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Sockelleistenheizung

Sockelleistenheizung als Alternative

Die Sockelleistenheizung ist eine Heizalternative, die wenig bekannt ist. Aufgrund des geringen Platzbedarfs, der einfache Montage und der besonderen Wirkweise ist sie in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Heizungssystemen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sockelleistenheizung temperiert über einen warmen Luftschleier die Wandflächen und erhöht so den Strahlungsanteil im Raum.
  • Sie ist unauffällig und platzsparend – gut beim Umstieg von alten Heizkörpern in gut gedämmten Räumen.
  • Sie wird in Metern ausgelegt; pro Meter liefert sie weniger Leistung, daher sind in großen Räumen viele Laufmeter nötig.
Sokelleistenheizung © SOKOTHERM
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Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, was eine Sockelleistenheizung ist, wie sie funktioniert und wann sie sich lohnt.

Eine Sockelleistenheizung arbeitet mit Strahlungswärme

Die Sockelleistenheizung erwärmt zunächst Luft am Heizelement, die entlang der Wand aufsteigt und Wandflächen temperiert. Diese warmen Flächen geben anschließend einen höheren Anteil als Strahlungswärme an den Raum ab.

Tipp: Über Strahlung abgegebene Wärme sorgt für ein schnelles und anhaltendes Wärmegefühl, da die Person selbst gewärmt wird und die Wärme auch im Körper speichert, egal wo sie sich im Raum befindet.

Vorteile und Grenzen einer Sockelleistenheizung

Die Sockelleistenheizung bringt einige Stärken mit, hat aber auch klare Grenzen. Der Überblick:

Vorteile und Grenzen im Überblick

Vorteile

  • Temperierte Wandflächen erhöhen den Strahlungsanteil und machen das Wärmegefühl gleichmäßiger.
  • Optisch unauffällig – mehr Freiheit bei der Möblierung.
  • Warme Wandflächen beugen der Schimmelbildung an Außenwänden vor.
  • Gleichmäßige Wärme ohne kalte Füße und Wärmestau unter der Decke.

Nachteile

  • Geringere Heizleistung pro Meter – in großen oder schlecht gedämmten Räumen sind viele Laufmeter nötig.
  • Die Wandflächen entlang der Sockel müssen frei bleiben.
  • Wasserführende Systeme kosten rund 100 bis 200 Euro pro Meter.
  • Die elektrische Variante verbraucht teuren Strom und ist im Dauerbetrieb kostspielig.
Eine Sockelleistenheizung macht in in diesen Fällen besonders Sinn
Eine Sockelleistenheizung macht in in diesen Fällen besonders Sinn

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Heizung und Klimagerät in einem

Einige wasserführende Sockelleistenheizungen können in Kombination mit einer geeigneten Kältequelle, etwa einer reversiblen Wärmepumpe, auch leicht kühlen. Das ist jedoch kein einfacher Umbau zum Klimagerät: Die Anlage muss für den Kühlbetrieb geplant sein, Taupunkt und Kondensatrisiko müssen überwacht werden, und die Kühlleistung bleibt begrenzt.

Einfacher Einbau einer Sockelleistenheizung

Die mechanische Montage der Leisten ist vergleichsweise einfach. Den Anschluss an den Heizkreis, Dichtheitsprüfung, Befüllung und hydraulischen Abgleich sollte ein SHK-Fachbetrieb übernehmen; je nach System sind passende Verbinder, Rohrwerkzeuge und Prüfgerät nötig.

Als erstes werden die Wandhalterungen angebracht. Diese müssen mit der Wasserwaage genau ausgerichtet werden, damit alle exakt auf einer Höhe sitzen. Danach wird die Sockelleistenheizung an den Halterungen befestigt und die Abdeckung montiert.

Die fertig montierte Sockelleistenheizung wird an den Heizkreis des Hauses angeschlossen. Dazu werden Vor- und Rücklauf fachgerecht abgesperrt, verbunden, befüllt, entlüftet und auf Dichtheit geprüft. Die spätere Regelung erfolgt über Thermostatventile oder intelligente Thermostate; Volumenstrom und Differenzdruck werden im Rahmen des hydraulischen Abgleichs eingestellt.

So wird eine Sockelleistenheizung eingebaut

1

Wandhalterungen anbringen und mit der Wasserwaage exakt auf einer Höhe ausrichten.

2

Sockelleistenheizung an den Halterungen befestigen und die Abdeckung aufsetzen.

3

An den Heizkreis anschließen (Vor- und Rücklauf vorher absperren) – idealerweise durch einen Fachbetrieb.

4

Heizkreise befüllen, entlüften, auf Dichtheit prüfen und hydraulisch abgleichen; danach die Anlage in Betrieb nehmen.

Sockelleistenheizung: Diese Einbauvarianten gibt es
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Elektrische betriebene Sockelleistenheizung

Es werden auch Sockelleistenheizungen angeboten, die nicht an das Heizsystem des Hauses angeschlossen werden, sondern an die Steckdose. Wie andere Elektroheizungen werden sie mit Strom betrieben.

Das macht die Montage noch einfacher. Allerdings wird für ihren Betrieb teurer elektrischer Strom verbraucht. Wird dieser nicht aus erneuerbaren Energien gewonnen, ist diese Variante unter nachhaltigen Gesichtspunkten kritisch zu betrachten.

Regelung einer Sockelleistenheizung

Wie bei jedem anderen Heizsystem, ist es bei der Sockelleistenheizung entscheidend, dass die Heizung energiesparend betrieben wird. Dabei helfen sogenannte intelligente Thermostate, die die Wärmeabgabe steuern.

Diese digitalen Thermostate schalten zum Beispiel die Heizung ab, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet wird. Komplexe Smart-Home-Lösungen sind sogar über das Handy, den Laptop oder den PC zu steuern und zu programmieren.

Wann lohnt sich eine Sockelleistenheizung?

Wer die Vorteile der Strahlungswärme nutzen möchte, für den kann eine Sockelleistenheizung eine gute Alternative sein. Besonders wenn alte Konvektionsheizkörper ausgetauscht werden sollen, kann leicht auf die Strahlungswärme einer Sockelleistenheizung umgestiegen werden.

Ihre Stärke spielt die Sockelleistenheizung vor allem in gut gedämmten Räumen aus, in denen die Strahlungswärme für behagliche Wandflächen sorgt. In großen oder schlecht gedämmten Räumen stößt sie dagegen an Grenzen, weil pro Meter vergleichsweise wenig Wärme abgegeben wird und entsprechend viele Laufmeter nötig sind.

Überall da, wo Heizkörper stören würden und eine freie Raumgestaltung angestrebt wird, ist eine Sockelleistenheizung interessant. Denn diese ist optisch nicht so präsent und fällt nicht sofort ins Auge.

Sokelleistenheizung © SOKOTHERM
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Kosten einer Sockelleistenheizung

Wie bei jedem Heizsystem wird zuerst die raumweise Heizlast ermittelt; fachlich erfolgt die Auslegung nach DIN EN 12831 – nicht zu verwechseln mit dem jährlichen Heizwärmebedarf. Die Sockelleistenheizung wird anschließend in Metern ausgelegt. Neben der Heizlast ist die Heizleistung der Sockelleistenheizung entscheidend dafür, wie viele Meter für einen Raum benötigt werden. Diese Meterleistung hängt vom Systemtyp sowie von Vorlauf- und Rücklauftemperatur ab.

Für eine grobe Einschätzung kann man bei wasserführenden Systemen nach aktuellen Hersteller-Preislisten und Marktübersichten mit etwa 100 bis 200 Euro pro laufendem Meter Material rechnen; elektrische Varianten liegen oft niedriger, verursachen im Dauerbetrieb aber höhere Stromkosten. Arbeitslohn, Anschluss an den Heizkreis, Regelung und hydraulischer Abgleich kommen je nach Anbieter und Aufwand hinzu.

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