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Wartung der Wärmepumpe

Wärmepumpen sind meist wartungsärmer als herkömmliche Öl-, Holz- oder Gasheizungen. Da keine Verbrennungsprozesse stattfinden, entstehen auch deutlich weniger Verschmutzungen und Rückstände. Dennoch müssen Wärmepumpen von Zeit zu Zeit gewartet werden, um ein effizientes Arbeiten sicherzustellen. Empfohlen wird – je nach Typ – eine Wartung im Abstand von ein bis zwei Jahren; Luft-Wasser-Wärmepumpen sollten wegen des Außengeräts eher jährlich kontrolliert werden.

Unterschieden werden solche Wartungsarbeiten, die bei allen Wärmepumpen gleichermaßen durchgeführt werden sollten und denen, die von der jeweiligen Technik abhängen. Da Luft-Wasser-Wärmepumpen andere Komponenten haben als Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, sehen auch die Umfänge der Wartungen vollkommen anders aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpen sind wartungsärmer als Öl- oder Gasheizungen, sollten aber regelmäßig kontrolliert werden.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen brauchen wegen Außengerät und Kondensat eher jährlich Wartung, Erd- und Wasser-Wärmepumpen seltener.
  • Eine Wartung kostet meist 150 bis 300 Euro und hält die Wärmepumpe effizient.
Heizung regelmäßig warten © rupbilder, stock.adobe.com
Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer © rupbilder, stock.adobe.com
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Allgemeine Wartungsarbeiten – unabhängig vom Wärmepumpen-Typ

Bestimmte Arbeiten werden an allen Wärmepumpensystemen bei einer Wartung oder dem „Wärmepumpen-Check“ durchgeführt. Dazu zählen:

  • Sichtkontrolle aller Anlagenteile
  • Überprüfung des Schutzleiters
  • Überprüfung aller Kontakte
  • Kontrolle der Stecker
  • Überprüfung der Sicherheitsventile
  • Kontrolle und Reinigung des Wasserfilters
  • Dichtheits-Kontrolle des Kältemittel-Kreislaufs
  • Prüfung des Anlagendrucks
  • Prüfung des Ausdehnungsgefäßes
  • Kontrolle und ggf. Anpassung der Wärmepumpenregelung
  • Kontrolle der Umwälzpumpe
  • Kontrolle der Temperaturdifferenzen an Verdampfer und Verflüssiger
  • Datenerfassung und Protokollerstellung zu JAZ, Betriebsstunden, Stromverbrauch, Vorjahresvergleich
Heizung: Mit der jährlichen Wartung gehen Sie auf Nummer sicher
Heizung: Mit der jährlichen Wartung gehen Sie auf Nummer sicher

Spezielle Wartungsarbeiten an Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpe © Stiebel Eltron
Luft-Wasser-Wärmepumpe © Stiebel Eltron

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen wird ja die Luft als Quellenergie genutzt. Diese wird über Zu- und Abluftkanäle geführt. Diese sollten bei einer Wartung auf Verschmutzungen überprüft und bei Bedarf natürlich gereinigt werden. Da bei Luft-Wasser-Wärmepumpen Kondensat entsteht, muss auch der Kondensatablauf kontrolliert werden. Außerdem sollte der Verdampfer auf Verschmutzungen hin überprüft werden und auch gereinigt werden, damit dieser effizient arbeiten kann.

Wartungsbedarf der Luft-Wasser-Wärmepumpe
Wartungsbedarf der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Spezielle Wartungsarbeiten an Sole-Wasser-Wärmepumpen

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Speicher im Heizungsraum © Bundesverband Wärmepumpe
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Speicher im Heizungsraum © Bundesverband Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpen benötigen den Sole-Kreislauf zur Nutzung der Wärme aus dem Erdreich. Unbedingt sollte deshalb der Druck im Sole-Kreislauf kontrolliert werden. Hat der Druck sehr stark nachgelassen, kann dies ein Hinweis auf ein Leck im Sole-Kreislauf sein. Außerdem wird eine Überprüfung der Zusammensetzung der Sole durchgeführt. Nur bei der richtigen chemischen Mischung kann ein Frostschutz der Sole garantiert werden. Angeraten ist auch die Überprüfung der Sole-Rohre im Haus, hat sich hier Kondensat gebildet, dann muss die Dämmung korrigiert werden. Dokumentiert werden sollten zusätzlich die Betriebsstunden der Sole-Umwälzpumpe.

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Spezielle Wartungsarbeiten an Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe gehören zwei Brunnen
Zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe gehören zwei Brunnen

Hier müssen vor allem die beiden Brunnen sorgfältig überprüft werden. Es erfolgt zunächst eine Sichtkontrolle von Schluck- und Saugbrunnen, vor allem auch, um ggf. auftretende Verunreinigungen des Brunnenwassers erkennen zu können. Zudem werden sowohl der Druck und die Fördermenge im Entnahmebrunnen überprüft. Wichtig ist auch die Kontrolle des Schluckbrunnens auf Ausfällungen, die zu einer Verockerung des Schluckbrunnens führen können. Außerdem muss die Funktion der Rückschlagklappe im Saugbrunnen überprüft werden. Darüber hinaus werden die Pumpen kontrolliert und die Betriebszeiten im Protokoll erfasst.

Wartung nach Wärmepumpen-Typ

Die allgemeinen Prüfpunkte gelten für alle Wärmepumpen; je nach Wärmequelle kommen typenspezifische Arbeiten hinzu.
Wärmepumpen-TypTypische Zusatz-WartungIntervall-Tendenz
Luft-WasserVerdampfer und Außeneinheit reinigen, Kondensatablauf und Zu-/Abluft prüfeneher jährlich
Sole-WasserSole-Druck und Frostschutz-Mischung prüfen, Rohrdämmung kontrollierenalle 1–2 Jahre
Wasser-WasserSchluck- und Saugbrunnen auf Verockerung prüfen, Förderpumpe und Rückschlagklappealle 1–2 Jahre
Orientierung nach typischen Hersteller-Wartungsplänen
Gefahr für den Schluckbrunnen: Verockerung
Gefahr für den Schluckbrunnen: Verockerung

Einzelne Wartung oder Wartungsvertrag sowie Kosten

Je nach Art der Wärmepumpe, Anbieter und Umfang werden für Routinewartungen häufig rund 150 bis 300 Euro genannt; Anfahrt, Dichtheitsprüfung, Ersatzteile oder Herstellerkundendienst können die Rechnung aber erhöhen. Natürlich kann man jede Wartung einzeln beauftragen.

Wartung der Heizungsanlage © Kzenon, stock.adobe.com
Wartung der Heizungsanlage © Kzenon, stock.adobe.com

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Wartungsverträge sind dagegen häufig günstiger und geben vor allem die Sicherheit, dass die Wärmepumpe bestmöglich instandgehalten wird. Wartungsverträge enthalten oft auch zusätzliche Services wie eine telefonische Hotline bei Problemen, kostenfreien Notdienst oder Rabatte für Ersatzteile.

Für einen Wartungsvertrag spricht zudem, dass der jeweilige Anbieter die Wärmepumpe, Auslegung und die Konfiguration kennt. In einem Wartungsvertrag werden typischerweise sowohl die Häufigkeit als auch der Umfang der Wartung festgelegt, aber natürlich auch Kosten, Dokumentationspflicht und mögliche Kündigungsfristen. Häufig sind Wartungsverträge preiswerter als einzeln beauftragte Wartungen.

Wartungsvertrag: Lohnt sich das?

Vorteile

  • Oft günstiger als einzeln beauftragte Wartungen
  • Feste Termine – die Wartung wird nicht vergessen
  • Anbieter kennt Anlage, Auslegung und Konfiguration
  • Häufig inklusive Hotline, Notdienst und Ersatzteil-Rabatten

Nachteile

  • Vertragsbindung mit Kündigungsfristen
  • An einen Anbieter gebunden
  • Lohnt sich vor allem bei langfristiger Nutzung
Wartungsvertrag: Damit ist die Wartung vertraglich vereinbart
Wartungsvertrag: Damit ist die Wartung vertraglich vereinbart

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Selbst warten oder Fachbetrieb beauftragen?

Einfache Arbeiten können Sie selbst übernehmen: die Sichtkontrolle der Anlage, das Freihalten und Reinigen der Außeneinheit bei Luft-Wärmepumpen sowie das Entfernen von Laub und Schmutz rund um das Gerät. Alles, was den Kältemittelkreislauf betrifft, gehört dagegen ausschließlich in die Hand eines zertifizierten Fachbetriebs: Nach der EU-F-Gas-Verordnung dürfen nur sachkundige Betriebe an kältemittelführenden Bauteilen arbeiten und – ab bestimmten Füllmengen – die vorgeschriebenen Dichtheitskontrollen durchführen. Der Fachbetrieb prüft zudem die Effizienz-Einstellungen und hält sie im Protokoll fest.

Fazit

Wer für eine lange Lebensdauer seiner Wärmepumpe sorgen will, der sollte die Anlage regelmäßig warten lassen. Gerade die am häufigsten eingebauten Luft-Wasser-Wärmepumpen sollten einmal jährlich kontrolliert werden.

Einige Arbeiten, die bei der Wartung vorgenommen werden, kann man auch selbst durchführen, wie die Sichtprüfung oder auch die Reinigung von Luftein- und austritt bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Regelmäßige Wartung sichert vor allem Effizienz und Betriebssicherheit; eine pauschale Euro-Ersparnis lässt sich ohne Stromverbrauch, Strompreis und Anlagenzustand nicht seriös beziffern. Zusätzlich kann ein hydraulischer Abgleich die Anlage effizienter machen.

Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher © Martin Winzer, stock.adobe.com
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