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Heizkörper austauschen

Heizkörper austauschen – so geht’s

Ein Heizkörper sollte ausgetauscht werden, wenn er undicht, durchgerostet oder trotz Entlüften und hydraulischem Abgleich nicht mehr ausreichend warm wird. Denn kaputte oder nicht mehr optimal funktionierende Heizkörper können schwere Schäden anrichten. Von steigenden Heizkosten bis hin zu Wasserschäden reichen die Folgen. Deshalb lohnt es sich, rechtzeitig über einen Austausch der alten Heizkörper nachzudenken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Heizkörper sollte raus, wenn er durchrostet, undicht wird oder trotz Entlüften und Abgleich nicht mehr richtig warm wird.
  • Vor dem Kauf die Heizleistung prüfen: Vergleichbar ist sie nur bei gleicher Vor-/Rücklauftemperatur und gleichem Heizkörper-Typ.
  • Passt der neue Heizkörper nicht auf die alten Anschlüsse, gleichen S-Anschlüsse abweichende Maße aus.
  • Der Tausch ist als Eigenleistung machbar – bei Unsicherheit am wasserführenden System übernimmt ein Fachbetrieb Arbeit und Haftung.
Alter Heizkoerper austauschen © animaflora, stock.adobe.com
Alter Heizkoerper austauschen © animaflora, stock.adobe.com
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Rechtzeitig den Heizkörper austauschen

Im Innern der Heizkörper können sich mit den Jahren Schmutz und Kalk ansammeln. Dies vermindert die Heizleistung und führt in der Folge zu höheren Heizkosten. Bei unerklärlich hohen Energiekosten sollte man immer auch diese Ursache im Auge haben.

Alte Heizkörper können Rost ansetzen. Das ist erst einmal nur ein optisches Problem, das mit dem Überstreichen des Heizkörpers gelöst werden kann. Breiten sich die Roststellen aber immer mehr aus, sollte man an den Austausch des Heizkörpers denken. Wartet man zu lange und die Stellen sind durchgerostet, tritt Wasser aus.

Alten Heizkörper austauschen – dafür und dagegen

Vorteile

  • Durchrostete oder undichte Stellen – hier droht ein teurer Wasserschaden
  • Heizkörper bleibt auch nach Entlüften und Abgleich teilweise kalt (Hinweis auf Verschlammung)
  • Alte Heizkörper passen oft schlecht zu modernen Niedertemperatur-Heizungen
  • Bei einer energetischen Sanierung wird die Heizfläche ohnehin geprüft und oft angepasst

Nachteile

  • Nur oberflächlicher Rost – Überstreichen oder Lackieren reicht meist aus
  • Heizkörper ist dicht und liefert weiterhin die passende Heizleistung
  • Ein Austausch verursacht Material- und häufig Handwerkerkosten
  • Im intakten Zweirohrsystem bringt ein Tausch ohne Defekt wenig
Rost am Heizkörper: Vorsicht vor Wasserschäden
Rost am Heizkörper: Vorsicht vor Wasserschäden
Tipp: Wasserschäden durch undichte Heizkörper können teuer werden. Diese kommen dann zu den Kosten des neuen Heizkörpers noch hinzu. Also reagieren Sie schnell, wenn Sie Roststellen sehen.

Bei einer energetischen Sanierung sollten die Heizkörper neu geprüft werden: Da moderne Heizsysteme mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten, können einzelne zu klein gewordene Heizkörper durch größere oder besser geeignete Modelle ersetzt werden.

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Heizleistung vor Austausch beachten

Hat sich baulich nichts verändert und bleiben Vorlauf- und Rücklauftemperatur gleich, wird dieselbe Raum-Heizlast benötigt wie bisher. Die Angaben zum alten Heizkörper finden Sie in Unterlagen, Baubeschreibung oder Typenschild. Achten Sie auf einen vergleichbaren Heizkörper-Typ, damit die Wärme im gewohnten Verhältnis aus Strahlung und Konvektion abgegeben wird.

Tipp: Eine fundierte Berechnung der Heizleistung ist Voraussetzung für ein angenehmes Raumklima und eine energiesparende Funktionsweise des Heizsystems.

Wenn keine Angaben zur Heizleistung vorliegen, muss diese neu berechnet werden. Für die Berechnung der Heizleistung ist ein Fachmann nötig. Denn dafür müssen viele Parameter vom baulichen Standard, über die Raumgröße bis hin zur Nutzung beachtet werden.

Heizkörper: Die richtige Dimensinoierung kann der Fachmann berechnen
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Plattenheizkörper © electriceye, stock.adobe.com
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Demontage des alten Heizkörpers

So demontieren Sie ihren alten Heizkörper
So demontieren Sie ihren alten Heizkörper

Als Erstes wird der alte Heizkörper abmontiert. Dazu werden Heizungsanlage und Umwälzpumpe ausgeschaltet. Dann werden Vor- und Rücklauf am Heizkörper abgesperrt. Gibt es keine sichere Rücklaufabsperrung, sollte der betroffene Heizkreis drucklos gemacht oder ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Der abgesperrte Heizkörper wird über ein Ablassventil, eine Rücklaufverschraubung mit Entleeradapter oder vorsichtig über eine untere Verschraubung in einen Auffangbehälter entleert; das obere Entlüftungsventil wird dabei nur zum Druckausgleich geöffnet, nicht zum Ablassen. Lässt er sich nicht separat absperren, muss der betroffene Heizkreis entleert werden.

Zuerst werden die Schrauben des Vor- und Rücklaufs abgeschraubt, bevor der Heizkörper aus der Halterung genommen und von den Anschlüssen gelöst wird.

Tipp: Altes Heizwasser ist sehr schmutzig, deshalb sollten Sie immer einen Auffangbehälter und Schmutzlappen zur Hand haben.

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Der neue Heizkörper wird montiert

So montieren SIe ihren neuen Heizkörper
So montieren SIe ihren neuen Heizkörper

Am einfachsten ist die Montage, wenn der neue Heizkörper zu den alten Befestigungen passt. Dieser kann dann nämlich einfach in die bestehenden Halterungen eingehängt werden.

Heizkörper montieren © bilanol, stock.adobe.com
Heizkörper montieren © bilanol, stock.adobe.com

Passt dies nicht, müssen neue Heizkörper-Halterungen angebracht werden. Nach dem Einhängen sollte überprüft werden, ob alles gerade hängt.

Dann wird der Heizkörper wieder mit Vor- und Rücklauf verbunden und das Thermostatventil samt Thermostatkopf angebracht. Je nach Anschlussart werden die vorgesehenen Dichtungen oder ein geeignetes Gewindedichtmittel verwendet; Hanf und Dichtpaste passen nur zu dafür vorgesehenen metallenen Gewindeverbindungen.

S-Anschlüsse verbinden neue Heizkörper mit alten Anschlüssen
S-Anschlüsse verbinden neue Heizkörper mit alten Anschlüssen
Tipp: Passen die Abstände für die Anschlüsse mit dem neuen Heizkörper nicht mehr, helfen S-Anschlüsse.

Der neue Heizkörper wird wieder mit Wasser befüllt und gleichzeitig entlüftet, indem man die Entlüftungsschraube öffnet. Eventuell muss nochmals entlüftet werden, bis die ganze Luft aus dem System entwichen ist.

Zuletzt werden die Umwälzpumpe und die Heizung eingeschaltet.

Nach dem Austausch: hydraulischer Abgleich

Ist der neue Heizkörper eingebaut, ändern sich die Strömungsverhältnisse im Heizungsnetz – vor allem, wenn sich Größe oder Leistung des Heizkörpers verändert haben. Ein hydraulischer Abgleich verteilt das Heizungswasser danach wieder gleichmäßig auf alle Räume, kann den Energieverbrauch senken und beugt Strömungsgeräuschen vor. Wer den Aus- und Einbau Schritt für Schritt nachvollziehen möchte, findet die Einzelschritte in unserer Anleitung zum Ab- und Einbau von Heizkörpern.

Alten Heizkörper abmontieren © JFsPic, stock.adobe.com
Anleitung: Heizkörper abmontieren und einbauen

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