Infrarotheizung Kosten

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Wie teuer ist eine Infrarotheizung?

Infrarot Deckenheizung © Redwell
Infrarot Deckenheizung © Redwell

Die Kosten für eine Infrarotheizung setzen sich aus den einmaligen Anschaffungskosten und den laufenden Heizkosten zusammen. Erstere sind gegenüber anderen Heizsystemen unschlagbar günstig. Letztere hängen vom aktuellen Strompreis und dem Heizwärmebedarf ab. Jede Situation muss individuell betrachtet und berechnet werden. Wir zeigen Ihnen an einem Beispiel, wie sich die Kosten für eine Infrarotheizung zusammensetzen können.

Preise und Kosten  © eyetronic, fotolia.com
Preise und Kosten © eyetronic, fotolia.com

Laufende Heizkosten sind entscheidend

Der entscheidende Gesichtspunkt bei der Rentabilität einer Infrarotheizung sind die laufenden Heizkosten. Ist ein Gebäude nicht ausreichend gedämmt oder liegen versteckte Feuchteschäden oder Ähnliches vor, kann eine Infrarotheizung sehr teuer werden. Denn der höhere Heizwärmebedarf muss mit teuer erzeugtem Strom gedeckt werden. Bei einem neu gebauten Haus in Niedrig- oder Passivhausbauweise und einem sehr niedrigem jährlichen Wärmebedarf kann die Infrarotheizung eine rentable Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen sein. In diesem Fall sind nur geringe laufende Heizkosten zu erwarten und die geringen Anschaffungskosten sind dann ein großer Vorteil.

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Praxis-Beispiel in ungedämmten Bestandsbau

Doch auch im Altbau kann die Infrarotheizung unter bestimmten Bedingungen ein wirtschaftliches Heizsystem sein. Besonders interessant wird der Einsatz, wenn dadurch Dämm-Maßnahmen an der Fassade ganz entfallen können oder aufgrund des Einsatzes einer Infrarotheizung geringer ausfallen. Das spart bares Geld.

Zusätzliche Infrarotheizung statt Wärmedämmung?
Zusätzliche Infrarotheizung statt Wärmedämmung?

Ein Praxis-Beispiel, bei dem über einen Zeitraum von fünf Jahren Messungen stattfanden, verdeutlicht, wie sich die Kosten einer Infrarotheizung zusammensetzen können. Der Ergebnisbericht wurde im Januar 2017 vom durchführenden Ingenieurbüro Kurt Schmidt mit wissenschaftlicher Unterstützung von Dr. Dieter Achilles IET Jena unter anderem für die Verbraucherzentrale Berlin erstellt. Gemessen wurde in einem massiv gebauten Haus mit 190 m² Wohnraum aus dem Jahr 1994, das keine besonderer Außenwandisolierung aufweist. Im Jahr 2011 wurde eine Infrarotheizung eingebaut.

Gut gedämmtes Haus © Jürgen Flächle, fotolia.com
Ein gut gedämmtes Haus hält die Wärme im Inneren © Jürgen Flächle, fotolia.com
Tipp: Je höher der Infrarot-Strahlungsanteil einer Infrarotheizung, desto geringer ist der Konvektionsanteil und desto effektiver arbeitet sie. Von einer Infrarotheizung spricht man bei einem Strahlungsanteil von über 50 Prozent. Achten Sie beim Kauf auf einen geprüften Nachweis über den Strahlungsanteil. Teilweise werden Strahlungsanteile von 95 Prozent angegeben. Dies ist unseriös und entbehrt jeder physikalischen Grundlage der Strahlungstheorie.
Infrarotheizung: Konvektion ensteht durch Bewegung in der Luft
Infrarotheizung: Konvektion ensteht durch Bewegung in der Luft

Ermittlung der Heizleistung pro Raum

Als ersten Schritt muss die Heizleistung für die einzelnen Räume ermittelt werden. Diese ist natürlich je nach Raumgröße und Nutzung unterschiedlich. Im Durchschnitt wurden bei diesem Beispiel ungefähr 53 Watt pro Quadratmeter genötigt. Der Bedarf je Raum lag dabei zwischen 40 und 80 Watt pro Quadratmeter, entsprechende Heizkörper wurde ausgewählt und installiert. Der Strahlungsanteil der in den Raum abgegebenen Wärmeenergie lag bei allen Heizgeräten über 50 Prozent. Das entspricht der natürlichen Infrarot-Strahlung des Sonnenlichts unterhalb des sichtbaren Bereichs.

Die benötigte Heizleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab
Die benötigte Heizleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab
Raum (m²) Wärmebedarf (W/m²) gesamt pro Raum (Watt) gewählte Heizelemente (Watt) installierte Leistung (Watt)
Bad 10 80 800 1×650 +1×280 930
Kind 14 60 840 1×650 + 1×280 930
Wohnzi. 30 55 1650 2×900 1.800
Flur 20 40 800 2×400 800
Schlafzi. 25 50 1250 2×650 1.300
Gesamt 190 9.200     10.200

Eine Überdimensionierung bringt nicht mehr Energieverbrauch da die Steuerung nur nach Bedarf zuschaltet.

Tipp: Ein direktes Anstrahlen der Fenster sollte vermieden werden. Infrarotstrahlung kann den Raum nicht durch eine Glasscheibe verlassen, wird aber zu einem großen Teil von dieser reflektiert und zu einem kleinen Teil absorbiert. Der Wohlfühleffekt einer Infrarotheizung wird hauptsächlich durch die Reflektion der warmen Wand und der Körper im Raum erzeugt.

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Geringe Investition kompensiert Stromkosten

Das freistehende Gebäude hat einen Gesamt-Energieverbrauch von 40 bis 35 kWh/m², was einen Jahresverbrauch von 7.334 kWh ausmacht, der zu dem jeweils aktuellen Tarif bezogen werden muss. Bei einem durchschnittlichen Strompreis (Stand 2019) von ca. 30 Cent pro Kilowattstunde sind das jährlich circa 2.200 Euro. Diese Energiekosten müssen über die niedrigen Invesvestitionen kompensiert werden, soll sich eine Infrarotheizung rechnen. Angegeben werden die Kosten für dieses Projekt inklusive Steuerung mit 7.800 Euro. Der Preis für die einzelnen Heizkörper hängt vom jeweiligen Design ab.

Stromkosten © Sergej Toporkov, fotolia.com
Die Strompreise spielen bei der Infrarotheizung eine große Rolle © Sergej Toporkov, fotolia.com

Vernetzung mit Photovoltaik steigern Effektivität

Wird die Infrarotheizung mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach vernetzt und der benötigte Strom selbst erzeugt, kann die Infrarotheizung noch effektiver und kostengünstiger eingesetzt werden.

Solaranlage © Smileus, fotolia.com
Solaranlage © Smileus, fotolia.com

Zum einen ist der Hausbesitzer unabhängig von den aktuellen Strompreisen, zum anderen wird der Strom aus erneuerbarer Energie umweltschonend gewonnen. Damit lassen sich auch die Anforderungen des Gebäude-Energie-Gesetzes leichter erreichen.

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