Heizkörperauslegung

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Optimale Heizkörpergröße berechnen

Plattenheizkörper © electriceye, stock.adobe.com
Plattenheizkörper © electriceye, stock.adobe.com

Nur mit perfekt dimensionierten Heizanlagen und Heizkesseln erreicht man eine effiziente und behagliche Erwärmung von Gebäudeinnenräumen. Da viele Faktoren bei der Berechnung eine Rolle spielen, ist die korrekte Kalkulation nicht so einfach zu realisieren.

Eine Überschlagsrechnung ist relativ leicht erstellt, daher sparen viele an dieser wichtigen Stelle, anstatt einen Heizungsanlagenspezialisten für eine genaue Berechnung zu beauftragen. Überschlagsrechnungen liefern jedoch nur ungenaue Ergebnisse. Aus diesem Grund sind viele Heizanlagen überdimensioniert und dadurch geht viel mehr Geld für die Anschaffung und später während des Betriebs verloren, als für eine professionelle Berechnung.

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Ermittlung der Heizlast

Für die Berechnung der optimalen Dimensionen eines Heizkörpers, ist als erstes die Heizlast zu ermitteln. Unter dem Begriff Heizlast versteht man die Heizleistung, die einem Raum zugeführt werden muss, um die darin gewünschte Temperatur zu halten. Die Heizlast muss daher der Summe aller Wärmeverluste entsprechen, die durch Transmission oder Lüftung entstehen. Die Grundlage für die rechnerische Ermittlung der Heizlast ist die DIN EN 12831.

Die benötigte Heizleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab
Die benötigte Heizleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab

Diverse Faktoren sind im Falle einer Heizlastberechnung zu berücksichtigen, so beispielsweise das Gesamtvolumen des Raumes, der Isolationswert, das Lüftungsverhalten der Bewohner, die Lage der Außenwände, die maximal auftretenden Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen usw. Die Kalkulation muss für jeden Raum einzeln vorgenommen werden, da jeder Raum unterschiedliche Anforderungen an den Heizkörper stellt.

Die Heizlast wird in Watt (W) pro Quadratmeter (m²) ausgedrückt und kann zwischen 180 W/m² im Falle eines schlecht isolierten Altbaus und ca. 30 W/m² im Falle eines modernen Niedrigenergiehauses schwanken.

Am besten sollte die Ermittlung der Heizlast von einem Fachmann vorgenommen werden, denn wird die Heizung unterdimensioniert, kann sie nicht die erforderliche Wärmeleistung bringen und benötigt hohe Vorlauftemperaturen, wird sie dagegen überdimensioniert, werden finanzielle und energetische Ressourcen, z.B. für leistungsstärkere Kessel und Heizkörper, stabilere Rohrleitungen, einen größeren Schornstein usw. unnötig verschwendet und die Umwelt durch mehr Abgase belastet.

Wärmeleistung der Heizkörper

Mit der Berechnung der Heizlast eines Raumes, erhält man gleichzeitig die Kenngröße für die mindestens erforderliche Wärmeleistung eines Heizkörpers. Die Wärmeleistung eines Heizkörpers, angegeben in Kilowatt pro Stunde (kW/h), ist die Leistung, die ein Heizkörper erbringen muss, um einen Raum auf die gewünschte Raumtemperatur aufheizen zu können.

Bei größeren Räumen muss diese Leistung natürlich nicht von einem einzelnen Heizkörper erbracht werden. Es können auch mehrere Heizkörper in einem Raum installiert werden. Die Gesamtwärmeleistung entspricht dann der Leistung aller Heizkörper eines Raumes.

Heizkörper: Die richtige Dimensioierung kann der Fachmann berechnen
Heizkörper: Die richtige Dimensioierung kann der Fachmann berechnen

Besonders für das Raumklima ist die Beheizung mit mehreren, großflächigen Heizkörpern an unterschiedlichen Stellen (evtl. Außenwände) eines Raumes vorteilhaft, denn dadurch erreicht man eine bessere Wärmeverteilung im Raum sowie einen höheren Anteil an Strahlungswärme.

Neue Wärmeschutzverordnung

Eine größere Fläche des Heizkörpers bedeutet nicht automatisch, dass dieser mehr Wärme abgibt. Entscheidend ist, wie hoch die Vorlauftemperatur ist. Laut der neuen Wärmeschutzverordnung sind Heizungen und Heizkörper so auszulegen, dass sie im Niedertemperaturbereich betrieben werden können. Das bedeutet, die Vorlauftemperatur sollte etwa 70° und die Rücklauftemperatur etwa 55° betragen. Dadurch werden Verluste bei der Wärmeerzeugung und -verteilung reduziert und die thermische Behaglichkeit erhöht.

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