Heizkörper für das Badezimmer
Der Heizkörper als Highlight der Badezimmer-Raumgestaltung
Hausbewohner, die das Badezimmer nicht nur als reinen Nutzraum betrachten, sondern als Ort der Entspannung, der Ruhe und der Inspiration, haben heutzutage nicht nur die Möglichkeit, das Badezimmer mittels schönen Accessoires oder ausgefallen gestalteten Möbelstücken zu einer wahren Wohlfühloase werden zu lassen, auch Heizkörper gibt es mittlerweile in den ausgefallensten Designs und lassen sich dadurch als wahres Kunstobjekt in das Zentrum der Gestaltung rücken.
Das Wichtigste in Kürze
- Erst den Wärmebedarf klären, dann das Design: Für Bäder wird üblicherweise mit 24 °C Raumtemperatur geplant – mehr als in Wohnräumen.
- Geeignet sind Flachheizkörper, Röhren- und Handtuchheizkörper, Flächenheizungen sowie – vor großen Fensterflächen – Konvektoren.
- Kombinationen mit elektrischem Heizelement halten das Bad auch in der Übergangszeit warm, wenn die Zentralheizung noch aus ist.
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Längst vergangen sind die Zeiten, in denen Boden und Wände wie wild mit weißen Fliesen zugefliest wurden und die Gestaltung des Bades reinen Funktionalitätskriterien entsprach. Mit der Zeit wurde das Bad als „Wohnraum“ entdeckt und schätzen gelernt – man denke dabei an ein ausgiebiges, entspanntes Bad nach einem stressigen Arbeitstag. Wie schön, wenn sich auch der Heizkörper harmonisch in die Raumgestaltung des Badezimmers integrieren lässt.
Welches Heizkörper-Modell eignet sich für mein Bad am besten?
Bevor man sich näher mit verschiedenen Formdesigns oder Farben beschäftigt, ist es erforderlich, zunächst den Raumwärmebedarf zu ermitteln. Erste Einschätzungen können im Alleingang über Berechnungsprogramme im Internet ermittelt werden. Es ist jedoch empfehlenswert, die endgültige Berechnung von einem Fachmann erstellen zu lassen, um Dimensionierungsfehler zu vermeiden.
In die Berechnung des Wärmebedarfs müssen unterschiedliche Kriterien mit einfließen, so beispielsweise die
- Raumgröße
- das Alter und die Isolationsverhältnisse des Gebäudes,
- die Lage des Raumes (Sind Außenwände oder Fenster vorhanden? Liegt der Raum im Unter-, Erd-oder Obergeschoss?) usw.
- das gewünschte Heizergebnis (unregelmäßig mit schneller Heizkraft, konstant bei gleichbleibender Temperatur, Heizen in der Übergangszeit…)
Aufgrund dieser Berechnung kann dann die Auswahl der Heizkörper erfolgen. Je nach Größe des Badezimmers und des individuellen Wärmebedarfs können breite oder schmale bzw. mehrere unterschiedliche Heizkörper miteinander kombiniert, montiert werden.
Schnellcheck: Welcher Badheizkörper passt?
1. Soll der Heizkörper auch Handtücher wärmen und trocknen?
Ja
Röhren-/Handtuchheizkörper
Leiterform mit Bügeln oder Ablage; Heizleistung prüfen – im Zweifel mit elektrischem Heizelement oder zweitem Heizkörper kombinieren.
Ergebnis
Nein
Wärmebedarf entscheidet
Ohne Handtuch-Funktion zählt vor allem die Heizleistung für Raumgröße und Dämmung.
→ Frage 2
2. Ist das Bad groß oder eher schlecht gedämmt?
Ja
Flachheizkörper (Heizwand)
Hohe Heizleistung mit viel Strahlungswärme; bei sehr großem Bedarf mit Flächenheizung oder zweitem Heizkörper kombinieren.
Ergebnis
Nein
Komfort-Frage klären
Bei kleinen, gut gedämmten Bädern entscheidet der Komfortwunsch in der Übergangszeit.
→ Frage 3
3. Soll das Bad auch warm werden, wenn die Zentralheizung aus ist?
Ja
Kombination mit E-Heizelement
Warmwasser-Heizkörper mit elektrischem Heizstab arbeitet unabhängig von der Zentralheizung – Stromverbrauch im Blick behalten.
Ergebnis
Nein
Kompakter Standard-Badheizkörper
Ein passend dimensionierter Flach- oder Röhrenheizkörper reicht; Position und Anschlussart müssen zur Rohrführung und zum gewählten Modell passen.
Ergebnis
Auslegungs-Richtwert: Das Bad ist der wärmste Raum im Haus
Für Badezimmer wird bei der Heizlastberechnung üblicherweise eine Norm-Innentemperatur von 24 °C angesetzt (DIN EN 12831) – deutlich mehr als die 20 °C, mit denen Wohnräume geplant werden. Der Badheizkörper ist im Verhältnis zur Raumgröße also stärker auszulegen als ein Heizkörper gleicher Größe im Wohnzimmer. Wer bei der Auslegung nur von Wohnraum-Temperaturen ausgeht, wählt den Heizkörper schnell zu klein – das Bad wird dann an kalten Tagen nicht richtig warm. Auch deshalb lohnt sich die Heizlastberechnung durch den Fachbetrieb.
Wohlige Badezimmertemperaturen auch in der Übergangszeit
Immer mehr im Trend liegen Heizkörper, die mit elektrischen Heizelementen kombiniert werden. Der Vorteil dieser Kombination liegt in der Möglichkeit, im Badezimmer auch in der kühleren Übergangszeit, in der die Zentrale der Heizungsanlage noch nicht eingeschaltet ist, für angenehme Wohlfühltemperaturen zu sorgen. Bei elektrischen Heizstäben im Bad müssen Schutzbereiche, Schutzart und Anschluss nach DIN VDE 0100-701 zum Gerät passen; lassen Sie das durch eine Elektrofachkraft prüfen.

Doch nicht nur für die Übergangszeit ist solch eine Kombination sinnvoll. Entscheidet man sich beispielsweise für einen modernen Handtuchheizkörper, der zwar schick und leicht im Design ist, jedoch über eine weniger starke Heizleistung verfügt, so kann man diesen mit einem elektrischen Heizkörper kombinieren. Das sieht nicht nur schön aus, sondern macht auch eine schnellere Beheizung des Bades möglich.
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Im Handel erhältliche Heizkörper-Typen für Wohnräume und Badezimmer
Grundsätzlich sind für den Einbau in Badezimmer folgende Heizkörper-Typen geeignet:
- Flachheizkörper, auch als Heizwand – wenn eine gute Heizleistung für größere Badezimmer mit einem Großteil an angenehmer Strahlungswärme gefragt ist
- Röhrenheizkörper im Designerlook – eckig, rundlich, geschwungen, in verschiedensten Farben und Größen, mit Handtuchhaken, -bügel, oder -ablage versehen; wenn die Heizung nicht nur zum Blickfang werden, sondern auch für kuschelig warme Handtücher sorgen soll
- Flächenheizungen – angenehme Strahlungswärme aus Fußboden- oder Wandflächen
- Konvektoren – der Turbo vor großen Fensterflächen; für normal große Badezimmer aufgrund der starken Luftzirkulation und Staubaufwirbelung nicht so optimal; im Falle von Schwimmbädern wegen der starken Heizleistung und dem Verhindern beschlagener Scheiben jedoch die richtige Wahl
Positionierung der Heizkörper – standardmäßig oder individuell?
Bei Designheizkörpern lässt sich die Position optisch oft gut an das Bad anpassen; Herstellerangaben nennen je nach Modell jedoch Mindestabstände, etwa 150 mm zwischen Heizkörper-Unterkante und Boden. Bei Warmwasser-Heizkörpern müssen außerdem Anschlussart, Rohrführung und Modellmaß zusammenpassen.
Empfehlenswert ist dabei die Orientierung beispielsweise an der Oberkante der Duschkabine, des Badezimmerschrankes, des Türstocks, des Fensterrahmens usw. Natürlich ist auch eine mittige Heizkörperpositionierung, orientiert an der Raumhöhe, eine gestalterisch schöne Lösung.

Auf diese Details sollte man unbedingt achten, denn nichts bringt mehr Unruhe und Disharmonie in das Bad, wie achtlos zusammengewürfelte Badelemente. Bei aller Begeisterung für die optische Gestaltung ist selbstverständlich die optimale Kombination, hinsichtlich der Funktionalität der verschiedenen Elemente, nicht zu vernachlässigen.
Anschlussarten
Viele Badheizkörper sind wahlweise mit 50-mm-Mittenanschluss oder seitlichen Anschlüssen erhältlich. Bei einem Austausch entscheidet vor allem, welche Rohrführung bereits vorhanden ist und welche Anschlussvariante das gewählte Modell zulässt.
In vier Schritten zum passenden Badheizkörper
Wärmebedarf ermitteln
Raumgröße, Dämmung und Lage erfassen; für Bäder mit 24 °C Raumtemperatur planen. Die endgültige Berechnung übernimmt der Fachbetrieb.
Heizkörper-Typ wählen
Flachheizkörper für hohe Leistung, Röhren-/Handtuchheizkörper für warme Handtücher, Konvektoren vor großen Fensterflächen.
Position und Höhe festlegen
Position optisch planen; bei Warmwasser-Heizkörpern Anschlüsse, Mindestabstände und vorhandene Rohrführung mit dem Fachbetrieb abgleichen.
Anschlussart prüfen
Mittenanschluss (50 mm) oder klassisch seitlich – vor dem Kauf mit der vorhandenen Rohrführung abgleichen.
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