Häufige Fragen zur Elektroheizung
Wir haben häufige Fragen zu Elektroheizung zusammengefasst.
Das Wichtigste in Kürze
- Flächen-Elektroheizungen werden außen unterschiedlich heiß; Infrarot- und Hochtemperaturstrahler über 100 °C – nicht berühren.
- Direktheizungen laufen meist mit 230 Volt; für Nachtstromtarife oder höhere Leistungen können Extrazähler oder Drehstrom nötig sein.
- Für eine alleinige Heizung rechnet man mit etwa 50 bis 100 Watt pro Quadratmeter; maßgeblich ist die Heizlast, bei Neueinbau zusätzlich § 46 GModG.
- Mit Ökostrom entstehen im Betrieb kaum CO₂-Emissionen – denselben Strom nutzt eine Wärmepumpe aber deutlich effizienter.
- Wird eine Elektroheizung an der Oberfläche nicht zu heiß?
- Warum ist es umstritten, mit Strom zu heizen?
- Kann es sinnvoll sein, die Elektroheizung mit Ökostrom zu heizen?
- Benötigt man für eine Elektroheizung einen anderen Stromzähler?
- Wie groß muss eine Elektroheizung dimensioniert werden?
- Sind Elektroheizungen mit Asbest belastet?
- Brauche ich Drehstrom, um eine Elektroheizung anzuschließen?
- Gibt es Möglichkeiten, die Stromkosten zu senken?

Heizung-Konfigurator:
Jetzt Ihre individuelle Heizung konfigurieren und Angebote erhalten!
Wird eine Elektroheizung an der Oberfläche nicht zu heiß?
Elektroheizungen wie Natursteinheizungen oder andere Flächenheizungen werden an den Außenflächen je nach Modell unterschiedlich warm – viele liegen zwischen 60 und 100 Grad, einzelne auch darüber. Das gilt natürlich nicht bei Infrarotstrahlern, die direkt an der Oberfläche höhere Temperaturen erreichen und nicht berührt werden sollten.
Warum ist es umstritten, mit Strom zu heizen?
Zwar werden bei einer Elektroheizung vor Ort keine Schadstoffe emittiert. Allerdings enthält der deutsche Strommix trotz wachsendem Anteil erneuerbarer Energien weiterhin fossile Kraftwerke; Emissionen entstehen also bei der Stromerzeugung. Die Netzverluste sind dabei nicht der Hauptgrund. Entscheidend ist: Eine Stromdirektheizung macht aus 1 kWh Strom ungefähr 1 kWh Wärme, während eine Wärmepumpe mit derselben Strommenge ein Mehrfaches an Heizwärme liefern kann.
Elektroheizung als Zusatz- oder Hauptheizung?
Ob sich eine Elektroheizung lohnt, hängt vor allem davon ab, ob sie einzelne Räume ergänzt oder ein ganzes Haus dauerhaft beheizen soll.
| Kriterium | Als Zusatzheizung | Als alleinige Hauptheizung |
|---|---|---|
| Anschaffung | günstig | günstig |
| Betriebskosten | fallen kaum ins Gewicht | sehr hoch |
| Sinnvoll wann | selten genutzte Räume, Bad, Übergangszeit | nur ohne Alternative, z. B. Ferienhaus oder Berghütte |
| GModG bei Neueinbau | meist unkritisch | nur unter engen GModG-Voraussetzungen |
| Bessere Alternative | – | Wärmepumpe meist wirtschaftlicher |
Kann es sinnvoll sein, die Elektroheizung mit Ökostrom zu heizen?
Ja, mit einem echten Ökostromtarif ist der Betrieb bilanziell deutlich klimafreundlicher; physikalisch kommt aber weiter der jeweilige Strommix aus der Steckdose. Es bleibt zudem das Problem, dass Stromdirektheizungen aus 1 kWh Strom nur etwa 1 kWh Wärme machen. Sinnvoller ist es dann meist, mit dem Ökostrom eine Wärmepumpe zu betreiben.

Benötigt man für eine Elektroheizung einen anderen Stromzähler?
Wer eine Nachtspeicherheizung mit günstigem Heizstromtarif betreibt, sollte die Messart klären: Je nach Netzgebiet und Tarif kommen gemeinsame Messung, ein separater Heizstromzähler oder ein Zweitarifzähler infrage. Alle anderen Elektroheizungen werden mit normalem Tagstrom betrieben, für den kein extra Zähler benötigt wird.

Wie groß muss eine Elektroheizung dimensioniert werden?
Das hängt von zwei Faktoren ab: Wird die Elektroheizung als einzige Heizung genutzt oder ist sie eine Zusatzheizung? Bei Zusatzheizungen können relativ kleine Leistungen gewählt werden, je nachdem, für welchen Einsatzzweck sie gedacht sind. Bei alleiniger Heizung gelten als grober Richtwert etwa 50 bis 100 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche – für einen 20 qm großen Raum also rund 1.000 bis 2.000 Watt. Bei einem Neueinbau als alleinige Heizung ist zudem § 46 GModG zu beachten: Im Bestand muss ein Gebäude mit Wohnungen die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz um mindestens 30 Prozent unterschreiten, im Neubau nach § 10 Absatz 4 GModG um mindestens 45 Prozent. Ausgenommen sind Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine selbst bewohnt. Sind die Räume höher als normal oder auch schlecht isoliert, müssen die Heizungen auch dementsprechend größer ausfallen.

Sind Elektroheizungen mit Asbest belastet?
Neue Elektroheizungen sind nicht mit Asbest belastet. Bei älteren Nachtspeicheröfen kann jedoch eine Asbestbelastung vorliegen; betroffen sind vor allem Geräte aus der Zeit vor Mitte der 1980er Jahre. Asbestprodukte sind in Deutschland seit 31. Oktober 1993 verboten. Verdächtige Geräte sollten nicht geöffnet oder selbst zerlegt, sondern vor Austausch und Entsorgung fachkundig geprüft werden.

Asbest in Nachtspeicherheizungen: Das müssen Sie wissen Nachtspeicherheizungen aus den 1960er-, 1970er- oder teilweise noch aus den 1980er-Jahren können Asbest… weiterlesen
Brauche ich Drehstrom, um eine Elektroheizung anzuschließen?
Für die meisten Direktheizungen ist kein Starkstrom notwendig. Es genügt der normale Wechselstrom mit einer Spannung von 230 V. Bei fest angeschlossenen oder leistungsstarken Geräten entscheidet die Anschlussleistung; größere Nachtspeicherheizungen brauchen häufig eine Drehstromleitung.
Gibt es Möglichkeiten, die Stromkosten zu senken?
Bei Elektroheizungen gibt es zwei Möglichkeiten, um zu hohe Stromkosten zu vermeiden: Entweder kümmert man sich um einen günstigen Nachtstromtarif (der aber nur für Nachtspeicherheizungen infrage kommt und den nicht alle Versorger anbieten) oder man zieht einen Anbieterwechsel in Betracht.

Allerdings müssen Kunden mit Nachtspeicherheizungen hier darauf achten, dass der neue Anbieter auch einen preiswerten Nachtstromtarif anbietet. Die Strompreise kann man einfach über den Strom-Tarifrechner vergleichen oder speziell für Nachtspeicherheizungen über den Heizstromrechner.
Preise und Kosten von Elektroheizungen Die Kosten bei einer Elektroheizung müssen unterteilt werden in Anschaffungskosten und betriebsgebundene Kosten, zu denen… weiterlesen



