Wandheizung

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Wandheizung – Eine Alternative zur Fußbodenheizung: So funktioniert sie

Eine Alternative zur Fußbodenheizung ist die Wandheizung. Auch sie ist eine Flächenheizung, arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen und eignet sich für den Betrieb mit einer Wärmepumpe. Wandheizungen erwärmen die Räume durch die Wärmeabgabe aus der Wand.

Wandheizung © sh99, stock.adobe.com
Wärmeabgabe einer Wandheizung © sh99, stock.adobe.com

Wie bei der Fußbodenheizung erfolgt die Wärmeübertragung durch wasserführende Heizungsrohre, nur, dass diese in der Wand installiert sind. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, diese Installation auszuführen: Beim wassergeführten Trockensystem werden die wasserführenden Wandheizungsrohre einfach im Inneren der Trockenbauwände verlegt. Beim wassergeführten Nasssystem werden die Heizungsrohre auf den massiven Rohwänden installiert und später verputzt.

Dabei kommen unterschiedliche Befestigungsarten für Wandheizungssysteme zur Anwendung:

  1. Die Montage der Heizrohre, in der Regel kunststoffummantelte Kupferrohe, aber auch Metall- und blanke Kupferrohre, erfolgt mittels Montagedübel auf der Wand. Bei der direkten Montage von Heizrohren auf der Rohwand, sind Putzgrund-Vorbereitungen notwendig! Diese sind unbedingt vor der Montage der Heizungsrohre auszuführen.
  2. Es wird, wie bei der Fußbodenheizung, eine Trägerplatte auf dem Mauerwerk angebracht. Auf der Trägerplatte werden dann die Heizschlangen über Clips oder Ösen montiert. Hier sollte vor der Montage der Trägerplatten eine geeignete Haftbrücke aufgebracht werden. Soll ein gipshaltiger Putz zum Einsatz kommen, muss die Wand mit Gipskontakt-Produkten vorbehandelt werden. Bei Kalk- oder Kalkzementputzen muss zuvor eine mineralische Haftbrücke aufgetragen werden.
  3. Alternativ gibt es auch elektrische Wandheizungssysteme, die genau wie elektrische Fußbodenheizungssysteme funktionieren. Die Heizdrähte, die in der Regel schon auf einer Trägermatte geliefert werden, werden mechanisch an der Wand befestigt.
Wandheizung Illustration © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com
Wandheizung Illustration © Slavomir Valigursky, stock.adobe.com
WICHTIG Bevor die Wandheizungsrohre verputzt werden, müssen sie eine Dichtigkeitsprüfung bestanden haben und unter Betriebsdruck stehen. Zusätzlich sollte die Vorlauftemperatur nicht unter 20°C und nicht über 25°C liegen.

Werden Außenwände eines Hauses mit einer Wandheizung ausgerüstet, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Außenwände ausreichend gedämmt sind. Ist dies nicht der Fall, geht ein großer Teil der Wärmeenergie verloren. Grund: Die Außenwände kühlen besonders an kalten Tagen durch die niedrigen Außentemperaturen schnell ab. Die Heizung kann dadurch nicht ihre volle Wirkung entfalten. Bei Innenwänden geschieht dies zwar nicht, aber auch hier sollten diese Wände gedämmt sein – das gilt vor allem für Trockenbauwände.

Die Infrastruktur der Wandheizungsanlage ist gleich der einer Fußbodenheizung. Sie lässt sich mit allen gängigen Heizkesseln betreiben und kann auch problemlos mit einer Wärmepumpe verbunden werden. Die Regelung der Wandheizung erfolgt, wie bei der Fußbodenheizung, mittels eines Thermostats. Wie eine Fußbodenheizung können Wandheizungen innerhalb eines Heizungssystems auch mit herkömmlichen Heizkörpern kombiniert werden.

Wandheizung und Fußbodenheizung erwärmen überwiegend durch Strahlungswärme
Wandheizung und Fußbodenheizung erwärmen überwiegend durch Strahlungswärme
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Sonderform Infrarot-Wandheizung

Eine Sonderform der Wandheizung ist die Infrarot-Wandheizung. Sie ist kein Element der Zentralheizung, sondern hierbei handelt es sich um eine Einzelheizung. Die Infrarot-Wandheizung ist darüber hinaus keine Flächenheizung, sondern hier wird die Wärme in Form von Strahlung an den Raum übertragen. Wie bei einem konventionellen Heizkörper. Diese Form der Wandheizung wird elektrisch betrieben und besteht aus einer Infrarot-Heizplatte. Die elektrische Energie geht dabei auf die Platten und von diesen dann an den Raum über.

Vergleich: Konventioneller Heizkoerper und Infrarotheizung, © Heinz Kerp
Anders als bei konventionellen Heizkörpern mit Konvektionswärme, erwärmt eine Infrarot-Wandheizung hauptsächlich nur den von ihr bestrahlten Bereich © Heinz Kerp

Anders als bei konventionellen Heizkörpern mit Konvektionswärme, erwärmt eine Infrarot-Wandheizung hauptsächlich nur den von ihr bestrahlten Bereich. Wer ihren Heizbereich verlässt, wird sofort eine kältere Umgebungstemperatur spüren.

Infrarotheizung im Wohnraum © Redwell
Infrarotheizung im Wohnraum © Redwell
Infrarotheizung als Tafel in der Küche © Redwell
Infrarotheizung als Tafel in der Küche © Redwell

Die Infrarot-Wandheizung wird an der bereits verputzten Wand installiert. Überwiegend in der Form eines Paneels. Diese elektrischen Heizelemente sind heute in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Optik erhältlich. Auf diese Weise ist es möglich, sie optimal in das eigene Einrichtungskonzept zu integrieren. Notwendig ist ein Elektroanschluss.

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Kosten einer Wandheizung

Preise und Kosten © eyetronic, fotolia.com
Preise und Kosten einer Wandheizung © eyetronic, fotolia.com

Die Kostenfrage einer Wandheizung hängt vor allem von der vorgesehenen Installationsform des Wandheizungssystems ab. Beim wassergeführten Nasssystem muss man mit Kosten von 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter verlegter Wandheizung rechnen. Beim wassergeführten Trockenbausystem liegen die Kosten bei 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter.

Die Installation von elektrischen Heizmatten kostet durchschnittlich zwischen 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Infrarot-Wandheizungen, mit einer Leistung von 500 bis 1.000 Watt, sind bereits für 100 bis 300 Euro zu haben. Heizplatten mit einer hochwertig designten Optik sind natürlich teurer.

Während die Anschaffung einer elektrischen oder Infrarot-Wandheizung günstig ist, kann der Betrieb der beiden Elektroheizungen teuer werden. Zumindest dann, wenn sie lange mit hoher Leistung laufen, verbrauchen sie viel Strom.

Weitere Informationen

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