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Öl- und Gas-Wärmepumpe und Abluftwärmepumpe

Öl- und Gas-Wärmepumpe / Abluftwärmepumpe

Es finden sich neben den bekannten Luft-Wasser-, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen auch die Begriffe Öl- bzw. Gas-Wärmepumpe und Abluftwärmepumpe. Hinter diesen Begriffen verstecken sich unterschiedliche Systeme, die mal Wärmepumpen in andere Heizungssysteme integrieren, mal die Wärmepumpe nicht mit Strom antreiben aber das Prinzip Wärmepumpe nutzen.

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Hier ein kleiner Überblick, um etwas Klarheit in die unübersichtliche Begriffsvielfalt zu bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Öl-, Gas- und Abluftwärmepumpen sind Sonderbauarten: Sie nutzen das Wärmepumpen-Prinzip, arbeiten aber nicht alle mit Strom.
  • Gas- und Öl-Wärmepumpen verbrennen weiter Brennstoff – wie stark klimafreundlichere Brennstoffe vorgeschrieben sind, regelt seit dem 29. Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz.
  • Die Abluftwärmepumpe gewinnt Wärme aus der Lüftungs-Abluft zurück und passt vor allem zu gut gedämmten Häusern mit Lüftungsanlage.
  • Im Neubau und in der Sanierung dominieren heute strombetriebene Luft-, Sole- und Wasser-Wärmepumpen.

Öl- Wärmepumpe

Bei einer Öl-Wärmepumpe wird die Wärmepumpe mit Heizöl betrieben. Diese thermisch – mit Gas oder Öl – angetriebenen Wärmepumpen werden nicht über die elektrische Jahresarbeitszahl bewertet, sondern über die Heizzahl beziehungsweise den Jahresnutzungsgrad; Verluste der Stromerzeugung fallen hier nicht an. Öl-Wärmepumpen werden direkt befeuert und es reichen schon vergleichsweise niedrige Werte um 1,5 aus, um die Technik sinnvoll zu nutzen – weil hier keine Verluste der Stromerzeugung ausgeglichen werden müssen. Die Öl-Wärmepumpe kann darüber hinaus auch bei höherem Wärmebedarf angepasst reagieren. Öl-Wärmepumpen benötigen zudem kleinere Erdsonden oder Luftkollektoren. Eingesetzt werden modulierende, klein dimensionierte Ölbrenner.

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Gas-Wärmepumpe

Für Gas-Wärmepumpen gilt im Prinzip das bei den Öl-Wärmepumpen Gesagte. Eine Gaswärmepumpe kombiniert die effiziente Gas-Brennwerttechnik mit einer Wärmepumpe, die ihre Umweltenergie entweder aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser bezieht. Gas-Wärmepumpen können technisch auch in Bestandsgebäuden eingesetzt werden, sind heute aber eine Nischenlösung und rechtlich sorgfältig zu prüfen. Vorhandene Heizkörper, Flächenheizungen und Rohrnetze können je nach Vorlauftemperatur und Auslegung weiter nutzbar sein. Gas-Wärmepumpen punkten mit sehr geringem Primärenergiebedarf und mit bis zu einem Drittel niedrigeren Kohlendioxidemissionen.

Technisch sind hierbei Gas-Absorptions-Wärmepumpen und Gas-Adsorptions- bzw. Zeolith-Wärmepumpen zu unterscheiden. Bei der Absorptionswärmepumpe treibt die Gasflamme einen thermochemischen Kreislauf an, meist mit einem Ammoniak-Wasser-Gemisch. Die Adsorptions- oder Zeolith-Wärmepumpe nutzt dagegen das Mineral Zeolith, das Wasserdampf aufnimmt und dabei Wärme abgibt.

Alle diese Geräte verbrennen weiterhin Öl oder Gas. Wie stark klimafreundlichere Brennstoffe vorgeschrieben sind, regelt seit dem 29. Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz: für neue fossile Kessel im Bestand steigende Anteile ab 2029. Reine Öl-Wärmepumpen spielen am Wohngebäude-Markt ohnehin praktisch keine Rolle mehr. Welche Vorgaben und Förderungen im Einzelfall gelten, fasst der zentrale Ratgeber zu den Fördermitteln zusammen.

Abluftwärmepumpe

Sinnvoll eingesetzt werden können Abluftwärmepumpen in Häusern mit Lüftungsanlagen. Dann kann die Abluftwärmepumpe die in der Abluft enthaltene Wärme zurückgewinnen. Die Abluftwärmepumpe wird in den Lüftungssystemen anstelle der sonst verbauten Kreuzwärmetauscher eingesetzt. Der große Vorteil der Abluftwärmepumpe ist ihre Einsatzmöglichkeit zur Erwärmung des Brauchwassers im Gebäude oder sogar zur Erwärmung des Heizungswassers. Die beiden Systeme unterscheiden sich in erster Linie durch die Größe des Speichers und die Auslegung der Abluftwärmepumpe.

Warmes Wasser mit der Abluftwärmepumpe
Warmes Wasser mit der Abluftwärmepumpe

Öl-, Gas- und Abluftwärmepumpe im Überblick

Öl-Wärmepumpe

Direkt mit Heizöl befeuerte Wärmepumpe nach dem Absorptionsprinzip. Am Wohngebäude-Markt spielt sie heute praktisch keine Rolle mehr.

Gas-Wärmepumpe

Kombiniert Gas-Brennwerttechnik mit dem Wärmepumpen-Prinzip (Absorption oder Zeolith). Erreicht hohe Vorlauftemperaturen; im Bestand ist sie als neue Heizung seit Juli 2026 wieder frei wählbar.

Abluftwärmepumpe

Sitzt in der Lüftungsanlage und nutzt die warme Abluft für Warmwasser und einen Teil der Heizung. Ideal im gut gedämmten Haus mit kontrollierter Wohnraumlüftung.

Quelle: Verbraucherzentrale
Luftwärmepumpe © Kange Studio, stock.adobe.com
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