliche Förderung senkt den Eigenanteil anschließend deutlich; die Details stehen im Fördermittel-Ratgeber. Aber es gibt auf der einen Seite hohe Fördermittel für Wärmepumpen und auf der anderen Seite sind die laufenden Kosten für Wärmepumpen, gerade angesichts steigender CO₂-Preise auf fossile Brennstoffe, sehr wettbewerbsfähig.

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